Bipolarer Biomagnetismus - vielversprechend aber wenig bekannt

Clematis

Hallo,

Leidet jemand an: Krebs, AIDS, Diabetes, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Lupus erythematodes, Psoriasis, Hepatitis, Herpes, Arthritis, Reflux, Magenprobleme, verschiedenen Lungenerkrankungen, chronischen Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Asthma, Rinitis, Muskelschmerzen, Colon irritabile, Bluthochdruck, Depressionen, Aggressivität, Karpaltunnelsyndrom, Sjögren, Alzheimer, Papilloma oder verschiedenen anderem, lohnt es sich diese Therapie mal genauer anzuschauen.

Die Liste dieser Krankheiten habe ich einer der spanischen Seiten entnommen. In Chile, Ecuador, Mexiko, Venezuela, ist diese Therapieform bereits weit verbreitet.

Diese Medizinische Bipolare Biomagnetismus-Therapie (Par Biomagnético) hat nichts mit der weit verbreiteten Magnettherapie oder etwa Magnetarmbändern u. ä. zu tun.
Sie arbeitet mit reinen Magneten. Ein Einsatz von Elektroströmen erfolgt nicht!

Die ausführlichste Seite, die ich in deutsch fand ist diese:
Medizinischer Biomagnetismus | Wissenschaft3000 ~ science3000
Unterhalb der Videos erfolgt die Beschreibung und Entwicklung dieser Therapie einschl. Wirkung, Durchführung usw.

Entwickelt wurde die Methode in den 1980er Jahren von dem mexikanischen Arzt und Chirurg Dr. Isaac Goiz Duran. Hier ein Photo von ihm:
Biomagnetismo Medico | Nosotros
Darunter sein Werdegang - er fing als Physiotherapeut an, machte später ein Medizinstudium, Chirurg. Wegen fehlender Mittel in den Kliniken mußte er sich oft mit Therapien behelfen, die nicht zur Schulmedizin gehörten, was letztlich den Ausschlag gab, als er zu einer Tagung über Biomagnetismus eingeladen wurde.

Diese Seite bekam ich von einem Bekannten zugeschickt:
Biomagnete | Prinzipien der Selbstheilung
Leider wird da zwar viel erzählt, aber nichts wirklich Aussagekräftiges, die Links funktionieren bis auf einen auch nicht.

Medizinischer Biomagnetismus nach Isaac Goiz Durán
Hier findet man einen deutschen Vertreter, der Seminare mit Dr. Goiz Duran organisiert. Es gibt auch schon einige Therapeuten in Europa, die bei ihm gelernt haben. Von seinen drei Büchern wurde bisher nur eines ins Englische übersetzt, alles andere ist spanisch. Es gibt von Gerardo Sánchez eine vierbändige Reihe zur Therapie, die in Zusammenarbeit mit Dr. Goiz Duran entstand, aber bisher nur in spanisch vorhanden ist, obwohl in den USA verlegt. Janice Bailey "Biomagnetics Basics", engl. beschreibt diese Methode ebenfalls ausführlich. Deutsche Informationen sind daher recht spärlich.

Was an nützlichen Informationen noch zu finden war ist hier:
Bipolare-Magnettherapie Andreas Wrmann Naturheilkunde

Auch in der Zeitschrift Naturheilpraxis erschien schon 2002 ein Artikel dazu:
Naturheilpraxis - Portal fr Naturheilkunde

Auf dieser Seite findet man verschiedene Videos, spanisch, doch Bilder zeigen auch die Anwendung der Magnete:
Biomagnetismo Integral - Dr. Isaac Goiz Durán

Medizinischer Biomagnetismus nach Isaac Goiz Durán (Lebenslauf, Entwicklung) Hier sind einige Therapeuten verlinkt.
Medizinischer Biomagnetismus nach Isaac Goiz Durán (Liste der Artikel)
Medizinischer Biomagnetismus nach Isaac Goiz Durán (Behandlung)
BIOMAGNETISMO: BIOMAGNETISMO EN ALEMANIA

Es ist eine nebenwirkungsfreie Therapie und sie kann in vielen Fällen helfen, sei es Linderung verschaffen oder sogar heilen.

Liebe Grüße,
Clematis
 
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14.12.08
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hallo clematis, habe eben den thread endeckt. kling total interessant. hast du schon persönlich damit erfahrung gemacht?

liebe grüße
kristall
 

Windpferd

Hallo Ihr Lieben,

hier ein paar Stellen, herauskopiert aus Clematis' Link. Und ein paar Fragen dazu.

Vorweg schon mal: Was ist denn "bipolarer Magnetismus"? Jeder Magnetismus ist bipolar. Es gibt keinen magnetischen Nordpol ohne magnetischen Südpol. Warum hier ein weißer Schimmel?

Und was soll der "Biomagnetismus"? Es gibt nur einen Magnetismus. Die physikalischen Gesetze gelten in Organismen und unbelebter Materie in gleicher Weise. M.W. sind bisher keine Wirkungen von magnetischen Gleichfeldern alltäglicher Stärke (um die hier ja geht) auf Organismen nachgewiesen (anders als bei magnetischen Wechselfeldern [etwa durch Transkranielle Stimulation]).

Aber zum Text:

. . . dann können die außer Kontrolle geratenen Körperzonen durch Magnete verändert werden, um das Gleichgewicht sowohl in biomagnetischer (zelluläre Frequenzen) und biochemischer (pH, Neurotransmitter, Neuroregler, Hormone und Enzyme) Hinsicht wieder herzustellen.
1.1. Wie und wo werden "zelluläre Frequenzen" gemessen?
1.2. Dieselben Fragen jeweils für pH-Wert, Neurotransmitter, Neuroregler, Hormone und Enzyme. Wird da jeweils punktiert?
1.3. In welchen Untersuchungen wurde dies beschrieben? Wo publiziert??

Die Methode geht davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Erkrankungen durch eine Infektion verursacht wird, entweder auf der Mikro Ebene, das heißt vorklinisch, oder auf der manifestierenden Makro Ebene.
2.1. Was heißt konkret "überwiegende Mehrheit"?
2.2. Wie ist die primäre Kausalität der Infektion festgestellt worden? Müssen ja sehr, sehr umfangreiche Untersuchungen sein. (Bei dieser Vielzahl von Krankheiten, dieser Vielzahl von Keimen.) Wo publiziert?

Das System basiert auf der Erkennung der veränderten Energie-Punkte im menschlichen Körper, die zusammen eine Krankheit provozieren.
3.1. Wie wird im Einzelfall die genaue Lage der "Energie-Punkte" festgestellt? Oder sind die bei allen Menschen an denselben Stellen? (Der nachfolgende Text "mit passiven Magneten" reicht mir nicht. Welche Veränderungen werden an oder mittels dieser Magnete konkret gemessen?)
3.2. Wie wird die Veränderung dieser Punkte ermittelt?

. . . als ob es sich um ein Abtasten oder ein biomagnetisches Scannig handeln würde.
4.1. Was versteht man unter biomagnetischen Scanning? (Sorry, der Begriff ist mir neu.)

Sobald die Körperzonen und deren energetische Stärke erkannt und bestätigt werden, die den erkrankten Organen und Geweben entsprechen, setzt der Therapeut für 10 bis 15 Minuten eine Reihe von Magneten an diesen Punkten an, und das in der Regel gleichzeitig.
5.1. Wie erfolgt genau die "Bestätigung"?
5.2. "Energetische Stärke"? um welche Art von "Energie" handelt es sich da? Es gibt sehr unterschiedliche Arten. Auf welchen Skalen wird gemessen? V/m? Mikrotesla? oder was?

Die Krankheit befindet sich in dem Organ oder Gewebe, wo ein Ungleichgewicht zwischen positiven und negativen Ladungen herrscht.
6.1. Wenn sich nun meine Krankheit in der Leber "befindet": werden da einfach mehrere Elektroden reingesteckt? Oder wird das "Ungleichgewicht" erschlossen? Wenn ja: woraus?

Wenn das Ungleichgewicht behoben ist, verschwindet das Problem, und das Organ kehrt wieder zum Gleichgewicht zurück. Dies wird durch den Biomagnetismus erreicht – dank der Stärke oder Energie der Polarität; die negative Polarität kann eine entsprechend geladene Krankheit hervorrufen, die durch das Behandeln mit einer positiven Ladung aufgehoben werden kann.
7.1. Welche "Probleme" verschwinden konkret? Die Entzündung, falls ich Hepatitis hatte? Das Quecksilber aus meinem Gehirn im Fall der Amalgamvergiftung. Der Kalk in meinen Kapillaren? Die Parasiten aus Leber oder Lunge? Die Borrelien aus ihren Vacuolen?
7.2. Offenbar haben Krankheiten "Ladungen". Welche Erkrankungen werden denn durch Exposition gegenüber einem magnetischen Nord-, welche gegenüber einem Süd-Pol ausgelöst?
7.3. "Stärke oder Energie". Jawadennu? Das sind zwei verschiedene Dinge. Wie Kraft und Leistung. Wie elektrische Spannung und Leistung. Zuallererst müssen Aussagen genau sein. Erst dann kann man sie prüfen.
7.4. Der zweite obige Halbsatz müßte sich ja sehr einfach experimentell untersuchen lassen. Sogar doppelblind, etwa mit Stabmagneten, deren Polung auch dem Behandler unbekannt ist. Wo kann man denn das nachlesen? Müßte in der Wissenschaft einiges an Aufsehen verursacht haben, oder?

8. Und überall dort, wo empirische Sachverhalte festgestellt werden ("gemessen" bedeutet dasselbe, nur etwas differenzierter), immer wieder die Frage: wie verläßlich sind die verwendeten Verfahren? In welchem Maß kommen verschiedene Untersucher zu denselben Feststellungen (Meßwerten)? Ohne gesicherte (empirisch belegte) Realiabilität (Verläßlichkeit) sind - nach den Regeln der Forschungsmethodologie - alle weiteren Beobachtungen wertlos.

U.A.w.g. / R.s.v.p.

Tja, so mühsam (auch nervig) ist wissenschaftliches Vorgehen. Gar nicht kuschelig. Es hinterfragt die gängigen Auffassung, den Glauben an das, was wir gern hätten. Neugierig aber respektlos. Und die Ergebnisse sind häufig enttäuschend - für die Kranken, die Forscher und die Geschäftemacher. Aber sie schenken uns die Chance, über bloßes Meinen und Behaupten hinaus der - vielleicht überaus vorläufigen - Wahrheit näher zu kommen.

9. Wollen wir uns darüber hinwegsetzen und einfach weiter "glauben"? So wie im Mittelalter? Da wurden auch naturwissenschaftliche Fragen beschieden mit "Philosophus dixit . . ." (der Philosoph hat gesagt, daß . . .). "Der" Philosoph war ein- für allemal Aristoteles; bei dem konnte man das meiste nachlesen. Abweichler (wie etwa Galilei, der sich nicht auf Aristoteles verließ sondern auf seine - berühmten - selbstgebastelten astronomischen Fernrohre) riskierten den Scheiterhaufen - und manche landeten dort tatsächlich.

10. Nicht zuletzt die moralische Frage: ist es verantwortbar, empirisch nicht geprüfte Verfahren bekannt zu machen, zu empfehlen gegenüber Menschen, die wenig Geld haben, viele Aufgaben, wenig verbleibende Lebenszeit usw.? Damit unbegründete Hoffnung zu erzeugen? Und Menschen dadurch abzuhalten von dem, was für sie wirklich sinnvoll wäre - medizinisch, zwischenmenschlich, religiös . . .?

Aber nun - vielleicht kann man ja mit Magneten wirklich "die meisten" Krankheiten heilen. Und vielleicht ist dies ja tatsächlich empirisch geprüft? (In den obigen Links finde ich keine Hinweise darauf.) Schön wär's. Danach habe ich oben gefragt: Was spricht dafür?

Alles Liebe,
Windpferd
 
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Clematis

Vorweg schon mal: Was ist denn "bipolarer Magnetismus"? Jeder Magnetismus ist bipolar. Es gibt keinen magnetischen Nordpol ohne magnetischen Südpol. Warum hier ein weißer Schimmel?
Hallo Windpferd,

Du willst es mal wieder "janz jenau" wissen ;) Doch leider kann ich Dir keine wissenschaftlichen Nachweise liefern - wie das bedauerlicherweise bei so vielen Erfahrungs-Heilweisen der Fall ist. Zu Kristalls Frage - ich habe keine Erfahrung damit, die Info von einem HP zugeschickt bekommen und dann selbst nochmal recherchiert.

Mit Bipolar ist gemeint, daß die Magnete an zwei oder mehr Körperstellen aufgelegt werden und dazwischen ein magnetisches Feld erzeugt wird.

M.W. sind bisher keine Wirkungen von magnetischen Gleichfeldern alltäglicher Stärke (um die hier ja geht) auf Organismen nachgewiesen
Wirkungen sind erwiesen, sonst würden die millionenteuren Magnetresonanzthomographen nicht funktionieren. Bei dieser Therapie werden Magnete verschiedenster Stärken eingesetzt, bis 25.000 Gauss und mehr.

Da ich nur die Infos aus den mir verfügbaren Texten wiedergegeben habe, mußt Du Deine weiteren Fragen dem deutschen Vertreter oder dem mexikanischen Entwickler der Methode vorlegen. Links siehe den ersten Beitrag. Oder Du besuchst ein Seminar und löcherst den Lehrgangsleiter mit den Fragen. Dann kannst Du uns hier weitergehend aufklären... :p)

3.1. Wie wird im Einzelfall die genaue Lage der "Energie-Punkte" festgestellt?
Da dürfte es Parallelen zur Akupunktur geben...

4.1. Was versteht man unter biomagnetischen Scanning? (Sorry, der Begriff ist mir neu.)
Auch hier eine Parallele zur Akupunktur und was die wenigstens wissen, in Japan wurde bereits 1972 ein Gerät entwickelt, das die Ströme der Meridiane und deren Veränderungen messen kann. Ähnlich dürfte es hier ablaufen. Heiler können solche Felder ebenfalls spüren und ertasten.

7.2. Offenbar haben Krankheiten "Ladungen". Welche Erkrankungen werden denn durch Exposition gegenüber einem magnetischen Nord-, welche gegenüber einem Süd-Pol ausgelöst?
Mit Nord- und Südpol hat das nichts zu tun. Hier wird der Körper zur Selbstheilung angeregt, ähnliches geschieht bei der Akupunktur und beim spirituellen Heilen. Kann also kaum in Deinem Sinne erklärt werden. Oder denke dabei an Gunda Clarks Methode.

Ohne gesicherte (empirisch belegte) Realiabilität (Verläßlichkeit) sind - nach den Regeln der Forschungsmethodologie - alle weiteren Beobachtungen wertlos.
Erfahrungswerte, die auf ehrlich erworbenem Wissen beruhen, sind m.E. immer noch um ein Vielfaches wertvoller als die Tausenden getürkten sogenannten wissenschaftlichen Studien, auf die Du hier so großen Wert legst.

9. Wollen wir uns darüber hinwegsetzen und einfach weiter "glauben"?
Das will keiner, auch ich nicht. Doch die korrupte Medizinwissenschaft derart über zu bewerten ist m.E. auch nicht der richtige Weg. Erst recht deswegen nicht, weil die Medizin weit mehr über den Menschen und seinen Organismus noch NICHT weiß als sie vorgibt zu wissen.

10. Nicht zuletzt die moralische Frage: ist es verantwortbar, empirisch nicht geprüfte Verfahren bekannt zu machen, zu empfehlen gegenüber Menschen, die wenig Geld haben, viele Aufgaben, wenig verbleibende Lebenszeit usw.? Damit unbegründete Hoffnung zu erzeugen? Und Menschen dadurch abzuhalten von dem, was für sie wirklich sinnvoll wäre - medizinisch, zwischenmenschlich, religiös . . .?
Diese Argumentation geht unter die Gürtellinie und ist unsinnig und unfair! :mad:

Es gibt zahlreiche Verfahren, die der Medizin nicht bekannt sind, die sich längst als sehr hilfreich erwiesen haben und vielen Menschen geholfen haben. Hätte es sie nie gegeben bzw. hätte man sie konsequent verschwiegen (was ja mit vielen Verfahren immer noch an der Tagesordnung ist), wären weit mehr Menschen unnötig verstorben als ohnehin schon.

Im Übrigen sind die Leser hier erwachsen und denkfähig und werden eine bislang wenig oder unbekannte Methode erst mal skeptisch beäugen, so wie Du es ja auch machst. Ob jemand die Methode ausprobiert oder nicht, das entscheidet jeder selbst. Hätte ich z.B. von Anbeginn meiner Schmerzenskarriere von Stills Methode (1930) - ebenfalls nicht anerkannt, gewußt, statt erst in den 1990ern davon zu erfahren, wären mir mindestens 30 Jahre heftigster, unerträglicher Schmerzen erspart geblieben.

Was spricht dafür?
Die Info habe ich weitergegeben, weil mir persönlich das Verfahren einleuchtet, nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrung mit weiteren Behandlungsmethoden, die überfälligerweise inzwischen nach 30 und mehr Jahren Skeptizismus und heftigem Medizinerkampf dagegen, endlich anerkannt wurden bzw. auch solchen, die weiterhin massiv bekämpft werden, obwohl auch hier der Nutzen längst erwiesen ist.

Fazit? Bekanntlich geht Probieren über Studieren - die Möglichkeit hast Du...

Gruß,
Clematis
 
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