Themenstarter
- Beitritt
- 25.06.11
- Beiträge
- 61
Hallo zusammen
Ist lange her dass ich hier geschrieben habe.
Nach 20 Jahren erfolgloser Suche und diversen Diagnosen habe ich am Schluss festgestellt,
dass meine Symptome am besten zu MCAS passen. Ich hatte Herzrasen, Schwindel, Herzrhytmusstörungen, konnte mich nicht mehr mit Leuten unterhalten, nicht telefonieren,
habe die kleinsten Gerüche nicht ausgehalten (Rasierwasser etc, am Schluss aber auch
"biologische" Gerüche, habe überall diese kleinen roten Punkte die immer mehr wurden (Petechien?), war nur platt den ganzen Tag, manchmal mit Würge-,Brechreiz, etc., Schmerzen im Rücken, Herzrhytmusstörungen etc.,Schuppenflechte,Schwindel..
Die Diagnosen: chronische Borreliose, Schwermetallbelastung, MCS, Fibromyalgie, CFS, MCAS,Histaminintoleranz,RDS,Kindheitstraumata etc. Schulmedizinisch wurde mit mir die ganze psychosomatische Schiene gefahren, ohne Besserung.
Meine Behandlung von MCAS auf eigene Faust mit Cromoglyzinsäure (Allergoval) und natürlichen Histaminsenkern hatte soviel Wirkung, dass ich sicher sagen konnte, ok, das ist schonmal die richtige Richtung. Ich habe zusätzlich noch einen Vagusstimulator benutzt,
da es bekannt ist dass der Vagustonus bei solchen "Sachen" zu niedrig ist.
Aufgrund persönlicher Umstände und der Krankheit hatte ich vor einem Jahr beschlossen nicht weiterleben zu wollen und habe sehr viele Schmerztabletten zu mir genommen in der Hoffnung es reiche um zu sterben. (Das war nicht schlimm in dem Moment, ich war froh, die Entscheidung hinter mir zu haben). Dadurch bin ich im KKH gelandet und anschliessend in der Psychiatrie,
wo ich das Glück hatte einen sehr findigen Neurologen in der Visite zu bekommen, der mich alle meine Diagnosen aufschreiben liess und mir dann sagte: "Das ist eine seltene Sorte Migräne.Ohne Kopfweh." Das war so einfach dass ich es kaum glauben konnte, aber gut, es wird auch selten diagnostiziert (zu selten vielleicht?). Er meinte er sähe das so, dass MCAS keine Krankheit ist sondern das Symptom einer Migräne, und die Migräne, die bei MCAS ein Hauptsymptom ist, eigentlich die Ursache. (Inzwischen weiss man, dass Migräne im Bauch anfängt, also mit Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen in der Kindheit, hatte ich auch).
Egal ob das so ist oder die Migräne doch nur ein Symptom, sie war der Hauptauslöser von allem.
Zwei Tabletten haben gereicht um die Geruchsempfindlichkeit und die Übelkeit loszuwerden,
alles andere kam nach. Ich musste jetzt ein Jahr Medikamente dagegen nehmen, vermutlich noch weiter, weil es chronisch ist und sich über Jahre unerkannt festsetzen konnte, aber im Vergleich zu vorher geht es mir super und wenn ich mich nicht übernehme kann ich doch fast wieder leben wie andere auch. Mein Sohn hat das gleiche Problem, bei ihm ging es eher in die autistische Richtung.
Wer sich schlau machen will dem empfehle ich für den Anfang das GEO-Heft Migräne vom Februar 26, da stehen die neuesten Erkenntnisse drin, wenn auch viel zu wenig, und dass
die Migräne jede erdenkliche psychische Krankheit imitieren kann, auch, dass Migräne unterdiagnostiziert sei aufgrund der fehlenden möglichen "Beweise".
Ich habe das so kurz wie möglich gehalten. Zwanzig Jahre meines Lebens sind dafür vorübergegangen und sehr viele Arztbesuche und Behandlungen. Wenn Ihr Ähnliches habt,
gebt nicht auf. Lasst euch NICHT NUR psychosomatisch belabern, auch wenn es seine Berechtigung hat. Sucht euch einen SCHLAUEN Arzt, soweit möglich, der auch bereit ist, seltenere Sachen in Betracht zu ziehen.
Ich drücke Euch allen ganz fest die Daumen und wünsche Euch soviel Dusel wie mir mit dem Neurologen!!
Ganz viele Grüsse
Eure Sille
p.s.Ich persönlich halte die Migräne immer noch für ein Symptom von whatever. Es ist aber nicht mehr wichtig, da die Symptomatik ein grosses Problem war.
Ist lange her dass ich hier geschrieben habe.
Nach 20 Jahren erfolgloser Suche und diversen Diagnosen habe ich am Schluss festgestellt,
dass meine Symptome am besten zu MCAS passen. Ich hatte Herzrasen, Schwindel, Herzrhytmusstörungen, konnte mich nicht mehr mit Leuten unterhalten, nicht telefonieren,
habe die kleinsten Gerüche nicht ausgehalten (Rasierwasser etc, am Schluss aber auch
"biologische" Gerüche, habe überall diese kleinen roten Punkte die immer mehr wurden (Petechien?), war nur platt den ganzen Tag, manchmal mit Würge-,Brechreiz, etc., Schmerzen im Rücken, Herzrhytmusstörungen etc.,Schuppenflechte,Schwindel..
Die Diagnosen: chronische Borreliose, Schwermetallbelastung, MCS, Fibromyalgie, CFS, MCAS,Histaminintoleranz,RDS,Kindheitstraumata etc. Schulmedizinisch wurde mit mir die ganze psychosomatische Schiene gefahren, ohne Besserung.
Meine Behandlung von MCAS auf eigene Faust mit Cromoglyzinsäure (Allergoval) und natürlichen Histaminsenkern hatte soviel Wirkung, dass ich sicher sagen konnte, ok, das ist schonmal die richtige Richtung. Ich habe zusätzlich noch einen Vagusstimulator benutzt,
da es bekannt ist dass der Vagustonus bei solchen "Sachen" zu niedrig ist.
Aufgrund persönlicher Umstände und der Krankheit hatte ich vor einem Jahr beschlossen nicht weiterleben zu wollen und habe sehr viele Schmerztabletten zu mir genommen in der Hoffnung es reiche um zu sterben. (Das war nicht schlimm in dem Moment, ich war froh, die Entscheidung hinter mir zu haben). Dadurch bin ich im KKH gelandet und anschliessend in der Psychiatrie,
wo ich das Glück hatte einen sehr findigen Neurologen in der Visite zu bekommen, der mich alle meine Diagnosen aufschreiben liess und mir dann sagte: "Das ist eine seltene Sorte Migräne.Ohne Kopfweh." Das war so einfach dass ich es kaum glauben konnte, aber gut, es wird auch selten diagnostiziert (zu selten vielleicht?). Er meinte er sähe das so, dass MCAS keine Krankheit ist sondern das Symptom einer Migräne, und die Migräne, die bei MCAS ein Hauptsymptom ist, eigentlich die Ursache. (Inzwischen weiss man, dass Migräne im Bauch anfängt, also mit Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen in der Kindheit, hatte ich auch).
Egal ob das so ist oder die Migräne doch nur ein Symptom, sie war der Hauptauslöser von allem.
Zwei Tabletten haben gereicht um die Geruchsempfindlichkeit und die Übelkeit loszuwerden,
alles andere kam nach. Ich musste jetzt ein Jahr Medikamente dagegen nehmen, vermutlich noch weiter, weil es chronisch ist und sich über Jahre unerkannt festsetzen konnte, aber im Vergleich zu vorher geht es mir super und wenn ich mich nicht übernehme kann ich doch fast wieder leben wie andere auch. Mein Sohn hat das gleiche Problem, bei ihm ging es eher in die autistische Richtung.
Wer sich schlau machen will dem empfehle ich für den Anfang das GEO-Heft Migräne vom Februar 26, da stehen die neuesten Erkenntnisse drin, wenn auch viel zu wenig, und dass
die Migräne jede erdenkliche psychische Krankheit imitieren kann, auch, dass Migräne unterdiagnostiziert sei aufgrund der fehlenden möglichen "Beweise".
Ich habe das so kurz wie möglich gehalten. Zwanzig Jahre meines Lebens sind dafür vorübergegangen und sehr viele Arztbesuche und Behandlungen. Wenn Ihr Ähnliches habt,
gebt nicht auf. Lasst euch NICHT NUR psychosomatisch belabern, auch wenn es seine Berechtigung hat. Sucht euch einen SCHLAUEN Arzt, soweit möglich, der auch bereit ist, seltenere Sachen in Betracht zu ziehen.
Ich drücke Euch allen ganz fest die Daumen und wünsche Euch soviel Dusel wie mir mit dem Neurologen!!
Ganz viele Grüsse
Eure Sille
p.s.Ich persönlich halte die Migräne immer noch für ein Symptom von whatever. Es ist aber nicht mehr wichtig, da die Symptomatik ein grosses Problem war.