Blei: Das Gift im Trinkwasser

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08.10.04
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hallo Uta! Danke für den Link! Wir haben die Möglichkeit, in das uralte Haus meiner Grossmutter zu ziehen. Natürlich sind da alte Bleirohre, und es wäre zu aufwendig, alles zu ersetzen, denke ich. Wie ist denn das mit den gängigen Wasserfiltern für den Haushalt? Wird da das Blei nicht rausgefiltert? Man muss ja das Wasser nicht direkt vom Hahn trinken, oder? Taugen diese Wasserfilter etwas? Wir haben einen von Solis, wo man so ein Granulat alle paar Monate auswechseln muss...

Weisst Du etwas darüber, kannst Du mir helfen?
Liebe Grüsse
Elfe
 

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10.01.04
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Hallo Elfe,
mit Bleirohren kenne ich mich nicht aus. Aber andere schon, u.a. die Gesundheitsämter:
www.swr.de/buffet/teledoktor/1998/07/17/ . Bist Du denn sicher, daß in dem Haus Deiner Oma Bleirohre drin sind? Das würde ich auf jeden Fall überprüfen lassen.
Bei den Wasserfiltern bin ich etwas skeptisch. Da muß man sich sicher sehr gut informieren, damit man nicht Mist kauft.
Vielleicht kannst Du Dein Problem mal in diesem Forum vorstellen : http://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?seite= ?

Gleichzeitig würde ich bei Stiftung Warentest nachschauen (evtl. auch bei Öko-Test), ob es schon TEsts über entsprechende Wasserfilter gab. Die Verbraucherberatungen können sicher auch etwas dazu sagen...
Gruß,
Uta :)
 
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24.09.04
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Also Bleirohre als Frischwasserleitungen denke ich, sind kaum vorhanden.
Als Abwasserrohre wurden sie durchaus verwendet, manchmal sieht man noch einen Bleisiphon unter einem alten Waschbecken oder Küchenausguss.
Halte einmal einen Magneten ans Rohr, wenn er hält ist es verzinker Stahl, was normal ist bzw. war.
Bei Blei hält er sicher nicht, bei Kupfer aber auch nicht.
Blei "tönt" sehr dumpf, wenn man mit etwas hartem leicht dran klopft.

Gute Nacht
Pius
 
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10.01.04
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Hallo Pius,
das scheint so nicht zu stimmen:
www.naturkost.de/meldungen/2004/040830ov1.htm :( .
Irgendwo habe ich gelesen, daß bis ca. 1960 noch Bleirohre verlegt wurden bzw. daß sie erst seit ca. 30 Jahren verboten sind...
Gruß,
Uta
 
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08.10.04
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An Uta und Pius:
In der Homepage, die Du, Uta, in Deinem ersten Abschnitt empfiehlst, hab ich folgendes gelesen:

GLOBAL 2000 hat erstmals für ganz Österrreich die Bleibelastung des Trinkwassers untersucht: In alten Wohnungen (vor allem in Bauten vor 1945) existiert das Gesundheitsrisiko „Blei im Trinkwasser“ nach wie vor in erschreckendem Ausmaß. Die gemessenen Werte überschreiten den in Österreich zulässigen Grenzwert teilweise um ein Vielfaches.

>> Zu den Ergebnissen der GLOBAL 2000 Blei-Test-Aktion

Im öffentlichen Leitungsnetz existieren noch etwa 7.800 Anschlussleitungen aus Blei (lt. Angaben der Wiener Wasserwerke). Dabei handelt es sich um die vier bis zehn Meter langen Rohre, die vom öffentlichen Leitungsnetz in der Straße zum Haus führen. Die Rohrinstallationen innerhalb des Hauses sind in vielen Altbauten zum Teil bzw. zur Gänze aus Blei. Schon nach einer Verweildauer des Wassers im Bleirohr von einigen Stunden (sogenanntes „Stagnationswasser“) erreicht die Bleikonzentration Spitzenwerte.

- Tja, und das Haus meiner Oma ist uralt. Auf jeden Fall wurden die Leitungen vor 1945 gelegt, da bin ich mir sicher. Das Haus gehört jetzt meinem Vater, er weiss nicht woraus die Leitungen sind. Den Test mit dem Magnet werde ich noch machen, Pius.
 
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24.09.04
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Ja, das tönt nicht gut. Ich meine, dass das in der Schweiz nicht so ist, aber offenbar ist das noch weiter verbreitet in Europa.
Dass die Römer daran zugrunde gingen ist ja allgemein bekannt.
Da Blei relativ weich ist, kannst du auch gut mit einem Nagel einen Krazer machen. Da es normalerweise oxidiert ist und recht dunkelgrau erscheint, wirkt es durch einen frischen Kratzer hell, fast silbern glänzend.

Na dann wird wohl eine teure Sanierung anstehen, die sich aber lohnen wird.

Die unterirdischen Hauszuleitungen geben mir da schon eher zu denken. Die müssten dann fast noch in einem Schutzrohr sein, da sie sonst zerquetscht würden. Ich kann mir es deshalb schon fast nicht vorstellen.
Möglicherweise wollten sie die Leitungen "besonders gut" und unterhaltsfrei machen, denn Blei rostet nicht.

Noch etwas zur Relation: es ist nicht lange her, da war alles Benzin noch verbleit (als "Schmiermittel" im Zylinder) und da wurden enorme Mengen an Blei an die Umwelt abgegeben, aber projeziert jetzt nich alle Gefahr auf das Blei, dann würde der (Gehirn-) Schaden noch viel grösser. Manchmal ist eine #) sehr nützlich, damit nicht ÜBER-blendet wird.

Aber noch eine gute Nachricht: Blei hält Strahlung ab (@) :( :)


[geändert von Pius Wihler am 11-08-04 at 07:31 AM]
 
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25.03.04
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Hallöchen ;-)
Ähhhmm.. also wir sind ja im Sommer umgezogen und wenn ich jetzt mal ein Glas Wasser direkt aus der Leitung trinke, schmecke ich tatsächlich, dass das Wasser komisch schmeckt... irgendwie metallisch oder "rohrig". Weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Das Haus wurde im 2. Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört und ist danach wieder aufgebaut worden.
Bin ich duch die Ausleitung mom. einfach nur sehr empfindlich, dass ich alles anders schmecke als meine Mitmenschen oder sollte ich das Wasser mal überprüfen lassen? Ich schmecke auch alle Konservierungs- und zusatzstoffe, die kein Mensch schmecken würde, bzw. ich selber bis vor einem Jahr auch nicht wahrnahm.
Wenn ja, wie mach ich das und was ist dann zu tun?

LG :)
 
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10.01.04
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Hallo Engel,
ich würde mal beim zuständigen Gesundheitsamt oder auch beim TÜV anrufen und dort fragen, wie Du das machen kannst...
Gruß,
Uta :)
 
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07.05.04
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Hallo Elfe,

Bleirohre müssen raus, egal was es kostet!!! Dafür aber keine Kupferleitungen verlegen, ist ähnlich schlimm (schmeckt man auch :mad: ), besonders für Leute mit Zinkmangel (z.B. Kryptopyrroliker), da Kupfer ein Gegenspieler von Zink ist.
Ich habe Edelstahlleitungen im Haus. Ob ich mir damit eine höhere Nickelkonzentration einhandle, weiß ich nicht. Zumindest hat das Wasser nicht den ekligen Kupfergeschmack, wie in der Mietswohnung davor.
Liebe Grüße

Günter
 
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10.01.04
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Soweit möglich, ist das Austauschen der Rohre sicher die beste Lösung. Aber es wurden ja auch Bleirohre in den Zuleitungen zu den Häusern verlegt, was Sache der Gemeinden bzw. Städte ist. Und da müßte man sich wohl mit den Gemeinden einigen, soweit das überhaupt möglich ist...
Schwierig ist das !
 
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08.10.04
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Hallo
Danke, Pius, Uta und Günter für die guten Tips! :eek:)
Wenn ich das nächste Mal im Haus bin, kratz im mal ein bisschen an der Leitung und bring ein Magnetchen mit. ;o)
Ich bin wirklich froh um dieses Forum und hab schon viel gelernt! Danke!
Liebe Grüsse
Elfe
 
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30.10.04
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Hallo alle zusammen,
zu der hier angesprochenen Problematik Blei möchte ich Folgende Information
geben. Rund 14% des Trinkwasserrohrleitungsnetzes der Bundesrepublik besteht
noch aus Bleileitungen.
Die Hauptproblematik beim Trinkwasser ist jedoch, das alle einmal in dieses System Wasser Abwasser eingeleiteten Stoffe Ihre Informationen an das Wasser vermitteln.
Durch auf dem Markt angebotene Filtersysteme, kann nur die Grobstoffliche Komponente beseitigt werden ( ca. 20 % ), die weiterhin vorhandenen Informationen bleiben. Hier muß dann jeder selber Abwegen nutze ich ein System, mit welchem ich
diese nur überlagere oder lösche.
Die Löschung ist hier nun der optimalere Weg.
schöne Grüße
Harald
 
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08.10.04
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hallo Harald!

Danke für Deine Infos! Und was für ein System nutzt Du denn um das zu löschen?

Gruss
Elfe
 
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30.10.04
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Grüß Dich Elfe,
danke für die Frage. Das Problem ist nun wir wollen und dürfen hier keinen Verkauf
machen, denn zu anderen Themen sind schon richtig die Fetzen geflogen.
Zu den was ich nutze es funktioniert in diesem genannten feinstofflichen Bereich.
Ist physikalisch zu vermittel, am besten sende mir eine Mail, ich schreibe Dir dann die Seite, wo Du Informationen bekommst.
schöne Grüße
Harald
 
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08.10.04
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hallo zusammen

ich war gestern nochmals im Haus meiner verstorbenen Oma.
Ich hab den Test mit dem Magnet gemacht: er hält! Also verzinkter Stahl?
Mein Vater hat mich stirnrunzelnd beobachtet, da hab ich ihm erklärt was ich mache. Er meinte dann, er sei fast sicher, dass da keine Bleirohre sind. Er könne sich noch erinnern, dass die Rohre so um 1950 ausgetauscht wurden. Die Warmwasserleitungen seien aus Kupfer. Die Kaltwasserleitungen nicht. Aufgrund des Magnettestes nehme ich nun an, dass diese aus Stahl sind.

Den Kratz- und Klopftest hab ich dann vergessen. Aber offenbar erübrigt sich das.

Also können wir wahrscheinlich das Kaltwasser ohne Probleme trinken, nachdem wir das abgestandene Wasser in den Rohren zuerst rausfliessen lassen? Einfach kein Warmwasser trinken... nur zum Geschirrspülen verwenden?

Mir ist noch aufgefallen, dass das Waschbecken ganz verkalkt ist. Roter Kalk steckt da drin! Ist Kalk rot? Sah für mich wie Rost aus... bei mir zu Hause ist Kalk doch weiss?!:?

liebe Grüsse
Elfe
 
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21.02.04
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Hallo Elfe mit altem Haus,
die roten Ablagerungen können auch Eisen sein, das in vielen Wassern vorhanden ist und bei starkem Vorkommen durch eine Enteisenungsanlage (teilweise) ausgefiltert werden kann. Dies geschieht aber oft zentral für einen Ort, Dorf etc.
Ich habe das Problem auch, dass es überall, wo Wasser entlang floss, nach einiger Zeit rotbraun wird. Meine Dusche habe ich schon gleich mit Fliesen aus ähnlichem Farbton versehen, damit es nicht so nervt, wenn all das schöne Neue in kurzer Zeit verfärbt wird. Waschbecken, Bade- oder Duschwannen - nichts bleibt verschont.
Es lässt sich auch mit Essigreiniger und Schwammrückseite abkratzen, aber das ist schon mühsam und der Erfolg eben von kurzer Dauer.
Keine Ahnung, ob Eisen als Zusatzstoff im Wasser Menschen schadet. Allzu große Mengen Wasser trinke ich auch nicht. Hatte schon mal die Idee, meine Dusche als Naturbräuner anzubieten :)
Liebe Grüße - Jontev.
 
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24.09.04
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Guten morgen Elfe

Wenn der Magnet hält, ist es mit Sicherheit ein Stahlrohr. Als Rostschutz werden sie auch heute noch verzinkt.
Dieser Zinkschutz hält aber nicht ewig. Da auch das Leitungswasser etwas Sauerstoff enthält, ist auch da eine Oxydation (rosten) möglich und dein rötliches Wasser kommt vermutlich daher.
Du kannst auch auf der Gemeinde die Wasserzusammensetzung nachfragen, da Trinkwasser in der Regel regelmässig analysiert wird. Da könnstest du auch erfahren, ob euer Wasser einen erhöhten, natürlichen Eisengehalt hat. Dann könnte dein "Rostwasser" auch diese (mit-) Ursache haben.

Trotz allem viel Freude mit deinem Haus wünscht dir Pius :)
 
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08.10.04
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hallöchen jontev!

gute Idee, das mit dem Naturbräuner! :p
Naja, wenn das Eisen ist, dann hab ich nachher bestimmt keinen Eisenmangel mehr... :D Nur das mit dem Putzen, hm, tja, ist schon etwas mühsam, ächz.

hi Pius!

Wenn das also doch Rost wäre, ist das gesundheitsschädigend?
Eine Analyse des Trinkwassers werde ich noch anfordern! Vielen Dank für den Tip! :)

Liebe Grüsse
von Eurer Elfe
mit dem uralten Haus ;)
 

angela

hallo elfe
ich möchte auch eine analyse unseres trinkwassers anfordern , wer wertet sie dann neutral aus ?
stimmen die angaben dann auch wirklich?
gruß angela
 
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