Chronische Entzündungsanämie

kopf

Hallo ,

ich möchte etwas über häufig bestehenden Eisenmangel einstellen .
Es geht hier um die Chronische Entzündungsanämie (anaemia of chronic disease, ACD ).

Es stellt sich heraus , das die eingeschränkte Verfügbarkeit von Eisen beispielsweise bei chronischen Infektion durchaus von Vorteil ist . Eine Eisengabe könnte also kontraproduktiv sein .
Bei Autoimmunerkrankungen ist das wieder anders (siehe link )
Die chronische Entzündungsanämie (anaemia of chronic disease, ACD) ist die häufigste Anämie bei hospitalisierten Patienten und findet sich vor allem bei Personen, die an chronischen Infektionen, Autoimmunerkrankungen und malignen Tumoren leiden. Alle der ACD zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen sind durch die mit jener der Grundkrankheit assoziierten Immunaktivierung bedingt. Zytokine und Akutphaseproteine führen zu einer Retention von Eisen im retikuloendothelialen System und damit zu einer eisenlimitierten Erythropoese, da Eisen nicht für die Hämbiosynthese im Knochenmark zur Verfügung steht. Ferner hemmen vor allem pro-inflammatorische Zytokine die Proliferation und Differenzierung von erythroiden Vorläuferzellen, die Bildung und biologische Wirkung von Erythropoetin und führen wohl auch zu einer direkten Schädigung von Erythrozyten durch die Bildung von Radikalen und dadurch zu einer verminderten Lebensdauer der Erythrozyten. Die Entwicklung der ACD hat auch potentielle Vorteile, da durch die Limitierung der Eisenverfügbarkeit das Wachstum von eingedrungenen Pathogenen blockiert wird. Weiters führt der Entzug von Eisen zu einer Stärkung der durch IFN-γ induzierten Immunabwehrmechanismen von Makrophagen, da Eisen einen negativen Effekt auf pro-inflammatorische, zellvermittelte Immuneffektorwege ausübt. Während diese Strategie bei Infektion und Tumorerkrankungen wichtig ist , erweißt sich diese bei Autoimmunerkrankung wohl als kontraproduktiv. Während die alleinige therapeutische Gabe von Eisen zur Anämiebehandlung bei ACD Patienten mit Infektionen und Tumorerkrankungen aufgrund der Wachstumsförderung von Pathogenen sowie der durch das Metall vermittelten negativen immunologischen Effekte im Regelfall kontraindiziert ist, kann diese umgekehrt bei Patienten mit Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises aufgrund der immunsupprimierenden Eigenschaften des Metalls positive Effekte auf die Krankheitsaktivität ausüben, was klinisch zu verifizieren sein wird.


https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0029-1215573

LG kopf.
 
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Hallo kopf,

Eisen spielt offensichtlich verschiedene Rollen, und es ist wichtig heraus zu finden, welche Ursachen u.a. für einen Eisenmangel vorliegen.

Labormäßig gibt es viele Werte, die bestimmt werden können, u.a.:

...
Chronische Entzündungsreaktionen führen zu den typischen Zeichen der chronischen Entzündungsanämie mit Abfall im Hämoglobin- und Hämatokritwert und einer deutlichen morphologischen Veränderung der Erythrozyten (schlechte Hämoglobinfüllung, auffallende Form- und Größenverschiedenheit) als Folge der Eisenverteilungsstörung.
Bei mikroskopischer Beurteilung des Blutbildes fällt die Polychromasie und die Anisozytose auf. Bei automatischer Messung ergibt sich für die Erythrozytenindices MCV (mittleres corpuskuläres Volumen) und MCH (mittleres corpuskuläres Hämoglobin) ein durchschnittlicher Wert im unteren Normbereich, sodass sich die chronische Entzündungsanämie zumeist als normochrome und normozytäre Anämie präsentiert.
...
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Grüsse,
Oregano
 

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Hallo zusammen,

bei mir lag vor einiger Zeit Eisenmangel, Hämoglobinmangel und Erythrozytenmangel vor. MCV und MCH waren hingegen erhöht und spiegelten diesen Mangel nicht wieder, sondern den Mangel an aktiver Folsäure und ggf. B12. Für irgendwas musste mein Körper sich ja entscheiden ;). MCV und MCH sind also nicht zwangsläufig aussagekräftig.

Passend zum Thema habe ich zufällig einen Beitrag von Dr. Amy Yasko in ihrem Forum gelesen. Ich kann dorthin nicht verlinken.

Zusammenfassend ist sie der Ansicht, dass eine separate Einnahme von Eisen dazu führen würde, dass Viren und Bakterien es aufnehmen und diese dadurch gestärkt werden.
Besser sei es, Lactoferrin zu nehmen. Dadurch würde das im Körper vorhandene Eisen an den Zielort transportiert werden und gleichzeitig nicht mehr den Bakterien und Viren zur Verfügung stehen.
Sie erwähnt auch positive Erfahrungen mit Lactoferrin bei Krebs und Non Hodkin Lymphomen:

lactoferrin and ferritin (another iron transport protein..) and transferrin help to shuttle iron around properly in the body.These proteins help to ensure that iron ends up where it belongs instead of in the "hands of the bacteria" to increase bacterial virulence.

Transfer factor helps the immune system to address cancer among other issues. The IMFs that we use are highly specific transfer factors. Transfer factor is basicallycolostrum*plus lactoferrin. Lactoferrin has been shown to aid in decreasing a range of infectious conditions in the body. It is not that it decreases iron per se, but that it takes that iron which is available and moves it to where it belongs to do the most good rather than leaving it free to potentially do damage. Immune cells such as lymphocytes and macrophages have places on their cell membranes (receptors) to bind and internalize lactoferrin.
You could even say that if iron is low, it is more important to use lactoferrin as it will take that limited level of iron and transport it to where it should be and where it is needed the most.
...
So...bottom line, I like lactoferrin. I believe that it helps to limit bacterial virulence and to be sure that iron is where it belongs in the body. Also, as we discussed at the conference, excess iron can increase the level of SHMT(focusing on thymidine synthesis) which in turn takes away from the long and short routes around the pathway. I have seen lactoferrin make a difference for everything from shingles to the positives I saw years ago with transfer factor and non Hodgkins lymphoma patients. When I worked with Salmonella (the strain that causes typhoid) , the difference between strains that were virulent and those that were not was the iron transport capabilities.
Ähnliches findet man z.B. hier:

Lactoferrin

Lactoferrin ist eine der stärksten antiviralen und antibakteriellen Substanzen, die die Vermehrung von Bakterien verhindert. Lactoferrin ist ein eisenbindendes Protein, das auf der Oberfläche der Schleimhaut und im Blutserum zu finden ist. Es wehrt in unserem Körper Krankheiten, Infektionen, krebsartige Tumore und AIDS-erregendes HIV ab.

Bakterien brauchen für die Reproduktion Eisen. Lactoferrin entzieht den Bakterien Eisen und verhindert dadurch ihre Vermehrung. Es gibt dann dieses Eisen an die roten Blutkörperchen weiter.

Lactoferrin kann sich ferner direkt mit der Zellmembran der Bakterien verbinden, so dass sie durch die natürliche Immunfunktion des Körpers neutralisiert werden.

Bei fast allen Immunzellen werden Rezeptoren mit Lactoferrin-Affinität identifiziert. Lactoferrin ist höchst resistent gegen Verdauung. Bei zahlreichen klinischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass Lactoferrin stärker als andere Immunglobuline gegen das HIV und Zytomegalie-Virus wirkt, die Krankheitserreger nicht durch die Zellmembran dringen lässt und dadurch deren Fortbewegung verhindert. Natürliches und intaktes Lactoferrin ist nur im bovinen Colostrum und in der menschlichen Erstmilch zu finden.

Lactoferrin enthält ein entzündungshemmendes Molekül, das Augenreizungen verhindert und gegen Candida Albicans wirkt; es besitzt eine starke antivirale Aktivität, die vor Gebärmutterhalskrebs erregendem Herpes, HIV, chronischem Müdigkeitssyndrom und anderen Viruskrankheiten schützt. Lactoferrin ist auch bei der Behandlung von Gehirnverletzungen hilfreich.
Bestandteile von Colostrum
 
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23.11.12
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tiga, bist Du noch erreichbar?
Ich würde gerne mehr über Laktoferrin sprechen,
und ich würde mich gerne über Deine Behandlung erkundigen.

Standardmäßig wird ja wohl fast immer mit Eisen oder gleich Erythrozyten geballert...
...was offensichtlich nicht annähernd so harmlos ist, wie natürlich getan wird.

Wie kann man andere Behandlungen erreichen?
 
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16.03.10
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Hallo Freedee,

ja, bin noch hier. Was möchtest du denn zu meiner Behandlung wissen?

Hier ist noch eine deutsche Info über Lactoferrin:
Natura Foundation monografie - lactoferrin

Standardmäßig wird ja wohl fast immer mit Eisen oder gleich Erythrozyten geballert...
...was offensichtlich nicht annähernd so harmlos ist, wie natürlich getan wird.
Ja, stimmt. Mir wurde auch mal eine gut gemeinte Eiseninfusion gegeben, woraufhin sich mindestens eine Vene einige Tage entzündete, ich einzigartige Kopfschmerzen über viele Tage bekam, die ich in der Form einmalig nur durch das Eisen erlebt habe und dazu nächtelang starkes Nasenbluten. Nach 8 Tagen war der Spuk vorbei.
Eine andere Ärztin schlug die Hände über'm Kopf zusammen, als ich ihr erzählte, dass ich eine Eiseninfusion bekam und meinte, dass die Gefahr von Gefäßentzündungen dabei sehr groß sei..

Viele Grüße - tiga
 
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23.11.12
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Wie bist Du denn selbst damals mit der Anämie umgegangen? Hast Du Laktoferrin bekommen? (Und ist das überhaupt so leicht zu haben/wünschen?) Was hat geholfen (insoweit man das überhaupt sagen kann)?
Ich sehen die Ansätze der Schulmedizin als hochgradig unbefriedigend, denn, das ist ja schön und gut, dass man sich mach einer Erythrozytengabe erst mal fitter fühlt, aber: sonald das abgebaut ist, steht man doch wieder wie vorher da, wenn die Ursache nicht der Körper zur Selbsthilfe unterstützt wurde.
Ich mach studier jetzt erst mal noch ein bißchen Laktoferrin ;)
 
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16.03.10
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Wie bist Du denn selbst damals mit der Anämie umgegangen?
Dafür muss ich etwas ausholen.., denn bei mir ist nicht eindeutig zuzuordnen, ob der Hämoglobinmangel durch B12 Mangel, oder Eisenmangel verursacht wurde. Wahrscheinlich beides. Ich habe sehr lange B12 als Hydroxycobalamin injiziert, aber inzwischen weiß ich, dass meine Genetik für Umwandlungsstörungen von B12 spricht. Mein Opa schien das gleiche Problem zu haben. Er benötigte irgendwann sogar lebenserhaltende Bluttransfusionen und im Anschluss lebenslang B12. Mein Vater ist davon jetzt auch betroffen - also Hämoglobinmangel und B12-Mangel.

Da ich weder die Eiseninfusion noch Präparate in Tablettenform vertrug, habe ich ca. 1 Jahr lang täglich mindestens 1 große Portion Hirse gegessen (ist recht eisenhaltig) und ca. 3g Vitamin C täglich genommen (fördert die Eisenaufnahme).
So kam ich zumindest in den unteren Referenzbereich bei Eisen und Hämoglobin, aber nie höher.. Die Erythrozyten blieben unten.
Mittlerweile nehme ich nur noch aktive B12-Formen (Methyl- und Adenosylcobalamin als Injektion) und der Hämoglobinwert ist etwas weiter angestiegen. Eisen und Erythrozyten sind noch im untersten Ref-Bereich, aber immerhin...

Hast Du Laktoferrin bekommen? (Und ist das überhaupt so leicht zu haben/wünschen?) Was hat geholfen (insoweit man das überhaupt sagen kann)?
Da es zu den Nahrungsergänzungsmitteln zählt, muss man Lactoferrin selbst zahlen. Konnte das lange nicht finanzieren, weil ich es vorgezogen habe Colostrum zu nehmen (darin ist sehr wenig Lactoferrin enthalten), um zu versuchen meine Eiweisswerte und Immunglobuline damit optimieren zu können. Das hat aber nicht funktioniert.

Vor 1 Monat habe ich dann das Colostrum abgehakt und gegen Lactoferrin eingetauscht. Hast ein gutes Timing, jetzt danach zu fragen :), aber ich kann natürlich über die Werte noch kein Feedback geben. Die nächste Blutuntersuchung wird in ca. 3 Monaten sein.

Zu Lactoferrin ist noch interessant zu wissen, dass es Lactoferrin gibt, das enthält dann auch noch etwas natürlich darin enthaltenes Eisen - und es gibt Apolactoferrin: Dem ist das Eisen entzogen worden. Dazu hänge ich noch was an.Anhang ist zu groß: Über diese Seite kann man die Info runterladen:
Natura Foundation - Lactoferrin – das Allheilmittel bei chronischen schwachen Entzündungen

Dabei geht es um die Theorie, die auch kopf hier oben angesprochen hat, dass Erreger sich eventuell durch zugeführtes Eisen stärken.
Ich fand bei meinen Recherchen dazu unterschiedliche Aussagen und habe letztlich den Preis entscheiden lassen und mich für "normales" Lactoferrin entschieden, bei dem im Gegensatz zu anderen Präparaten zusätzlich betont wird, dass der Großteil von Lipopolysacchariden entzogen wurde, was effektiver sein soll, wenn man unter anderem Lipopolysaccharide abbauen will.
Ein Haufen Infos dazu hier, leider englisch: The interaction between Lactoferrin and LPS

Während des ersten Testmonats machte sich sehr rasch eine unerwartet positive Auswirkung auf meine Verdauungsleistung im Darm bemerkbar.

Nehme das hier und habe bei der 2. Bestellung die Rabattpreise genutzt. Ist just in diesem Moment angekommen:D:
https://www.nutri-direct.com/shop/lactoferrin/

Ich sehen die Ansätze der Schulmedizin als hochgradig unbefriedigend, denn, das ist ja schön und gut, dass man sich mach einer Erythrozytengabe erst mal fitter fühlt, aber: sonald das abgebaut ist, steht man doch wieder wie vorher da, wenn die Ursache nicht der Körper zur Selbsthilfe unterstützt wurde.
Ich wusste gar nicht, dass es solche Behandlungen gibt. Da war mein Mangel dann wohl auch nicht so eklatant.

Viele Grüße
 
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17.08.13
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hallo tiga,vielen dank für deinen tip.

das ist ja mal sehr interessant mit dem lactoferrin.
kann das sein, daß dies auch für andere probiotika gilt.
ich habe mal ein paar jahre eine kur mit probiotika von LR gemacht.
mein darm war wieder gesund.

seit ich mir das nicht mehr leisten kann,habe ich wieder reizdarm.
es ist zwar besser durch pflanzliche mittel,aber nicht weg.
das ist jetzt 2 jahre her.
dann müsst ich doch vieleicht wieder eine kur machen.

lg gabi
 
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23.11.12
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Ja, wow, ganz vielen herzlichen Dank, tiga;
das ist ja eine Menge toller und interessanter Information!!

Und da es mich da irgendwie hinzieht, hab ich nun auch einfach mal ne Dose bestellt ;)
 
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19.05.15
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Hallo tiga, sanara und Freedee,

was machen eure Blutergebnisse?
Hat die Einnahme des Lactoferrins etwas bei euch gebracht?
Ich habe mir jetzt das Ferrin von Allsani besorgt und fange heute mit der Einnahme an, s, hier https://allsani.com/ferrin.html
 
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23.11.12
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Hallo, ich glaube ich kann nicht so viel beitragen, das Laktoferrin habe ich wohl zu kurz genommen (1 Dose, da merkte man noch nichts.). Ich hab mich dann doch zu einer Eiseninfusion durchgerungen, und bei mir klappte das super. Euch alles Gute!
 
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19.05.15
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Danke für die Antwort, Freedee.

Darf ich fragen welche Eiseninfusion das war du welche Menge Eisen du da bekommen hast?
Bei mir steht auch die Ferinject im Raum, ich traue mich aber nicht.

Gruß,
Tierfan.
 
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26.02.12
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Hallo,

ich bekomme nun auch schon seit einiger Zeit Eiseninfusionen und vertrage sie eigentlich sehr gut. Nur nach der letzten bin ich jetzt krank geworden, kann aber auch daran liegen, dass a) meine Kollegen alle auch schon krank waren und b) es beim Arzt am Donnerstag natürlich auch nur so von Erregern im Wartezimmer gewimmelt hat. Und dazu dann noch das Eisen, was ja dann erhöht war und somit der Körper auch leichter entzündungsfreudig...

Eisentabletten/-kapseln ging nie gut, da ging es mir mittelfristig immer grundlegend schlechter als vorher (vermutlich durch dasd Wachstum von Mitbewohnern wie Borrelien etc.).

Ich bin seit 20 Jahren auf Eisen mehr oder weniger angewiesen, habe auch schon Blutkonserven erhalten (am Anfang).

LG

hitti
 

ullika

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Ich hatte schon als Kind Anämie und bekam Eisentabletten, die ich nicht vertrug. Seit ich meine Parasiten im Griff habe, ist auch die Anämie Geschichte.
Hulda Clark hatte behauptet, Wermut würde Parasiten und Krebszellen töten, weil beide einen erhöhten Eisenbedarf haben und viel Eisen speichern. Sie hatte recht:

Gerät Artemisin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden, die die Zellmembrane auseinanderreißen und vernichten. Bestätigt wurde das auch an Burstkrebszellkulturen und Leukämiezellen. Ein paar Stunden, nachdem sie mit Artemisinin in Berührung kamen, waren die meisten vernichtet, nach 16 Stunden lebten so gut wie keine mehr, gesunden Zellen passierte nichts.

Orginalstudie hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22185819

Also halte ich es für sinnvoll, dem Körper Wermut zu geben, anstatt nur Eisen.
 
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26.02.12
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Hulda Clark hatte behauptet, Wermut würde Parasiten und Krebszellen töten, weil beide einen erhöhten Eisenbedarf haben und viel Eisen speichern. Sie hatte recht:
Von den Parasiten war mir das bekannt, von Tumorzellen nicht.

Gerät Artemisin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die freie Radikale erzeugt werden, die die Zellmembrane auseinanderreißen und vernichten. Bestätigt wurde das auch an Burstkrebszellkulturen und Leukämiezellen. Ein paar Stunden, nachdem sie mit Artemisinin in Berührung kamen, waren die meisten vernichtet, nach 16 Stunden lebten so gut wie keine mehr, gesunden Zellen passierte nichts.
Orginalstudie hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22185819
Sehr interessant, werde ich mir bei Gelegenheit genauer anschauen, Danke!

Also halte ich es für sinnvoll, dem Körper Wermut zu geben, anstatt nur Eisen.
Ich nehme seit über 4,5 Jahren regelmäßig Artemisinin, aber das Eisenproblem habe ich leider immer noch.

Heißt es nicht auch, dass Artemisinin nicht auch das Eisenproblem zusätzlich verstärkt? Habe ich zumindest so in Erinnerung.

Schönen Tag Euch allen!

hitti
 

ullika

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Ich nehme seit über 4,5 Jahren regelmäßig Artemisinin, aber das Eisenproblem habe ich leider immer noch.
Hallo Hitti
Ich weiß nicht, ob das Artemisin dieselbe Wirkung wie die Pflanze Wermut hat. Ich esse immer nur Wermutblätter und die helfen, zumindest zeigt das mein Bioresonanzgerät an.
 
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26.02.12
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Ich weiß nicht, ob das Artemisin dieselbe Wirkung wie die Pflanze Wermut hat.
In der Studie wird ja ausdrücklich von Artemisinin gesprochen

Artemisinin, a sesquiterpene phytolactone derived from Artemisia annua, is a potent antimalarial compound with promising anticancer properties, although the mechanism of its anticancer signaling is not well understood.
Und das ist (auf deutsch) in der Pflanze "Einjähriger Beifuß" enthalten.

Die Verbindung von Wermut zu Artemisinin und der Studie hast Du ins Spiel gebracht ;-)

LG

hitti
 
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09.09.08
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Wuhu,
wahrscheinlich deshalb:
... Einzelne Arten werden Beifuß, Wermut, Stabwurz oder Edelraute genannt. Zu dieser großen Gattung zählen etwa 250 bis 500 Arten, ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Artemisia_(Pflanze)

https://de.wikipedia.org/wiki/Einjähriger_Beifuß

https://de.wikipedia.org/wiki/Wermutkraut

Da "Wermut" (Artemisia absinthium L., engl auch Wormwood) auch zu der Pflanzenfamilie wie der "Einjährige Beifuß" (Artemisia annua) gehört, kann es ev auch Artemisinin enthalten - wahrscheinlich nicht so viel wie Absinthin für das er besser bekannt ist...
:idee:
 
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02.05.14
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Hallo, ich hätte eine Frage zum Lactoferrin bei Autoimmunerkrankungen:
Ist die Einnahme von Lactoferrin im Schub denn jetzt vorteilhaft oder eher kontraproduktiv? Ich habe chronische Eisenmangelanämie und nehme seit Jahren Immunsuppressiva. Ich vertrage weder orale Eisenpräparate noch die Infusionen wirklich gut. Nun habe ich aktuell einen leichten Schub und dazu die Anämie. Würde es gerne mit Lactoferrin versuchen. Weiss hier jmd Bescheid über den Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen?
 
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