Sehkraft lässt nach

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Seit ein paar Wochen kann ich nicht mehr gut lesen, immer wenn ich auf ein Wort gucke, vernebelt sich dieses.
Ich habe mir sogar einen Sehtest machen lassen, und habe jetzt eine neue Brille, die Sehschwäche wird nicht besser.
 

Malve

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Hallo wdupont,

bist Du eingehend augenärztlich untersucht worden?

Magst Du etwas mehr über Dich schreiben? Hast Du irgendwelche gesundheitliche Beschwerden, nimmst Du Medikamente etc....?

Liebe Grüße,
Malve
 

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was heißt eingehend untersucht? ich war wohl beim Augenarzt, er hat mir in die Augen geguckt, nicht weit getropft, das will er erst im März machen, der Augendruck wurde gemessen für 20 € und ansonsten sei alles in Ordnung.
Ich habe Diabetes Typ 2 habe aber gute Langzeitwerte.
Medikamente nehme ich Metformin 2 x 500 mg, und Tyronajod 50 für die Schilddrüse, abends noch 1,25 mg Betablocker und ab und zu Pantoprazol.

lg Traudel:eek:)
 

Malve

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Hallo Traudel,

da Du Diabetikerin bist, ist eine gründliche Augenuntersuchung wichtig.
Wie Du schreibst, wird im März der Augenhintergrund überprüft. (Ich würde an Deiner Stelle auf einen baldigeren Termin dringen.) Dabei sollte beachtet werden, dass ein Diabetes nicht selten mit einer Retinopathie einhergeht. Dabei handelt es sich um eine Schädigung der kleinen Gefäße der Netzhaut.
Möglich wären auch Wassereinlagerungen im "Gelben Fleck" - genannt Makulaödem. Diese Veränderung macht sich durch eine Sehverschlechterung bemerkbar.

Wie alt bist Du? Auch eine Linsentrübung (Grauer Star) zeigt sich durch fortschreitendes "Nebelsehen". Wenn dies jedoch der Fall wäre, hätte es der Augenarzt schon bei Deiner Untersuchung festgestellt, dazu braucht man keine Pupillenerweiterung.

www.diabetes-heute.de

Warum nimmst Du ein Schilddrüsenmedikament? Welche Diagnose wurde gestellt, und wie sehen Deine gesamten Befunde aus (Laborwerte, Ultraschall)?
Auch eine Fehlfunktion/Erkrankung kann sich auf die Augen auswirken.

Liebe Grüße,
Malve
 
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Hallo Traudel,

hast du dem Augenarzt denn mitgeteilt, welche Diagnosen du hast, bzw. welche Medikamente du nimmst? Weshalb nimmst du L-Thyroxin?
 

Windpferd

Hallo Traudel,

Dein Augenarzt ist eine Katastrophe. In einem derartigen Fall verschiebt man die Diagnostik nicht viele Monate. Das ist verantwortungslos, denn die Strukturen im Sehnerv und in der Retina, die möglicherweise geschädigt werden, regenerieren sich nicht wieder.

Was Du beschreibst, klingt ansatzweise nach Maculadegeneration. Der Augendruck sollte nicht höher als 16 sein. 20 legt ein Glaukom nahe. (Bei den häufigen Normaldruckglaukomen ist der "Zieldruck" evtl. 10 oder 12. Für die Diagnostik bedarf es aufwendiger apparativer Untersuchungen.

Klar, daß da eine Brille nicht viel bringt.

An NEM werden u.a. Carotinoide empfohlen (Lutein, Lycopin, Zeanxantin, Astaxantin, Betacaroten).

Ich wünsch Dir, daß Di einen brauchbaren Augenarzt findest.

Alles Gute!
Windpferd
 

Malve

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Hallo Windpferd,

Der Augendruck sollte nicht höher als 16 sein. 20 legt ein Glaukom nahe.
ich kenne mich zufällig gut damit aus - das stimmt so nicht.

Ein Augeninnendruck darf sich im Bereich von 10 - 21 mmHg bewegen; selbst wenn sich einmal ein Wert von 22 ergeben sollte, wird noch nicht gleich ein Glaukom vermutet, sondern es folgen Kontrollen in kürzeren Abständen.
Außerdem schwanken die Werte im Laufe des Tages, was auch berücksichtigt werden sollte.

Liebe Grüße,
Malve
 

Windpferd

Hallo,

meine Zahlen stammen aus Gesprächen mit einer Glaukom-Spezialistin (bei der ich in Behandlung bin), Prof. Dr. Ilse Strempel, Univ.-Klinikum Marburg. Sie hat mehrere Bücher zum Thema geschrieben. (Arbeitet übrigens viel mit komplementärmedizinischen Ansätzen.)

"Es sollten Kontrollen in kürzeren Abständen erfolgen." Ja, genau. Nicht erst in einem Vierteljahr.

Und klar schwankt der Augendruck. Das kann aber kein Grund sein, einen Meßwert weniger ernst zu nehmen, sondern die Messung zu wiederholen. Mehrfach.

Möge uns allen unser Augenlicht erhalten bleiben.

Herzlich
Windpferd
 

Malve

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Da ich keine persönlichen Angaben hinsichtlich meiner "Spezialisten" einstellen möchte -

Aus großen Reihenuntersuchungen ist bekannt, dass der normale Augeninnendruck zwischen 10mmHg und 21 mmHg beträgt.
Augenklinik des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Als normal bezeichnet man einen Augendruck zwischen 10 und 20 mm Hg !
Augeninnendruck

Der normale Augeninnendruck liegt zwischen 10 mm und 21 mm Hg.
UKM - Augenklinik:*Grüner Star (Glaukom)

Die Normwerte des Augeninnendrucks werden zwischen 10 mmHg und 20 mmHg festgeschrieben.
Augeninnendruck

Als normal gelten in der Regel Werte von 10 bis 21 mmHg.
Augeninnendruckmessung (Tonometrie) - Onmeda.de

Die Liste könnte man unendlich lang fortsetzen.

Liebe Grüße,
Malve
 
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Windpferd

Hallo Malve,

solchen "offiziellen" Zahlenangaben würde ich persönlich keine besondere Bedeutung beimessen..

Es ist hinreichend bekannt, daß vielfach Referenzwerte (manchmal als "Normwerte" mißverstanden) nicht von Himmel fallen sondern willkürlich festgelegt werden. Vielfach werden sie einer immer kränker werdenden Bevölkerung angepaßt. Klassische Beispiele sind etwa 25(OH)Vit.D3 oder Nüchternglucose.

Außerdem werden Referenzwerte nicht von reinen Wissenschaftlern festgelegt und auch nicht von reinen Menschenfreunden sondern Professoren und Funktionären, die vielfach mit der Industrie oder auch mit den Krankenkassen verbandelt sind. Referenzwerte können gewaltige finanzielle Auswirkungen haben - z.B. darauf, für welche Untersuchungen und Behandlungsmethoden die Kassen aufkommen müssen. Sie haben auch Implikationen für die Arzthaftung. Jedenfalls nicht ausschließlich - vielleicht nicht einmal überwiegend - mit dem Wohl des Patienten.

Darum würde ich den Aussagen eines persönlichen Augenarztes - wenn der ein "Spezialist" ist, hat man Glück gehabt - wesentlich mehr Vertrauen schenken.

Weiterhin: Ein hoher IOD-Wert gewinnt eine ganz andere Bedeutung, wenn bereits - wie hier - Beschwerden vorliegen.

Schließlich: Ein Glaukomschaden kann auch bereits bei relativ niedrigen IOD auftreten. Jedenfalls unter 21. (Joseph Flammer: "Glaukom. Ein Handbuch ...", 3. Aufl. 2009, S. 36ff. [Auch ein Glaukom-"Spezialist"; emeritierter Direktor der Universitäts-Augenklinik Basel]). Insbesondere, wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, wie vaskuläre Dysregulation, nächtliche diastolische Hypotonie, neurodegenerative und immunologische Einflußfaktoren, Stress, genetische Disposition.

Zum Begriff des "Verdachts": Darunter versteht man einfach eine Wahrscheinlichkeitsschätzung. Es gibt einen starken Verdacht, einen mittleren, einen geringen. Das ist völlig subjektiv. Die Faktengrundlage ist allein die Korrelation zwischen Vorhandensein / Ausprägungsgrad eines Glaukoms einerseits und IOD andererseits. Je wertvoller ein Aspekt der Gesundheit (z.B. das Sehvermögen eines Patienten) für einen Arzt ist, bei desto geringerer Wahrscheinlichkeit eines Schadens wird er bereits Untersuchungen ansetzen. Und nicht den Patienten in Sicherheit wiegen, weil sein Meßwert noch 1 mmHg unter der "Obergrenze" liegt. (Patienten sind viel zu leicht beruhigt, wenn ein Meßwert "normal" ist. "Normal", das heißt aber nur, daß die Mächtigen beschlossen haben: "Da machen wir noch nichts" - aus welchen Gründen auch immer.)

Übrigens: die Variabilität des IOD ist bei Vorhandensein eines Glaukoms höher (Flammer, a.a.O.)

Liebe Grüße
Windpferd
 
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Malve

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Hallo Windpferd,

Es ist hinreichend bekannt, daß vielfach Referenzwerte (manchmal als "Normwerte" mißverstanden) nicht von Himmel fallen sondern willkürlich festgelegt werden.
genau so ist es; ich nenne das Beispiel Cholesterinspiegel.
Dort wird ein immer niedrigerer "Normwert" festgelegt; ergo gibt es immer mehr Menschen, die zu "Patienten" werden.

Somit würde das auch für Menschen gelten, die einen Augeninnendruck von 17, 18, oder 19.... mmHg haben.

Ob nun eine Makulaschädigung vorliegt oder nicht, muss doch erst einmal diagnostiziert werden.

Darum würde ich den Aussagen eines persönlichen Augenarztes - wenn der ein "Spezialist" ist, hat man Glück gehabt - wesentlich mehr Vertrauen schenken.
So ist es, und deshalb vertraue ich meinem Prof.:).

Liebe Grüße,
Malve
 
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30.11.13
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Was hat denn die Untersuchung ergeben?
War es nur ein Sehtest beim Optiker? Dann würde ich schleunigst mal einen Augenarzt aufsuchen.
Warst du beim Arzt und die Sehstärke wurde dort angepasst, dauert es vielleicht einfach noch, bis sich die Augen an die neue Stärke gewöhnt haben.
Wenn es allerdings länger anhält, würde ich noch einmal zum Arzt gehen.
 

Malve

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Hallo onliner,

War es nur ein Sehtest beim Optiker? Dann würde ich schleunigst mal einen Augenarzt aufsuchen
wahrscheinlich hast Du nicht alle Beiträge von Traudel gelesen:eek:)...
Schau mal hier:
ich war wohl beim Augenarzt, er hat mir in die Augen geguckt, nicht weit getropft, das will er erst im März machen, der Augendruck wurde gemessen für 20 € und ansonsten sei alles in Ordnung.
http://www.symptome.ch/vbboard/koennte-problem/115281-sehkraft-laesst.html

Liebe Grüße,
Malve
 
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