Bluttransfusion kann lebensgefährlich sein

James

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Hallo,

ich habe die sehr interessante Diskussion über Risiken, die durch Bluttransfusionen entstehen können zu einer Wiki-Seite zusammengefasst. Ich meine, dass die sich durch Studien erhärteten Fakten bisher viel zu wenigen Patienten bekannt wurden. Bitte macht die Seite in Eurem Bekanntenkreis publik oder druckt sie aus! Es ist ein Thema, dass jeden treffen kann und ich denke, es sollte auch Bestandteil einer jeden Patientenverfügung werden. Es geht (ähnlich wie bei Antibiotika) nicht um völlige Ablehnung, sondern um gezielten Einsatz bei Notwendigkeit!
An dieser Stelle sei auch den Spendern gedankt. Ohne ihre Bereitschaft wären Betroffene nicht zu retten...


Wiki-Seite Blutkonserven:
Blutkonserven
 
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Sehr schöne Zusammenfassung, James! Danke schön.

Gruß, Brigitka
 

1gisa

An dieser Stelle sei auch den Spendern gedankt. Ohne ihre Bereitschaft wären Betroffene nicht zu retten...

Wiki-Seite Blutkonserven:
Blutkonserven
Hallo James,

es sehr wichtiges Thema, welches auf j e d e n Fall weiter verbreitet werden m u s s.

Auch ich gehörte zu den sogenannten Spendern. Seinerzeit wußte ich noch nicht, dass bei mir eine chronische Borreliose plus Co's besteht.
Und so spendete, spendete und spendete ich mein Blut. Wurde regelmässig eingeladen. Nie wurde auf Borrelien untersucht. Erst als ich in 2011 anfing mich umfassend untersuchen zu lassen und als erstes die Hashimoto diagnostiziert wurde, hörte ich von heute auf morgen auf, Blut zu spenden.

Mir treten die Tränen in die Augen, wenn ich daran denke, wieviele Menschen ich womöglich mit meinem Blut - welches ich doch der Hilfe wegen spendete, infizierte.

Ja, über die Gefahren sind viel zu wenig Menschen aufgeklärt.

Schöne Grüße
Gisa
 

James

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Hallo Gisa,

ich selbst wurde bei einer misslungenen OP und nach einem geplatzten Schalgader-Aneurysma im Oberschenkel durch Blutkonserven gerettet. Es war sogar so tragisch, dass ein Hubschrauber zur "Nachschub"-Versorgung eingesetzt wurde. Natürlich bin ich den Spendern dankbar, denen ich mein Leben verdanke. Das befreit mich jedoch nicht auf mögliche Gefahren hin zu weisen. Eine Bluttransfusion sollte demnach nur dann erfolgen, wenn sich eine dringliche Indikation dafür einstellt. Das Märchen, dass so etwas ein Jungbrunnen darstellt wollte ich entkräftet sehen. Ich hoffe, dass dieser Spagat deutlich geworden ist.
Zum Glück habe ich durch die vielen Transfusionen (war meist Plasma) subjektiv keine Schäden erhalten, aber es ist wie beim Lotto. Dessen sollte man sich bewusst sein.
 
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Wuhu,
diese SWF-Reportage ... swr.de/betrifft/betrifft-boeses-blut/-/id=98466/sdpgid=1008031/nid=98466/did=14367276/bnauj5/index.html
Blutspenden - die unerkannte Gefahr - Böses Blut - Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell.
[FOTO] Bluttransfusionen sind gefährlicher, als man bisher dachte.
[FOTO] Ärzte suchen mit Hochdruck nach Alternativen.
Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.
Ein Film von Ulrike Gehring - Stand: 21.10.2014, 8.49 Uhr

... gibts auch hier zu sehen:
youtube.com/watch?v=MOk4TcE_fvk
 
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Anscheinend spielt bei der Op-Vorbereitung bei geplanten Operationen wie immer das liebe Geld eine Rolle; - Es wird nicht wirklich untersucht, ob bereits eine Anämie vorhanden ist, die durch die Op schlimmer werden kann und die besser vor der Op behandelt werden sollte.
Wenn man das weiß, sollte man noch zu Hause gründlich nach einer möglichen Anämie suchen lassen und sie dann behandeln.

...
Oder, wie es Zacharowski professioneller ausdrückt: „Deutschland ist Weltmarktführer beim Einsatz von Blutprodukten“, hierzulande werde oft „nachlässig“ und „leichtfertig“ die Entscheidung für eine Bluttransfusion getroffen. Man gebe „lieber schnell mal Blut“, als eine aufwendige Diagnostik und Therapie zu verfolgen. Das habe mehrere Gründe: Blut sei in der Regel ohne großen Aufwand zu besorgen, es sei relativ preiswert, führe meist schnell zur Besserung der Symptome, und eine Übertragung von Krankheitserregern komme kaum noch vor. Die Gründe der Kliniken für eine Güterabwägung zuungunsten der Erkrankten sehen Meybohm und Zacharowski im Unwissen manch ihrer Kollegen, in eingefahrenen Denkprozessen und vor allem in wirtschaftlichem Druck

„Kliniken verdienen ihr Geld mit Operationen“, sagt Zacharowski. „Je mehr Patienten schnell operiert werden, desto mehr klingelt es in den Kassen. Zeit für eine gründliche Diagnostik bleibt dabei nicht.“ Um diesen pauschalen Aussagen Anschaulichkeit zu verleihen, greift der Mediziner zu einem Beispiel: Ein Mann, der an einer leichten unentdeckten Eisenmangelanämie leidet, soll ein neues Kniegelenk bekommen. Ein geplanter, nicht dringender Eingriff. Sein niedergelassener Orthopäde bekommt für eine Anämie-Diagnostik vor der OP aber kein Geld, deshalb schickt er den Patienten ohne diese in die Klinik. Dort stellen sich nun mehrere Szenarien, die Zacharowski mit nachdrücklicher Gestik durchspielt.
...


Grüsse,
Oregano
 
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