CMD-Behandlungserfolg nach 11 Jahren!

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Hallo an alle CMD-Betroffenen,

ich (30) habe 11 Jahre lang mit massiven CMD-Beschwerden gelebt. In dieser Zeit habe ich gefühlt alles ausprobiert: rund 20 verschiedene Schienen, Physiotherapie, Massagen, Osteopathie, unzählige weitere Verfahren. Ich war in CMD-Ambulanzen namhafter Unikliniken, bei einem bekannten Kieferorthopäden, bei einem Zahnarzt mit CMD-Fachbuch – ohne nachhaltigen Erfolg. Sogar Botox in die Kaumuskeln brachte nichts.

Weil niemand eine stabile Besserung hinbekam, suchte ich außerhalb: Entgiftungen, Nahrungsergänzungen, unterschiedliche Klinikabteilungen (Neurologie, Rheumatologie, Orthopädie), sogar Behandlung einer vermeintlichen chronischen Borreliose, Heiler – nichts half. Zwei Monate Schmerzklinik, Morphin/Opiate, Muskelrelaxantien, Antidepressiva, Neuroleptika. Ich war am Ende. Mir wurde gesagt, ich solle „mit den Schmerzen leben lernen“, ich hätte ja „nichts Ernsthaftes“. Von außen sah man nichts, innen sah es anders aus: Knacken, Reiben, Blockaden im Unterkiefer – und das Gefühl, dass hier mechanisch etwas nicht stimmt. Meine Ausbildung musste ich unterbrechen, ich beantragte Rente. Psychisch wurde es düster.

Warum ich trotzdem weitergesucht habe? Mein Körper signalisierte mir immer wieder: Das Problem sitzt tatsächlich am Kiefergelenk und in der gesamten Kette drumherum. Das Knirschen, das Klickgeräusch, die Blockaden – irgendetwas passte einfach nicht.

Der Wendepunkt kam durch einen Zufallstermin bei einem Kieferorthopäden, der zwei Dinge richtig gemacht hat:

Die Schiene passte sofort natürlich. Erstmals stimmten Mittellinie und Kontakte. Kein Fremdkörpergefühl, kein „Suchen“ des Bisses. Die Schiene war nachjustierbar, kleine Korrekturen brachten konstante Verbesserungen statt neuer Baustellen.

Die osteopathische Begleitung war gezielt. Die Therapeutin behandelte exakt die Strukturen, die meine Schmerzen triggerten (Kaumuskeln, Zungenbein, obere HWS, Brustkorbbereich). Keine „Wellness“, sondern punktgenau.

Mit dieser Kombination wurde ich weitgehend schmerzfrei. Nicht über Nacht, aber spürbar Woche für Woche. Für mich war das der Beweis: Nicht jede Schiene hilft – die richtige, gut eingestellte in einem stimmigen Team, schon.

Warum ich das hier schreibe:
– Um Mut zu machen. Auch nach langer Odyssee ist Besserung möglich.
– Um Orientierung zu geben, woran man eine gute Behandlung erkennt:

• Die Schiene liegt ruhig, Mittellinie passt, kein Zwangsgefühl.
• Feinjustagen führen zu mehr Ruhe, nicht zu neuen Beschwerden.
• Begleitend wird die ganze Kette mitbehandelt (Kiefer–Nacken–Zunge–HWS).
• Keine irreversiblen Eingriffe, solange konservativ nicht sauber ausgereizt ist.

Ich will auch die innere Seite nicht verschweigen: Ohne eine Änderung meiner Haltung hätte ich es nicht geschafft. Hoffnung, Dankbarkeit, Glaube – das war für mich kein „Esoterik-Zusatz“, sondern psychische Stabilisierung, die den Körper runterfährt. Wer nicht an Gott glaubt, kann anderes nutzen: Atem, Ruhefenster, sanfte Bewegung, Struktur im Alltag. Hauptsache, das Nervensystem bekommt Signale: „Du bist sicher.“

Mir ist klar, wie teuer und zermürbend CMD werden kann. Umso wichtiger ist es, gezielt vorzugehen und rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, wenn etwas offensichtlich nicht passt. Lasst euch nicht einreden, ihr wärt „nur psychisch“ – aber bleibt fair: Chronischer Schmerz verändert die Bahnen im Nervensystem, deshalb gehören Körper und Nervensystem in die Therapie.

Wenn mein Bericht euch nur einen Schritt spart, hat er seinen Zweck erfüllt. Fragt gern nach Details (z. B. welche Anpassungen an der Schiene spürbar waren oder welche Übungen im Alltag geholfen haben). Ich drücke jedem hier die Daumen – gebt nicht auf. Es gibt die Behandler, die wissen, was sie tun. Man merkt es, sobald die Schiene stimmt.
 
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Der rote Faden in vielen Erfolgsberichten ist immer gleich: korrekt angepasste Aufbissschiene, interdisziplinär denken, Alltag entlasten – und alles in kleinen, prüfbaren Schritten. Ein paar Leitplanken, die sich bewährt haben:

1) Woran erkenne ich eine „gute“ Schiene?
– Sie sitzt ruhig, fühlt sich nicht wie ein Fremdkörper an.
– Mittellinie passt, Kontakte sind symmetrisch, Kiefer „sucht“ nicht ständig einen Platz.
– Nach 1–2 Wochen: weniger Morgenverspannung, weniger Knirschen/Pressen, kein neues Ziehen im Nacken/Kiefergelenk.
– Feinjustage ist normal – aber sie führt zu konstanten Verbesserungen (nicht jedes Mal ein neues Baustellen-Gefühl).
– Kein irreversibles „Herumschleifen“ an den Zähnen, solange konservativ noch nicht ausgereizt ist.

2) Team, nicht Einzelkämpfer
Zahnarzt/KFO für Schiene und Physio/Osteopathie, die Kiefer–Nacken–Zunge zusammen denken (Kaumuskeln, Pterygoidei, Zungenbein, obere HWS, Brustwirbelsäule). Weniger ist mehr: lieber 2–3 gezielte Techniken, dafür wiederholbar.

3) Alltag, der sofort Druck rausnimmt
– Wärme (feucht-warme Kompresse/Leinsamenkissen) abends 15–20 Min.
– Weiche Kost in der Akutphase, kein Kaugummi, harte Krusten, zähe Steaks.
– Nasenatmung trainieren, Zungenposition: Zunge locker an den Gaumen, Lippen zu, Zähne ohne Kontakt.
– Minipausen tagsüber: 3×/Tag je 60 Sekunden „Check-Out“ – Stirn/Kiefer/Nacken bewusst loslassen.
– Schlaf: seitlich/rückenschlaffreundlich, ggf. flacheres Kissen, kein Koffein am Abend.
– Magnesium abends und Omega-3 haben vielen beim Muskeltonus/Entzündungsgefühl geholfen (individuell testen).

4) Wenn’s klemmt: Fehlerquellen
– Schiene zu hart/hoch → ständiges Gegenpressen.
– Fehlende Justagen → gute Schiene wird durch Nicht-Anpassen „schlecht“.
– Nur lokal behandeln, aber HWS/Brustkorb ignorieren.
– Zu viele Baustellen auf einmal (Zähne schleifen, neue Schiene, Cranio, neue Bisslage, alles parallel).

5) Realistische Reihenfolge (4–6 Wochen)
Woche 1–2: Schiene einarbeiten, 2–3 gezielte Übungen/Manualtherapie, Wärme, weiche Kost.
Woche 3–4: Feineinstellung der Schiene, kurze myofasziale Selbstbehandlung (Massagerolle/Triggerball Kaumuskel, Nacken), Alltag stabilisieren.
Woche 5–6: Erst dann an Training denken (Hals-/Schulterblatt-Stabilität, leichte Dehnung Brustwirbelsäule), Belastung behutsam erhöhen.

6) Psychische Seite ohne Stigma
Chronische Schmerzen „verdrahten“ das Nervensystem. Das ist neurologisch, nicht „eingebildet“. Dinge wie Atemübungen, sanfte Bewegung, Tagesstruktur helfen, die Reizschwelle zu senken – begleitend, nicht als Ersatz.

7) Vorsicht bei…
– Irreversiblen Eingriffen (Biss „neu bauen“, Kronen/Langeingriffe), solange konservative Maßnahmen nicht sauber gelaufen sind.
– „Wunder“-Schienen ohne Anpassbarkeit.
– Dauernd neuen Geräten, ständigem Therapeutenwechsel – lieber ein Plan, dann geduldig prüfen.

liebe Grüße und Gottes Segen
Sandra
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo zusammen,

ich kämpfe jetzt seit 14 Jahren mit CMD – und ich bin ehrlich: ich weiß nicht mehr weiter.
Heute hat mir meine Ärztin gesagt, dass wir wohl an die Grenzen des Machbaren gekommen sind. Das war ein Schlag ins Gesicht. Diese Krankheit bestimmt inzwischen mein ganzes Leben. Ich bin 52, und manchmal denke ich einfach: Ich kann nicht mehr so weiterleben.

Was zusätzlich zermürbt: Überall stoße ich auf Ablehnung oder Schulterzucken. Viele wissen gar nicht, was CMD wirklich bedeutet – sie sehen ja nichts von außen. Dann kommen immer wieder Diskussionen über Implantate, obwohl das für mich gar nicht infrage kommt. Ich habe als Kind mal einen Ring verschluckt, der im Hals stecken blieb, und seitdem habe ich eine tiefe Abneigung gegen alles, was sich wie ein Fremdkörper anfühlt.

Ich wollte das einfach mal loswerden. Vielleicht geht es ja jemandem ähnlich – oder jemand hat noch einen Gedanken, wie man mit dieser ständigen Erschöpfung und dem Schmerz weiterleben kann.

Liebe Grüße
Spatzi
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Guten Abend -
das klingt doch mal gut! :)
Ich finde es sehr schwierig, in der Schweiz jemanden zu finden, der sich überhaupt mit CMD auskennt.
Würdest Du verraten - bei welchem Arzt Du warst?
Vielleicht kann der auch anderen helfen. :-)

Mit liebem Gruss!

AQUAMARIN 5

Ich blieb am Ball und fand schließlich durch Zufall einen Kieferorthopäden, der mir helfen konnte. Er machte die Schiene ganz einfach RICHTIG. Erstmals passte die Mittellinie exakt zusammen und die Schiene fühlte sich nicht wie ein unerträglicher Fremdkörper im Mund an. Und auch die Osteopathin, mit der er arbeitete, machte alles richtig. Sie behandelte einfach die richtigen Stellen, traf genau die Punkte, die meine Schmerzen auslösten. Und siehe da, ich bin weitestgehend schmerzfrei. Ich möchte euch damit Mut machen!!! Es gibt sicher viele hier, die ähnliches erlebt haben. Ich kann nur sagen: vertraut auf euer Gefühl. Man merkt sofort, wenn man die richtige Schiene im Mund hat. Es gibt unendlich schwarze Schafe unter den Behandlern, die einfach keine Ahnung haben und mit CMD-Patienten das schnelle Geld machen wollen.
 
Liebe Lilli
Danke für deinen Beitrag und die darin enthaltene Motivation für alle Patienten. Ich hoffe deine Mailadresse ist noch aktiv und Dich erreicht meine Mail. Auch ich würde mich sehr freuen über die Kontaktdaten deines Kieferothopäden und wäre froh, von deinen Spezialisten untersucht und behandelt werden können.

Herzlichen Dank für deine Hilfe.

Grüße Kirrie
 
Vielen Dank für den Mut machenden Bericht!

Und ich möchte euch auch was Interessantes berichten - ist jetzt nicht wirklich gesundheitsfördernd, aber: Die CMD kommt immer mehr ins Gespräch! Ich habe meinen Augen nicht getraut, aber ich habe jetzt den ERSTEN ROMAN gelesen, in dem CMD vorkommt! Vielleicht gibt es ja noch mehr, aber die kenne ich nicht.

Ich fand es nur toll, dass es doch jetzt irgendwie ins Allgemeinbewusstsein kommt, dass es so etwas wie CMD gibt! Gut, es war ein amerikanischer Roman, ein Krimi, aber immerhin ins Deutsche übersetzt! Und es wurde anschaulich beschrieben, wie jemand unter CMD leiden kann.

Wen es interessiert: "Patricia Cornwall: Knochenbett", z.B. S. 290 (Knochenbett: Kay Scarpettas 20. Fall eBook: Patricia Cornwell, Karin Dufner: Amazon.de: Kindle-Shop

"... alles verordnet von Zahnarzt Dr. Zieher zur Behandlung einer kraniomandibulären Dysfunktion, auch CMD genannt. Sie war ein ziemlich schwerer Fall und litt sicher unter chronischen Schmerzen. Und so hat sie sich auf eine Vielzahl von Zahnbehandlungen eingelassen, um einen unerträglichen Zustand zu lindern, der zu einer Sperre oder einem Auskugeln des Kiefers, Tinnitus und einem ständigen, lähmenden, bis in Hals und Schulter ausstrahlenden Schmerz führen kann."

Ich denke, in der Beschreibung finden sich einige wieder! Das macht mir Hoffnung, dass sich diese Kenntnis auch irgendwann in Deutschland durchsetzen wird - und dass daraus dann (hoffentlich bald!) auch eine kassenärztliche Leistung wird, die von Zahnärzten durchgeführt wird, die wirklich Ahnung haben!

Viele Grüße,

Rubinchen
 
Zuletzt bearbeitet:
Es freut mich, dass es dir "lilli2013" besser geht. Aber wenn du hier schon so etwas nennst, wäre es auch gut, wenn du den Namen des Behandlers auflisten könntest. Und wie ich sehe warst du auch schon 2 jahre lang nicht mehr online und die anderen, die hier mitgeschrieben haben ähnlich lange. °_°
 
Liebe Lilli
Danke für deinen Beitrag und die darin enthaltene Motivation für alle Patienten. Ich hoffe deine Mailadresse ist noch aktiv und Dich erreicht meine Mail. Auch ich würde mich sehr freuen über die Kontaktdaten deines Kieferothopäden und wäre froh, von deinen Spezialisten untersucht und behandelt werden können.

Herzlichen Dank für deine Hilfe.

Grüße Kirrie


Hallo kirrie

Hast du immer noch mit CMD zu kämpfen oder mitlerweile einen Arzt gefunden den dir helfen konnte? Ich wurde auch geheilt mit der richtigen Schiene , kann dir den Arzt gerne weiter empfehlen.

Lg samira
 
Hallo,

kannst du Sam oder eine von euch mir was empfehlen.
Habe auch Probleme mit CMD und weiss nicht mehr weiter.
Meldet bitte. LG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe das Problem nicht, frage mich aber, ob da nicht ein Craniosacral-Therapeut helfen kann.
 
Hallo kirrie

Hast du immer noch mit CMD zu kämpfen oder mitlerweile einen Arzt gefunden den dir helfen konnte? Ich wurde auch geheilt mit der richtigen Schiene , kann dir den Arzt gerne weiter empfehlen.

Lg samira

Hallo Samira,

auch ich würde dich um den Namen deines Behandlers bitten. Vielen Dank und viele Grüße.

gibsonlp81
 
Hallo fiorelini

die Seite meines Arztes steht im letzten Beitrag.

Du findest auch ein Video dazu , der arzt ist allerdings in der schweiz.aber mit dieser schiene wird dein CMD ganz verschwinden , dein Körper wird wieder gerade und deine Verspannungen gehen auch von Tag zu tag mehr weg. Ich fühle mich mittlerweile wie neu geboren und bin dankbar endlich den richtigen arzt gefunden zu haben .

Liebe grüsse sam
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für deine Antwort.
Ist das ne Schiene für den Unterkiefer?
Könntest du mir bitte paar Tipps geben oder über deine Erdahrung erzählen?
Du kannst mir gerne auch eine Email schicken und bitte ein Bild deiner schiene.
Es wäre ganz nett von dir. Bitte
 
Guten Tag ich habe ähnliche Symtome und wollte fragen ob sie die Ärzte nennen können die ihre CMD geheilt haben
 
Diese Klinik könnte auch interessant sein, aber ich habe keinerlei Erfahrungen damit:


Grüsse,
Oregano
Auch auf dieser Seite liest man dass nur rund um den Kiefer die Ursache gesucht wird, was leider faldsch ist. Bei CMD braucht es eine ganzkörper Diagnostik, die Ursache für die Kiefergelenksverschiebung ist meist irgendwo anserst zu finden , deshalb muss der GANZE Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Auch die Augen spielen da eine wichtige Rolle, lasst sie von einem Facharzt überprüfen . Auch Narben von einer Operation sind Stöhrfelder und führen zu Verhärtungen und Verspannungen was eben zu CMD führen kann . Und Leute CMD kommt NICHT vom Stress dSlas ist leidet alles humbuck was hier von den meisten Ärzten erzählt wird. Und macht bitte keine teure Schiene wenn euch der Arzt nicht garantieren kann dass es dich wieder heilt.
 

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