Stressbedingte Einschlafprobleme - was wisst Ihr dazu und welche Erfahrungen habt Ihr?

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Sorry erst einmal für die späte Rückmeldung. Bei mir war in den letzten Wochen einiges los und ich habe abseits der Arbeit ganz bewusst versucht, die Zeit am Rechner und im Internet auf ein Minimum zu reduzieren. Das hat mir im Nachhinein auch echt gutgetan.

@Remy: Daridorexant kenne ich selbst nicht aus eigener Erfahrung. Im Moment zieht es mich da aber ehrlich gesagt auch gar nicht hin. Mit den ziemlich simplen Sachen komme ich inzwischen überraschend brauchbar zurecht. Natürlich schlafe ich deswegen nicht plötzlich jeden Abend sofort ein. Dieses völlig müde im Bett liegen und im Kopf trotzdem noch bei der Arbeit sein passiert aber viel seltener als vorher.

@Mara1963: Den Stress bekomme ich als Freelancer natürlich nicht komplett weg. Durch den Thread habe ich dann tatsächlich ein paar Sachen anders gemacht. Vor allem versuche ich abends irgendwann wirklich Schluss zu machen. Rechner zu, und Dinge, die noch offen sind, schreibe ich lieber irgendwo hin, bevor ich später im Bett wieder darüber nachdenke. Kaffee ist am späteren Tag auch weniger geworden und ich bin wieder häufiger draußen. Passedan nehme ich bei Bedarf weiterhin dazu. Wahrscheinlich bringt mir gerade einfach die Mischung mehr. Auf dieses eine Mittel, nach dem dann alles erledigt ist, warte ich inzwischen jedenfalls nicht mehr.
 
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Eine professionelle Hilfe nimmt den Stress nicht weg, ändern an der Situation muss man letztendlich immer selbst was.
Ja nur kann einem die professionelle Hilfe zeigen, wie man mit Stress richtig umgehen kann. Das kann man nämlich lernen. Es betrifft aj nicht jeden menschen, irgendwas amchen die also anders damit es sie nicht betrifft.
Das ist wohl auch nicht für die schnelle Hilfe gedacht sondern für die längerfrsitige Ausrichtung. Sonst kommt dieser Zustand ja sofort wieder wenn es mal wieder mehr Arbeit gibt, finanzielle Probleme auftreten, man Probleme ind er familie hat,...
Zuerst sollte man mal akut was voranbringen. Wenn man dann in einem Zustand ist, in dem es wieder geht, sollte man schauen, dass man sich für die Zukunft gut aufstellt. Dazu gehört dann eben auch mit Stress besser umzugehen.
Im Idealfall macht man ja die ganzen Maßnahmen nicht nur wenn man Stress hat, man beugt ja vor und senkt generell sein Stresslevel. Dann wird einem auch nicht die Zusatzaufgabe bei der Arbeit sofort wieder aus der bahn werfen. Denke darum gehts da viel mehr.
Mit den ziemlich simplen Sachen komme ich inzwischen überraschend brauchbar zurecht. Natürlich schlafe ich deswegen nicht plötzlich jeden Abend sofort ein. Dieses völlig müde im Bett liegen und im Kopf trotzdem noch bei der Arbeit sein passiert aber viel seltener als vorher.
Was hast du denn alles gemacht?
Denke viele keine Sachen bringen da viel mehr als auf die eine Maßnahme zu hoffen, die über Nacht alles wie ein Wunder verändert.
Wird auch seine Zeit brauchen bis das zur Routine wird. Vielleicht findest du noch was, was dich von der Arbeit ablenkt. Buch lesen, Podcast hören,... irgendwas worum sich dann deine Gedanken drehen wenn du im Bett liegts. Vielleicht wird es da einfacher dann zu sagen, so Schluss jetzt, jetzt will ich schlafen. Weil das sind dann halt ganz banale Themen die dich nicht wirklich betreffen und emotional mitnehmen (hoffentlich:))
Passedan nehme ich bei Bedarf weiterhin dazu. Wahrscheinlich bringt mir gerade einfach die Mischung mehr. Auf dieses eine Mittel, nach dem dann alles erledigt ist, warte ich inzwischen jedenfalls nicht mehr.
Würde ich aber nicht so machen. Passedan ist ein natürliches Mittel. DIe helfen meistens nur wenn man sie über längere Zeit regelmäßig einnimmt. Eine einmalige Einnahme verändert da gar nichts. Da sind die Inhaltsstoffe zu gering dosiert. Ist wie wenn du einmal einen Beruhigungstee trinkst, das wird auch nicht viel bringen. Aber wenn man den regelmäßig trinkt, dann hilft es auf lange Sicht.
Also wirklich lieber mal einige Wochen oder gar Monate nehmen. Auch wenn es einem besser geht. Weil nur weil es einem mal ein wenig besser geht, heißt es nicht, beim nächsten mal gehts nicht gleich wieder unter die rote Linie.
Würde ich auch nicht, das gibts nicht. Es sind viele kleine Dinge die etwas dazu beitragen, dass es einem wieder besser geht.
 
„Stress auf Arbeit“ hat es immer gegeben. Aber: Noch viel problematischer ist der neuartige 24/7 Dauer-Stress, dessen Verursacher man allzu gern ignoriert, obwohl genau dieser Faktor eine nächtliche Regulation verunmöglicht, die früher normal war und ganz natürlich (ohne irgendwelche Pillen!) vonstatten gehen konnte ……
 
Eventuell könnte Magnesium in Kombination mit B6 helfen. Dazu gibt es einen Werbeartikel, indem das gut erklärt wird:

Im Alltag unter Dauerstrom? Kurz bevor mir die Sicherung durchbrannte, half diese einfache Lösung gegen meine innere Unruhe
https://gesund-vital-ratgeber.org/blogs/erfahrungen/magnesium-komplex-unruhe

Doch diese innere Unruhe ließ mich ab sofort nicht mehr los. Solche Situationen, in denen ich wie aufgeputscht war und nicht zur Ruhe kam, suchten mich nun immer häufiger heim. Und es spitzte sich immer weiter zu!

Vier Wochen später fühlte ich mich dauerhaft unruhig – tagsüber wie unter Strom, nachts rastlos und erschöpft. Ich konnte nicht mehr abschalten, nicht beim Fernsehen, nicht beim Lesen, nicht einmal in Stille. Mein Körper war völlig übermüdet, doch mein Nervensystem powerte weiter.

Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich begann, nachts durch die Wohnung zu wandern, mich abzulenken – irgendwas zu tun, weil dieses ständige innere Vibrieren mich wahnsinnig machte.
Diese Symptome erinnern an den von @ewigeroptimist genannten 24/7-Dauerstress.

Das beworbene Mittel ist nicht optimal. Statt den im Artikel empfohlenen 300 - 400 mg Magnesium, enthalten die 2 Kapseln, die man tgl. einnehmen soll, nur 215 mg Magnesium, da man mit der Nahrung wahrscheinlich weiteres Magnesium aufnimmt. In den 215 mg sind bereits 1/3 (70,1 mg) des schwerlöslichen Magnesium-Karbonats enthalten, dass vom Körper erst durch die Magensäure in Magnesiumchlorid umgewandelt werden muss, damit es vom Darm teilweise resorbiert werden kann.

Das am Besten lösliche Mg-Salz ist

"Magnesiumchlorid-Hexahydrat Pharmaqualität"
1 kg für 19,99 Euro bei eBay,

das ich auch selbst, jeden Morgen in Wasser gelöst, trinke. Etwa 1,6 g davon enthalten 400 mg Magnesium. Damit reichen die 1 kg für 625 Tage.
Für das Vitamin B6 sollte man gleich einen Komplex mit allen 8 B-Vitaminen einnehmen, da sie häufig mit der Nahrung nicht ausreichend aufgenommen werden.

Auf Magnesium wurde bereits in den Beiträgen #4, #5, #44 hingewiesen, wobei der Beitrag #5 von @Andrea aus Wien sehr detailliert und gehaltvoll auf Tryptophan, Serotonin und Melatonin eingeht.
 
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Dann habe ich noch positive Erfahrungen mit dem Probiotikum L. Rhamnosus GG gemacht. Dieser moduliert die GABA-Rezeptoren im Gehirn. GABA ist ein entspannender Neurotransmitter und verantwortlich für das "Herunterfahren" und zur-Ruhe-kommen.
sehr interessant Danke!
Ashwaghanda: beeinflusst den Cortisolspiegel. Dieser ist bei mir abends zu hoch, das trägt zu meinen Schlafproblemen bei. Ashwaghanda soll das Cortisol "runterfahren", und damit das Gedankenkreisen, aber auch Cortisolanstiege mitten in der Nacht, verhindern.
Ich habe Zweifel, dass man solche Erfahrungen so ohne Weiteres auf alle Stresserkrankten übertragen kann, wenngleich positive Erfahrungen mit bestimmten Mitteln natürlich immer schön zu hören sind. Dafür sind wir (in genetischer Hinsicht) dann wohl doch zu unterschiedlich gestrickt. Die traditionelle indische Medizin trägt dem mit ihren Konstitutionstypen Rechnung, sicher auch die TCM. Bei mir hatte Ashwaganda eher eine Verschlechterung der Stresssymptome zur Folge, weshalb ich es schnell wieder abgesetzt habe..
 
„Stress auf Arbeit“ hat es immer gegeben. Aber: Noch viel problematischer ist der neuartige 24/7 Dauer-Stress, dessen Verursacher man allzu gern ignoriert, obwohl genau dieser Faktor eine nächtliche Regulation verunmöglicht, die früher normal war und ganz natürlich (ohne irgendwelche Pillen!) vonstatten gehen konnte ……
Ja den Stress hat jeder, nur nicht jeder geht gleich damit um. Und da ist der Unterschied ob es den einen mitnimmt und der dann völlig durch den Wind ist oder ob man damit umgehen kann. Das lässt sich lernen, andere können es ja auch.
Nur würde ich damit nicht in einer akuten Phase anfangen. Zuerst mal darauf schauen, dass man wieder auf einem normalen Level ist. Da kann man dann versuchen etwas zu verändern. Im Idealfall kommt es erst ja gar nicht soweit. Nicht jeder Stress auf der Arbeit muss einem dann komplett aus der Spur werfen. Nur weil man am Freitagnachmittag noch Arbeit bekommt, muss das nicht das ganze Wochenende zerstören. Dann konzentriert man sich auf seine Arbeit und macht das, was man eben in der Zeit schaffen kann. Schlimm ist es, wenn man sich in der Situation so negativ beeinflussen lässt, dass man eben gar nicht mehr in der Lage ist, die Zeit die man hat, richtig und fokussiert arbeiten zu können.
Ich habe Zweifel, dass man solche Erfahrungen so ohne Weiteres auf alle Stresserkrankten übertragen kann, wenngleich positive Erfahrungen mit bestimmten Mitteln natürlich immer schön zu hören sind. Dafür sind wir (in genetischer Hinsicht) dann wohl doch zu unterschiedlich gestrickt.
Absolut, sicher nicht.
Finde in Foren kann man aber immer seine Erfahrungen teilen. Letztendlich muss der oder die Betroffene immer schauen, was kann ich davon umsetzen, was sagt mir zu, was probiere ich aus. Denke man dann einfach eine Fülle von Vorschlägen, die man dann ausprobieren kann. Passt die Stunde Sport in meinen Alltag, bin ich offen für gewisse Mittel zur Unterstützung, hab ich ein Yogastudio in meiner Umgebung, kann ich mithilfe von Youtube-Videos Atemübungen oder progressives Training machen,...? Da wird mal mehr, mal weniger zutreffen.
Schade finde ich es dann immer nur wenn Betroffene gleich hergehen und diverse Vorschläge mit irgendwelchen fadenscheinigen Aussagen ablehnen. Wenn man in solchen Situationen nicht auch mal etwas neues ausprobiert, dann wird sich nichts ändern. Da muss man halt auch bereit sein etwas zu ändern. Sonst läuft alles so weiter und man hofft nur auf eine positive Veränderung. Das wird es aber in vielen Fällen nicht spielen.
 
Es fällt (auch Ärzten) immer mehr auf, dass viele von denen, bei denen Atem- und andere Übungen keinen Umbruch bringen, einen bestimmten Polyphormismus im COMT Gen haben, lässt sich im Labor nachweisen. Mir hat beispielsweise Qi Gong immer sehr (!) gut getan, leider war der Effekt nicht nachhaltig resp. die gegnerischen Faktoren letztlich doch stärker. Daher mein Rat: Den Hauptstressor ausmachen und möglichst konsequent meiden..
 
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