Themenstarter
- Beitritt
- 06.11.16
- Beiträge
- 68
Hallo Ihr Lieben,
nun brauche ich ganz dringend euer großes Schwarmwissen.
Meine Mutter, 89 J., hat im März d. J. beim Wandern eine Hirnblutung (Thalamus, Stammganglien) erlitten. Sie war drei Wochen auf der Stroke Unit, hatte zunächst eine rechtsseitige Lähmung, die sich aber wieder gebessert hat. Geblieben sind eine Sprachstörung und eine mäßige Schluckstörung. Über den Sommer hinweg war sie neun Wochen in Reha, wo man die Lähmungen so gut therapiert hat, dass sie wieder Kraft in Arm und Bein rechts hat und auch wieder gehen kann. Die Schluckstörung hat sie beim Essen nicht beeinträchtigt, nur beim Trinken hat sie sich manchmal verschluckt.
Vier Tage, nachdem ich sie von der Reha abgeholt hatte, begann sie zu husten. Drei Tage später fand ihre Haushaltshilfe sie am Morgen komatös im Bett vor. Sie bekam keine Luft mehr, hatte schon bläuliche Lippen und Finger und extrem zähen Schleim im Mund. Die Rettung kam schnell, und man behandelte sie im Krankenhaus auf "Aspirationspneumonie bei bekannter Dysphagie" (Schluckstörung).
Dies wiederholte sich im Anschluss insgesamt weitere vier Mal. Sie war am Ersticken, konnte ein-, aber kaum noch ausatmen, man hörte ein tiefes Brummen, sie hatte zähen Schleim im Mund. Ich rief die Rettung, sie kam ins Krankenhaus, wurde dort zugeschüttet mit Chemie, u. a. Antibiose, und alles war gut, bis auf Dauerdurchfall, was nicht verwunderlich ist. Sie wurde als geheilt entlassen, doch nach zunächst acht, dann sieben Tagen, schließlich nach einem Tag und - heute vor einer Woche - schon nach vier Stunden in ihrem eigenen Zuhause ging das Ganze wieder los. Immer lag sie im Bett, wenn sie diese Anfälle hatte, anfangs war morgens, die letzten zwei Male aber kurz nach dem Zu-Bett-Gehen.
Bei Erstickungsanfall drei setzte man ihr eine PEG (Magensonde), damit sie sich nicht mehr am Essen verschlucken könne, denn sie habe Nahrung in der Lunge gehabt, was man beim Absaugen entdeckt hätte - sie habe Wackelpudding gegessen. Meine Mutter hasst Wackelpudding. Die Hausärztin hat mir ein Absauggerät beschafft, als Privatperson dürfe ich das. Einen Pflegedienst, der das übernimmt, habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden, und ich habe keine Erfahrung damit und meine, dass das nicht die Lösung sein kann.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich weiß nicht mehr weiter. Kann das Asthma sein? Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, und die Ärzte beharren felsenfest auf ihrer Aspirationstheorie, schauen nicht nach links und rechts, weisen mich auf ihre Leitlinien hin, und ich mag schon gar nicht mehr mit einem Arzt sprechen, weil es dermaßen frustrierend ist. Einer von ihnen hat mir gesagt, dass man Ersticken ja auch mit Morphium moderieren könne. Sie sei ja schon 89. Ohne Worte.
Ich freue mich auf eure Antworten und auf Rat und Hilfe!
Grüße von einer sehr verzweifelten
Schokominzi
nun brauche ich ganz dringend euer großes Schwarmwissen.
Meine Mutter, 89 J., hat im März d. J. beim Wandern eine Hirnblutung (Thalamus, Stammganglien) erlitten. Sie war drei Wochen auf der Stroke Unit, hatte zunächst eine rechtsseitige Lähmung, die sich aber wieder gebessert hat. Geblieben sind eine Sprachstörung und eine mäßige Schluckstörung. Über den Sommer hinweg war sie neun Wochen in Reha, wo man die Lähmungen so gut therapiert hat, dass sie wieder Kraft in Arm und Bein rechts hat und auch wieder gehen kann. Die Schluckstörung hat sie beim Essen nicht beeinträchtigt, nur beim Trinken hat sie sich manchmal verschluckt.
Vier Tage, nachdem ich sie von der Reha abgeholt hatte, begann sie zu husten. Drei Tage später fand ihre Haushaltshilfe sie am Morgen komatös im Bett vor. Sie bekam keine Luft mehr, hatte schon bläuliche Lippen und Finger und extrem zähen Schleim im Mund. Die Rettung kam schnell, und man behandelte sie im Krankenhaus auf "Aspirationspneumonie bei bekannter Dysphagie" (Schluckstörung).
Dies wiederholte sich im Anschluss insgesamt weitere vier Mal. Sie war am Ersticken, konnte ein-, aber kaum noch ausatmen, man hörte ein tiefes Brummen, sie hatte zähen Schleim im Mund. Ich rief die Rettung, sie kam ins Krankenhaus, wurde dort zugeschüttet mit Chemie, u. a. Antibiose, und alles war gut, bis auf Dauerdurchfall, was nicht verwunderlich ist. Sie wurde als geheilt entlassen, doch nach zunächst acht, dann sieben Tagen, schließlich nach einem Tag und - heute vor einer Woche - schon nach vier Stunden in ihrem eigenen Zuhause ging das Ganze wieder los. Immer lag sie im Bett, wenn sie diese Anfälle hatte, anfangs war morgens, die letzten zwei Male aber kurz nach dem Zu-Bett-Gehen.
Bei Erstickungsanfall drei setzte man ihr eine PEG (Magensonde), damit sie sich nicht mehr am Essen verschlucken könne, denn sie habe Nahrung in der Lunge gehabt, was man beim Absaugen entdeckt hätte - sie habe Wackelpudding gegessen. Meine Mutter hasst Wackelpudding. Die Hausärztin hat mir ein Absauggerät beschafft, als Privatperson dürfe ich das. Einen Pflegedienst, der das übernimmt, habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden, und ich habe keine Erfahrung damit und meine, dass das nicht die Lösung sein kann.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich weiß nicht mehr weiter. Kann das Asthma sein? Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, und die Ärzte beharren felsenfest auf ihrer Aspirationstheorie, schauen nicht nach links und rechts, weisen mich auf ihre Leitlinien hin, und ich mag schon gar nicht mehr mit einem Arzt sprechen, weil es dermaßen frustrierend ist. Einer von ihnen hat mir gesagt, dass man Ersticken ja auch mit Morphium moderieren könne. Sie sei ja schon 89. Ohne Worte.
Ich freue mich auf eure Antworten und auf Rat und Hilfe!
Grüße von einer sehr verzweifelten
Schokominzi