Depressive Episode, aber schlimmer

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17.08.17
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Hallo Leute,

Ich leide seit etwa 12 Jahren an immer wiederkehrenden Depressiven Episoden.
Die kommen meist in Situationen, wo ich starker Angst ausgesetzt bin.
z.b. Unfälle oder unvorhergesehene Situationen, wo man mit starker Angst reagiert.

Jedenfalls dauern solche Phasen bei mir im schnitt rund 3 Wochen und dann ist es wieder gut für ein Jahr.

Jetzt bin ich wieder drin, Auslöser war das ich nachts immer Wach wurde und nicht atmen konnte.
Irgendwann hab ich mich da so reingesteigert das die Depri wieder da war.

Die letzten 4 Wochen waren der pure Horror, der absolute Horror.
Seit 3, 4 Tagen gehts mir einigermaßen besser, aber ich kann gewisse Symptome nicht einordnen.


Normal waren meine Episoden immer so: "Morgens total schlecht und gegen Abends wurde es besser".

Bei dieser ist alles auf den Kopf gestellt... Morgens zwar immer noch schlecht, nachmittags besser und Abends wieder schlecht.


Aber weswegen ich schreibe, unzwar achte ich seitdem stark auf meine Atmung.
Ständig ein Klosgefühl im Hals und bei Angst steigert sich das hoch bis zum fast komplett zugeschnürten Hals.
Aber am schlimmsten, wirklich am schlimmsten ist das ich einen Druck auf der Lunge habe zu manchen Tageszeiten.
Ähnlich dem Gefühl wenn man zu viele Zigaretten am Tag geraucht hat. (Bin seit 3 Jahren nichtraucher).
Ist das normal bei Depressionen bzw kann das sein?

Ich war 5 Tage im Krankenhaus zum durchchecken, alles super (Herzecho, 24std EKG/Blutdruck, Lungen/Thorax Röntgen, Blutwerte) bis auf hoher Puls (140er Ruhepuls) und 220er Blutdruck in Ruhe.
Das erklärt sich aber durch die Angstzustände.. Da ist man ja irre angespannt und aufgewühlt.


Ich nehme Medikamente (225mg Venlafaxin, 150mg Lyrica, 200ug L-Thyroxin), habe eine Therapeutin und einen Psychiater.
Warum ich mich an euch wende anstatt an meine Ärzte fragt ihr euch sicher...
Nunja, meine Therapeutin ist seit 3 Wochen im Urlaub und kommt erst in 2 Wochen wieder, keine Vertretung.
Und mein Psychiater sagte, darüber soll ich mit meiner Therapeutin sprechen.
Habe versucht meine Therapeutin per SMS zu erreichen, diese wimmelt mich aber ab, mit der Aussage das sie urlaub hat.
Den gönne ich ihr natürlich, aber ich bin grad echt in not.

Meine Hauptfrage ist also.... Wie sehen denn nun Atemprobleme bei Depressionen aus? Ich finde viele Informationen darüber, das Atemprobleme bei Depressionen auftreten, aber nirgends wie sie sich äußern.
Das kann ja über Flache, schnelle, tiefe, klosgefühl usw usw alles sein... Nur dieser druck in der Lunge macht mich wahnsinnig, da kann ich nicht durchatmen und das macht mir angst :(


Vielen Dank fürs lesen, und das ihr eure Zeit für mich opfert.
Danke!
 
Depressive Episode aber schlimmer

Hallo Heiopeio,

Ich denke, Atemprobleme bei Depression sind individuell.
Vielleicht versuchst Du es mal mit einer Atemtherapie:
https://www.lifeline.de/therapien/atemtherapie-id89400.html

Eine Depression kann viele Ursachen haben, helfen kannst wahrscheinlich nur Du Dir selbst. Medikamente können Dich zwar beruhigen oder ruhigstellen, jedoch mit der Gefahr von Nebenwirkungen und Spätfolgen.

Ursachen für eine Depression:
Mangel an B-Vitaminen (B3, B6, Biotin, B12)
Mangel an Vitamin C (u.o. Magnesium)
Mangel an Selen, Zink
Nebennierenschwäche
Reduzierte Darmflora (bsp. nach Antibiotika-Einnahme)
u.a.

Ich würde sicher mal eine Zeit lang B-Komplex nehmen und auf die Versorgung von Vitamin C, Magnesium, Selen und Zink achten.
- Vitamin C (braucht Magnesium)
- Magnesium (braucht u.a. Selen und Zink u. bestimmte B-Vitamine)
Dann würde ich auch Probiotika nehmen und dabei auf die Ballaststoff-Versorgung achten - mind. 30gr pro Tag.

Die Medikamente würde ich so rasch wie möglich reduzieren.

Alles Gute
 
Depressive Episode aber schlimmer

hallo heiopeio,
Ständig ein Klosgefühl im Hals und bei Angst steigert sich das hoch bis zum fast komplett zugeschnürten Hals.
Aber am schlimmsten, wirklich am schlimmsten ist das ich einen Druck auf der Lunge habe zu manchen Tageszeiten.
vielleicht magst du hier https://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Wenn-Angst-die-Kehle-zuschnuert-503199.html einmal reinschauen ,da wird alles super erklärt.
Meine Hauptfrage ist also.... Wie sehen denn nun Atemprobleme bei Depressionen aus? Ich finde viele Informationen darüber, das Atemprobleme bei Depressionen auftreten, aber nirgends wie sie sich äußern.
..... vielleicht magst du einfach etwas mehr info über dich geben zbs. warum du glaubst eine depression zu haben , wobei dein beitrag eher an einer angststörung mit panikattaken denken lässt .

gruss,ory
 
Hallo Heiopeio,

bei Atemnot, gepaart mit hohem Blutdruck und Ruhepuls und psychischen Problemen wie Angst, Panik, Depression kann es einige Ursachen geben. Oft wirken sie zusammen. Es sind jedoch in der Toxikologie und Umweltmedizin zwei besonders heimtückische hauptverdächtige Übeltäter bekannt: Quecksilber und Formaldehyd. Und wenn noch weitere Schadstoffe hinzukommen, dann kann ein derartiger Giftcocktail schon sehr viel Ärger machen. Daher empfehle ich Dir, solche Ursachen bei Dir auch in Betracht zu ziehen und gegebenenfalls aussschließen zu lassen.

Freundliche Grüße
 
Hallo ihr beiden, danke für eure Antworten!

@ Docwho

Also ich nehme seit etwa 4 Wochen einen hochdosierten Vitamin B Komplex ein und dazu noch etwa 800mg
Magnesium täglich.
Ich weis nicht obs daran liegt, das es mir in den letzten 3 oder 4 Tagen besser geht.
Den Link werd ich mir mal anschauen wegen dem Atemtraining, danke dir!


@ory

Ja gute Frage warum ich das glaube...
Also im Prinzip ist es bei mir so Diagnostiziert worden, ob das so stimmt weis ich nicht.
Mein Hauptproblem ist definitiv die Angst.

Alle paar Monate/Jahre bekomme ich ja so eine Phase, da habe ich dann folgende Symptome:

Morgens schweißgebadet aufwachen mit Kälteschauern dabei.
Unruhe
Panikattacken
Gegen Abend gehen die Panikattacken weg
Gefühl das alles keinen Sinn macht, weil ich nie aus dieser Phase rauskomme (obwohl ich schon gute 12 mal aus solchen Phasen rauskam).
Laufe den ganzen Tag wie getrieben umher, bis meine Füße blutig sind
Starke Atemprobleme bis zum Gefühl des erstickens
Potenzstörungen
Durchfall
Appetitlosigkeit


Ich habe mich ehrlich gesagt schon oft in Depri Foren rumgetrieben, aber nie fühlte ich mich
da richtig, also eher gesagt ich erkannte mich in den Aussagen von anderen nicht wieder.
Ich fühlte mich immer als wäre ich falsch und nur gepresst in die Depressionsschiene.
Schon vor Jahren kam ich auf die Idee das ich eigentlich nur die Angstsymptome habe.
Mich bedrückt nichts seelisch, noch hatte ich eine schwere Kindheit.. Auch fühle ich mich nicht
als Versager oder sowas.
Wenn ich von Depressionen lese, hat sowas meist einen klaren Auslöser, also unbewältigte Probleme,
stress, verluste usw usw..

Ich muss aber dazu sagen, das ich selbst wenn ich mal Tavor genommen hatte, die Atemprobleme blieben.
Hab zwar nur 1mg genommen, aber nunja... Vielleicht zu wenig.

Jedenfalls weiß ich einfach nicht wie ich weiter vorgehen soll.
Jetzt wäre ja erstmal das Ziel, das ich aus dieser Phase rauskomme bzw das es etwas stabil wird.
Denn ich verlasse nicht einmal mehr das haus, weil sich direkt die Kehle zuschnürt wenn ich raus gehe.
Klar ich muss es machen, damit sich die Angst da abbaut, aber das ist immer leichter gesagt als getan.
Selbst zuhause habe ich ja keine Ruhe vor den Angstzuständen.
Ich fange auch an zu weinen, wenn ich im Fernsehen menschen sehe die im Urlaub usw sind.
Da kommen dann Gedanken: "Toll, warum können die das, aber ich nicht?".
Sicher könnte ich es auch, aber kann man das genießen mit Angstzuständen?

In 3 Wochen ist bei uns auch Urlaub gebucht, alle freuen sich... Nur ich hab Angst das ich bis dahin nicht wieder fit bin. :(
 
Hallo Heiopeio,
Denn ich verlasse nicht einmal mehr das haus, weil sich direkt die Kehle zuschnürt wenn ich raus gehe.
Kannst du dich womöglich noch daran erinnern wann und in welcher situation du das erste mal diese angstgefühle hattest !?.
In 3 Wochen ist bei uns auch Urlaub gebucht, alle freuen sich... Nur ich hab Angst das ich bis dahin nicht wieder fit bin. :(
es ist ein ewiger kreislauf ; „die angst vor der angst „.:schock:

mein tipp ,versuche dich zu beschäftigen ,vielleicht hast du ja ein hobby ,welches du auf grund der ängste vernachlässigt hast , beginne sie von neuem .
lenke dich ab mit ; gehen/laufen, wohnung um räumen :rolleyes:…. egal was ,aber beschäftige dich mit sachen die ein nachdenken über angst erst einmal keinen platz lassen.

Gefühl das alles keinen Sinn macht, weil ich nie aus dieser Phase rauskomme (obwohl ich schon gute 12 mal aus solchen Phasen rauskam).
Das ist ein guter satz den du dir immer wieder hochholen kannst/solltest ,wenn es einmal besonders schlimm in dir zu geht …bei diesem guten gedanken kräftig und ausdauernd AUS atmen …eh du langsam wieder luft einatmest.
diese bewusste aus und einatmung bitte langsam anfangen und die ausatmung sollte dabei immer länger dauern als die einatmung , du verminderst dadurch den druck, der durch zu viel luft auf die lunge entsteht.

versuche durch vermehrte bewegung zu entspannen ,gönne dir etwas gutes ...zbs. den kommenden urlaub . ;)

gruss, ory
 
Huhu Ory,

ja ich kann mich dran erinnern wo das zum ersten mal aufgetreten ist.
Das war noch quasi in meiner Jugendsündenzeit.
Ich saß zuhause und hatte einen Joint geraucht. (Mache ich seitdem nicht mehr).
Da bekam ich direkt danach Kreislaufprobleme, Angst, Panik... Ne klassische Panikattacke.
Seitdem meide ich alles was Bewusstseinsverändernd ist.
Sei es Alkohol, Drogen oder Medikamente die das Bewusstsein verändern.
Das war damals nicht mein erster Joint, also ich bin nicht vom ersten quasi so abgedriftet.

Ab da an ging es los... Ich durchlebte mehrere Jahre voller qualen, bis überhaupt mal jemand
diagnostizierte das es Psychischer Natur war.
Ich war total überfordert mit den Symptomen und dachte ich müsse sterben.
Über Gehirntumor, Herzinfarkt und Lungenkrebs war alles quasi dabei worüber ich mir den Kopf zerbrach.

Die Phasen hörten aber immer wieder begrenzt auf, meist so 3 Wochen und dann war komplett ruhe.
Seitdem steiger ich mich immer wieder in sowas rein... Sei es ne Krankheit wie ne Bronchitis wo ich
mir dann einrede das ich gegen das Antibiotika allergisch reagiere usw.

Letztes Jahr im Januar bekam ich z.b. starke Bauchschmerzen nach dem Essen, wie sich rausstellte war
es ein Gallenstein und die Galle musste entfernt werden.
Da ging es richtig los... Panik ohne ende, denn ich wusste, eine Narkose bedeutet bewusstseinsveränderung, und ich wusste nicht was mich erwartet nach dem aufwachen.. Ich habe mich so verrückt gemacht, das ich von morgens bis abends geheult habe.

Nach der OP gings dann wieder.. also so 10 Tage hats gedauert bis ich mich beruhigt hatte.

Ja und dieses Jahr war der Auslöser, das ich nachts wach wurde und nicht atmen konnte.
Es ging einfach nichts rein in die Lunge.
Komischerweise, seitdem ich komplett in der Ecke liege mit den Angstzuständen, hatte ich das nicht
mehr nachts. Nur quasi als vorbote der Phase.
Aber trotzdem kann ich mich nicht beruhigen, weil ich angst habe zu ersticken, und tada... Damit sorge ich erst das ich Atemnot bekomme.
Es ist ein Teufelskreis den ich irgendwie nicht durchbrechen kann.
Ablenkung hilft da tatsächlich und wenns mir dann einigermaßen gut geht, grübel ich wieder darüber nach WARUM es mir gut geht, denn ich hatte doch eben noch Atemnot.
Und schwupps, geht die spirale von neuen los.


@Miglena

Vielen Dank für den Hinweis, ich werd mich mal kümmern und noch mehr untersuchen lassen.
Meine Schilddrüse funktioniert ja auch nicht richtig.. Aber die bekommt keiner in den Griff.
Selbst mit 200ug Schilddrüsenhormon sind meine Werte ausserhalb der Skala....
 
hallo heiopeio,

Ich durchlebte mehrere Jahre voller qualen, bis überhaupt mal jemand
diagnostizierte das es Psychischer Natur war.
Hm …damals war es womöglich noch nicht psychisch …es kam wohl eher nach und nach als die anfängliche „normale“ angst irgendwann in einer erwartungangst übergegangen ist.
das passiert fast automatisch und wird wohl so lange dauern ,bist DU aus dieser „erwartung“ raus findest ,bis du dir ein anderes ziel gesetzt hast.

schau nach vorne ,schau was das leben dir „ohne“ ängste bieten kann/könnte .
tausche das "zurückliegende" durch etwas vor "dir liegendes" sicherlich gibt es noch eine ganze menge was an schöne erwartungen vor die liegt .
Es ist ein Teufelskreis den ich irgendwie nicht durchbrechen kann.
:idee: Doch, du hast es ja selber bemerkt ;“Ablenkung hilft da tatsächlich .“

und wenns mir dann einigermaßen gut geht, grübel ich wieder darüber nach WARUM es mir gut geht, denn ich hatte doch eben noch Atemnot.
Wir menschen sind schon ganz schön eigenartig:rolleyes:

:kraft:du kannst dieses WARUM ja mit einer selbsterklärung einfach abstellen …
“Ablenkung hilft da tatsächlich .“

gruss,ory
 
Zuletzt bearbeitet:
Wollte euch nur mitteilen das es die letzten Tage stark bergauf ging und ich wieder zu 90 % fit bin.
Alles ist weg, bis auf ab und zu atemnot/kurzatmigkeit... hoffe das legt sich noch.

Da viele Beiträge immer angefangen aber selten zuende gebracht werden, wollte ich hiermit nur sagen: "Ich bin noch da und mir geht es fast wieder blendend".

Danke an alle fürs offene Ohr, ihr habt mir sehr geholfen.
 
hallo heiopeio,

Da viele Beiträge immer angefangen aber selten zuende gebracht werden, wollte ich hiermit nur sagen: "Ich bin noch da und mir geht es fast wieder blendend"
...na wenn das mal keine guten nachrichten sind , :danke: für dein feedback.
Alles ist weg, bis auf ab und zu atemnot/kurzatmigkeit... hoffe das legt sich noch.

:greis: ...ein daran denken ...
kräftig und ausdauernd AUS atmen …eh du langsam wieder luft einatmest....sollte recht hilfreich reich .
diese bewusste aus und einatmung bitte langsam anfangen und die ausatmung sollte dabei immer länger dauern als die einatmung , du verminderst dadurch den druck, der durch zu viel luft auf die lunge entsteht.

alles gute , ory :wave:
 
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