Basilikum gegen Depressionen und Angst

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... Insgesamt 60 Patient*innen, die sich wegen schwerer Depression (BDI ≥ 20) und Angststörung (HAM-A ≥ 18) in einer psychiatrischen Klinik aufhielten, wurden in die Studie eingeschlossen. Alle Proband*innen erhielten standardmäßig 50-100 mg des SSRIs Sertralin pro Tag. Zufällig wurden zwei Gruppen gebildet: 30 Teilnehmende nahmen zusätzlich zum Sertralin täglich 5 mg Basilikum-Sirup vor dem Schlafengehen ein, während die anderen 30 Teilnehmenden 5 mg eines Placebo-Sirups bekamen. Der echte Sirup enthielt pro 5 ml 1100 mg wässrig-alkoholischen Extrakt aus getrockneten Basilikum-Blättern (Gesamtpolyphenolgehalt 15.8±08 mg GAW/ml), wohingegen es sich beim Placebo-Sirup und gefärbtes Zuckerwasser handelte. Die Dauer der Intervention betrug vier Wochen. Interessant: Den Teilnehmenden wurde wie üblich nicht mitgeteilt, in welcher Gruppe sie sich befanden – alle Proband*innen wurden allerdings über das Ziel der Studie aufgeklärt und darüber, dass sie entweder einen Basilikum- oder einen Placebo-Sirup erhalten würden. ...

Grüsse,
Oregano
 
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Die Ergebnisse klingen viel versprechend - das Studiendesign hat aber laut dem Text einige Kritikpunkte:
Zu kritisieren ist, dass sich die Proband*innen in den beiden Gruppen, auch wenn sonst eine gute Vergleichbarkeit gegeben war, hinsichtlich des Alters signifikant unterschieden (Durchschnittsalter 34±11 Jahre in der Bailikum-Gruppe und 40±12 Jahre in der Placebo-Gruppe). Ebenso ist nicht ganz auszuschließen, ob der Geruch des Sirups nicht vielleicht doch verraten hat, ob es sich um den Basilikum-Extrakt oder das Placebo gehandelt hat. Folgestudien sollten zudem die Zahl der Proband*innen erhöhen und eine längere Nachbeobachtungszeit einplanen, um Aussagen über die Langzeitwirkung von Basilikum zu ermöglichen.

Angesichts des intensiven Geschmacks von Basilikum kam mir der genannte Punkt 2 sofort in den Sinn. Interessant fänd ich auch eine Untersuchung einer Vergleichsgruppe, die kein synthetisches Antidepressivum gleichzeitig nimmt.

Hier der Link zur Studie:

Eine andere Basilikum-Art, Ocimum Sanctum, auch Tulsi genannt und in Indien wohl schon sehr lange genutzt, hat ja inzwischen auch hier als Adaptogen eine gewisse Popularität - es wird u.a. bei DM als Tee angeboten. Ich kenne es aus einem Schilddrüsen-Buch von Kharrazian, auch von Dr. Berndt Rieger wurde es kürzlich in einer Online-Hormon-"Masterclass" von Medumio erwähnt. Wobei ein Adaptogen ja eher auf Stress-Resilienz und nicht direkt auf Depression abzielt.
 

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