Welche Sucht ich besiegt habe

Themenstarter
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15.10.06
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Ihr Lieben.

Hier dürft ihr eure Erfolgsmeldungen posten!
Schreibt doch auf, welche Sucht ihr mit welcher Methode besiegt habt.
Wenn es um Alkohol oder Nikotin geht, dann sind Beiträge in diesen speziellen Rubriken angebracht.
Hier geht es eben um " diverse Süchte ".

Ich fange gleich an und oute mich als Ex - Schokoladesüchtige.
Mir selber war gar nie bewusst, dass ich Schokoladesüchtig bin.
Bis mir einmal ein Alkoholiker auf eine Predigt geantwortet hat:
" Weisst du was, wenn du eine Woche lang keine Schokolade isst, verzichte ich dafür eine Woche lang auf Alkohol! "
Man staune: BEIDE haben eine Woche lang durchgehalten!
Ich hatte keine Entzugserscheinungen, jedoch hatte ich in dieser Woche Kopfschmerzen, wie ich sie noch nie zuvor gehabt hatte.
Gut, nach dieser Woche ging man wieder zur Tagesordnung über, aber der Same war gesät.
Nach einigen Monaten wollte ich es noch einmal wissen:
Und tatsächlich! Schokoverzicht - übelste Kopfschmerzen!
Da hat's bei mir Klick gemacht...
Seither habe ich nur noch ganz dunkle Schokolade im Haus, wovon man sowieso nicht täglich naschen mag.
Und es klappt!
Also, ich freue mich auf weitere Berichte!
Liebe Grüsse, Sine
 

Lukas

Ich habe mit milchfreier, glutenfreier Schokolade keine Probleme.

Vielleicht liegt die "Sucht" bzw. liegen die "Entzugserscheinungen" beim Weglassen bei manchen anderen ja auch eher an der Milch oder dem Gluten (z.B. in Müsliriegeln, Waffeln etc.) und weniger am Kakao, also an der Schokolade selbst...

Die Aprikosen in Zartbitter aus dem dm sind lecker... und ganz besonders von Allos der Amaranth-Zartbitter-Schoko-Riegel aus dem Bioladen... :)

Leider sind die so lecker, dass man Mühe haben könnte, sich da zurückzuhalten... aber da die Sachen auch nicht gerade billig sind, komme ich kaum in einen "Übergenuss" davon.

Grüße
Lukas
 

Bei Suchtverhalten kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich mit einem Suchtverhalten (Medikamentensucht, Spielsucht, Wettsucht uvm.) aufhören möchte, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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oli

Naja, ich habe mal ziemlich viel geraucht:

- mit 14 das erste mal angefangen
- aufgehört mit 16
- dann wieder ein paar mal angefangen und aufgehört, wieder angefangen usw.

Seit 1.1.2004 bin ich komplett "clean" - ohne Rückfall, dafür esse ich wieder ziemlich gerne Süßigkeiten :D
 
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10.01.04
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Ich hatte keine Entzugserscheinungen, jedoch hatte ich in dieser Woche Kopfschmerzen, wie ich sie noch nie zuvor gehabt hatte.
@ Sine: das waren Entzugserscheinungen :eek:) . Beim Heilfasten treten Kopfschmerzen so gut wie immer am 3./4. oder spätestens 5 Tag auf und hören dann wieder auf. Starke Kaffeetrinker können ein Lied davon trinken.

Gruss,
Uta
 
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15.10.06
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Richtig, Uta!
Beim zweiten Versuch hat's ja dann Klick gemacht!
Und zwar sind solche Kopfschmerzen echt übel, das glaubt man kaum, wenn man es nicht selber erlebt hat...
:wave: Sine
 
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10.01.04
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Ich hatte nie Kopfschmerzen als Entzugssymptome, dafür aber fürchterliche Rückenschmerzen.
Da wäre eine Frage: kann man von den Entzugssymptomen auf das "Suchtmittel" schließen? So in der Art: ich bekomme beim Meiden von Kaffee Kopfschmerzen, er bekommt beim Meiden von Milch Rückenschmerzen? Das wäre echt interessant.

Gruss,
Uta
 
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15.10.06
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So rein gefühlsmässig würde ich sagen, dass dem so ist, Uta.
Ich behalte das mal im Hinterkopf, werde mich schlau machen dazu.
Aber bei Schokolade zum Beispiel müsste man tatsächlich dann herausfinden, ob es wirklich der Kakao war...
Was hast du denn für Süchte erfolgreich entzogen?
:wave: Sine
 
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05.10.05
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Ehe ich von meiner Fructoseintoleranz wusste, war ich ganz extrem süßsüchtig. Das Frühstück musste süß sein, beim Mittagessen musste es unbedingt mit einem Dessert enden. Abendbrot begeisterte mich nie so besonders. Und zwischendurch stand natürlich auch immer irgendwas Süßes da. Eigentlich war ich dauernd am (sü)naschen.
Da ich keine Gewichtsprobleme hatte, fand ich das auch in Ordnung.

Nach der FI-Diagnose hörte ich von von einen Tag auf den anderen auf. Es funktionierte prima, da ich wirklich auf Null Gramm Zucker/Tag gesenkt hatte. Als Ersatz nutzte ich ab und zu Steviosid.

Nach einem reichlichen Jahr fing ich wieder an auch Zucker zu probieren, stellte aber fest, dass die Sucht sofort wieder da ist, auch wenn man nur kleine Mengen isst. Also an normalen Tag bleibe ich inzwischen doch lieber wieder bei Null Gramm.

Ich esse jetzt aber mal vielleicht aller zwei Wochen mal ein kleines Stückchen Kuchen mit im Rahmen von Geburtstagsrunden o.ä.. Kaufen würde ich mir so was aber nicht mehr. Ich komme einfach zu schlecht wieder los davon. Vielleicht aller zwei Wochen gönne ich mir mal eine Rolle Traubenzucker, wenn ich vor dem Sport etwas brauche. Den Suchtcharakter hat es jedenfalls verloren.

Die Schokoladensucht kenne ich aber auch. Ich habe Anfang des letzten Jahres mal wieder recht großzügig diesem Bedürfnis nachgegeben, als ich feststellte, dass ich mich schon nach wenigen Stücken total fitt und hellwach fühlte. Nach ca drei Monaten war der Effekt aber dahin (ich war inzwischen bei ca 80 Gramm Schokolade pro Tag trotz FI :mad: ) und habe dann wieder einen Totalausstieg praktiziert. Wenn es mich schon leider nicht mehr wach machte, wollte ich meinen Körper nicht auch noch mit dem Zucker stressen.

Anne
 
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15.10.06
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Hallo Anne.
Hattest du denn Entzugserscheinungen, als du von einem Tag auf den anderen den Zuckerkonsum gestoppt hast?
In einem früheren Thread hast du mal die Frage aufgeworfen, ob man Musiksüchtig sein kann, das fand ich ganz interessant.
Ist im Moment nicht aktuell bei mir, aber habe ich auch schon beobachtet.
Wobei ich eigentlich ganz gerne ab und zu musiksüchtig bin, wenn ich's denn bin :bang:
Auf jeden Fall haben sich andere Menschen auch schon Gedanken dazu gemacht:
Musik http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/64851,0.html
Liebe Grüsse, Sine
 
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05.10.05
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Hallo Sine,

na so in dem Sinne musiksüchtig wie in dem Link bin ich wohl nicht. Aber ich kann mich in Musik so hinein vertiefen, dass ich alles um mich rum vergessen kann.
Weil mir Musik aber sehr wichtig ist, habe ich mal hier was dazu geschrieben.

zum Zuckerkonsum:

Als ich Anfang 2005 mit der FI-Diät begann und damit auch den Zucker verschwinden lies, ging es mir bestimmt drei Monate phantastisch. Ich war munter und leistungsfähig wie nie zuvor. Dann wurde es aber schlechter, was aber alle möglichen Ursachen haben kann. Jetzt stelle ich fest, dass mich das gelegentliche Stück Kuchen munter macht. Da Zucker mir aber auf andere Weise schadet, gibts trotzdem kaum welchen. Außerdem hält die Wunderwirkung auch nicht lange an (siehe der Schokoversuch)

Viele Grüße Anne
 
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15.10.06
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Ich habe einen Artikel gefunden zum Thema Zuckersucht, angehängt ist auch noch die Sucht nach Kaffee.
Es lohnt sich, den Artikel durchzulesen, gut geschrieben und in eine originelle " Schöpfungsgeschichte " verpackt.
http://www.drogen-buch.de/index.html?teil38.htm
Ein nicht unwesentlicher Faktor wird angesprochen:
Ein Süchtiger, der sich erfolgreich von einer illegalen Droge lösen konnte, wird oft einer anderen Sucht zum Opfer fallen, aber halt " legal ", wie zum Beispiel Zucker...
Überall einfach zu bekommen und keine Polizei auf den Fersen...
Liebe Grüsse, Sine
 
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28.09.05
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Die Aprikosen in Zartbitter aus dem dm sind lecker... und ganz besonders von Allos der Amaranth-Zartbitter-Schoko-Riegel aus dem Bioladen... :)

hallo lukas,

kennst du chili - zartbitter - schokolade?

köstlich! *kiss*

der absolute hammer!

liebe grüsse von shelley :lolli:
 

Horaz

in memoriam
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05.10.06
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Ein mitfühlender Gruss an alle Suchtgefährdeten!

Ich gestehe es, auch ich war schwer zuckersüchtig. In einem Chat hatte ich einmal erzählt, dass ich nachts durch`s ganze Haus schlich, auf der Suche nach Süßem. Wenn ich ein Stück Schokolade fand, verschlang ich es, wenn ich nichts dergleichen entdeckte, musste auch schon mal ein Glas Marmelade d`ran glauben. Schließlich beschäftigte ich mich mit dem Thema und las, was Zucker gesundheitlich alles anrichtet. Danach kam der Haushaltszucker (auch der braune) vollständig auf den Index. Für Notfälle besorgte ich mir Imkerhonig (wenigstens etwas gesünder) - und ich entdeckte Stevia, das süsse und gesunde Wunderkraut.

Inzwischen ist meine Zuckersucht nicht nur Vergangenheit; ich kann mir sogar erlauben, hin und wieder ein Stück Kuchen zu essen (wenn ich sonst eine bemühte Hausfrau kränken würde), ohne Suchtanfälle befürchten zu müssen. Ich habe eine ähnliche Erfahrung mit meiner ehemaligen Nikotinsucht gemacht. Ich habe mit dem Rauchen aufgehört und darf mir trotzdem erlauben, zu besonderen Anlässen (2 bis 3 mal im Jahr) genußvoll eine Zigarette zu rauchen, ohne das Bedürfnis zu entwickeln, danach wieder regelmäßig rauchen zu wollen. Wenn ich auf allen Ebenen beschlossen habe, etwas nicht mehr zu tun, ist der Suchtcharakter des verwendeten Stoffes auf gehemnisvolle Weise verschwunden.

Liebe Grüsse, Horaz
 
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28.09.05
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hallo horaz,

du erinnerst mich daran, wie lecker es ist, marmelade oder konfitüre auszuschlecken.
besondere marmelade favoriten:
kirsche, quitten gelée und auch orange.
ganz spezielle konfitüren:
ingwer-zitrone-gelée, mandarine, kürbis-orange mit ingwer, kiwi oder bitter-orange

oder wenn wir schon dabei sind:

schlehen-, birke- oder sanddornsirup, passionsfrucht-mango-sirup, grüne zitrone-kaktus-sirup, granatapfelsirup oder himmbeer-kiwi-eistee oder lotus-weisser-eistee.

also falls mal die zartbitterschokolade alle sein sollte und die sauren erdbeerstreifchen zu sauer werden.

liebe verschleckte grüsschen von shelley :lolli:
 
Themenstarter
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15.10.06
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Leute, ich bin stolz auf mich!
Ich habe ja schon gebeichtet, dass ich süchtig nach Schokolade war.
Schamhaft habe ich unterschlagen, dass ich jeweils an Weihnachten und Ostern einen Rückfall erlitten habe.:eek:)
Das war immer wieder ein Stück Arbeit, um auf den Pfad der Tugend zurückzufinden.
Nun ist auch das Geschichte.
Ich habe diese Weihnachten und Ostern locker an den Verführungen vorbeigehen können, ich geniesse ab und zu Schokolade und habe ein entspanntes Verhältnis dazu!
Wer hat auch ein Erfolgserlebnis vorzuweisen?
Liebe Grüsse, Sine
 
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22.02.07
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Also ich hatte bei der Bekämpfung meiner Sucht die "Begegnung der Dritten Art". Ich hatte recht viel geraucht und aufgrund einer Erkrankung in den letzten Monaten immer mit einem schlechten Gewissen. Ich versuchte in Folge unglaubliche viele Möglichkeiten mich von dieser Sucht zu befreien... ich ließ mir von einem Heilpraktiker die Ohren blitzeblau stechen... mit Erfolgsgarantie... nach 4 Wochen wurde ich wieder schwach und hätte nochmals eine erneute Behandlung kostenlos angehen können... jedoch die Ohren hatten 2 Wochen zum ausheilen gebraucht, das wollte ich mir nicht wirklich antun. Dann versuchte ich es mit Pflaster, mit Nikotinkaugummi - eine gruselige, scharfe Variante, mit diesen komischen Zigarettenspitzen die angeblich die Schadstoffe rausfiltern... aber mir ging`s trotzdem noch schlecht. Irgendwann dachte ich nur noch: "Ach Gott, Mädel, du bist soooo schwach, so inkonsequent, gib`s auf" und ich gab den Versuch auf.
Irgendwann - ich rauchte mittlerweile wieder munter 1 Packung täglich, wenn auch die Leichten - feierte mein bester Freund eine Party. Ich genoß die leckere Schlammbowle unterhielt mich glänzend, als mir, gerade als ich eine neue Zigarette angezündet hatte, eine tiefe, dunkle Stimme wie ein Blitz in mein Gehirn eindrang und zu mir wortwörtlich sagte: "Warum rauchst du Arschloch eigentlich noch?" Danach mußte ich wie ferngesteuert meine Zigarette ausmachen, erklärte meinen Freunden, dass das meine letzte Zigarette gewesen sei (das Gelächter war natürlich groß), dann fiel auf einmal alle Energie von mir ab und ich wäre fast vom Stuhl gefallen, ich war unglaublich müde und mein Freund legte mich in sein Bett. Nach zwei Stunden erwachte ich wieder mit dem Gedanken, dass etwas ganz Besonderes passiert ist. Ich verabschiedete mich von meinen Freunden und machte mich zu Fuß auf den Heimweg. Ich kann mich an kaum ein Glücksgefühl erinnern, dass diesem Gefühl gleichkommt, was ich auf diesem Weg nach Hause empfand. Es war einfach dieses tiefe Wissen, dass im Leben alles möglich ist und dass mir immer Hilfe zukommen wird. Es war wirklich unbeschreiblich. Das ist jetzt ca. 13 Jahre her...

Für mich ist dieses Erlebnis bis heute einfach unerklärlich, aber auch als einzigartiges Glücksgefühl im Gedächtnis geblieben.

Tatsächlich würde ich dieses Erlebnis jedem Süchtigen wünschen.

Liebe Grüße

Chiara
 
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18.12.06
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WO IST DIESE STIMME, Chiara?


ich rauche jenseits der 80 täglich, ich bräuchte wahrscheinlich einen kanon der mir in´s ohr brüllt, um einen ähnlichen erfolg zu haben, aber die stimme wär schon mal ein anfang.

wenn sie dir wieder was zuflüstert denk an mich und schick sie doch bei mir vorbei.

oder bin ich taub auf den ohren, denn mich beschleicht das gefühl ich hätte da auch schon das eine oder andere mal so ein stimmchen wahrgenommen, kam irgendwie tief aus meinem inneren, aber ich denke ich konnte sie nicht wirklich verstehen, weil ich nicht hingehört habe.

ich verspreche besserung und werde das nächste mal meine ohren ganz weit aufsperren, bin gespannt was ich dann vernehme.


grüße
richter
 
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18.12.06
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ja ich weiß, pius!

aber hier gilt wahrscheinlich ähnliches wie mit dem propheten: der gilt auch nichts im eigenen land.

grüße
richter
 
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