Das Beste wäre, wenn du Borax in reinem Wasser (Osmosewasser) löst. Auch bei Leitungswasser (dH=15) bleibt häufig ein Niederschlag (Kalzium mit Borax) übrig. Bei gekochtem und wieder abgekühltem Leitungswasser setzt sich der Kalk als Kalkstein im Teekessel/Wasserkocher ab, so dass du dieses Wasser zum Lösen von Borax in einer Glasflasche mit einem neutralen Deckel (kein Metall) nutzen kannst.
In der Zwischenzeit habe ich beide Varianten ausprobiert und möchte über die Ergebnisse informieren:
1. mit Leitungswasser
1 Teelöffel Borax wurde in eine Glasflasche gegeben und mit einem Liter abgekochtem handwarmen Leitungswasser aufgefüllt und mehrere Tage regelmäßig geschüttelt. Es bildete sich ein Satz, der auch heute noch nach 10 Wochen vorhanden ist. Offensichtlich hat das Borax mit dem Kalk aus dem Leitungswasser einen Komplex gebildet, der sich nicht auflöst. Das Wasser selbst schmeckt nach Borax und kann auch genutzt werden. Lediglich die Konzentration von Borax ist etwas geringer, da sich ein kleiner Teil vom Borax im Niederschlag befindet.
2. mit Reinwasser
Da ich keine Osmoseanlage habe, habe ich Reinwasser bei eBay bestellt und analog zum ersten Punkt einen Teelöffel Borax mit einem Liter Reinwasser bei Zimmertemperatur übergossen. Bereits nach 10 Stunden hat sich das Borax komplett und rückstandsfrei aufgelöst. Es scheint sogar besser zu schmecken als die Lösung gemäß Punkt 1.
Destilliertes Wasser aus der Apotheke ist schwierig zu bekommen, da es nur wenige Apotheken gibt, die es anbieten. Deionisiertes Wasser (fürs Dampfbügeleisen und den Bleiakku im Auto) sollte man auch nicht zum Trinken benutzten.
Man kann also Leitungswasser benutzen, um eine wirksame Boraxlösung herzustellen. Je nach der Härte des Wassers bildet sich ein Bodensatz, der nicht stört, den man aber auch nicht mit trinken sollte.
Besser ist reines Wasser (Osmosewasser, Reinwasser, destilliertes Wasser) zu nehmen, da sich das Borax vollständig auflöst und deren Konzentration man ausrechnen könnte. Das auszurechenen erscheint mir aber nicht wichtig zu sein, da die Konzentration durch die beschriebene Prozedur (1 Teelöffel Borax zu einem Liter Wasser) ausreichend bestimmt ist und von jedem Interessenten wiederholt werden kann.