Beschwerdelinderung durch neurobiologische Methoden ?

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Beschwerdelinderung durch neurobiologische Methoden wie Feldenkrais, progressive Muskelentspannung nach Jacobson, sensomotorische Körpertherapie etc.?

Mich würde interessieren, ob es Fibro/Schmerz-Betroffene gibt, die sich damit den Alltag erleichtern konnten.

Durch die Erwähnung dieses Buches bin ich mal wieder auf dieses Thema gestoßen. In meiner rheumatologischen Reha wurden auch einige derartige Methoden, die sich zur Schmerzlinderung eignen, angeboten.

Einige Stichpunkte dieser Therapien (hier entnommen) sind:

Sensomotorische Übungen
Diese Übungen werden meist im Liegen ausgeführt und zwar langsam und mit großer Achtsamkeit, d. h. es geht wieder darum, zu spüren, was man tut. Auch hier geht man meist zunächst in die stärkere Anspannung und löst sie allmählich in der Bewegung. Auch die Übungen dienen der Verbesserung von Beweglichkeit und Bewusstheit. Sie können auch in der Gruppe eingeübt und zuhause einzeln fortgeführt werden.
Körperbewusstseinstraining
Das Körperbewusstseinstraining zieht sich als roter Faden von Anfang bis Ende durch die ganze Behandlung. In vollem Umfang ist es erst durchführbar, wenn die Muskulatur durch die direkten körperlichen Verfahren wieder willkürlich steuerbar ist. Beim Körperbewusstseinstraining lernen die Patienten, allmählich wahrzunehmen, wie und was sie aktuell während der Behandlung, dann aber auch, wie und was sie in ihrem Alltag und vor allem in Belastungssituationen jeweils unwillkürlich angespannt halten und wie sie selbst aus solchen Anspannungen wieder herauskommen bzw. sie überhaupt vermeiden können.
Durch das Wiederbeleben des beseelten, bewegten, gespürten Körpers erhält man Zugang zu Aspekten seiner selbst, die vorher der Aufmerksamkeit entgingen. Dadurch verliert man im Idealfall nicht nur seine Beschwerden, sondern es entsteht ein Gefühl von Befreiung, Lebenslust und Tatendrang.
 
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hallo kari ,

ich betreibe seit jahren tai chi , das ist eine art "schattenboxen "mit fließenden ineinander gehenden bewegungen verschiedener körperhaltungen , die mit bestimmten atemübungen verbunden sind.
die vielfältigen verschiedenen bewegungen helfen mit der zeit die gliedersteife zu überwinden , bei mir hilft tai chi oft bei verschiedenen schmerzen .
was ich auch wichtig finde das zusätzlich der gleichgewichtssinn stark trainiert wird .

hier sieht man die 24 bewegungen des tai chi welches ich praktiziere :


lg ory
 
Ory,

dazu passend kommt gleich die wissenschaftliche Untermauerung:

Deutsches Ärzteblatt: Nachrichten "Tai Chi lindert Fibromyalgie"


Boston – Ein intensiver 12-wöchiger Tai Chi-Kurs hat in einer randomisierten Studie im New England Journal of Medicine (2010; 363: 743-754) bei Patienten mit Fibromyalgie den Aktionsradius erweitert und die Lebensqualität verbessert.

Aus medizinischer Sicht ist Tai Chi eine komplexe Intervention, die körperliche, psychosoziale, emotionale, spirituelle und verhaltenstherapeutische Elemente umfasst. Dabei trainiert Tai Chi den Gleichgewichtssinn.

Die vielfältigen Bewegungen der Gelenke können Patienten mit rheumatischen Erkrankungen helfen ihre Gliedersteife zu überwinden.

Eine Anwendung scheint auch beim Fibromyalgie-Syndrom (früher auch als Weichteilrheumatismus bezeichnet) sinnvoll. Die sanften Übungen sollen hier schmerzfreie Bewegungen ermöglichen und den Aktionsradius der Patienten erweitern.
 
Hallo Oregano,

ja das ist ein etwas schwammiger Begriff.
Habe ihn von hier übernommen, um das Gebiet von Techniken zu umreißen, welche durch Körperarbeit/-Wahrnehmung Einfluß auf neuronale Abläufe nehmen.

Falls es einen besseren Begriff dafür gibt - immer her damit :)

Lernen zu spüren, was man tut

Bei der Sensomotorische Körpertherapie nach Dr. Pohl® handelt es sich um eine wechselseitige Ergänzung und Durchdringung direkt körperlich erfahrbarer und mentaler Methoden. Sie umfasst sowohl neurobiologisch fundierte Verfahren zur Befreiung und Selbstbefreiung von unbewussten Verspannungen wie auch ein ausgedehntes Körperbewusstseinstraining.


Schon um die Aufmerksamkeit des Patienten auf seine Körperwahrnehmung zu richten, sind die körperlichen Verfahren immer in Gespräche eingebettet. Diese sind auch nötig, damit der Patient verstehen lernt, was er tut, so dass er ungewollt seine Beschwerden im Alltag wieder herstellt. Achtsamkeit und Verständnis der eigenen Alltagsbewegung sind ganz wesentlich für den Erfolg der Behandlung.
 
Danke, kari :),

In etwa verstehe ich nun, was gemeint ist, vor allem durch den Hinweis auf Dr. Pohl.
Ich nenne so ein Vorgehen inzwischen einfach "Körperarbeit", aber das ist natürlich auch nicht genau.

Grüsse,
Oregano
 
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