Wer hat Erfahrungen mit veganer Kost bei Arthrose gemacht?

Themenstarter
Beitritt
21.06.20
Beiträge
130
Ich habe seit längerem Arthrose in den Knien und auch im Rücken mittlerweile. Außerdem habe ich Osteoporose, brauche aber keine Medikamente. Seit ca. zwei Jahren, benutze ich verschiedene anti-entzündliche Gewürze (Kreuzkümmel, Zimt, Koriander, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss, Zimt) und Leinöl, einige Zeit auch mal Hagebuttenpulver und Ingwertee, den ich jedoch nicht vertragen habe. Leider hat dies zu keiner Schmerzreduzierung geführt.

Ich frage mich, ob eine vegane, natürliche Ernährung ohne Fleischersatzprodukte, erfolgversprechender wäre. Im Moment ernähre ich mich mit Mischkost, überwiegend vegetarisch, mit natürlichen Lebensmitteln.

Ich bin übrigens 61 Jahre alt, normalgewichtig und gehe viel spazieren. Krafttraining mache ich keines.

Liebe Grüße

Widderchen
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
Eigentlich eher leere Kohlenhydrate meiden. Kollagen mit Vit. C oder die gute alte Knochenbrühe über Stunden gekocht. Gutes Eiweiß.
 
Ich vermeide im Wesentlichen schon seit über 30 Jahren leere Kohlehydrate.

Ich hatte als Kind starke X-Beine, die zweimal operiert wurden, mit 12 und 14. (Wachstumsfugenverblockung). Das Blöde war wohl, dass ich mit 12 schon fast ausgewachsen war. Damals hieß es, die OP sei gut, um Arthrose zu verhindern. Dabei bekam ich welche mit noch nicht einmal 50.

Liebe Grüße

Widderchen
 
@Widderchen
Eine Bekannte hatte so was in der Art als Kind auch und heute Hüftprobleme. Ich würde gucken was dem Knorpelaufbau hilft und Entzündungen eindämmt. Physio, moderate Bewegungen, Einreibungen. Manche schwören auf Rhizinusöl, ich weiß nicht, ob es nur ein Hype ist, auf alle Fälle ein dehr dickes, zähes Öl, das man besser mit einem dünnen mischt, vll. MCT Öl.
 
Hier weitere Threads zur Ernährung bei Arthrose, einer ist auch von Dir, @Widderchen:

Ich selbst habe eine Spondylarthrose in der LWS, die mal als Nebenbefund zu Tage kam. Habe manchmal/zeitweise nächtliche Schmerzen. Möglicherweise beginnen auch an ehemaligen Bruchstellen (Daumen-Grundgelenk, großer Zeh) Arthrosebeschwerden.

In punkto Ernährung/Nahrungsergänzung nutze ich regelmäßig Zimt, Koriander, Hagebuttenkernpulver (wenig wegen Histaminproblematik), Kollagenhydrolysat. Ansonsten bewege ich mich regelmäßig (Gehen/Walken, Radfahren, Mini-Trampolin) und mache auch gezielte Übungen, u.a. die von dem im Forum ja recht bekannten Wolf Harwath, aber auch Kraftübungen und Übungen mit Faszienrolle und -ball. Und unter meinem Laken sorgt im Bereich von Schultern bis Rumpf ein doppelt gelegtes Schafwollvlies für weiche Bettung.

Ich meine, festzustellen, dass höherer Fleischkonsum mit mehr Schmerzen einhergeht, aber sicher bin ich da nicht. Da pflanzliche Proteine für mich problematisch sind (Nuss-Allergikerin, Hülsenfrüchte nur sehr begrenzt verträglich), käme Veganismus für mich nicht infrage. Auch Vegetarismus nicht, da Milchprodukte (Lactose und Histamin) und Eier auch nur sehr begrenzt verträglich sind. Zudem sehe auch ich zu, dass ich nur sehr wenig "leere"/isolierte Kohlenhydrate esse. Wäre Fisch nicht so problematisch in punkto Schadstoffe, würde ich mich von Fleisch mehr auf Fisch verlagern.

Also zurück zu Deiner Frage: Ich kann (aus den genannten Gründen) nur zum Teilaspekt "Fleisch" eine vermutete Erfahrung beisteuern.
 
Ich habe seit längerem Arthrose in den Knien und auch im Rücken mittlerweile. Außerdem habe ich Osteoporose, brauche aber keine Medikamente.
Ich hatte mit 50 starke Hüftschmerzen, chronische Achillessehnenentzündung und Knieschmerzen, manchmal auch Kreuzschmerzen.
Als ich dann eine Woche mal als Experiment vegan gegessen habe, waren die Schmerzen weg und ich konnte 10km gehen ohne müde zu werden.
Habe dann aber wieder Fisch, Geflügel und Eier in den Ernährungsplan eingeführt, weil ich bemerkt habe, dass es vor allem an den Milchprodukten lag und in geringen Maße auch an Säugetierfleisch, welches ich aber ohnehin selten gegessen habe.
Ich bin jetzt bald 66 und die Schmerzen sind nicht wieder gekommen.

Habe mir aber, weil ich mir das Knie bei einem Unfall gebrochen habe, Fischkollagen (kein Kollagen von Rind/Schwein) besorgt, konnte nach zwei Wochen wieder gehen. Das nehme ich hin und wieder.
 
Hallo, Kate,

ja, ich hatte schon einen Thread bzgl. der Gewürze. Jetzt wollte ich mal nachfragen bzgl. veganer Ernährung.

Im Moment kann ich noch normal gehen, habe vor allem Schmerzen beim Treppensteigen und länger Stehen.

Liebe Grüße

Widderchen
 
Das mit der Ernährungsumstellung hilft leider nicht bei jedem!
oft auch, weil sie nicht konsequent gemacht wird oder etwas übersehen wird. Man muss auch andere Dinge weglassen, Mikrowelle entsorgen, Fluorid, Aspartam, Glutamat, fragwürdige Farbstoffe und andere Zusätze meiden, Parasiten bekämpfen (Bitterstoffe) und der Rest sollte auch gesund sein und man sollte öfter mal in die Sonne gehen, dabei keine Sonnenbrille tragen,...
 
Das mit der Ernährungsumstellung hilft leider nicht bei jedem!

Ja, weil die richtigen Dehnungsübungen dazu sehr wichtig sind.
Aber wer sich entzündungshemmend ernährt, hat keine Entzündungen mehr, das Problem ist nur, weil man auf vieles verzichten muss und das ist das schwierigste, dazu kommen die Zusammenhänge von gewissen Lebensmitteln, die man nicht mit diesem und jenem mischen sollte, die richtigen Fettsäuren, Proteine...usw

Die Ernährungsumstellung ist das wichtigste schlechthin, weil ein gesunder Darm es mit einem gesunden Körper dankt.
 
Aber wer sich entzündungshemmend ernährt, hat keine Entzündungen mehr.
Das sehe ich anders. - Rheumatiker z.B. mögen sich noch so entzündungshemmend ernähren: sie haben dennoch Schmerzen. Gleiches gilt für Morbus Bechterev und wahrscheinlich für noch viel mehr schmerzhafte Erkrankungen. Was ist z.B. bei Unfallfolgen, Op-Folgen usw. usw.?
... womit ich nicht sagen möchte, daß man eine entzündunshemmende Ernährung nicht anwenden sollte ...


Grüsse,
Oregano
 
Zuletzt bearbeitet:
Rheumatiker z.B. mögen sich noch so entzündungshemmend ernähren: sie haben dennoch Schmerzen...
das glaube ich nicht, sondern dass sie Fehler machen, unlängst hatte ich eine Freundin getestet, die behauptet hat, keine Säugetierprodukte zu essen, mein Gerät zeigte sie aber an, dann stellte sich heraus, sie nimmt Kollagen von Rind/Schwein. Was anderes sind natürlich Unfälle und Verletzungen, aber auch da, die heilen normalerweise ja.
 
Das sehe ich anders. - Rheumatiker z.B. mögen sich noch so entzündungshemmend ernähren: sie haben dennoch Schmerzen.
Auf mich trifft das überhaupt nicht zu,
ich habe auch eine rheumatische Erkrankung und auch Schmerzen, wenn ich alles essen würde was mir schmeckt.

Ich kenne durchaus den Unterschied, auch nach kurzer Zeit bereits.
Wenns mal wieder schlimm wird, da ich öfter über Tage bei säurebildenden Nahrungsmittel (Kuchen, Fleisch, Wurst, Käse, Pizza) zugeschlagen habe, schon gehts mir schlechter.

Sobald ich mich wieder diszipliniere und die ersten Tage ausschließlich vegan ernähre, hauptsächlich etwas Obst und viel Gemüse, Kartoffeln, alles nur gedünstet oder gekocht oder aus dem Ofen (Rohkost geht bestimmt auch, wer das mag), gesunde Öle oder Tahin, basischen Tee trinke und dann wirds wieder besser.

Sogar viel besser, wenn ich das beibehalte und mit hin und da ein Bioei oder Biofleisch, fermentierte Sojaprodukte und pflanzlichen Eiweißträgern ergänze.

Bewegung ist ganz wichtig @Widderchen
auch bei Arthrose. Anfangs im Liegen, den Körper aus eigener Kraft bewegen, Pilates eventuell oder Übungen von "Liebscher u Bracht", zum Physiotherapeuten gehn, wenn man das selbst nicht hin bekommt, der zeigt einem Übungen, schwimmen, radeln ...

Heilfasten kann helfen - ich habe das noch nicht gemacht, da ich mich bisher nicht dazu motivieren konnte.

Zur Nahrungsergänzung nehme ich MSM, wirkt sehr entzündungshemmend, Wirkung tritt nach ca. 2 Wochen ein, ich nehme ein Opti-MSM Pulver, da das besonders Hochwertig ist. Bei Amazon zu bestellen.
Vitamin C, Zink, Vitamin D3 + K2, manchmal Vitamin E und Omega 3, Magnesium

und orientiere mich an Vorschlägen von "Zentrum der Gesundheit":

hier speziell für Arthrose:
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann mir nicht vorstellen, dass das soviel Entzündungen macht. Bei Rheuma geht’s nicht ohne Medis.
Doch, hat es bei dieser Dame zumindest angezeigt, man kann ja Kollagen von Fisch (Wildfang) nehmen. Wenn die Ursache Säugetierprodukte sind, wie ich vermute, ist es doch kontraproduktiv, diese dann täglich einzunehmen.
 
Kann mir nicht vorstellen, dass das soviel Entzündungen macht. Bei Rheuma geht’s nicht ohne Medis.

Die Medikamente sind nicht hilfreich und verstärken das Problem indem sie den Darm belasten.
Allein durch Pestizide und Umweltgifte können Entzündungen entstehen und diese sind überall, Luft, Wasser...eben überall.

Die Ernährung kann vieles ausleiten, aber im Alter wird das immer schwieriger.

@Oregano Rheumatiker werden nicht als Rheumatiker geboren, aber schlecht ernährt...
es reicht ja mal hinzusehen wie sich der Mensch ernährt, nicht nur zuviel von allem, auch noch viel zu viel verarbeitetes Zeug wie Saucen usw...schlechtes Mehl, Genmanipulierte Sachen, die den Namen Nahrungsmittel tragen, aber sicher nicht Lebensmittel.

Der Darm will gesunde Lebensmittel um den Körper versorgen zu können... ansonsten zeigen sich eben Symptome und nicht nur körperlich, das hat auch Einfluss auf die Psyche... Ein Teufelskreis.

Das ist eben das schwierigste, weil essen muss man ja, verzichten auf ungesunde Versuchungen können die wenigsten...

Und sich die Zeit nehmen um gesundes Essen zuzubereiten ist auch schwierig, viele sitzen lieber vor dem PC oder bei onlinespielen usw
 
Ich habe keine Probleme, selbst zu kochen. Nur Bio-Kost kann ich mir aber leider nicht leisten, da ich nur eine kleine Rente habe, die ich mit Grundsicherung aufstocken muss. Nach veganer Ernährung habe ich deshalb gefragt, da sie für mich nicht annähernd so einschränkend wäre wie die sog. anti-entzündliche Ernährung.

Liebe Grüße

Widderchen
 
Ich habe keine Probleme, selbst zu kochen. Nur Bio-Kost kann ich mir aber leider nicht leisten, da ich nur eine kleine Rente habe, die ich mit Grundsicherung aufstocken muss. Nach veganer Ernährung habe ich deshalb gefragt, da sie für mich nicht annähernd so einschränkend wäre wie die sog. anti-entzündliche Ernährung.
Das kann ich sehr, sehr gut verstehen. Ich selbst, 62 J.) beziehe Erwerbsminderungsrente und Wohngeld, da bleibt auch nicht viel. Ich habe, Gott sei Dank, viele Freunde, Gemeinde-Freunde, Familie, wo ich sehr oft was geschenkt bekomme an Bio-Gemüse, Fisch ausm eigenen Fischweiher, Bioeier, Biokartoffeln usw. und Sonstige Sachen.

Man kann dennoch ein bisschen was mit wenig Geld machen. Nahrungsergänzungsmittel sind oft sehr ausgiebig bzw. gut informieren, was günstig und qualitativ hochwertig ist, ich mache das Mithilfe des Copiloten um das herauszufinden.

Gemüse, Obst gibts auch tiefgekühlt, auch wertvoll, sogar in Bio teils günstig, Gemüse u. Obst der Saison nutzen, jetzt im Herbst u. Winter Karotten, Spitzkohl, Chinakohl, Sellerie, Kürbis, viel Knoblauch bzw Zwiebeln (wenn dus gut verträgst)....

Ich liebe Suppen, pürierte Gemüsesuppen, Kürbissuppe usw. mit Soja Cuisine, Tahin oder Hafer-Cuisine abgeschmeckt;
da mache ich dann gleich eine große Portion damit sich das Kochen lohnt und wenns kühler ist, auf den Balkon zum Aufbewahren.

Es gibt etliche Ideen, ich nutze gerne, wie schon geschrieben "Zentrum der Gesundheit" zum Recherchieren, dort gibts viele Tipps für überwiegend basische Ernährung und Tipps bei Rheuma und alles Mögliche :)

Schöne Grüße
Mara
 

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf Beiträge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Statistik des Forums

Themen
69.526
Beiträge
1.067.991
Mitglieder
53.378
Neuestes Mitglied
LukasM1983
Zurück
Oben