Töpfe und Geschirr bei Nickelallergie

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08.07.05
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Hallo leute, ich wollte man fragen was man bei töpfen und geschirr beachten soll bei nickelallergie ?
ich weiss das in edelstahlpfannen nickel enthalten ist, aber auf welche töpfe sollte man dann umsteigen ? wer hat in der hinsicht tips für mich ?


ciao
 

Lukas

Glas- oder Glaskeramik-Geschirr. Da ersparst Du Dir auch noch weitere Schadstoffe und mögliche Allergene.

Nicht geeignet für Induktionsherde.
 

Bei Allergien kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Jedes Symptom hat einen Auslöser, der tief verborgen im Unterbewusstsein des Menschen liegt. Aufdeckende Hypnosetherapie kann diese Informationen auffinden und neutralisieren.

Viele Allergien sind psychischer Natur und nur bedingt auf einem externen Faktor beruhend. Ist der Auslöser für die allergische Reaktion im Unterbewusstsein gefunden - egal ob es sich um Pollen, Gräser, Kräuter, Nahrungsmittel etc. handelt - kann er neutralisiert werden. Somit gibt es für den Körper keinen Grund mehr, die allergische Reaktion zu produzieren.
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08.07.05
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ok, also ist das silargan von silit garnicht notwenig ?
 

Lukas

Bei Induktionsherd wohl schon (wenn es in diesem Fall Glaskeramik sein soll).
 
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08.07.05
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was ist aber wenn man gegen keramik auch noch allergisch ist ?
 

Lukas

Das ist man gegen diese Art Keramik nicht. Als Alternative habe ich Dir Glas genannt. Ansonsten bleibt immer noch, Rohköstler zu werden.

Guten Appetit!
 
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24.10.05
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In unserem Haushalt verwenden wir soweit irgend möglich Keramikgeschirr. Kürzlich haben wir die vorhandenen Schnellkochtöpfe aus Edelstahl verschenkt und durch solche aus Silargan von Silit ersetzt, dies nicht wegen einer etwa vorhandenen Nickelallergie, sondern um dieses Kochgeschirr auch auf dem Induktionskochfeld einsetzen zu können. Dies ist eine feine Art der Essenszubereitung.

Alles Gute!
Gerold
 

u.s.

Alte Töpfe aus Emaille. Neue sind von der Firma Riess sehr gut, aber etwas teuer.
 
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20.01.06
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stichwort teuer:

hat wer ne adresse, nen link, etc wo man emailgeschirr billig bestellen kann bzw gibts extra allergikergeschirr, also ohne nickel oder chrom.

suche schon lange.

greetz
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08.07.05
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also ich kann dir nur glaskeramik vorschlagen weil ich mich nur damit beschäftigt habe. hier der link: eBay: QVC + Visions 4 teiliges Glaskeramik Topf Set + NEU NEU (Artikel 290097267974 endet 01.04.07 19:53:58 MESZ)
und ich sehe grad das ich mir in den A**** beissen könnte :) ich habe insgesamt 50 euro bezahlt. bei dieser auktion kannst du sogar noch nen preis vorschlagen und haste geringe versandkosten.
das ist das gleiche geschirr (Firma Visions) wie es auf Naturkosmetik, Allergie, Vitamine, Nahrungsergänzung, Encasings bei PureNature gibt. dort ist es jedoch teurer und ausverkauft soviel ich weiss.


hoffe ich konnte dir helfen !

ciao

PS: ist ohne nickel, also für allergiker !
 
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20.01.06
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hi tito,

danke für den link. meine töpfe sind eh alle aus emaille, bräucht deswegen ne pfanne aus glaskeramik.

greetz
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Silvia P

Hallo, tito!

Hast Du Dir auch nickelfreies Besteck gekauft?

Danke für den Link mit den Glaskeramik-Töpfen, die sind sehr günstig!

Ich finde es übrigens toll wie Du Dich für Deine Mutter einsetzt!!! So einen Sohn würde Sich jede Mutter wünschen.

lg, Silvia
 
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08.07.05
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danke für deine worte :kiss: das hört man gerne, jetzt muss das ganze nurnoch wirken !!!
nickelfreies besteck haben wir noch nicht, wird aber als nächstes kommen. muss noch schauen wo ich es am günstigsten her bekomme.
 

u.s.

danke für deine worte :kiss: das hört man gerne, jetzt muss das ganze nurnoch wirken !!!
nickelfreies besteck haben wir noch nicht, wird aber als nächstes kommen. muss noch schauen wo ich es am günstigsten her bekomme.
Muss Silvia beipflichten. Von mir auch Respekt für Deinen Einsatz. Nicht aufgeben!

-Ulf
 
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08.07.05
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danke :D
aufgeben werd ich sicher nicht. der erste schritt findet anfang april statt mit der ersten sanierung.....das ganze wird sich also noch monate hinziehen bis der komplette kiefer "rein" ist.
ich habe mir so gedacht das alle 3 monate ein quadrant saniert wird...
 
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24.04.07
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Hallo, also ich muß sagen, ich hab auch eine Nickelallergie, allerdings hab ich da keine Probleme mit meinem Töpfen, oder ich hab die probleme noch nicht gesehen, was treten denn da für symtome auf?

LG Susi
 
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02.01.08
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hiho an alle,

würde das thema mal gerne kurz wiederbeleben ... da ich unter anderem auch allergisch auf nickel reagiere (auch bestätigt im MELISA LTT = 48.06) habe ich meine ganzen edelstahl-töpfe bereits durch töpfe von silit mit einer silargan-beschichtung ausgetauscht. nur bei den pfannen habe ich ein risiges problem. da ich morgens gerne rührei esse komme ich nicht an teflon-pfannen vorbei. denn egal welches andere material ich auch nehme (silargan, emaille, glaskeramik) die rühreier backen immer an - egal wie ich es mache - und bekomme sie dadurch einfach nicht so hin wie sie mir am liebsten schmecken ... hat hier jemand :wave: bitte nen tipp für mich ???

VIELEN DANK SCHON MAL !!!

gruß
neo

ps: habe übrigens auch die glaskeramik pfanne von VISIONS bezogen über PURE-NATURE ...
 
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02.01.08
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... und als zweites - was haltet ihr von www.thermolon.com/technology.htm ???
 
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26.07.09
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Hallo

Ich habe noch ein paar Infos zum Thema, teils aus Foren, teils von Internetseiten zusammengestellt. Vielleicht interessiert es den Einen oder Anderen.


Sind Emailletöpfe wieder im Trend? | Küchenausstattung Forum
Emailletöpfe sind aber nicht sehr stoßfest und dementsprechend sahen sie auch recht bald aus.
Dann lernte ich, dass diese Glasur Schwermetalle enthält, die sich frei setzen, wenn der Topf beschädigt ist.
Von Glasuren, die bei Keramikarbeiten benutzt werden, weiss ich, dass sie heute kein Blei mehr enthalten dürfen. Ob das auch für Eimaille gilt, ist mir nicht bekannt.

Glasiertes Kochgeschirr
Kupfer ist säureempfindlich und wird deshalb innen verzinnt oder versilbert. Solange dieser Überzug unbeschädigt ist, bildet sich kein giftiger Grünspan. Speisen dürfen aber auf keinen Fall in verzinntem oder versilbertem Kochgeschirr aufbewahrt werden. Zinn und Silber ertragen keine Brattemperatur. Die Gefässe dürfen deshalb nur zum Sieden und Backen verwendet werden. Wenn Kupfergeschirr innen mit Chromnickelstahl verkleidet ist, kann es ohne Einschränkungen wie eine Chromnickelstahlpfanne benützt werden


Bestandteile von Vitrokeramik (Glaskeramik) sind Borosilikatglas, Quarzsand, und Silikate
Gebrannt bei über 1000 Grad und ohne zusätzliche Glasur - auf was soll man da reagieren.
In der Industrie und Pharmacie wird diese Material wegen seiner interten Eigenschaften genommen.
Meines Wissens nach ist Glaskeramik nicht dazu in der Lage, Reaktionen herbeizuführen. Das Material ist zu rein und die Temperatur beim Brennvorgang sehr hoch, wie Lou schon richtig sagte. Solange es kein glasiertes Geschirr ist, bist Du wohl auf der sicheren Seite.
Lies Dir aber alles gut durch, da es inzwischen auch speziell beschichtetes Glas gibt.
Glaskeramik dürfte für jeden gehen, weil es bei extremer Hitze gebrannt ist und sich
nichts ablösen kann.
Vitrokeramik, eine Zwischenform zwischen Glas und Keramik.

wir haben die Green-Pan Pfanne in Gebrauch, und damit läßt es sich recht gut kochen.
Diese Pfanne hat angeblich bei den ökologischen Beurteilungen recht gut abgeschlossen.????????

Da bekannt ist, das z.B. Edelstahlkochgeschirr (Töpfe, Wasserkocher, Besteck usw.) Nickel bei jedem Kochvorgang freisetzen kann , wäre damit eine potentielle Quelle für eine permanente Nickel-Aufnahme in den Körper bekannt.
Es gibt nickelfreies Edelstahlkochgeschirr nur enthält dieses u.a. Kobalt.
Wir benutzen seit Jahren nur noch Glaskeramik-Kochgeschirr!
Die ganz modernen Induktionsöfen dürften meinem Verständnis der Technik nach nicht mit Glas-Keramik funktionieren.
die meisten sog. kommerziell hergestellten Lebensmittel sollten recht hohen Kontakt mit Edelstahl haben. Fast alle Betriebe zur Verarbeitung und Herstellung von Lebensmitteln arbeiten mit Edelstahl (unterschiedlicher Qualität und Zusammensetzung) zum Schälen, Fräsen, Lochen, Rühren, Aufbewahren, Aufwärmen, Abkühlen, etc.

Bei Email solltest Du nur hochwertige Markentöpfe z.B. Silit verwenden, die ganz billigen platzen bald ab und das unedle Metall kommt zum Vorschein und rostet. Bei Pfannen ist es nicht so einfach. Ich habe eine Glaspfanne. Die ist wirklich super, mit einer Einschränkung - Spiegeleier. Bisher habe ich entweder die Pfanne fast nicht mehr saubergebracht oder ich habe das Ei nicht mehr aus der Pfanne bekommen. Für Spiegeleier nehm ich leider immer noch eine Teflonpfanne, was bestimmt nicht gesund ist, aber da wirds halt perfekt. Werde mir wohl noch eine Emailpfanne zulegen. Wie gesagt, Silit habe ich nun seit 15 Jahren in Gebrauch und ist immer noch wie neu. Mein Tipp: Besorg dir auch Porzellanbesteck. Als Metallallergiker wirst Du den Unterschied deutlich merken, das Essen schmeckt mir auch viel besser damit.

Ein speziell für Allergiker entwickeltes high tech-Material ist Silargan.
Äußerst robuste und hitzebeständige Keramik wird in mehreren Schichten bei Temperaturen von 860 Grad mit ferromagnetischem Stahl zu einer unzertrennlichen Werkstoffkombination verschmolzen.
Die keramische Oberfläche ist nahezu porenlos und somit glanzbeständig, geschmacksneutral und hygienisch. Silargan ist vollkommen nickelfrei.
Die extrem harte Oberfläche ist langlebig, schneidfest und abriebfrei. Hinzu kommt, dass dieses Kochgeschirr für alle Herdarten genutzt werden kann - auch für Induktionsherde.
Kochgeschirr aus Silargan gibt es schon längere Zeit. Die jüngste Weiterentwicklung hat Silargan jetzt auch mit antibakteriellen Eigenschaften ausgestattet. Dafür sind Edelmetall-Ionen in die Hightech-Keramik homogen eingeschmolzen worden. Diese Edelmetall-Ionen wirken permanent an der Innenfläche des Kochgeschirrs aktiv gegen Bakterien. Neben den bisherigen Vorteilen für Allergiker bietet diese antibakterielle Ausstattung noch das Plus, dass Speisen länger frisch bleiben. Dadurch eignet sich Silargan nicht nur hervorragend zum Kochen, sondern auch zum Servieren und Aufbewahren.

…………………………………………
Geschirr:

Keramikgeschirr schimmelt, wenn Geschirrspülmaschine benutzt wird.
Auf der Suche nach neuem Geschirr habe ich festgestellt, dass ganz viele Hersteller unglasierte Ränder haben.
Jedes glasierte Geschirr ist am unteren Rand ohne Glasur. Andernfalls klebte der Teller im Brennofen fest.
Das ganze Geschirr (außer Glas) ist aus Ton- bzw. Porzellanmasse gemacht.
Wenn man es formt, trocknet und dann Wasser drüberkippt, so zerfällt es. Es muss also gebrannt werden.

Das offenporigste ist "SteinGUT". Dazu gehören:
Die roten Blumentöpfe (sie sind unglasiert, mit niedriger Temperatur gebrannt und saugen viel Wasser auf),
Geschirr (es muss glasiert werden, um wasserdicht zu sein). An unglasierten Stellen (der untere Rand muss unglasiert bleiben) kann Wasser eindringen, die Poren können sich vollsaugen. Es gibt verschiedene Ton-Farben (braun, rot, elfenbein). Der Handelsname ist auch Keramikgeschirr. Man erkennt es daran, dass bei abgestoßener Glasur der Untergrund rauh ist. Wasser zieht auch ein. Wenn viel Wasser einzieht und nicht luftig verdunsten kann, so kommt es zur Schimmelbildung.

"SteinZEUG"
Das wird höher gebrannt (ab ca. 1200°, je nach Tonzusammensetzung) und wird dadurch - schon ohne Glasur - wasserdicht. Die Tonmasse verzahnt sich so, dass keine offenen Poren mehr da sind. Häufig werden daraus salzglasierte Gartentöpfe oder Geschirr gemacht. Aber auch hier gibt es bunte Glasuren. Die haben dann einen optischen Zweck. Das Geschirr wird auch Keramik genannt. Geschirr ist häufig in Töpfereien zu finden. Der Ton saugt kein Wasser auf (testen).

Porzellan
hat eine andere Zusammensetzung und wird noch höher gebrannt. Die Verzahnung ist sehr hoch und es sind so gut wie keine Poren mehr da. Keine Wasseraufnahme, keine raue Oberfläche.
Wann ein Produkt als spülergeeignet oder -fest bezeichnet wird, das weiß ich leider nicht. Aber mit dieser Info sollte klar sein, dass "Steingut + viel Wasser" nicht unbedenklich ist.


Wirkung der Glasurrohstoffe
Glasuren ab 1200 oC
Steinzeug und Porzellan sind ohne Glasur wasserdicht. Der Scherben sintert dicht, die Form des Gefäßes bleibt erhalten. Man kann auf das Glasieren ganz verzichten, akzeptiert man die natürliche Rauigkeit der Oberfläche.
Hochtemperaturglasuren - auch Steinzeugglasuren - können ohne Blei und Bor hergestellt werden. Sie bestehen im wesentlichen aus Feldspat, Quarz, Kalk und Kaolin. Sie enthalten keine Stoffe, die als zweifelhaft angesehen sind, es können demnach auch keine giftigen Stoffe aus ihr gelöst werden. Transparente Glasuren ab 1200 oC sind unbedenklich für Gebrauchsgeschirr. Getrübt oder gefärbt werden Hochtemperaturglasuren mit Gesteinsmehlen aber auch wie bei den Farbglasuren im niederen Brennbereich mit Farbkörpern oder Metalloxiden - ebenfalls Schwermetalle.
Keine Färbung ohne Schwermetalle
I n der Keramik gibt es, da sie immer hohe Temperaturen durchläuft, keine Färbung, die nicht durch Schwermetalle hervorgerufen wird.
Beispiele für das oxidierende Brennen:
Blau durch Kobalt- und Nickelverbindungen
Braun durch Mangan-, Nickel-, Chrom/Zinkverbindungen
Gelb durch Antimon-, Zirkon-, Eisen/Titanverbindungen
Grün durch Chrom-, Kupfer/Chrom/Manganverbindungen
Rot durch Eisen/Titan-, Nickel/Barium-, Chrom/Zinn/Calciumverbindungen
Schwarz durch Mangan/Kobalt/Chromverbindungen
Weiß durch Antimon-, Zirkon-, Zinn-, Zinkverbindungen

"Der Keramiker weiß um die Giftigkeit einiger dieser Metalle, möchte aber auf Farbe nicht verzichten. Sobald er Gefäße für den Hausgebrauch herstellt, die mit Flüssigkeiten in Berührung kommen, scheut er sich davor Farbglasuren zu verwenden, denn diese könnten den Benutzer gefährden. Bei Bleiglasuren steigt die Bleilässigkeit durch Zusatz von färbenden Metalloxiden stark an. Steht eine saure Flüssigkeit (Essig, Sauermilch, Apfelsaft) längere Zeit mit einer mit Oxiden gefärbten Glasur in Berührung, gehen Bestandteile aus der Glasur in die Flüssigkeit über. Diese Fälle sind jedoch nicht geprüft und quantitativ erfasst."
( Vgl. Gustav Weiß: Ungiftige Farbglasuren; in: Neue Keramik 10/95 S. 711)

Was 'ungiftig' ist lässt sich nicht sagen, es ist nicht definiert. Der Gesetzgeber sieht den Begriff 'ungiftig' nicht vor und untersagt die Angabe in Verbindung mit Verkaufsprodukten
Blei in Glasuren führt vor allem zu chronischen Vergiftung durch Hautresorption. Oral aufgenommenes Blei wird schlecht resorbiert. Lungengängige Aerosole sind die Salze oder Oxide des Bleies, wie sie aus Auspuffgasen freigesetzt werden.
Vanadium ist ein essentielles Spurenelement. Die karzinogene Potenz von Vanadium durch Inhalation wird diskutiert.
Mangan führt zur akuten Vergiftung durch Verschlucken höherprozentiger (1 % und mehr) Lösungen. Chronische Vergiftungen kommen durch Staubeinatmung vor.
Nickel als Staub ist karzinogen.
Kobalt als Kobaltsalz ist toxisch durch verschlucken.
Chrom als Staub ist gesundheitsschädlich. Chromat ist karzinogen.
Kupfer als Kupfersulfat führt zu akuten Vergiftungen.
Der Gesetzgeber ist bestrebt, toxische Risiken durch Gesetze und Verordnungen auszuschalten oder so gering wie möglich zu halten. Ein grundsätzliches Verbot aller giftigen Stoffe ist jedoch impraktikabel. Man versucht daher, den Kontakt mit potentiell schädlichen Stoffen auf ein unbedenkliches Maß zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist die Ermittlung einer Dosis (auf einen bestimmten Zeitraum bezogen) oder einer Konzentration in den Umweltmedien (Luft, Wasser, Nahrung etc.), die bei langfristiger Einwirkung keine toxische Effekte mehr auslöst. Man spricht von Wirkungsschwellen, Schwellenwerten oder Grenzwerten. Aus ihnen leitet man - unter Einlegen einer sogenannten 'Sicherheitsspanne' und unter Berücksichtigung des sozioökonomisch Zumutbaren - Toleranzwerte ab, die auch als maximale Konzentrationen bzw. tägliche Einnahmemengen zugelassen werden.

Die Normen DIN 51031 und 51032 legen lediglich die Prüfung der Abgabe von Blei und Cadmium fest. Geprüft wird die chemische Beständigkeit der erstarrten und abgekühlten Glasur:
Dabei wird die Menge von Blei oder Cadmium in mg (ppm), die bei einer 24-stündigen Einwirkung von Essigsäure (4 %) bei Raumtemperatur in Lösung gegangen ist, mit Hilfe der Atomabsorbtionsspektrometrie als Vergleichswert mit Standartlösungen bestimmt.

Die höchstzulässige Grenzwerte betragen für
Tafelgeräte :
1. Flachgeschirr: 1 mg/dm3
2. Hohlgeschirr: 5 mg/dm3
3. Mundrand: 2 mg/dm3
Kochgeräte :
1. Flachgeschirr: 0,5 mg/dm3
2. Hohlgeschirr: 2,5 mg/dm3
Kennzeichnungspflicht der Glasuren

Bedingt durch die verschärften Vorschriften hinsichtlich der Kennzeichnung und Handhabung von blei- und cadmiumhaltigen Glasuren nach der neuen Gefahrstoffverordnung, haben viele Glasurlieferanten ihre blei- und cadmiumhaltigen Glasuren aus ihrem Standartprogramm genommen. Nur wenige geben an, dass sogenannte bleifreie Glasuren, zulässig nach DIN 51031 für die Verwendung von Ess- und Trinkgeschirr und nicht kennzeichnungspflichtig nach der Gefahrstoffverordnung, sehr wohl Blei enthalten, da fast alle Rohstoffe aus denen diese Glasuren hergestellt werden Spurenelemente von Blei beinhalten. Sie bezeichnen ihre Glasuren als "technisch bleifrei".
Auch technisch bleifreie Glasuren können unter ungünstigen Produktionsbedingungen Blei abgeben, stehen sie im Brand neben bleihaltig glasierten Gegenständen. Bleidämpfe können sich auf andere Gefäße übertragen.

Was nicht in der Glasur gelöst ist, löst sich auch nicht aus der Glasur
Glasuren werden durch Metalloxide am schönsten gefärbt. Die Oxide lösen sich im Glasurfluss und wirken optisch tief wie Farbgläser. Aber die in der Glasur gelösten Metalloxide können in Abhängigkeit vom Chemismus der Glasur und des angreifenden, einflussausübenden Mittels aus der Glasur heraus gelöst werden. Auch bei der Färbung mit Farbkörpern werden ihre Pigmente mehr oder minder vom Glasurfluss angegriffen, hält man nicht eine gewisse Glasurzusammensetzung ein. Gewährleistet die Glasurzusammensetzung den Erhalt der Pigmentkörper kann man zu "ungiftigen Farbglasuren" kommen.

Will man auf Blei verzichten, so bleibt einem für niedrige Brenntemperaturen bis 1200 oC nur Alkalien und Bor als wirksame Flussmittel. Alkaliglasuren gelten als besonders angriffslustig. Zuviel Bor in der Glasur führt zu Schleiern (weißtrübe Ausflockungen). Im allgemeinen lässt sich für Glasuren bis 1200 oC sagen, dass transparente oder weißglänzende Glasuren mit einem Alkaligehalt bis 8 % und einem Borgehalt bis zu 14 % ausreichend hart sind und die üblichen Farbkörper nicht auflösen.

Zwei Glasurversätze werden empfohlen, welche gewährleisten die angeführten Farbkörperanteile nicht zu lösen:
Färbung mit Einschlusspigmenten
Eine zweite, neuerdings eröffnete Möglichkeit "ungiftige Farbglasuren" herzustellen, ist die Verwendung von Einschlusspigmenten. Das sind Farbkörper, die durch eine schwer lösliche Umhüllung besonders resistent sind. Sie sind vor allem für Rot, Gelb und Orange wichtig. Das Verfahren ihrer Herstellung beruht auf der Beobachtung, dass man Mischkristalle der Cadmium-Selen-Reihe für höhere Temperaturen beständig machen kann, indem man sie mit einer widerstandsfähigen Zirkonschicht gewissermaßen überzieht. Die giftigen färbenden Stoffe sind im Zirkonkristall eingeschlossen.
Diese Einschlusspigmente können mit größerer Sicherheit in bleifreien Alkali-Borglasuren eingesetzt werden. Man darf sie aber nicht mahlen, weil sonst das stabile Kristallgitter zerstört wird.
Praktische Tipps zum Verbraucherschutz
- Sicherer ist der Einsatz von Glasuren über 1200 oC, da auf giftige Grundglasurrohstoffe verzichtet werden kann. Dies erfordert das Arbeiten mit Steinzeug oder Porzellan.
- Farbglasuren sind giftiger als farblose Glasuren.
- Der Einsatz von flüssigen Fertigglasuren ist dem Aufbereiten der Glasur aus Pulver vorzuziehen.
- Glasuren aus Fritten sind sicherer als Glasuren aus Rohglasurversätzen.
- Der Färbemittelanteil (Oxide 1-8 %, Farbkörper 4-20%) sollte so gering als möglich gehalten werden.
- Das Färben mit Einschlusspigmenten ist sicherer als mit farbkörper- oder oxidgefärbten Glasuren. Die
Anfrage bei Glasurlieferanten oder Rohstoffherstellern fördert die Entwicklung unbedenklicher Glasuren.
 
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