Welcher Weg ist der richtige?

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Hallo,

ein Ausspruch des indischen Mönch und Lehrers Swami Vivekananda.

Wir sollten niemals versuchen,
dem Weg eines anderen zu folgen,
denn es ist sein Weg und nicht der unsrige.

Hast du erst deinen Weg gefunden,
brauchst du nichts weiter zu tun,
als die Hände in den Schoß zu legen
und dich von der Flutwelle zur Befreiung
tragen zu lassen.

Hast du ihn gefunden,
so dentferne dich niemals wieder von ihm.
Dein Weg ist der beste für dich,
aber er ist nicht unbedingt der beste für andere.
Liebe Grüße
Anne S.
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Ich weiß nicht genau, welchen Anspruch Dein Thema, liebe Anne, stellt. Für mich gibt es einige Methoden, die für jeden Weg von Vorteil sind.

Ich habe in den letzten Jahren etwas gelernt, was sich schleichend entwickelte. Hier im Gartenmarkt war ein Mitarbeiter, der eine komische Resonanz bei mir erzeugte. Er war verschlossen, seine Miene drückte mir etwas Befremdliches aus. Ich wendete mich ab von ihm, da waren ja noch die anderen, die Freundlichen, die mich stets herzlich begrüßten. Vor ein paar Wochen mußte ich auf meinem Fahrrad einen größeren Gegenstand auf dem Gepäckträger befestigen unde mühte mich leidlich ab. Wer kam und half - mein Ungeliebter. Ein paar Tage später ging ich auf ihn zu, gab ihm die Hand und sagte: es tut mir leid, ich hatte sie ganz falsch eingeschätzt.

Will damit sagen: mein Weg führte dahin, mich ehrlich mit MIR auseinanderszusetzen, und mich in Ordnung zu bringen. Das Prinzip für mich lautet: Hinwendung gleich Zuwendung - Klärung gleich Reinigung.

Hier wurde ja schon häufiger über das "Verdrängen" gesprochen, und manchmal hatte ich das Gefühl, ich würde als ein Verdränger angesehen, weil ich nicht entgifte. Ich entgifte auch, meine Seele. Das ist mein Zuhause, dort achte ich peinlichst auf Sauberkeit.

Auch liebe Grüße von Wolfgang
 
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25.07.05
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Hallo

Ja, ich sehe das auch so wie im Gedicht von Anne.
Jeder hat einen eigenen Weg. Und es kann nur seiner sein wenn er ihn sich selber ausgesucht, selber erlebt und selber bewältigt hat.
Kommt auch nur irgendeiner auf den Gedanken sich in diesen Weg einzumischen oder gar ihn zu beeinflussen, dann ist es schon nicht mehr mein Weg. Mein Weg wird für mich durch meine Erfahrungen durch mein erleben nd durch meine Bewältigung erst zu meinemWeg.

L.G. Klaudia
 
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...wären da nicht all die netten Menschen, die es ja nur gut mit einem meinen und meist kurz bevor man wieder mal auf die Nase fällt ungebeten auf der Bildflädche erscheinen.

Was ist es? Vielleicht vertraut man ihren Ratschlägen mehr als dem eigenen Gefühl und verlässt dadurch seinen ganz ur-eigenen, individuellen (unteilbaren) Weg?

Die es gut Meinen und jene die einem gut SIND verhalten sich wie Quantität zu Qualität! (...ist meine persönliche Erfahrung).

Herzlichst - Phil
 
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Klar es unendlich viele Wege, aber die meisten führen nicht an dasselbe Ziel und nicht jedes Ziel wird so sein, wie man es sich erhofft hat, als man den Weg ging.
Bsp: Es gibt auch den Weg bei Karies sich den Mund mit 20 Amalgan-Füllungen auszustatten und weiter Zucker in massen zu Essen.
Denke wir alle hier wissen, dass dies nicht ein guter Weg ist.
Wie wirkt da der Satz eines Dritten auf Euch, der zu demjenigen sagt "Dein Weg ist der beste für dich? nach dem Motto fahre so weiter.
 
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Grüss euch,
schon mal was von Co-Evolution gehört? So findet die Kartoffel, sie sei wirklich gscheit, da sie den Menschen dazu bezutzt habe, sich über den ganzen Planeten zu verbreiten.

Welches ist der richtige Weg? Tut mir leid, es gibt ihn nicht! Es gibt immer einen passenden und einen unpassenden Weg, einen mühsameren und einen leichteren, einen lägeren und einen kürzeren. Es gibt ja auch keinen falschen Schlüssel, nur einen passenden oder eben nicht passenden. Das sind vielleicht kleine, aber aus energetischer Sicht wichtige Unterschiede.

Wie anderswo bereits angemerkt: das Entscheidende ist, das Passende zum passenden Zeitpunkt zu tun. Und die das schon erlebt haben wissen, dann geht alles fast wie von selbst, mit kleinstem Kraftaufwand.

Wenn Gott das Allganze ist, kann keiner verloren gehen und so findet früher oder später nach hause... So als kleines Trösterchen auf den Weg.

Mein Weg? Immer der, der gerade passt!

Herzlichst - Philippe

PS. Der Weisheit ist es völlig egal wie du sie erreichst!
 
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02.05.06
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hi ihr,
jedem versucht den weg zu gehen die gut ist für ihm.
oder jetzt für andren dieser weg völlig unlogisch aussieht oder nicht,für diejenige ist es das ins moment.
wenn es hinterher dan den nicht richtige wahr,hat derjenige davon gelernt für sein bewusstsein.
und ist im ende dan doch ein richtige weg gewesen weil er oder sie dadürch ein bischen näher zu sein selbst gekommen ist.
liebe grüss soul
 
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19.03.06
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Es gibt unzählige von Wegen.

Es gibt unzählige Wege, Probleme zu lösen. Welche davon für mich die richtigen sind, erfahre ich durch ausprobieren immer wieder.

Es gibt unzählige Wege sein Leben zu gestalten. Auf welchen ich mich am wohlsten fühle, auf welchen ich am weitesten komme, welcher "Weg im Moment für mich richtig ist", sehe ich durch Erfahrung (ausprobieren, Versuch und Irrtum etc.).

Es gibt unzählige Spirituelle Wege und ich entscheide welchen ich gehe. Und ob ich den "Weg wechsle" usw.

DEN Weg und den allgemein "richtigen Weg" gibt es nach meiner Meinung nicht. Es gibt sicher einige Menschen, die Glauben, im Besitz der Wahrheit zu sein, die für alle gilt. Schön für sie.
Nicht so schön für andere, wenn die Toleranz nicht da ist, anderen ihren Weg zuzugestehen.

Herzliche Grüße
von
León
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Heute ist ein besonderer Tag für mich - ein Tag der Dankbarkeit. Ich bin gerade erfüllt von den vielen Menschen hier, die sich sehr lebendig und von Herzen mit ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen einbringen: ein kostbarer Schatz.

Viele haben den Weg in unser Forum gefunden, sind dabei geblieben, um Rat zu geben und Rat zu erbitten. Klar, gestritten werden muß auch mal, auch mal heftiger, wenn es um grunsätzliche Fragen des Lebens geht. Kontroversen bringen schließlich auch Konflikte ans Licht, helfen bei der suche nach verborgenen Ursachen.

Soullove (Hei!) hat mir etwas schönes geschrieben:

wenn es hinterher dan den nicht richtige wahr,hat derjenige davon gelernt für sein bewusstsein.
und ist im ende dan doch ein richtige weg gewesen weil er oder sie dadurch ein bischen näher zu sein selbst gekommen ist.


Darin verbirgt sich eine tiefe Weisheit, so empfinde ich es jedenfalls:

... und am Ende ist es dann doch der richtige Weg gewesen

Wie oft ging es mir in meinem Leben so - ein Ereignis zwang mich zum Handeln, Ergebnisse wurden mir serviert, die ich nicht bestellt hatte und das Gegenteil von dem waren, was ich erwartete. Nach einiger Zeit stellte sich heraus: genau, so mußte es laufen, damit am Ende die Rechnung aufgeht. Als ich dieses Phänomen lange genug wahrgenommen hatte, legte sich in meinem Inneren irgenein Hebel um, der verhinderte, jedes Detail einer Sinnfrage zu unterziehen - denn ich "wußte" ja: es braucht nur ein bißchen Zeit, bis sich die Richtigkeit und auch Notwendigkeit gewisser Schwierigkeiten offenbaren und ich sie erkennen würde.

Die Konsequenz aus meiner Wahrnehmung ist auf eine Weise fatal: ich gehe den richtigen Weg! Und die zwingende Schlußfolgerung daraus klingt noch ein bißchen verrückter: ich kann gar keinen falschen Weg gehen! Denn alles, was andere als falsch oder schlecht bewerten, war für mich der einzig gangbare Weg - eben MEIN Weg.

Vielleicht war das ein bißchen tütelig, besser konnte ich es aber im Moment nicht - für mich war es der richtige Weg, Euch meine Gedanken spontan mitzuteilen.

Einen Abend mit dem guten Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, wünscht allen Wolfgang
 
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14.01.04
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Es gibt unzählige Wege, das ist klar. Aber seid wann fährt man einfach darauf lso, nach diesem Motto?
Einige Wege führen in den Abgrund und wenn man darauf fährt, erkennt man duies oft nicht. Einige wege sehen schrecklich aus, aber das Ziel ist wunderbar.
Aber einfach fahren so nach dem motto alles wird gut, finde ich sehr naiv.
 
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19.03.06
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MY WAY:)

gesungen von Frank Sinatra

And now, the end is here
And so I face the final curtain
My friend, I'll say it clear
I'll state my case, of which I'm certain
I've lived a life that's full
I traveled each and ev'ry highway
And more, much more than this, I did it my way

Regrets, I've had a few
But then again, too few to mention
I did what I had to do and saw it through without exemption
I planned each charted course, each careful step along the byway
And more, much more than this, I did it my way

Yes, there were times, I'm sure you knew
When I bit off more than I could chew
But through it all, when there was doubt
I ate it up and spit it out
I faced it all and I stood tall and did it my way

I've loved, I've laughed and cried
I've had my fill, my share of losing
And now, as tears subside, I find it all so amusing
To think I did all that
And may I say, not in a shy way,
"Oh, no, oh, no, not me, I did it my way"

For what is a man, what has he got?
If not himself, then he has naught
To say the things he truly feels and not the words of one who kneels
The record shows I took the blows and did it my way!



Yes, it was my way
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Welcher Weg ist der richtige?

Für mich, lieber Beat, gibt es zwei ganz verschiedene Bewußtseinszustände.

Der eine ist Unsicherheit: wer bin ich?, wo komme ich her?, wo gehe ich hin? Das Orientieren kann neurotische Züge annehmen, Menschen rennen dann wie aufgescheuchte Hühner durchs Leben.

Das andere Bewußtsein ist Vertrauen, und folgend daraus die Erkenntnis:

ich bin auf dem Weg, und wenn ich meinem Leben Wert und Sinn beimesse, kann ich auf keinem verkehrten Weg sein.

Was Du als "Naiv" empfindest, empfinde ich als: Werdet wie die Kinder, die vertrauensvoll sich dem Leben hingeben.

Beste Grüße an Dich von Wolfgang
 
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14.01.04
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Hallo Wolfgang

Der eine ist Unsicherheit: wer bin ich?, wo komme ich her?, wo gehe ich hin? Das Orientieren kann neurotische Züge annehmen, Menschen rennen dann wie aufgescheuchte Hühner durchs Leben.
Dir da voll zustimme, aber auch das wort "kann" betone.
Viel häufiger ist aber dabei, dass man sich Sachen zusammenmixt die sich widersprechen. Bsp: Man glaubt an die Evolution, dass dank der wir leben, aber gleichzeitig verurteilt man dass Schwächere getötet werden. Dass nur durch das töten der Schwächeren wir eviolutionsmässig bestehen könnenn (wenn man an die evolution glaubt), geht da gerne vergessen.

Das andere Bewußtsein ist Vertrauen, und folgend daraus die Erkenntnis:
Auch da Dir voll zustimme. Aber dass vertrauen soll dem gebühren der es verdient. Es gibt oft eine Situation, bei dem alles völlig anders sein wird, wenn man dem A statt dem B vertraut, egal jetzt ob A und B ein Mensch, eine Philosophie, religion, oder was auch immer ist.

Werdet wie die Kinder, die vertrauensvoll sich dem Leben hingeben.
Werdet wie die Kinder, die erstens noch sachen sehen und verstehen, die wir nicht mehr sehen oder dank unserem beschränkten Verstand verstehen (wollen) und zweitens wie Kinder, die Ihrem guten Vater oder Mutter vertrauen. Letzteres kann man auch geistig anwenden, wie es in der bibel steht
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Welcher Weg ist der richtige

Dein Hinweis, lieber Beat, das "Kann" zu betonen, jawoll - ich kann ja ganz gut mit Hervorhebungen umgehen. Wenn Du sagst:

... iel häufiger ist aber dabei, dass man sich Sachen zusammenmixt die sich widersprechen.

... bist Du schon bei den Ursachen gelandet. Für mich ist eine der Ursachen für Verwirrung, daß Menschen die Bibel nur mit Hilfe des Heiligen Geistes verstehen können. Wie soll man sich denn eine "Heile Welt" konstruieren ohne eine liebevolle Begleitung?

"Gottes" Wege sind unergründlich. Warum ist das so? Laut Bibel legte Gott einen Fluch über die Menschen (Frauen müssen unter Schmerzen gebären)Wäre der Mensch nicht besser beraten gewesen mit einer klaren Aussage darüber, wie er und die Welt funktioniert?

Nach meiner Auffassung, ich möchte das hier einmal sehr deutlich aussprechen, sind Gott und Mensch nicht voneinander getrennt - insofern braucht es eben keine Entscheidung für Gott, nur eine Entscheidung für ein Leben in Liebe. Dann ergibt sich der weitere Weg ganz von selber.

Gruß Wolfgang
 
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25.01.05
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Grüss euch,

könnte es sein - inspiriert durch den Spruch: Als der Mensch zu vergessen begann, erfand er die Schrift - dass matriarchalische Kulturen es nicht für notwendig hielten aufzuschreiben, was man ja jederzeit und ganz besonders zu bestimmten Zeitpunkten erfühlen und wahrnehmen konnte? Ohne Sprache keine Buchhaltung, keine Gesetze, keine Vorschriften, hingegen Bräuche und Rituale und Geschichten.

Es ist mir kein einziges der Dicken Bücher ob hinter-, vorder-, über- oder unterorientalischen Ursprungs bekannt, das von einer matriarchalischen Kultur hervorgebracht worden ist.

Aus geomantischer Sicht ist das Weibliche lebensspendend, das Männliche auflösend. Daher ist die Jagd, das Töten, das Kämpfen eine Angelegenheit der Männer. Mit dem Aufkommen des Patriarchats, könnte das rationale Element überhand genommen und zur Entwicklung der Schrift geführt haben.

Hat man erstmals die Schrift erfunden, dann wird man diese auch Einsetzen wollen, und dafür auch die Bedürfnisse schaffen. Zum einen gibt es ab da die Eingeweihten, die lesen und schreiben können, und die, die keinen Zugang zum geschriebenen Wort haben und sich anhören müssen, was da drinnen steht. Dabei entdeckt man, dass man ein Mittel in den Händen hält, die anderen manipulieren zu können. Und als jene mit etwas gesundem Menschenverstand rebellieren, droht man ihnen ewige Verdammnis an, und damit es noch ein bisschen eindrücklicher wirkt, wird aus dem liebenden Schöpfergott ein rächender, richtender, strafender Gott. Nun wird es auch wichtig, dass der Teil der Menschen, der eher emotionale Eigenschaften hat in dieses Schema integriert wird und beherrscht werden kann. Dafür kommen weitere Vorschriften dazu, die die natürlichen Prozesse der Frau als etwas Niederes und Unreines deklarieren, damit Schuld und Minderwertigkeit implementieren.

Interessant an matriarchalischen Gesellschaften ist, dass diese weit weniger gewalttätig sind, eine andere Streitkultur kennen, es nicht drauf an kommt wer der Vater ist, hingegen sehr wer die Mutter, Männer auswechselbar sind (Jagd, Krieg usw.) und dass sie keine Prositution kennen.

Und noch was, männlich dominierte Kulturen kennen keine spiralförmige Ornamentik, sie orientieren sich an kreuzförmigen.

Müsst einem doch zu denken geben. Liegen darin möglicherweise Ursachen von Krankheit vergborgen?

Weiterhin frohes begehen eines reicherfüllten und licht- und liebevollen Lebensweges wünsche ich uns allen - Phil
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Phil, ganz kurz nur - der Hund wartet schon - Du schießt wirklich einen Pfeil nach dem anderen ins Zentrum. Mit matriarchalischen Strukturen in der Geschichte habe ich mich schon intensiver beschäftigt - es gibt in der Psyche (als Abbild die Gehirnfunktion) ja eine Entsprechung.

Das ist ein Thema! Frage mich nur, ob es nicht langsam zu viel wird, was wir hier problematisieren - mir kommt es zu schnell vor. Überforderung kann mehr Schaden anrichten als eine Unterforderung.

Gruß Wolfgang - für mich sind Deine Beiträge ein großer Gewinn!
 
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02.05.06
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hi,
ein weg gehen sollte man tun ohne erwartungen,nur so ist man offen zu erfahren.
nachher kann man dan schneller alle negativ und positiv sehen.
es gibt kein weg mit nur gute oder slechte erfahrungen.
liebe grüss Soul
 
Themenstarter
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28.03.05
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Hallo,

ab alle díe durch diese Zeilen zum Nachdenken angeregt wurden.
Mich haben diese Worte irgendwie angesprochen und deshalb wollte ich ganz einfach andere daran teilhaben lassen.

Ich hatte das mit dem "richtigen Weg" für mich so interpretiert.
Gerade als Amalgamvergiftete wusst ich oft nie welchen Weg ich mit der Entgiftung gehen sollte. Jedem neuen Tipp, jedem neuen angepriesenen Mittelchen, jeder Therapie bin ich hinterhergerannt Hat der eine gesagt: "du musst dieses oder jenes probieren", ist mein Weg sofort wieder in die andere Richtung gegangen. Es hat einfach eine ganze Zeit gedauert bis ich kapiert hatte, welches jetzt für mich der richtige Weg ist und dass ich mich von diesem Weg dann nicht wieder abbringen lasse.

Liebe Grüße
Anne S.
 
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19.03.06
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Hallo, Phil,
eingangs möchte ich gerne mal sagen, dass ich Deine Beiträge immer gerne und mit Gewinn lese. Zum Einen profitiere ich inhaltlich, zum anderen schätze ich Deine Sprach- und Ausdruckskraft!

Bei allem Respekt vor dem Herrn Jensen möchte ich gerne ein paar Gedanken zu deinem Text äußern.


Interessant, dass du die Schriftlosigkeit der matriarchalen Kulturen ansprichst. Dies ist einer der Gründe dafür, dass wir heute nur wenige Kenntnisse über die (Festland)keltische Mytologie haben, ebenso über andere Wortkulturen, wie die finnische, sibirische, verschiedene slavische usw.
Selbst die "germanische" Mythologie wurde erst nach der Christianisierung, bzw. "Lateinisierung" (der Schrift), Ende des frühen, Anfang des hohen Mittelalters, in schriftlicher Form festgehalten (s. z.B. die Snorri - Edda). Die FUTHARK (Runenschrift mancher germanischer Stämme), war nicht dazu im Stande, komplexe Sachverhalte zu vermitteln. http://de.wikipedia.org/wiki/Runen.

Unter anderem durch das benediktinische und augustinische Mönchstum wurde sowohl der christliche Glaube als auch die lateinische Schrift in Europa verbreitet und ein "Zweikastensystem" geschaffen, das bis in die Neuzeit hinein wirkte: Die Literari und Iliterari.
Die Literari (über weite Strecken des Mittelalters hinweg war das die Geistlichkeit, bzw. die Gruppe der geistlich gebildeten. Selbst der Adel gehörte nur in geringem Umfang zur letzteren Gruppe.
Die Iliterari waren auf das gesprochene Wort angewiesen (wobei bis ins h12. Jahrhundert hinein der zermoniale, mystisch - magische Aspekt des Gottesdienstes im Vordergrund stand. Erst ab dem 13. Jahrhundert gewann der Wortgottesdienst innerhalb der römischen Messe an Bedeutung und wurde ab da zunehmend häfiger in der Landessprache abgehalten.
http://civis.tempus-vivit.net/hospitalis/biblio/messe.htm

Im hohen Mittelalter kam es übrigens, nach der "dunklen Zeit" des Frühmittelalters, zu einer (kurzfristigen) Aufwertung der Frau. Man denke an die (Hohe)Minne, die Minnelyrik (die allerdings arabischen Ursprungs ist und über Frankreich und Spanien nach Europa kam), heiligsprechung einer Vielzahl von Frauen, wie z.B. der Elisabeth von Thüringen, usw.
Mit dieser relativen "Aufwertung" war es allerdings nach dem 132. Jahrhundert schnell wieder vorbei. Man denke nur an die Ketzer- und die spätere Hexenverfolgungen, die gerade nach Aufkommen des Buchdruckes, in der Neuzeit, ihre schlimmsten Auswüchse zeigten. Man denke nur an den "Hexenhammer" (Spenger/ Institoris) und andere Machwerke. Aufklärerische Schriften, wie die des (m.e.) großartigen Pater Spee von Langenfeld ("Cautio Criminalis" - Der Hexenanwalt) oder die Bücher des westfälischen Dr. Weir/ Wier, drangen nur langsam durch.

Kurz gesagt, ich stimme Dir zu: Schriftlichkeit beinhaltet nicht nur Segen. Aber nun haben wir damit zu leben!
(Upps, das hat sich gereimt!)

Herzliche Grüße von Leòn
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Welcher Weg ist der richtige?

Viele kluge Beiträge, welches ist der richtige Weg, den Gewinn daraus zu ziehen?
Phil: Aus geomantischer Sicht ist das Weibliche lebensspendend, das Männliche auflösend.

Ein zentraler in meiner "Philosophie" ist das getrennt erscheinende Weibliche und Männliche - ausgehend von der Frage: warum machte die Schöpfung eine funda - mentale Unterscheidung? Ich sehe in jedem Kind den Versuch einer Integration der verschiedenen polaren Aspekte von Leben - nicht nur die Gene werden vermischt, auch die emotionalen und geistigen Aspekte von "Mann und Frau" mischen sich in der Erziehung. Mag das Ergebnis sein, daß das typisch weibliche und typisch männliche Element als Einzelrolle nicht mehr klar dominiert. Klar, es gibt noch den Macho, auch das "Weibchen", den Vamp - aber was ich vermehrt beobachte ist, daß bei Männern das weibliche Element und bei Frauen das männliche Element in eine Art "Neue Persönlichkeit" eingeflossen ist. Diese (zielgerichtete?) Entwicklung dauerte viele Generationen an - das Ergebnis (vielleicht) eine "Mentale Ganzheit". Ich glaube, das könnte auch ein ganz eigenes Thema werden - mit der Integrationsproblematik sind übrigens auch viele Ängste verbunden.

Auf dem Weg zu lernen, kürzere Beiträge zu schreiben, schließe ich jetzt, und komme auf die anderen Beiträge später zurück.

Für mich ist dieses Thema jetzt schon ein großer Gewinn.

Gruß Wolfgang
 
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