Ballaststoffreiche Ernährung bei Prädiabetes und Diabetes

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Der Wirkung von Ballaststoffen auf der Spur

Kabisch und sein Team wollten genau verstehen, ob und wie unlösliche Ballaststoffe vor Typ-2-Diabetes schützen können. Dafür führten sie eine randomisierte Studie, die Optimal Fibre Trial for Diabetes Prevention, kurz OptiFiT-Studie, durch. „Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass unlösliche Ballaststoffe tatsächlich wirken: auf den Blutzucker und möglicherweise auch auf andere Stoffwechsel-Baustellen", sagt Dr. Stefan Kabisch, Studienleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Klinische Ernährung/DZD am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Bereits über vorherige Analysen der OptiFiT-Studie fanden die Forschenden heraus, dass sich unlösliche Ballaststoffe u.a. positiv auf den Langzeitblutzuckerwert auswirken. „Die Daten aus den aktuellen Untersuchungen zeigen nun, dass es Subgruppen von Patienten gibt, die besonders stark von den Ballaststoffen profitieren. So verbesserte sich insbesondere bei Probandinnen und Probanden mit einem zusätzlich erhöhten Nüchternzucker die Glukosetoleranz und bei Adipösen die Entzündungswerte, wenn sie sich in der Ballaststoffgruppe befanden“, erklärt Kabisch.
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Besonderer Nutzen für Patienten mit erhöhtem Nüchternzucker

Der verstärkte Nutzen der unlöslichen Ballaststoffe für Personen mit auffälligem Nüchternzucker deutet möglicherweise darauf hin, dass insbesondere Patienten mit einer Fettleber von der Behandlung profitieren könnten. „Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker haben nämlich oft auch eine Fettleber. Patienten ohne Fettleber haben möglicherweise keinen so großen Nutzen von einer ballaststoffreichen Ernährung“, so Dr. Stefan Kabisch. Da in der OptiFiT-Studie jedoch nicht bei allen Patienten eine Fettlebermessung erfolgte, bleibe nur die Interpretation über diesen Umweg. Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker sind zudem übergewichtiger als solche mit normalem Nüchternzucker. Das Übergewicht erklärt nach der neuen Auswertung der OptiFiT-Studie aber nicht den besonderen Vorteil der Prädiabetiker mit erhöhtem Nüchternzucker. „Der Zusatznutzen hinsichtlich der Entzündungsprozesse bei Adipösen ist aber ein eigenständiger Vorteil. Die neuen Analysen liefern daher einen wichtigen Impuls in Richtung individualisierte Ernährungstherapie“, so Kabisch.
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https://idw-online.de/de/news728732

Ballaststoffreiche Ernährung:
https://utopia.de/ratgeber/ballaststoffe-lebensmittel-die-besonders-viel-enthalten/

Grüsse,
Oregano
 
wundermittel
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Für alle Menschen, besonders aber auch für Diabetike, ist eine ballaststoffreiche Ernährung günstig.
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Mögliche vorteilhafte Auswirkungen einer erhöhten Ballaststoffaufnahme
Das Forschungsteam fand ein verringertes Risiko der Gesamtsterblichkeit bei Erwachsenen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes: Es zeigten sich 14 Todesfälle weniger pro 1.000 Teilnehmer über die Studiendauer von 8,8 Jahren in der Gruppe mit einer täglichen Ballaststoffzufuhr von 35 Gramm im Vergleich zur durchschnittlichen Aufnahme von 19 Gramm.

Weiter ergab die Untersuchung einen verbesserten Blutzuckerspiegel in Verbindung mit einer erhöhten Ballaststoffzufuhr. Zusätzlich hatte diese positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System: So zeigten sich günstige Gesamtcholesterin-Werte, bei denen der Anteil an „schlechtem“ (LDL-)Cholesterin und Triglyzeriden(Neutralfette) relativ niedrig war. Die höhere Zufuhr von Ballaststoffen ging bei Menschen mit Diabetes auch mit einer Verringerung des Körpergewichts, des Body-Mass-Index (BMI) und des Taillenumfangs einher.

Optimale Ballaststoffzufuhr bei 35 Gramm

Die Forschenden schlussfolgern daraus, dass Menschen mit allen Arten von Diabetes dazu ermutigt werden sollten, ihre Ballaststoffzufuhr um 15 Gramm pro Tag oder auf 35 Gramm pro Tag zu erhöhen. Die Untersuchung lässt keinen Zusammenhang zwischen einer hohen Aufnahme kohlenhydratreicher Lebensmittel mit hohem Ballaststoffgehalt und einer Verschlechterung der Blutzuckereinstellung oder Gewichtszunahme erkennen. Bei Personen, die eine kohlenhydratreduzierte Diät einhalten, können Ballaststoffpräparate helfen, die empfohlene Zufuhr zu erreichen. Eine praktische Möglichkeit, mehr Ballaststoffe aufzunehmen, besteht darin, raffinierte Getreideprodukte durch Vollkornprodukte zu ersetzen. Gute Ballaststoffquellen sind zum Beispiel auch Gemüse, Früchte, Bohnen und Nüsse.

Einschränkend ist
allerdings unter anderem anzumerken, dass die zur Untersuchung herangezogenen Studien sehr unterschiedlich im Aufbau waren. So waren beispielsweise die Ballaststoffaufnahme und die Ernährungs- und Lebensstilmuster der Studienteilnehmenden vielfältig.
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Man kann diese Ballaststoffe u.a. dadurch konsumieren, daß man schon am Morgen z.B. Gurken, Radieschen oder auch Vollkorngetreide ißt in Form eines Müsli mit Nüssen.

Grüsse,
Oregano
 
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