Wo liegt die Wahrheit? Erfahrungen, Medienkritik und persönliche Sichtweisen

Damit stellt sich wieder die Frage: Was ist überhaupt normal?
Ich bin mittlerweile davon abgekommen, hier "normal" als Begriff zu verwenden. Ich verwende "natürlich" oder "ursprünglich". "Normal" erscheint mir etwas "Gemachtes" zu sein, das "Jemand" definiert und das beliebig geändert werden kann. Eine "Norm" ist eine Mittelung, ein Mittelmaß, der Versuch einer Gleichmacherei. Jeder Mensch ist aber ganz individuell und kann nicht in eine Norm gepresst oder als Norm beschrieben werden.
 
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Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
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Deine Wegweiser:
Anja..?..dann weisst du ja was normal für dich ist.?
Nein, das weiß ich nicht.
Denn der Begriff „normal“ ist ein abhängig entstehendes Phänomen; er ist keine so wie absolute Entität.

Das Beispiel: ZDF-Mediathek, „Ganz normale Männer“ (Holocaust) – war das dann normal?
Deine Antwort?
Wenn du nur auf die Missstände in der Welt, also auf die Welt schaust und nichts anderes sehen kannst und in dieser Abwehrhaltung lebst, diese Gedankenaktivität halten dich in der Welt gefangen und verhindern, dass du dir deines Bewusstseins bewusst werden kannst, denn darin ist Stille und Frieden, den du in der Welt nicht finden kannst, in der Welt und den Gedanken darüber wirst du dich immer verloren fühlen.
Dem würde ich nicht zustimmen.


Denn wir selbst gestalten die Welt. Wir sind zugleich Schöpfer und Schöpfung — zwei Seiten derselben Medaille.


Wenn meine Frau vor meinen Augen vergewaltigt wird, soll ich wegschauen oder weg-meditieren?


Soll ich sie verteidigen?


Genau so verhalten sich die Russen in den besetzten Gebieten der Ukraine.


Dagegen hilft keine innere Stille; vielmehr ist gesunde Wut angebracht, denn das Böse muss gestoppt werden.


Oder soll ich das tolerieren, wenn die AfD überall erstarkt? Das werde ich nicht.


Was E. Tolle dazu sagt, weiß ich nicht.


Aber aktives Handeln ist notwendig.

 
Eine "Norm" ist eine Mittelung, ein Mittelmaß, der Versuch einer Gleichmacherei. Jeder Mensch ist aber ganz individuell und kann nicht in eine Norm gepresst oder als Norm beschrieben werden.
Ja, genau – diese Erbärmlichkeit der Mittelmäßigkeit. Ich bevorzuge es, nicht „normal“ weiterzuleben; das ist meine eigene Entscheidung.
Apropos, die Ideen von Paul Watzlawick finde ich hier wirklich erhellend.

Besonders bekannt wurde folgendes Beispiel aus der Anleitung zum Unglücklichsein. Darin beschreibt Watzlawick unter anderem einen Mann, der alle zehn Sekunden in die Hände klatscht. Nach dem Grund für dieses merkwürdige Verhalten befragt, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ Auf den Hinweis, es gebe hier doch gar keine Elefanten, antwortet der Mann: „Na, also! Sehen Sie?“ Damit wollte Watzlawick zeigen, dass der konsequente Versuch, ein Problem zu vermeiden – hier: die Konfrontation mit Elefanten –, es in Wirklichkeit verewigt.
 
..was dir noch helfen könnte ist, der Blick auf dich, den Kontakt zu dir, wer bist du in dem ganzen Zirkus oder Theaterstück und gefällt dir deine Rolle, oder würdest du eine andere spielen wollen.?
Hm, all diese Rollen machen zwar die Person aus – aber ich bin, wie jeder andere auch, keine Person.


Das sind bestimmte Konditionierungen, Schichten wie bei einer Zwiebel. Doch was liegt darunter?


Der Zen-Buddhismus drückt es so aus: Wie sah dein Gesicht aus, bevor du geboren wurdest?
 
Ich habe alle Antidepressiva abgesetzt. Das ganze Absetzen war wirklich schlimm – eher wie ein Entzug von Heroin, wie es manche Leute beschreiben.
das finde ich super, alle Achtung!
Ich kann nicht normal schlafen, leide unter starken Schmerzen

woher kommen die Schmerzen, was fehlt dir körperlich bzw. wo tut es genau weh?

Benzodiazepine und sehr niedrige Dosierungen von Ritalin nehme ich noch – das schon fast mein ganzes Leben lang –, aber keine Antidepressiva und keine Neuroleptika mehr.
was nutzt dir das?
Ich bin in einer geschlossenen WhatsApp-Gruppe, in der ich mit anderen Betroffenen kommuniziere.

Eines Tages erzählte mir ein junger Mann, dass er nach nur einer Tablette Zoloft sofort eine genitale Taubheit verspürte – und dass diese bis heute nicht verschwunden ist.


Ich dachte zuerst, er bilde sich das ein.
Aber nein – Dr. Healy schreibt genau darüber und beschreibt, was etwa 30 Minuten nach der Einnahme passieren kann.
wieso berührt dich diese Geschichte?


Igor, wie alt bist du - entschuldige wenn ich eine Frage stelle, die du bereits hier kommuniziert hast, da ich nicht alles durchgelesen haben -
ich habe eben deinen ersten Post angesehn 2011, du bist ca. 63 J.

und

wie oder für was lebst du, was ist dein Sinn im Leben, hast du Familie, Enkelkinder, Freunde, Kollegen, Tiere, Garten, Hund Haus, Arbeit oder Rente, Sport, Hobby ... - erzähl bitte ein wenig von deinem Leben; so ist es besser möglich sich ein Bild zu machen.

Ich persönlich denke, dass Menschen, die keinen Halt, keine Zuversicht und Hoffnung haben im Leben und Gottvertrauen, was das wichtigste ist, eher dazu neigen Aufmunterungs-Pillen / Antidepressiva einzunehmen.
Nur wer bereit ist sein Kreuz zu tragen kommt weiter, Pillen können das nicht.

Natürlich ist das einfacher gesagt als getan, da man den Weg des anderen nicht, geht, nur seinen eigenen.

Beste Grüße
Mara
 
Zuletzt bearbeitet:
wie oder für was lebst du, was ist dein Sinn im Leben, hast du Familie, Enkelkinder, Freunde, Kollegen, Tiere, Garten, Hund Haus, Arbeit oder Rente, Sport, Hobby ... - erzähl bitte ein wenig von deinem Leben; so ist es besser möglich sich ein Bild zu machen.

(m.M.n.) "Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst" unabhängig von allem, was hier noch an Aufzählung dahinter steht, die dem eigenen Erkennen dienen.
 
(m.M.n.) "Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst" unabhängig von allem, was hier noch an Aufzählung dahinter steht, die dem eigenen Erkennen dienen.
das mag für dich zutreffen,
manche Menschen leben alleine und haben niemanden, da ist es dann gar nicht so leicht tagein tagaus für sein eigenes Leben zu leben und gleichzeitig zufrieden zu sein, noch dazu wenn man krank ist.
 
wieso berührt dich diese Geschichte?


Igor, wie alt bist du - entschuldige wenn ich eine Frage stelle, die du bereits hier kommuniziert hast, da ich nicht alles durchgelesen haben -
ich habe eben deinen ersten Post angesehn 2011, du bist ca. 63 J.

und

wie oder für was lebst du, was ist dein Sinn im Leben, hast du Familie, Enkelkinder, Freunde, Kollegen, Tiere, Garten, Hund Haus, Arbeit oder Rente, Sport, Hobby ... - erzähl bitte ein wenig von deinem Leben; so ist es besser möglich sich ein Bild zu machen.

Ich persönlich denke, dass Menschen, die keinen Halt, keine Zuversicht und Hoffnung haben im Leben und Gottvertrauen, was das wichtigste ist, eher dazu neigen Aufmunterungs-Pillen / Antidepressiva einzunehmen.
Nur wer bereit ist sein Kreuz zu tragen kommt weiter, Pillen können das nicht.
Liebe Mara, das sind rein persönliche Fragen, darauf würde ich nicht antworten.


Im Faden geht es um Reflexionen und Gedanken, nicht um meine eigene Person, meine Diagnosen oder meine Prognosen.


Es geht nicht um @Igor07, sondern um das, was den Begriff „Wahrheit“ ausmacht.


Beste Grüße.
 
(m.M.n.) "Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst" unabhängig von allem, was hier noch an Aufzählung dahinter steht, die dem eigenen Erkennen dienen.
Ja, denn alles, was mich scheinbar ausmacht, lässt sich mit den Schichten einer Zwiebel vergleichen.


Wenn ich sie abschäle – was bleibt dann übrig?


Im alten Rom, wenn ich mich recht erinnere, trug der Darsteller eine Maske (persona), und daraus entstand später auch der Begriff „Person“.


Die Geschichte von Igor kann jeder nachlesen – über Kundalini, PSSD, PGAD, Depressionen und das Leben in einer fremden Sprache.(= Emigration, usw..usf..)


Aber das ist nicht das wirklich Interessante, denn es ist nur eine Geschichte – bestimmte Ereignisse im Leben einer bestimmten Person.


Einen besonders interessanten Zugang finde ich in dem hier verlinkten Buch von Gabor Maté. Es erinnert mich stark an Zen.


Ich hoffe, ich kann das später alles noch vertiefen.


Denn Reflexionen und Schreiben helfen mir, die ganzen, eher verborgenen Mechanismen besser zu verstehen.
Und ihn dekonstruieren.
Denn Heil-ung ist nicht das Genesen. Ha! Komisch, oder?

Nochmal: Heil-ung ist der Weg zu Ganz-heit.
 
Das war mit mir woanders.
Der Faden hieß: „Die Reflexionen, die Gedanken und Zitate, die mich inspirieren.“
Kurz gesagt: weiterleben. Basta!


600 Seiten gelöscht – für immer.
Da war zu viel wirklich Persönliches drin, also ist es besser so.
Diesen Fehler würde ich nicht noch einmal machen. Hoffe ich sehr.
 
(m.M.n.) "Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst" unabhängig von allem, was hier noch an Aufzählung dahinter steht, die dem eigenen Erkennen dienen.
Ha ha …


Diese Katze ist so klein wie eine Heuschrecke. Sie stellt keine existenziellen Fragen – sie will einfach nur Mäuse fangen, oder?


Aber mal ernst:


Der Protagonist in Camus’Roman Die Pest saugt das Gift aus dem Körper eines kleinen Kindes. Er glaubt weder an einen lieben Gott noch an irgendeine höhere Macht – und doch kann er als Arzt nicht anders handeln. Und er stirbt deswegen.


Warum suchen wir alle nach dem Sinn?

Eine gute Frage, oder?


Der Sinn ist eine ganz persönliche Angelegenheit: was ich in meinem Leben für wichtig halte, welche Bedeutung ich Dingen beimesse.
Die allgemeine Frage nach dem Sinn für uns alle lässt sich nicht beantworten – denn jeder Sinn ist einzigartig.


Im Buddhismus gibt es ( als der "SINN"") keine innere Identifikation mit dem, was mich ausmacht. Alles ist vergänglich, leidhaft, unzulänglich – und ohne festen, inneren Kern.


In der modernen Gesellschaft herrscht der Kult der ewigen Jugend, der Gesundheit, des Vergnügens oder des Genießens – koste es, was es wolle.

Und genau deshalb schnellen die Verschreibungen von Psychopharmaka nach oben.

Aber das ist kein echtes, kein authentisches Leben.
Das ist ein Plastik-Leben – unecht, künstlich.


Das Bild dieser Katze ist keine Katze in der Wirklichkeit. Bestimmt!
 
Mich hat nur interessiert was dich betrifft @Igor07 , im Allgemeinen, ohne persönliche Details um sich ein Bild zu machen.
Aber das kannst du ja selbst für dich tun und überlegen ob du mit deinem Leben zufrieden bist, glücklich und oft auch fröhlich. Falls dem nicht so ist, könntest du vielleicht einiges verändern.

Ich denke schon, dass die Lebensumstände und die Psyche einen großen Zusammenhang haben. Ein fröhlicher Mensch mit einer guten Basis / Resilienz wird kaum depressiv.

Und manchmal muss man einiges verändern, um sich wieder wohler zu fühlen.

Nach dem Motto:
"Gott, gib mir die Gelassenheit,​
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,​
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,​
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."​
 
Und manchmal muss man einiges verändern, um sich wieder wohler zu fühlen.

Nach dem Motto:
"Gott, gib mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Nach dem Modell von Viktor Frankl, den ich sehr schätze, ist es manchmal einfach nicht möglich, etwas zu verändern. Dann bleibt nur die Akzeptanz – und die Dankbarkeit für jeden einzelnen Tag, für jede Stunde.


Wir alle werden alt, krank und sterben – das ist eine Tatsache. Ich bin kein gläubiger Mensch.
Egal, woran ich mich klammere – am Ende verliere ich alles.


Und gerade deshalb ist es möglich, andere Prioritäten im Leben zu setzen.
Genau das meinte ich, als ich über „Heilung“ geschrieben habe:
Es ist der Weg zur Ganzheit – nicht getrennt zu sein.


Das klingt vielleicht spirituell, aber es ist real. Und ich hoffe, dass es selbst im letzten Augenblick des Lebens möglich bleibt.
 
Ich denke schon, dass die Lebensumstände und die Psyche einen großen Zusammenhang haben. Ein fröhlicher Mensch mit einer guten Basis / Resilienz wird kaum depressiv.
Ja, klar, das haben sie.


Wenn man Nietzsches Idee „Sei, wer du--/schon/ bist“ in Verbindung mit dem Konzept der Buddha-Natur betrachtet, geht es darum, sich selbst zu verwirklichen, zu realisieren – aber nicht als die Person mit ihren Masken, Rollen und Äußerlichkeiten.Oder Skripten: Es geht um das Wesentliche, das unveränderliche Sein ( als reine "Potenz"(ial) hinter allen Masken.


Was mich dabei besonders nachdenklich stimmt, ist die Beobachtung, dass Menschen, die unter den entwürdigenden und unmenschlichen Bedingungen eines KZ ihre Menschlichkeit bewahrt haben, nur so überleben konnten. Als der Mensch. Nicht anders.


Vielleicht ist es ähnlich mit sehr schweren, absolut unheilbaren Krankheiten: Sie können wie ein Weckruf wirken, eine Erinnerung daran, das Wesentliche zu erkennen, sich zu vergegenwärtigen, wer man wirklich ist – jenseits von Krankheit, Rollen oder äußeren Umständen.



Das finde ich sehr interessant, um die eigene Wahrheit zu entdecken – als das Muster der Beziehungen, die ich durchschauen kann. Wenn ich will, kann ich dem eigenen Schatten oder sogar dem Tod ins Gesicht sehen.
Eher--ich sollte. Ansonsten lerne ich niemals und sterbe als der Trottel.
 
Du wirst die Welt nicht verändern können, es zu wollen ist ermüdend, aber du kannst an deiner Sicht etwas ändern, ich meine nicht die Anpassung an eine kranke Gesellschaft, diese kennst du jetzt, hast darauf einen klaren Blick..

..was dir noch helfen könnte ist, der Blick auf dich, den Kontakt zu dir, wer bist du in dem ganzen Zirkus oder Theaterstück und gefällt dir deine Rolle, oder würdest du eine andere spielen wollen.?

Wenn du mit einem Fingerschnippen etwas sofort verändern könntest, was wäre das.?

Zitat von E.Tolle:"Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt."

Tolle meint damit die innere Stille, die Verbindung zu sich im Innern wo es nur um dich geht, nicht um die äusseren katastrophalen Zustände in der Umwelt.
Aha…

Diese ganzen Rollen sind aber nicht ich.

Der andere Einwand, der mir jetzt einfällt, ist, dass wir alle eine persönliche Verantwortung tragen für alles, was in der Welt passiert.

Wie das? Zum Beispiel, wenn ich über die Serotonin-Lüge schreibe: Alle Psychiater weisen darauf hin, als wäre es ein nackter Fakt — dabei war es immer nur ein moderner Mythos, meistens überall verbreitet durch die Pharmaindustrie und die Mehrheit der Ärzte.

Schauen wir:

Bis zu 80 % der Bevölkerung glauben, Depressionen würden
durch ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters
Serotonin im Gehirn ausgelöst (Pescolido et al., 2010; Pilkington
et al., 2013). Das erscheint nur naheliegend, wird
Serotonin doch ständig als „das Glückshormon“ bezeichnet.
Jedoch ist es in vielen Untersuchungen immer wieder
misslungen, einen entsprechenden Nachweis zu erbringen.
Protagonist*innen der Psychiatrie verweisen darauf, kein*e
ernstzunehmende*r Kolleg*in würde diese These heute
noch so vertreten.3 Warum hält sich die Idee, es liege am
Serotonin, dennoch hartnäckig? Es mag daran liegen, dass
kaum ein*e ernstzunehmende*r Psychiater*in ihr öffentlich
widerspricht, meinen kritische Stimmen. Tatsächlich regte
der Wissenschaftsjournalist und Begründer der psychiatriekritischen
Website Mad In America Robert Whitaker (2022)
an, die amerikanische Psychiatrie-Organisation American
Psychiatric Association (APA) wegen der Verbreitung der
„Serotonin-Lüge“ zu verklagen. Bis heute findet sich der
Verweis auf Serotonin auf Seiten von Psychiatrie-Organisationen,
Gesundheitsministerien und natürlich in immer
wieder neuen Beiträgen auf sozialen Medien, wenn es um
„Mental Health“ geht (vgl. Demasi & Gøtzsche, 2020).

Also. Die "Wahrheit" ist nicht mehr auffindbar, korrekt? Bestimmt doch:

„Unsere umfassende Übersicht der Hauptstränge der Serotonin-
Forschung weist auf, dass es keine überzeugende
Evidenz dafür gibt, dass Depression mit einer verminderten
Aktivität oder Konzentration von Serotonin einherginge oder
dadurch ausgelöst würde“, schreiben Moncrieff und ihre
Mitautor*innen
. Weil Serotonin im Gehirn nicht direkt gemessen
werden kann,5 haben alle bisherigen Untersuchungen
Umwege gewählt: Scans von Serotonin-Rezeptoren
oder die Analyse von Blut, Plasma, Urin und Liquor. Egal
welche Körperflüssigkeit untersucht wurde, das Ergebnis
war stets dasselbe: Ein systematischer Unterschied im Serotonin-
Gehalt zwischen depressiven und nicht-depressiven
Menschen fand sich nicht. Der Psychologe Bruce Levine
(2022) urteilte über das Ergebnis der Studie: „Dies ist der
letzte Nagel im Sarg der Serotonin-Hypothese der Depression
– und führt uns direkt zu ihrer äußerst öffentlichkeitswirksamen
Beerdigung.“

Na gut, aber diese Lüge lebt weiter – und wie lange noch?
Diese Haie des turbo-reaktiven Kapitalismus werden sich niemals satt fressen.
Und was fressen sie?
Das menschliche Leben, nicht mehr und nicht weniger.

P.S.Ich hänge keine Datei mehr an, die erste hat ja sowieso niemand gelesen. Sorry.

https://www.psychotherapeutenjournal.de/ | ISSN 1611-0773 | D 60843 | 21. Jahrgang | 14. Dezember 2022

Psychotherapeuten
journal
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
wo du hin willst @Igor07 , verstehe ich nicht.

Was ist hier im Forum dein konkretes Anliegen? Denn darum geht es hier!

Beste Grüße
Mara
 
wo du hin willst @Igor07 , verstehe ich nicht.

Was ist hier im Forum dein konkretes Anliegen? Denn darum geht es hier!
Ich schreibe im Bereich ‚"Nachdenken", also ist das nicht verboten. Es gibt dabei kein besonderes Anliegen. So lese ich es auch im Duden:

(etwas) reflektieren · (etwas) überdenken · (in Ruhe) nachdenken (über) · bedenken · grübeln (über) · in sich gehen · nachgrübeln · sich (etwas) bewusst machen · sich (mit etwas) auseinandersetzen · sich (über etwas) Gedanken machen · überlegenklamüsern ugs., norddeutsch · nachsinnen (über) geh. · sich (etwas) durch den Kopf gehen lassen ugs.
Was ist hier so seltsam, @Mara1963 ?
LG.
 
Aber um ehrlich zu sein, das macht mich total fassungslos.
Ist Nachdenken hier im Forum schon etwas Besonderes, wofür man sich rechtfertigen muss? Ich verstehe das nicht.

Nachdenken

Hier finden Deine Gedanken zum Leben ihren Platz
:unsure:
 
Der Protagonist in Camus’Roman Die Pest saugt das Gift aus dem Körper eines kleinen Kindes. Er glaubt weder an einen lieben Gott noch an irgendeine höhere Macht – und doch kann er als Arzt nicht anders handeln. Und er stirbt deswegen.

Klamüstern wir doch einfach weiter. . . (welch schönes Wort)
Die Frage wäre ja auch, kann er als Arzt nicht anders handeln? - oder als "Mensch" mit vielleicht vielen Abwägungen aufgrund des Alters etc. Was im Verborgenen uns so antreibt, wissen wir ja nicht immer so genau.
 
Aber um ehrlich zu sein, das macht mich total fassungslos.
Ist Nachdenken hier im Forum schon etwas Besonderes, wofür man sich rechtfertigen muss? Ich verstehe das nicht.


:unsure:
Hallo Igor,

dies ist ja ein Forum.
Sinn eines Forums ist der Gedanken-Austasch. Ich empfinde Deine Beiträge hier eher als Tagebuch-Blog mit ein paar Antworten.
Es wäre eine andere Möglichkeit, Deine Gedanken hier in Form eben eines Tagebuchs/Blogs hier mitzuteilen.

Grüsse,
Oregano
 

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