Sommer

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Und nun eher nicht romantiglich:


Deutsche Sommernacht

Wenn die Pfirsichpopos
Sich im Sekt überschlagen.
Und der Teufel legt los,
Uns mit Mücken zu plagen.
Und wir füllen einmal reichlich bloß
Einem Armen Tasche und Magen.

Doch es blähn sich Männerbäuche.
Tabakblau hängt sich an Sträuche.
Wenn wir dann die Jacken ausziehn,
Und ein Bratenduft poussiert Jasmin –

In das dunkle Umunsschweigen
Senden zwei entfernte Geigen
Schwesterliche Melodie.
Uns durchglüht ein Urgedanke.
Und es wechseln runde, schlanke
Frauenbeine Knie um Knie.

Und auf einmal lacht die Runde,
Weil ein Herr aus einem Hunde
Hinten einen Faden nimmt.

Wenn dann wirklich alles, alles lacht,
Dann ist jene seltne deutsche Nacht,
Da mal alles stimmt.

Joachim Ringelnatz
 
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Auch eher anders :):


Wo du auf mich wartest

Claire Goll
(1901-1977)

Wo du auf mich wartest
Explodieren Rosen
Alle Schwalben der Welt
Wallfahren in mein Herz
Das offen ist und rot
Wie das Portal von Notre-Dame.
Ich weiß nicht mehr
Auf welchem Kontinent wir sind
Und strahlt doch auch hier der Geranien
Internationales Rot aus den Beeten
Fährt doch auch hier
Die Zeit in der Tram vorbei.
Ich will mich vor die Elektrische werfen
- Zu glücklich bin ich -
Doch welche von allen fährt nach Elysium?

www.deutsche-liebeslyrik.de/die12/juli10.htm

www.deutsche-liebeslyrik.de/die12/juli10.jpg

www.deutsche-liebeslyrik.de/gollc_b.htm

Claire Goll (geb. Clara Aischmann) (* 29. Oktober 1890 in Nürnberg, † 30. Mai 1977 in Paris) war eine deutsch-französische Schriftstellerin und Journalistin und die Gattin von Yvan Goll.

1911 heiratete sie den späteren Verleger Heinrich Studer und lebte mit ihm in Leipzig. Sie brachte im Mai 1912 ihre Tochter Dorothea Elisabeth zur Welt. 1916 emigrierte sie aus Protest gegen den Ersten Weltkrieg in die Schweiz, wo sie an der Universität Genf studierte, sich in der Friedensbewegung engagierte und journalistisch zu arbeiten begann. 1917 lernte sie den Dichter Yvan Goll kennen, mit dem sie sich verlobte. Ende 1918 hatte sie eine Affäre mit Rainer Maria Rilke, mit dem sie bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden war. Sie debütierte 1918 mit dem Gedichtband Mitwelt und den Erzählungen Die Frauen erwachen. Mit Yvan Goll ging sie 1919 nach Paris, wo beide 1921 heirateten. Ihre Erzählungen, Gedichte und Romane erschienen auch in französischer Sprache. Ihre Gedichtbände Poèmes d'amour (1925), Poèmes de la jalousie (1926) und Poèmes de la vie et de la mort schrieb sie gemeinsam mit ihrem Mann als "Wechselgesang der Liebe".

Das Paar (beide waren jüdischer Herkunft) floh 1939 vor den deutschen Faschisten nach New York, kehrte aber 1947 wieder nach Paris zurück. Yvan Goll starb 1950. Von nun an widmete sich Claire Goll zunehmend der Herausgabe der Werke ihres Mannes. Die autobiographischen Romane Der gestohlene Himmel (1962) und Traumtänzerin (1971) brachten ihr kaum noch Beachtung. Lediglich die urheberrechtlichen Streitereien mit Paul Celan, bekannt als "Goll-Affäre", und die Memoiren Ich verzeihe keinem. Eine literarische Chronique scandaleuse unserer Zeit (La Poursuite du Vent, 1976) erregten noch einmal Aufsehen. Sie pflegte Kontakte u.a. zu Karl Schwedhelm.
Claire Goll - Wikipedia
 
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Südnordblau (von Ivan Goll)

Wenn‘s Abend wird, gehörst du mir nicht mehr
Was für ein Gott löst dich aus meinem Arm
Treibt dich hinaus ins Ungefähr
Und in Gefahr?
O lauf nicht so allein hinein
Nach Südnordblau
Verbrennst dir die Hände im Mondchlor
Verfängst dir die Seele im Dornbusch

Wie kalt ist plötzlich die Einsamkeit
Die Erdenstraße hat kein Ende
Der Wind ein löchriger Mantel -
O hör auf mich und nimm
Noch wenigstens den Liebesspruch
Mit auf den Weg, dass du nicht frierst

Hier noch ein Gedicht von Ivan Goll, sehr schön illustriert:
onlinekunst.de: COMPUTERGARTEN 29.März Ivan Goll Gedicht
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Goll, Yvan, eigentlich Isaac Lang, Pseudonyme Iwan Lassang und Tristan Torsi, (1891-1950), französisch-deutscher Schriftsteller.

Goll wurde am 29. März 1891 in Saint-Dié geboren und studierte in Straßburg Jura. Seine Werke schrieb er zunächst in Deutsch, darauf in Französisch, während seiner Zeit im amerikanischen Exil (1939-1947) auch in Englisch. Erste Veröffentlichungen Golls waren die Lothringischen Volkslieder (1912) und Der Panamákanal (1914). Auf der Flucht vor dem drohenden Militäreinsatz im 1. Weltkrieg lebte er zwischen 1914 und 1918 in der Schweiz, wo er in Lausanne u. a. Hermann Hesse, Stefan Zweig und Franz Werfel kennen lernte; auch kam er mit dem Kreis des Dadaismus in Kontakt. In der Folge entstanden pazifistische Gedichte mit zunächst expressionistischem (z. B. Requiem. Für die Gefallenen von Europa, 1917), bald darauf surrealistischem Tenor (Der Eiffelturm, 1924). In Paris, wo er ab 1919 lebte, lernte Goll seine spätere Frau Claire Aischmann (1890-1977) kennen, die er 1921 heiratete. Yvan und Claire Goll verfassten zahlreiche Gedichte gemeinsam (Poèmes d’amour, 1925, Poèmes de jalousie, 1926, etc.). In Paris traf Goll u. a. mit André Breton, Paul Éluard, Marc Chagall, Pablo Picasso, Hans Arp und James Joyce zusammen. Golls Bühnenstücke und Prosaarbeiten tragen sozial- und gesellschaftskritische Züge (z. B. Der Mitropäer, 1928; Sodome et Berlin, 1929). So stand seine Gedichtsammlung Fruit from Saturn (1946) ganz unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki. Mit Methusalem oder Der ewige Bürger (1922) antizipierte Goll zentrale Züge des absurden Theaters. Zwischen 1939 und 1947 lebte Goll in New York. Er starb am 27. Februar 1950 nach einer langjährigen Leukämieerkrankung in Paris.

siehe auch Biographische Angaben über Claire Goll
www.deutsche-liebeslyrik.de/golli_b.htm
 
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Der 43jährige Rainer Maria Rilke schrieb der damals 27jährigen nach der ersten gemeinsamen Nacht: »Schön, wenn einmal so ein Herz über einem aufgeht, gar nicht erst in seinem ersten Viertel, gleich wie der ganze Mond in seiner vollkommensten Nacht ... «

Und er dichtete für sie 1918:

Laß uns in der dunklen Süßigkeit
Nicht der Tränen Richtung unterscheiden.
Bist du sicher, daß wir Wonnen leiden
Oder leuchten von getrunknem Leid?
www.deutsche-liebeslyrik.de/gollc_b.htm
 
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Maria Janitschek 1859 -1927)

Abend

Es ist so seltsam still,
so schwerstill,
steinern ...
Wenn doch ein einziger Schmetterling
durch die rotbraune Luft flöge!
An den schwarzen Bergen
hängen Nebelfetzen,
wie Spinnengewebe
an Kellermauern.

So seltsam still,
so schwerstill,
steinern ...
Horch, ein Ton! ...
Aus der Thalschlucht
das Sterbeglöcklein ...
Wer wohl dort geht?
 
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Was ist das für ein Sommer?

von Annegret Kronenberg




In den Gärten tanzen keine Schmetterlinge,

erwachen keine Sommerträume.

Wo sind sie?

Kein Sommerwind streichelt die Blumen.

Unentwegt wäscht ihnen der Regen

die Farbe aus dem Gesicht.

Schwalben sah man weder

kommen noch gehen.

Was ist das für ein Sommer,

der keine Tränen trocknet?
 
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Hitze

Netz die Lungen mit Wein! Heiß über uns wandelt die Sonne schon,
Alles schmachtet und lechzt unter der Wucht drückender Jahresglut;
Schmelzend süßes Gezirp tönt aus dem Laub, wo die Zikade rasch
ihre Flügel bewegt, denen der helltönende Sang entquillt.
Jetzt, zur Zeit wo die Golddistel erblüht, rasen die Weiber all,
Und die Männer sind schwach.
Mark und Gehirn trocknet des Sirius Gluthauch.

Alkäos, (um 600 v. Chr.), altgriechischer Lyriker und Vorbild für Catull und Horaz

 
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Wenn's da steht.... :p) !
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Wie liegt die Welt so frisch und tauig
vor mir im Morgensonnenschein.
Entzückt vom hohen Hügel schau ich
ins grüne Tal hinein.

Mit allen Kreaturen bin ich
in schönster Seelenharmonie.
Wir sind verwandt, ich fühl es innig,
und eben darum lieb ich sie.

Und wird auch mal der Himmel grauer;
wer voll Vertrau'n die Welt besieht,
den freut es, wenn ein Regenschauer
mit Sturm und Blitz vorüberzieht.

(Wilhelm Busch)


 

Malve

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Sommer im Süden

In Teppichzelten, die zum Schlummer taugen,
Am Spiele der Gedanken sich vergnügen,
Dazwischen dann und wann in langen Zügen
Den kühlen Rauch der Wasserpfeife saugen,

Bald einsam träumen von geliebten Augen
Und mit dem Traum die Gegenwart betrügen,
Bald mit den Freunden bei gefüllten Krügen
In leichtem Witz der Toren Werk durchlaugen:

Das ist das einz'ge, was in diesen Tagen,
Wo alle Blumen vor der Sonne flüchten,
Mir tunlich noch erscheint und zu ertragen.

Doch wollt mich drum des Leichtsinns nicht bezüchten;
Ein Dichter darf schon auszuruhen wagen,
Denn auch sein Müßiggang ist reich an Früchten.

(Emanuel Geibel, 1815-1884)
 
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Sommer

Weißt du wie der Sommer riecht?
Nach Birnen und nach Nelken,
nach Äpfeln und Vergißmeinnicht,
die in der Sonne welken,
nach heißem Sand und kühlem See
und nassen Badehosen,
nach Wasserball und Sonnencreme,
nach Straßenstaub und Rosen.

Weißt du, wie der Sommer schmeckt?
Nach gelben Aprikosen
und Walderdbeeren, halb versteckt
zwischen Gras und Moosen,
nach Himbeereis, Vanilleeis
und Eis aus Schokolade,nach Sauerklee vom Wiesenrand
und Brauselimonade.

Weißt du, wie der Sommer klingt ?
Nach einer Flötenweise,
die durch die Mittagsstille dringt,
ein Vogel zwitschert leise,
dumpf fällt ein Apfel in das Gras,
ein Wind rauscht in den Bäumen,
ein Kind lacht hell,
dann schweigt es schnell
und möchte lieber träumen.

(Ilse Kleberger, 2003)
 

Malve

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Die uralte Kornfeldlinde

Aus einem Kornfeld,

schräg zum See,
hob sich die Linde.

Auf schmalem Fußweg an ihr vorbei,
jeden Nachmittag durch die Juliglut zum Baden,
wir Jungens.

Der blaue Himmel, die tausend gelben Blüten, das Bienengesumm !

Und noch immer,

wenn die andern längst unten waren,
- aus dem Wasser klang ihr Lachen und Geschrei -

stand ich.

Und sah den Himmel
und hörte die Bienen
und sog den Duft.



(Arno Holz)
Arno Holz

www.uni-muenster.de/Rektorat/veranst/baum/baum38_m.jpg
 
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Sommer
ABEND IN LANS 1. Fassung

Sommer unter kalkgetünchten Bogen,
Vergilbtes Korn, ein Vogel der ein und aus fliegt
Abend und die dunklen Gerüche des Grüns.
Roter Mensch, aufdämmerndem Weg, wohin?
Über einsamen Hügel, vorbei am knöchernen Haus
Über die Stufen des Walds tanzt das silberne Herz.

Georg Trakl
Trakl - Gedichte: Sommer
 

Malve

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Sommer

Sommer: für etliche Tage
Begleiter der Rosen zu sein;
was um erblühende Seelen
weht, das atmen wir ein.

Sehen in jeder, die stirbt,
eine Vertraute,
entschwundene Schwester, die wir
unter anderen Rosen überdauern.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)
 
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Sommerblumen


Erich Bockemühl
Nur ihre Namen wieder hinzusagen
Ist dir ein freundlich sommerlich Behagen:
Labkraut, so duftend süß, im ganzen Land
Als "unsrer lieben Frauen Bettstroh" ists bekannt.
Und Federnelken, klein und rot und rund
Sie tun sich anders nicht als lieblich lächelnd kund.
Und Thymian, wie schön der Name klingt
Und duftend sommerlich, als wenn die Grille singt.
Jasionen auch, die Stengel sind ganz grau,
doch tragen sie ihr Köpfchen licht und blau.
Kreuzkraut, Johanniskraut -- und wahrhaft golden
Erhebt der Rainfarn seine großen Dolden.
Wenn du am Weg noch stehst, da winkt dir schon
Vom Felde her der schöne rote Mohn.
Kamillen sind ein Bild vom Himmelslicht,
Sind "Balders Wimper", wie die Sage spricht.
Kornblumen blau, Kornraden violett,
Sie singen dir ein blühendes Duett --
Und überhaupt: Das Blühen wird Gesang,
Der klingt dir bunt und hell den ganzen Weg entlang.
Setz dich am Feldrain nieder, still und leise
Singt dir des Sommers schöne Blumenweise.
Und wenn du horchst, ganz still, hörst du im Singen
Des eignen Herzens Schlag wie Glockenklingen,
Ganz leise nur, mag es nur leise sein,
Je leiser, um so schöner schließt es ein
Den Himmelslaut, wenn der dich angerührt,
Bist allzeit du vom wahren Licht geführt.
Und in der kleinen Blumen schlichtem Sommerlied
Die ew'ge Liebe doch am allerschönsten blüht ...
Verstehst du's nun: O sommerlich Behagen,
Mit kleiner Blumen Namen-nur-zu-sagen
Die ew'ge Liebe schön im Sinn zu tragen.


 
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Sommernacht

Wilhelm Keller

1. Wieder schleichst herab vom Hügel,
breitest deine sanften Flügel,
süße Ruhespenderin,
über Dorf und Steppe hin.

2. Hängst die Sense an den Baum;
legst den Schnitter tief in Traum;
heißest fließen deine Quelle,
kräftespendend, rein und helle.

3. Schauest jedem in sein Herz,
kennst und fühlst den tiefsten Schmerz...
Tränen, die sich drob ergießen,
morgens klar am Halme fließen.

4. Matter wird der Sterne Strahl,
und du grüßest noch einmal,
langsam deine Flügel hebend,
über neues Leben schwebend.
 

Malve

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Der Sommer

Das Erntefeld erscheint, auf Höhen schimmert
Der hellen Wolke Pracht, indes am weiten Himmel
In stiller Nacht die Zahl der Sterne flimmert,
Groß ist und weit von Wolken das Gewimmel.

Die Pfade gehn entfernter hin, der Menschen Leben,
Es zeiget sich auf Meeren unverborgen,
Der Sonne Tag ist zu der Menschen Streben
Ein hohes Bild, und golden glänzt der Morgen.

Mit neuen Farben ist geschmückt der Gärten Breite,
Der Mensch verwundert sich, daß sein Bemühn gelinget,
Was er mit Tugend schafft, und was er hoch vollbringet,
Es steht mit der Vergangenheit in prächtigem Geleite.

(Friedrich Hölderlin)

 
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Busch, Wilhelm (1832-1908)

www.adfc-bayern.de/euregio/marienbad.jpg
Im Sommer

In Sommerbäder
Reist jetzt ein jeder
Und lebt famos.
Der arme Dokter,
Zu Hause hockt er
Patientenlos.

Von Winterszenen,
Von schrecklich schönen,
Träumt sein Gemüt,
Wenn, Dank der Götter,
Bei Hundewetter
Sein Weizen blüht..
 
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Die Erlen

Novalis


Wo hier aus den felsichten Grüften
Das silberne Bächelchen rinnt,
Umflattert von scherzenden Lüften
Des Maies die Reize gewinnt,

Um welche mein Mädchen es liebt
Das Mädchen so rosicht und froh
Und oft mir ihr Herzchen hier gibt,
Wenn städtisches Wimmeln sie floh;

Da wachsen auch Erlen, sie schatten
Uns beide in seliger Ruh,
Wenn wir von der Hitze ermatten
Und sehen uns Fröhlichen zu.

Aus ihren belaubeten Zweigen
Ertönet der Vögel Gesang
Wir sehen die Vögelchen steigen
Und flattern am Bache entlang.

O Erlen, o wachset und blühet
Mit unserer Liebe doch nur
Ich wette, in kurzer Zeit siehet
Man euch als die Höchsten der Flur.

Und kommet ein anderes Pärchen,
Das herzlich sich liebet wie wir
Ich und mein goldlockiges Klärchen,
So schatte ihm Ruhe auch hier.

 
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