Ubiquitäre Erreger können krank machen: die Gene entscheiden

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castor

Welcher ME/CFS-Kranke kennt sie nicht, die abwehrende, falsche Argumentation von Ärzten, dass Viren (und Bakterien) mit hohem Durchseuchungsgrad in der Bevölkerung nicht für chronische Erkrankungen ursächlich sein können.

In FAZ-online gibt es jetzt einen leicht verständlichen Artikel, der am Beispiel des Herpes Simplex Virus Typ 1 (HSV-1) das Gegenteil darstellt. Wie den meisten hier schon längst bekannt sein dürfte, liegt der feine Unterschied - ob krank machend oder nicht - in den Genen. Um diese Zusammenhänge auch dem ignoranten Arzt klar zu machen, empfehle ich den Artikel auszudrucken und dem Weißkittel bei Bedarf als Beleg vorzulegen.

Zum FAZ-Artikel:
Die Genetik macht angreifbar - Lippenherpes ist Schicksal

Eigentlich trivial, aber der beispielhafte Zusammenhang lässt sich natürlich beliebig auf andere Erreger, Umweltfaktoren oder das Wirkung-/ Schadenpotential von Medikamenten übertragen. Deshalb sollte übrigens der öffentliche Austausch von individuellen Heilungserfolgen auf Basis personalisierter Medizin immer mit einem großen Fragezeichen betrachtet werden. Gleichzeitig tritt vor dem Hintergrund dieses Wissens die große Schwäche der Evidenzbasierten Medizin unmittelbar zutage. Hier liegt auch der Grund, warum es meines Erachtens nie DAS Medikament gegen ME/CFS geben wird.

Grüße
Castor
 
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ich möchte dies noch um den Hinweis auf die Epigenetik erweitern.

Methylgruppen, die sich an der DNA anlagern, bestimmen, ob Genabschnitte wirksam sind, und verhindern, dass Giftstoffe Gene blockieren.
womit eine Querverbindung zum Methylisierungszyklus besteht.

(das braucht man "seinem" "Weisskittel" nicht erzählen...solche Denkvorgänge sind in der Medizin nicht vorgesehen)
 

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