Stressbedingte Einschlafprobleme - was wisst Ihr dazu und welche Erfahrungen habt Ihr?

  • Themenstarter Themenstarter Itoh
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was musst du genau @Itoh , noch bis zur Rente arbeiten?

Gibt es hier keine Möglichkeit anzusetzen, evtl. einen Abteilungswechsel oder Arbeitszeitverkürzung, wobei das auch immer so eine Sache ist, oft bleibt dieselbe Arbeit an einem hängen, die man dann in der kürzeren Zeit schaffen soll.
Nicht mehr so perfekt sein wollen, lockerer sein, weil in ein paar Jahren evtl. die Rente ansteht und man nicht mehr hoch hinauf zu steigen braucht auf die Karriereleiter und Arbeiten evtl. abgeben, loslassen, falls das möglich ist in deinem Job?

Du könntest dich mal eine Zeit lang krank schreiben lassen um zur Ruhe zu kommen. Das steht dir zu, auch wg. psychischer, emotionaler Belastung oder eben den Schlafproblemen.
Du solltest achtsam sein mit dir, ein Burnout muss natürlich hoffentlich nicht, aber könnte die Folge sein.
Vielleicht kannst du mit deinem Hausarzt gut darüber sprechen?

Der Kreislauf sollte durchbrochen werden, stets müde zu sein am Tag, wegen schlechtem Schlaf in der Nacht, stresst jeden auf Dauer.
Rente ist bei mir leider noch kein naher Punkt, ich muss wohl noch gut 20 Jahre arbeiten. Und als Freelancer gibt es bei mir auch keinen Abteilungswechsel oder klassisches Krankmelden im selben Sinn. Genau das macht es tricky, weil weniger Arbeit heißt damit einher weniger Einkommen. Aber ja, dass ich Grenzen nicht erst, wenn der Körper endgültig streikt, setzen darf merke ich...
 
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Deine Wegweiser:
@Remy: Mit Bachblüten hatte ich bisher kaum Berührungspunkte, das würde ich, wenn überhaupt, erst einmal sehr vorsichtig testen. Was deine Wohnsituation angeht, ich weiß aus Erfahrung, dass das belastend und sicher nicht schlaffördernd ist. Ich glaube aber, Kate hat Recht, dass das besser in deinem eigenen Thread aufgehoben ist.
 
@Eptome: Tagsüber bin ich beschäftigt, abends fällt dann plötzlich alles ungefiltert auf mich drauf. Lesen könnte für mich tatsächlich eine Lösung sein, vorausgesetzt es ist etwas Trockenes als etwas Spannendes, weil sonst endet es damit, dass ich wieder mittendrin bin. Bei Baldrian, Passedan und Co. gehe ich es gewissenhaft an, oder kann man da grundsätzlich mit den anderen Ansätzen kombinieren?
 
@Andrea aus Wien: Danke dir, das ist schon sehr detailliert und ich merke beim Lesen auch, wie individuell das Ganze offenbar ist. Genau deshalb wäre ich bei 5htp, Melatonin, Ashwagandha und Co. eher vorsichtig und würde nicht einfach wild herumprobieren. Dieses „zu viel macht dann erst recht komisch“ schreckt mich ehrlich gesagt auch etwas ab.

Was ich aber gut mitnehme, ist der Gedanke mit langsam, niedrig und aufmerksam testen, falls ich überhaupt in diese Richtung gehe. Und der Safe im Kopf gefällt mir fast am meisten. Dieses gedankliche Wegsperren der To-dos klingt für mich alltagstauglicher als der Versuch, nachts plötzlich tiefenentspannt zu werden. Bei mir ist es nämlich weniger ein leerer Kopf, sondern eher ein überfüllter.
Hallo Itoh, hier spät noch was von mir zu Deiner Frage von April.

Es ist für Dritte schwer einzuschätzen, wie schwer Deine Schlafprobleme bereits oder tatsächlich sind. Es gibt ab einem gewissen Punkt meines Erachtens irgendwann keine hilfreichen Tools wie Hypnose oder Schäfchen zählen mehr, wenn der Stress zu groß oder andauernd, das Cortisol zu hoch ist. Klar, Stress reduzieren und weniger Smartphone etc. sowieso, aber das machst Du ja schon länger. Daher würde ich das mit den Nahrungsergänzungen, die Dir bereits auch schon vorgeschlagen wurden, ggf. nicht so lange hinaus zögern. Je nachdem, ob Dein Schlafproblem sich mittlerweile erledigt hat oder schlimmer geworden ist.

In welcher gesundheitlichen Verfassung bist Du denn sonst?

Ich würde auch immer mit geringen Dosen anfangen und langsam steigern und möglichst breit die Versorgung für den Stoffwechsel sicher stellen:

1. Ernährung: Ausreichend Proteine (für Bau von Körpersubstanz und Hormonen und Enzymen etc.), viel frisches, grünes Gemüse, gute Fette, Beerenobst und abends wie schon hier geschrieben ein kleines "Spätstück" mit etwas KH und Fett.

2. Alkohol und Kaffee meiden, vor allem nach 16 Uhr (auch, wenn das bisher nie ein Problem für Dich gewesen sein sollte)

3. Bewegung/Sport: ausreichend, regelmäßig und ggf., wenn möglich auch fordernd, ohne dass es wiederum zu zusätzlichem Stress führt

4. Allgemeine Nahrungsergänzung, die bei den meisten in unseren Breitengraden derzeit im Mangel sind (Magnesium, Vit. D3, Omega 3, aktive B-Vitamine als Komplex, ggf. Selen und Jod), damit die Organe, vor allem die Leber und die Schildrüse mit Hormonachse gut versorgt sind, die nötigen Enzyme bekommen und gut arbeiten können. Hierbei auf die richtigen Formen achten, am besten nicht aus der Apotheke oder Drogerie. Dazu findest Du hier oder an anderer Stelle viele Informationen.

5. Spezielle Nahrungsergänzung zum Thema Schlaf/Stress: Ashwaganda, Melatonin, GABA (als reines Pulver) etc. (siehe oben)

Bei Ashwaganda und ähnlichen Adaptogene und pflanzliche Mittel benötigen schon einige Wochen und Monate, bis die volle Wirkung einsetzt, sie sind sehr mild und gleichen nur aus. (Auch Cordyceps und Reishi wären eventuell ein Versuch wert.)

Wenn es akuter ist, könnten Melatonin und vor allem auch GABA eine gute Alternative oder Ergänzung sein, um das System zu beruhigen. Mit GABA habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Es gibt z.B. auch einige Menschen, die zu wenig GABA im Darm bilden (können), das kann auch gezielt angegangen werden, so dass die Eigenproduktion wieder ausreichend funktioniert. Im "Akutfall" wären aber GABA und/oder Melatonin aus meiner Erfahrung sehr hilfreich, um das Problem nicht noch weiter zu eskalieren. Meines Wissens nach wird man von beidem auch nicht abhängig. Hatte zuletzt im Herbst auch mal einen (relativ hohen) Melatoninbedarf, habe nach einigen Wochen abgesetzt und schlafe jetzt so gut wie schon lange nicht mehr, 7-8 Stunden am Stück. Ebenso war es vor vielen Jahren mit dem GABA (in relativ hohen Dosen abends nüchtern vor dem Schlafen). Das hat mir immens geholfen in einer sehr stressigen Lebensphase, die von außen kam und auch nicht nur mit Schäfchen zählen und Lavendelbad auszugleichen war. Es war für mich ein geeigneter Ersatz anstelle von anderen Pharmaka, die ich nicht nehmen wollte.

Ziel sollte immer sein alles in Balance zu bekommen, aber manchmal spielt das Leben nicht so mit: Körper und Psyche/Seele gut versorgen, gute Beziehungen, ausreichend Bewegung und Aufenthalte in der Natur sind alles Grundlagen. Keine eine Pille könnte das nachhaltig "ersetzen". Dennoch gibt es heute und generell einige Themen, die zusätzlich Aufmerksamkeit erfordern und dafür ggf. auch einiges ergänzend eingenommen werden könnte.

Geht es Dir mit dem Schlafen denn schon besser?
 
Bei Baldrian, Passedan und Co. gehe ich es gewissenhaft an, oder kann man da grundsätzlich mit den anderen Ansätzen kombinieren?
Über die Frage war ich erstmal hinweg gekommen, aber @hitti (wie schön, dass Du mal wieder hier bist (y)) hat mich erinnert und ich sehe das auch so:
Daher würde ich das mit den Nahrungsergänzungen, die Dir bereits auch schon vorgeschlagen wurden, ggf. nicht so lange hinaus zögern.

Warum sollte man das nicht kombinieren? Die meisten Gesundheits-Schieflagen sind multifaktoriell und man weiß gar nicht so genau, was da jetzt wie großen Einfluss hat. Von daher würde ich auch an allen Stellen ansetzen, wo das ohne (oder mit für mich vertretbarem) Risiko geht.

Auch ansonsten kann ich mich hittis Post bezüglich der körperlichen Maßnahmen anschließen, wobei ich ergänzen möchte, dass bei der Ernährung auch die Verträglichkeit eine Rolle spielt.
 

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