Untersuchung zur Quecksilberbelastung prämiert

Anne B.

Ja, wirklich total übel, diese Studie.

*kotz*

Arme Forschung! Was für ein Armuts-Zeugnis!
 

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oli

Der teilnehmende Dr.Schiele ist auch auf den Seiten des TC zu finden.

Schätze mal, dass diese Arbeitsmediziner nicht von den Härten der Gesundheitsreform betroffen sind (bei dem Nebenverdienst von der Industrie).

Den hippokratischen Eid mit Füßen tretend, entwerfen sie falsche Untersuchungsdesigns (es ist bekannt, dass HG hauptsächlich langfristige Schäden verursacht), untersuchen nicht die entsprechenden Parameter (GST, Nierentumormarker ...) und betreiben regelrecht Gehirnwäsche.

Statt dessen werden Pommes (Acrylamid), Zimtsterne (Cumarin), Charakter ("psychosomatisch") und andere Sündenböcke als Schuldige benannt, wenn es um unsere miserable "Volksgesundheit" geht.

Deutschland hat die teuerste Gerätemedizin und höchste Ärztedichte, und wir siechen vor uns hin. Da kann doch was nicht stimmen.

Seitdem ich mir mal die Details des Holzschutzmittelprozess (Bayer/Desowag) durchgelesen habe, halte ich alles für möglich !
 

u.s.

Von Schiele (und auch Halbach) habe ich vorhin einige Berichte in den sogenannten "Zahnärztlichen Mitteilungen" von 1989 und 1990 gelesen. Habe mir diese extra aus dem Magazin der Bibliothek holen lassen, um mal nachvollziehen zu können, wie die damalige Diskussion um Amalgam ablief. Insgesamt kann man ziemlich eindeutig ablesen, wie die Gefahr von Amalgam durch Schiele heruntergespielt wurde. Vergiftungen seien Daunderers belegte und exakt gemessene Fälle nicht gewesen, sondern lediglich "Belastungen". Was der Unterschied sei, sagt er nicht. Schiele selbst streitet gar nicht ab, dass erhebliche Mengen Quecksilber aus Amalgam in den Körper gelangen, für ihn seien diese aber eben nicht erheblich. Daunderer wirft er methodische Fehler vor, ohne diese aber sinnvoll zu begründen. Selbst verwechselt Schiele bei seiner Argumentation Fälle mit und ohne Messung der Giftausscheidung durch DMPS. Er sagt, mit DMPS seien nur einmalig hohe Werte messbar, dann aber größtenteils aus dem Körper - völliger Unsinn, da selbst mit DMPS nur noch bis zu 4 % des Quecksilbers aus dem Nervensystem ausgeschieden werden können. Im Nervensystem wurde von Toxikologen auch Queclksilber gefunden, das aber im Normalbereich lag...ich denke jedem dürfte klar sein, dass gerade im Nervensystem überhaupt gar kein Quecksilber sein darf - es kann nämlich durch seine hohe Fettlöslichkeit die Blut-Hirn-Schranke durchdringen. Eine Einlagerung von Quecksilber im Gehirn streitet Schiele ab - komisch, dass er es im Rückenmark findet, aber nicht 1 und 1 zusammenzählen kann. Messungen an speziellen Organen, wieviel Metalle sich tatsächlich darin befinden legt er nicht vor. Ich kann jedem/r nur empfehlen, sich das durchzulesen - man lernt dabei schnell, wie "Wissenschaft" heute leider funktioniert.

(Schiele hatte selbst etliche Amalgamfüllungen...)

ciao
 
Themenstarter
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........ja warum hat dann wohl der "liebe Herr Schiele" seine Amalgamfüllungen entfernen lassen, wenn sie doch so ungefährlich sind, das müsste man ihn direkt einmal fragen?

Ich hätte so was früher in meiner "naiven Verblendung" nie geglaubt, dass solche angebliche "angesehene Menschen der Gesellschaft" weder Gewissen noch Moral besitzen. Aber die Tatsachen sagen ja wirklich etwas anderes.
Es gibt soviel ernst zu nehmende warnende Stimmen.

http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-9658.html

Liebe Grüße
Anne S.
 

Anne B.

........ja warum hat dann wohl der "liebe Herr Schiele" seine Amalgamfüllungen entfernen lassen, wenn sie doch so ungefährlich sind, das müsste man ihn direkt einmal fragen?

Ich glaube wir kriegen keine vernünftige Antwort darauf.
Aber ich habe eine Vermutung:

Anne, vielleicht war ihm einfach die Amalgam-Blocker-Zahnpasta zu teuer :D ?

Lest mal folgendes:

Zähneputzen setzt Quecksilber frei
Umweltbundesamt sieht keine Gefahr


Nächtliches Zähneknirschen, intensives Kaugummikauen und Zähneputzen kann mehreren Studien zufolge vorübergehend verstärkt Quecksilber aus Amalgamplomben freisetzen. Sowohl Prof. Rainer Schiele von der Universität Jena als auch das Umweltbundesamt sehen jedoch auf Grund der insgesamt geringen Mengen keine relevante gesundheitliche Gefahr für die Normalbevölkerung. Inwieweit die Wahl der Zahnpasta die Freisetzung beeinflusst, hat ein Team um Arbeitsmediziner Schiele nun untersucht.

Nach dem Zähneputzen mit Standardzahncremes steige die Quecksilberkonzentration in der Mundluft bei Plombenträgern kurzzeitig durchschnittlich auf das Zwei- bis Dreifache an, schreibt Schiele in den Zahnärztlichen Mitteilungen (1999, Nr.20). Sie gehe jedoch innerhalb von etwa einer Stunde wieder auf den Ausgangswert zurück. Das Zähneputzen erhöht damit die tagesübliche Aufnahme von Quecksilber aus Plomben nach Schätzungen des Arbeitsmediziners um maximal zehn Prozent. Die Gesamtaufnahme sei jedoch so gering, das sie nach wissenschaftlicher Lehrmeinung gesundheitlich nicht ins Gewicht falle.

Von den 19 untersuchten Produkten setzten Sensitiv- und Kinderzahncremes, die beide relativ wenig Schleifmittel enthalten, am wenigsten Quecksilber in den Speichel frei. Die Werte im Speichel sind jedoch nach Meinung der meisten Forscher zu vernachlässigen, da Quecksilber vor allem über die Lunge aufgenommen werde. In der Mundluft hatte Schiele jedoch keine größeren Unterschiede zwischen den Zahncremes festgestellt.

Entgegen der Angaben eines Toxikologen hat Schiele bei der Studie noch nicht die als «Amalgam-Blocker» vorgestellte Zahncreme des Tübinger Herstellers «Wema Umweltforschung» geprüft. Nach Unternehmens-Angaben setzt die Zahncreme auf Grund der Form und geringen Größe ihrer Putzkörper weniger Quecksilber frei als andere Produkte. Dies habe ein unabhängiges Gutachten bestätigt. Ein nicht näher bezeichneter Komplexbildner verhindere zudem die Aufnahme der Quecksilberionen in nennenswerten Mengen über die Mundschleimhaut oder den Magen-Darm-Trakt, berichtete Wema-Geschäftsführer Karl-Heinz Maier. Sie eigne sich besonders für Risikogruppen, etwa Quecksilberallergiker.
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/02466/index.html

:)
 

oli

Schön, Ulf, dass Du "Wissenschaft" in Anführungszeichen geschrieben hast :D

Ich schrieb ja auch öfter schon, dass ich der ganzen Wissenschaft kritisch gegenüber stehe, weil ich Methodologie in der Uni hatte / habe und selber ein paar Untersuchungen mitgemacht habe. Das Ganze ist alles andere als wasserdicht und man kann bewusst oder unbewusst die unterschiedlichsten Fehler in rauhen Mengen machen.

Einer davon heisst "Sponsoreneffekt" und bezeichnet den Sachverhalt, wenn eine Studie Ergebnisse liefert, die zwar falsch oder teilweise falsch sind, dem Finanzier der Untersuchung aber zugute kommen.

Wissenschaft ist meines Erachtens seit je her - und ganz besonders heute - ein Machtspiel genau wie Politik und Wirtschaft, in dem man die meisten Punkte sammeln muss, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen.

Dann erst kann man sich beruhigen und mal kurz in seinem Haus mit dem Prof-Titel und dem C4-Gehalt zurücklehnen. Sofort geht´s dann aber weiter mit Machtsicherung und -verteidigung. Die Wahrheitsfindung spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

"wessen Brot ich ess´, dessen Lied ich sing´" (Brecht, glaub ich...)
 
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