Wilhelm Busch

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Malve

......Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;
Wilhelm-Busch-Seiten

Die Geschichte von Max und Moritz hat Wilhelm Busch berühmt gemacht. Sein Todestag jährt sich am 9. Januar zum 100. Mal.

Wilhelm Busch hatte keine leichte Kindheit und Jugend, wurde oft geprügelt und musste schließlich das Elternhaus verlassen, um bei einem Onkel, der Pfarrer war, unterzukommen.
Auf Wunsch seines Vaters sollte er Maschinenbauer werden, letztendlich gelang es Wilhelm Busch doch, seinen Neigungen zur Kunst nachzugehen.
Seine Bildergeschichten, Gedichte, Skizzen und Malereien leben auch 100 Jahre nach seinem Tod weiter.

Mein Lebenslauf


Mein Lebenslauf ist bald erzählt,
In stiller Ewigkeit verloren
Schlief ich, und nichts hat mir gefehlt,
Bis daß ich sichtbar ward geboren.
Was aber nun? - Auf schwachen Krücken,
Ein leichtes Bündel auf dem Rücken,
Bin ich getrost dahingeholpert,
Bin über manchen Stein gestolpert,
Mitunter grad, mitunter krumm,
Und schließlich mußt' ich mich verschnaufen.
Bedenklich rieb ich meine Glatze
Und sah mich in der Gegend um.
0 weh! Ich war im Kreis gelaufen,
Stand wiederum am alten Platze,
Und vor mir dehnt sich lang und breit,
Wie ehedem, die Ewigkeit.
Wilhelm Busch.de - Mein Lebenslauf

Passend zur Jahreszeit:

Wilhelm Busch.de - Der Virtuos

Willst du das Leben recht verstehn,
Mußt du's nicht bloß von vorn besehn.
Von vorn betrachtet, sieht ein Haus
Meist besser als von hinten aus.
Wilhelm Busch.de - Dank und Gruss II

uma
 
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Von Wilhelm Busch kann man in der Kunst des Briefeschreibens etwas lernen. Mit der Holländerin Anderson korrespondierte er ca. 25 Jahre. Einmal schrieb er auch über die Sprache:

Im Holländischen hoff' ich Fortschritte zu machen; ich
hoff' es zu LERNEN, wie das Englische und Französische; aber
FÜHLEN werd' ich es nie. - Um eine Sprache von Herzen sein
eigen zu nennen, muß

-18-

man, glaub ich, etwas drin erlebt haben, etwas sehr Wichtiges
- nämlich die Kindheit. In diesem Sinne hab' ich zwei
Sprachen: Hochdeutsch und Plattdeutsch. Nur was in diesen
Sprachen, in den Sprachen meines Paradieses, geschrieben ist,
kann mich rühren, daß heißt in innerster Seele rühren; denn
ich weiß wohl, daß es ein "Paradise lost"*12* gibt, welches
hinter der ganzen Menschheit liegt. - Mathematiker, Physiker,
Zoologen - die mögen in fremden Sprachen schreiben, - wer zum
Herzen dringen will, der schreib in seiner MUTTERsprache. -
Und nun Ihre »Typen?"*13* Sollt' ich die wohl beurtheilen
können? Nein, ich glaub es nicht!
https://sammelpunkt.philo.at:8080/432/1/24-2-94.TXT
https://sammelpunkt.philo.at:8080/432/


Einer seiner Briefpartner war übrigens der Philosoph Wittgenstein:
Wittgenstein biography

Gruss,
Uta
 
Zuletzt bearbeitet:
ø
ø Der Schmied und der Pfaffe ø
ø Wilhelm Busch: UT OLER WELT (Aus alter Zeit) ø
ø Volksmärchen, Sagen, Volkslieder und Reime ø
ø Gesammelt von Wilhelm Busch ø
ø München, Lothar Joachim Verlag 1910

Hier kann man diese Geschichte lesen:
www.phil.uni-passau.de/dlwg/ws02/22-2-94.txt

Uta
 
hallo!

hab am vormittag mir eine biografie-doku von willhelm busch angesehen.

da wurde ausdrücklich erwähnt das er als kind so gut wie nie geschlagen wurde.



grüße
rudi
 
Hallo RR -

wie es nun wirklich gewesen ist, da scheiden sich wohl die Geister..

Trinkfest, rauchfreudig, aber in Gesellschaft dennoch schüchtern. So lässt sich das Wesen Wilhelm Buschs kurz und knapp beschreiben. Seine Kindheit war zunächst von Züchtigung und Strenge geprägt, besser ergeht es ihm erst im Hause seines Onkels.
Busch, Wilhelm | radioWissen | BR

Prügel in der Kinderzeit

Als er geboren wurde, 1832, war Goethe gerade gestorben. Aufgewachsen in Wiedensahl, einem Kaff bei Hannover, wurde er vom neunten Lebensjahr an von einem Onkel mütterlicherseits erzogen, dem Pastor Georg Kleine. Busch erfuhr bereits sehr früh Heimatlosigkeit und wurde zum Einzelgänger. Später wird er sich vor allem an eine Kindheitserfahrung erinnern: Wie der Vater ihn schlägt. Auf einem Zettel notiert er sich: "Durch die Kinderjahre hindurchgeprügelt".

Wie Busch das Thema Züchtigung mit Pinsel, Bleistift und Feder schon in den frühen Karikaturen, in seinen Bildergeschichten, in Prosaarbeiten behandelt, rückt das Strafen, die Lust an der geplanten Exekution ins Zentrum. Auch die Lyrik bleibt davon nicht frei. So heißt es in der Sammlung "Zu guter Letzt" von 1904: "Es saust der Stock, es schwirrt die Rute. Du darfst nicht zeigen, was du bist. Wie schad, o Mensch, daß dir das Gute im Grunde so zuwider ist."
www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Startseite/Artikel

Liebe Grüße,
uma
 
hi uma!

meine info besteht nicht auf richtigkeit. wollte das nur melden, weil ich es genau heute gesehen habe und es dort ausdrücklich erwähnt wurde.


grüße
rudi
 
Hallo RR -

alles klar :)... schön, dass Du Dich an diesem Thema beteiligst.

Liebe Grüsse,
uma
 

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