Schule und ADS

Themenstarter
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo,

Schule macht viele Kinder mit ADS-Symptomen krank. Auch wir haben einmal die Schule gewechselt, weil mein Sohn psychisch am Ende war und nicht mehr leben wollte. Lehrer haben selten genug Wissen, Geduld und Verständnis. Vielen Kindern wird dadurch das Leben zur Hölle gemacht. Ich kenne sehr viele sehr traurige Geschichten.

Gut finde ich, dass es einige wenige Schulen gibt, die sich speziell mit ADS und Hochbegabung auskennen. Für einige ADS-Kinder könnte ein Schulwechsel an eine derartige Schule die sinnvollste "Behandlung" sein. Gerade habe ich diese eulennest.org - Eulennest Schule gefunden. Vielleicht wohnt jemand in der Nähe und hat Interesse. Spenden werden dort auch noch gern genommen.

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
13.03.05
Beiträge
1.648
Schule macht viele Kinder mit ADS-Symptomen krank.
Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
Sozusagen eine Krankheit der Dummen. Von daher macht nicht die Schule die ADS-Kinder krank, ADS ist eine durch Schule definierte Krankheit.
ADS und Hochbegabung
Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch. Das führt nur dazu, dass die Muttis in eine Art Delirium verfallen und in ihr Kind eine Intelligenz reindeuten, die es gar nicht hat. Ist schon verständlich wegen der Verzweiflung, aber nicht gut.
Dasselbe Problem kenne ich von Asperger.
 
Beitritt
05.02.06
Beiträge
41
Hallo Rohi
Leider muss ich dir da etwas anderes dazu sagen.Auch mein Sohn ist in Mathe und Sport höher intelligent wie andere Kinder hat aber Legestanie dabei.Kennst du berühmte Adsler bestimmt nur darüber redet niemand.
Gruss lamblie
 
Beitritt
13.03.05
Beiträge
1.648
Hallo lamblie,

natürlich glaube ich Dir, dass das bei Deinem Sohn so ist.
Eigentlich finde ich, dass es überhaupt wünschenswert wäre, dass in der Schule kleinere Klassen sind und eine intensivere, individuelle Betreuung stattfindet.
Dann würden alle besser werden ("Pisa").
mein Sohn ist in Mathe und Sport höher intelligent wie andere Kinder
Ja, war ich auch, immer der Klassenbeste, ist dann in der Pubertät absolut eingebrochen. Von daher verzeihe, wenn ich oft Rumlästere, Du kannst mir ruhig vorwerfen, dass ich anderen nicht gönne, was bei mir selber nicht geklappt hat.
Meist geht es ums Geld, nach der Logik: mein Kind ist hochbegabt und muss darum speziell (sprich kostenaufwändig) gefördert werden.
Das lohnt sich allerdings für die Gesellschaft nur, wenn dann auch Erwachsene rauskommen, die überdurchschnittliche Leistungen in Kunst oder Wissenschaft oder Sport bringen, und da sehe ich nichts. Die Berühmten, die angeblich auch AD(H)S oder Asperger oder so haben/hatten, sind komischerweise alle so was geworden, ohne Spezialförderung.
Es gab schon mal ein Hochbegabtenschule, die musste aus Geldmangel wieder schließen, wo weiß ich nicht. Da habe ich auch gedacht: muss wohl schiefgegangen sein. Denn sonst hätten die Abgänger, die dank der Schule dann reich und erfolgreich geworden sind, ihre Schule doch aus Dankbarkeit unterstützt.
Weißt du, es geht mir nicht um Deinen oder einen anderen speziellen Sohn, sondern ich finde das allgemeine System mangelhaft.
An sich würde ich dieser Schule schon Erfolg wünschen, aber mehr, weil das übrige Schulsystem so schlecht ist.
 
Themenstarter
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo Rohi und Lamblie,

Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
Sozusagen eine Krankheit der Dummen. Von daher macht nicht die Schule die ADS-Kinder krank, ADS ist eine durch Schule definierte Krankheit.

Das verstehe ich nicht so ganz. Nicht alle ADS-Schüler sind schlechte Schüler, aber viele, da sie anders lernen. U.a. haben sie ein eigenes, meistens langsameres Arbeitstempo. Andersherum sind nicht alle intelligenten Schüler gute Schüler. Viele stürzen ab, weil niemand auf ihre Lernbesonderheiten Rücksicht nimmt und außerdem, weil ihr etwas anderes Verhalten oft als Bösartigkeit, schlechte Erziehung, unnötige Träumerei und Schlampigkeit bestraft und geahndet wird. Mal ein Vergleich: Ein Behinderter im Rollstuhl wird aufgefordert, gefälligst zu laufen wie alle anderen, weil es eben keine Extrawürste gibt. Da er es nicht kann, wird er es auch nicht tun. Dafür wird er dann bestraft und bloßgestellt. Wie wird sich der Behinderte dabei fühlen? Sicher hundsmiserabel. Zu seiner körperlichen Behinderung wird sich ganz sicher sehr schnell eine psychische Störung gesellen. ADSlern geht es teilweise ähnlich. Sie gehen förmlich vor die Hunde, weil sie nicht angenommen werden. Ich kenne viele traurige Geschichten. Deshalb finde ich es sehr gut, dass es solche Schulen inzwischen gibt.

Hier ein sehr guter Artikel von Helmut Köckenberger https://www.emgs.de/downloads/adskoeckenberger.pdf

Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch.

Ich glaube das schon nach eigenen 6-jährigen Kontakten mit vielen Betroffenen und Erforschen der Hintergründe. Statistiken gibt es sicher nicht. Meistens wird Hochbegabung ja auch gleichgesetzt mit sehr guten Zensuren, was falsch ist. Besser als "Hochbegabung" wäre auch wahrscheinlich der Begriff "Besondere Begabung auf bestimmten Gebieten." Das Gehirn hat sich anders entwickelt, die Zusammenarbeit der Hirnhälften ist anders. Unter KPU hast du wahrscheinlich auch von den besonderen Begabungen gelesen. Die werden aber teilweise in den Schulen sogar als Handycap angesehen - einiges steht eben nicht im Lehrplan.

Meist geht es ums Geld, nach der Logik: mein Kind ist hochbegabt und muss darum speziell (sprich kostenaufwändig) gefördert werden.
Das lohnt sich allerdings für die Gesellschaft nur, wenn dann auch Erwachsene rauskommen, die überdurchschnittliche Leistungen in Kunst oder Wissenschaft oder Sport bringen, und da sehe ich nichts.

Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
08.10.04
Beiträge
619
von Rohi:
Denn sonst hätten die Abgänger, die dank der Schule dann reich und erfolgreich geworden sind, ihre Schule doch aus Dankbarkeit unterstützt.

Vielleicht wurden sie nicht reich, aber vielleicht trotzdem erfolgreich. Erfolgreich kann auch einfach bedeuten: glücklich, ausgefüllt, zufrieden.


von Erika:
Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.

Ja genau, Erika. So kann ich das unterschreiben.:)
 
Beitritt
18.05.07
Beiträge
643
Hallo zusammen,

@ Rohi
Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
ADS bedeutet Aufmerksamkeitsdefizit und dieses kann sich durchaus auch erst im Erwachsenenalter einstellen, hat also nicht unbedingt etwas mit Schule zu tun.
So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.
Ich war während meiner Schulzeit stets konzentriert, bin aber genau wie Du mit der Pubertät abgefallen. Das ist häufig so bei Allergikern und KPUlern. ADS stellte sich aber erst noch viel später ein.

Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch. Das führt nur dazu, dass die Muttis in eine Art Delirium verfallen und in ihr Kind eine Intelligenz reindeuten, die es gar nicht hat. Ist schon verständlich wegen der Verzweiflung, aber nicht gut.
Das mit der Verbindung sehe ich auch so. Ich kenne einige Muttis, die ihre sozial auffälligen und schulleistungsmäßig schlechten Kinder auf der Hochbegabtenschiene sehen.
Das ist so wie bei den Ärzten: Wenn sie nichts finden, dann heißt das "vegetative Dystonie" und meint ab in die Klapse.
Die Psyche ist da das gefundene Fressen und da das ja auch stimmen kann - aber es nach meinen Erfahrungen in den meisten Fällen nicht stimmen wird - ist der ideale Sündenbock gefunden. Den Patienten nützt das wenig, im Gegenteil.

Ebenso führt das Hochbegabtendenken dazu, dass die Eltern die Ursachen der Probleme nicht wirklich hinterfragen und daher auch nicht finden können. Das ist fatal für die Kinder, die doch oft nur vergiftet sind und Vitalstoffmängel haben.

Die Berühmten, die angeblich auch AD(H)S oder Asperger oder so haben/hatten, sind komischerweise alle so was geworden, ohne Spezialförderung.
Ich halte eine teure Privatschule auch nur für wirkliche Überflieger für sinnvoll, die vor Langeweile in normalen Schulen untergehen und oft sogar schlechte Schüler werden deswegen.
Heutzutage kann man Hochbegabung testen und das sollten alle Eltern tun, die meinen, ihr schwieriger Spross sei hochbegabt. Und wenn dann der Traum einer bequemen Lösung der Probleme platzt, dann sollten sie anderweitig handeln und nach Ursachen suchen und sich vor allem auf Empfehlungen erfahrener Eltern einlassen.

Ich habe es immer wieder erlebt: "Mein Kind ist nicht allergisch oder vergiftet etc., das ist psychsisch oder vererbt, da kann man nur mit Psychotherapie oder Ritalin was machen." Ich sage jetzt nichts mehr, mache mich damit nur unbeliebt.

Selbst mein eigener Onkel ist arzthörig und meint allen Ernstes, ich wäre bestimmt schon viel weiter, wenn ich nicht die letzten 8 Jahre mit Selbstrecherchen und Herumdoktorn verschwendet hätte.
Wenn ich dann sage, dass ich 30 Jahre auf Ärzte vertraut habe, die absolut nichts erreicht haben und jetzt immerhin schon einige Fortschritte vorweisen kann, dann überhört er das einfach.
Seit meiner Kindheit hatte ich z.B. zu hohe Eisenwerte und nicht einer meiner vielen Ärzte hat das zum Anlass genommen, nachzuforschen.
Erst im Forum erfuhr ich dieses Jahr, dass es eine Eisenspeicherkrankheit gibt. Ich habe daraufhin die Blutwerte bestimmen lassen und siehe da, ich habe das, nachgewiesen mit Gentest. Wieso kam da kein Arzt drauf? Lernen die darüber nichts an der Uni?
Ich kenne bisher keinen Arzt, der Laborergebnisse nur annähernd richtig interpretieren konnte.

Im Naturarzt stand letztens, nicht die Pharmalobby sei das Problem, indem sie ihre Produkte auf den Markt drücke, sondern die meisten unkritischen Patienten, die nur dann glücklich sind, wenn der Doc ihnen irgendwelche Pillchen verschrieben hat.
Der hat das ja studiert, der kennt mich schon 30 Jahre, der muss ja am besten wissen, was mir gut tut.

So werden viele Chancen vertan. Traurig für die armen Kinder, denen man nicht helfen kann.

Spezialförderung kann aber auch bedeuten, dass sie zu Hause stattfindet. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Nachhilfeunterricht, sondern einfach dem Kind in der Freizeit etwas bieten, in dem es richtig aufgeht und Selbstbewusstsein erarbeiten kann, eben in seinen Begabungsgebieten.

Nicht alle ADS-Schüler sind schlechte Schüler, aber viele, da sie anders lernen. U.a. haben sie ein eigenes, meistens langsameres Arbeitstempo. Andersherum sind nicht alle intelligenten Schüler gute Schüler. Viele stürzen ab, weil niemand auf ihre Lernbesonderheiten Rücksicht nimmt und außerdem, weil ihr etwas anderes Verhalten oft als Bösartigkeit, schlechte Erziehung, unnötige Träumerei und Schlampigkeit bestraft und geahndet wird. ... Sie gehen förmlich vor die Hunde, weil sie nicht angenommen werden. Ich kenne viele traurige Geschichten. Deshalb finde ich es sehr gut, dass es solche Schulen inzwischen gibt.
Das kann ich alles bestätigen, Erika.
Um ein guter Schüler zu sein, reicht Intelligenz nicht aus. Es müssen auch andere Fähigkeiten dazukommen, Motivation, Fleiß, Konzentration Selbstorganisation, Nervenstärke bei Prüfungen etc..
All diese Dinge fallen ADSlern, die nicht (zu Hause) einfühlsam unterstützt werden, schwer. Um einem ADSler zu dem Erfolg zu verhelfen, der ihm gemäß seiner Begabung zusteht, braucht man oft eine ganze Menge Energie, und zwar der Schüler und der Betreuer. Und diese Kinder brauchen einfühlsame Lehrer.

Wir hatten überlegt, nach diesem Schuljahr die Schule zu wechseln, weil unsere Kinder im Moment täglich 2 Stunden im Bus vertrödeln, obwohl eine andere Schule nur 5 Minuten von uns entfernt wäre. Da die Klassen in der Siebten wegen der Schwerpunkte ohnehin neu zusammengewürfelt werden, hielten wir das für einen geeigneten Zeitpunkt.

Nun haben wir aber von vielen Seiten erfahren, dass auf dieser neuen Schule schlechte und "problembehaftete" Schüler gnadenlos aussortiert werden.
Für meinen Sohn mit ADS und Legasthenie kommt ein Wechsel daher momentan nicht in Frage. Er hat eine teilweise kaum lesbare Schrift und benötigt in seinen Schwachpunkten, den Sprachen, verständnisvolle Lehrer. Nur unter diesen Bedingungen kann ich seine noch gute Motivation aufrecht erhalten.
Wenn er in der KPU-Medikation voranschreitet, wird er sich irgendwann auch besser konzentrieren können. Seit er Lecithin nimmt, bemerkt er bereits Fortschritte.
Solange wird er die anstrengende Busfahrt von jeweils einer Stunde pro Tour mit 2x umsteigen bei einem 9kg schwere Ranzen weiter auf sich nehmen müssen. Da er meist erst um halb vier zum Mittag zu Hause ist und ohnehin sehr langsam arbeitet, bleibt ihm von Montag bis Donenrstag nachmittags keinerlei Freizeit mehr. Das ist zwar schlimm, aber immer noch besser, als von verständnislosen Lehrern fertig gemacht zu werden.

Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.

Das sehe ich auch so. Wie Elfe schon sagte:" Er erfülltes, glückliches Leben ist der größte Erfolg, den man erzielen kann."
Das hat absolut nichts mit Intelligenz, Geld oder Gesundheit zu tun.
Meine Oma hatte nie Geld, konnte wegen nicht erkannter KPU nicht arbeiten, war geschieden und hatte viele gesundheitliche Probleme. Trotzdem wirkte sie auf mich immer einigermaßen glücklich, trotz all der Schicksalsschläge.

Sie machte aus dem, was sie noch konnte, das Beste und brauchte keine Designerklamotten etc. um glücklich zu sein. Das Unabänderliche hat sie akzeptiert, das Änderbare in Angriff genommen. Das ist Weisheit und Lebensglück für mich.

Viele liebe Grüße
Claudia
 
Beitritt
13.03.05
Beiträge
1.648
Ebenso führt das Hochbegabtendenken dazu, dass die Eltern die Ursachen der Probleme nicht wirklich hinterfragen und daher auch nicht finden können. Das ist fatal für die Kinder, die doch oft nur vergiftet sind und Vitalstoffmängel haben.
Das ist eben das Schlimme. Eine angenommene Hochbegabung als Ursache der Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Probleme blockiert die Suche nach anderen Ursachen. Das müssen nicht gleich teure Immuntests sein: ich denke, schon genaues Hinsehen und Beobachten würde in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen z. B. bestimmten Nahrungsmitteln und psychischen Auffälligkeiten erkennen lassen.
 
Themenstarter
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo,

ich setze hier mal einen Beitrag hinein, den ich einmal in einem anderen Forum geschrieben habe.

vielleicht gibt es unterschiedliche Hochbegabte, die "normalen" und die mit den Sonderbegabungen auf der einen Seite und Defiziten auf der anderen Seite. Von den letzeren kenne ich mehrere, die als "Hochbegabte" getestet wurden.

Vor einem Jahr hatte ich einmal E-Mail-Kontakt mit der erfahrenen Neurobiologin Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert-Noodt, weil ich eine Bestätigung suchte für meinen Verdacht, dass eine andersartige Benutzung des Gehirns bei von Natur aus sehr intelligenten Kindern zu Sonderbegabungen führen kann. Ich setze hier mal Auszüge aus dem Schriftwechsel `rein (Wahrscheinlich kennt Ihr den aber schon aus dem anderen Forum).

----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: [email protected] [mailto:[email protected]]
Gesendet: Donnerstag, 30. Juni 2005 22:50
An: [email protected]
Betreff: Ihr Vortrag Kongress Fulda
Hallo Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert-Noodt,
Ihr Vortrag in Fulda hat mich sehr begeistert………
….. Seine Lehrerin hat den Verdacht auf Hochbegabung. Zurzeit wird ziemlich oft von hochbegabten Kindern gesprochen, die aber andererseits Entwicklungsstörungen (u.a. durch Kiss und Co.) haben. Ich habe schon manches Mal gedacht, ob diese "Hochbegabung" - besondere Begabung auf bestimmten Gebieten wäre vielleicht eine treffendere Bezeichnung - daraus resultiert, dass das Gehirn bei Entwicklungsgestörten anders arbeitet, z.b. die andere Gehirnhälfte als üblich für gewisse Aufgaben benutzt wird. Ist an meiner Theorie etwas Wahres dran?
Thema: AW: Ihr Vortrag Kongress Fulda
Datum: 04.07.2005 12:31:15 Westeuropäische Normalzeit
Von: [email protected]

An: [email protected]

Liebe Frau Christiansen, danke sehr für Ihre Anfrage und hier eine knappe Antwort, da ich sehr zu tuen habe, was mit dem Ende des Semsters zusammenhängt und außerdem damit dass es überhaupt mein letztes Semester an der Universität ist....
…Was Hochbegabungen angeht, so kann ich mich auch nur Ihrer Meinung anschließen. Wäre hier zu fordernd, wenn ich zur Hochbegabung näheres ausführen sollte. Da muss man fast eine ganze Vorlesung zu abhalten. Eventuell werde ich dazu mit einer Kollegin aktiv werden. Eine kurze Publikation haben wir eingereicht, wird demnächst in einer Lehrerzeitschrift erscheinen, dazu müssten Sie sich auch in einem halben Jahr einmal wieder melden, dann kann ich diese Veröffentlichung Ihnen zuleiten.
Falls ich selber daran denke, sende ich sie Ihnen zu.
Das in Kürze hier, wünsche Ihnen alles Gute und ebenso den beiden Kindern und verbleibe mit herzlichen Grüßen G. Teuchert-Noodt
.
Hier Kryptopyrrol unter "Anzeichen und Symptome" wird mein Verdacht auch bestätigt.

Als ich Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert Noodt anschrieb, wusste ich noch nichts von KPU und den weiteren Zusammenhängen zwischen Kiss/Nährstoffversorgung/KPU.

Mein Sohn wurde erst vor Kurzem getestet: Verbal-IQ 141, Sprachverständnis-IQ 139, Handlungs-IQ nur 107. Das Gehirn hat sich anders entwickelt. Ich denke, dass sich nicht mehr so viel daran ändern wird. Er findet die staatliche Schule langweilig - das ist Stress - seine Begabungen sind nicht gefragt in der Schule - eher störend - seine "Handycaps" wie nicht besonders gute ordentliche Schrift nervt die Lehrer - mit Computer schreiben ist aber zurzeit verboten - er könnte mit dieser Hilfe viel mehr zu Papier bringen, seine positiven Seiten zeigen - wird aber durch Schule verhindert. Alle müssen gleich sein - und das ist DAS Problem an den staatlichen Schulen. Viele Verhaltensprobleme zahlreicher Kinder würden nicht ausufern oder sogar entstehen, wenn Schule begreifen würde, dass die Menschen verschieden sind. Auch die beste Förderung im Elternhaus kann diese vielen Frustationen, die durch Schule entstehen nicht immer ausgleichen. Deshalb wäre es sehr notwendig, dass im Schulsystem einiges getan wird ob für Hochgebote oder für Legastheniker. Der erste und wichtigste Schritt sind Fortbildungen für Lehrer. Sie MÜSSEN einfach wissen, warum einige Kinder dies können und anderes nicht und entsprechend darauf reagieren können. Die Individualität der einzelnen Kinder muss einfach mehr akzeptiert werden. Akzeptanz und Erfolgserlebnisse befähigen Kinder zu Höchstleistungen. Viele Kinder erleben in den Schulen leider das Gegenteil.

So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.

Ich sehe zuerst die Ernährung, Kiss/HWS-Probleme als zusätzlichen Faktor, der Stoffwechselfunktionen beeinträchtigt - Vitalstoffmängel - dann erst als Folge KPU, Vergiftungen, Unverträglichkeiten, Allergien. Einiges wird auch schon vererbt.

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
18.05.07
Beiträge
643
Hallo Erika,

Viele Verhaltensprobleme zahlreicher Kinder würden nicht ausufern oder sogar entstehen, wenn Schule begreifen würde, dass die Menschen verschieden sind. Auch die beste Förderung im Elternhaus kann diese vielen Frustationen, die durch Schule entstehen nicht immer ausgleichen. Deshalb wäre es sehr notwendig, dass im Schulsystem einiges getan wird ob für Hochgebote oder für Legastheniker. Der erste und wichtigste Schritt sind Fortbildungen für Lehrer. Sie MÜSSEN einfach wissen, warum einige Kinder dies können und anderes nicht und entsprechend darauf reagieren können. Die Individualität der einzelnen Kinder muss einfach mehr akzeptiert werden. Akzeptanz und Erfolgserlebnisse befähigen Kinder zu Höchstleistungen. Viele Kinder erleben in den Schulen leider das Gegenteil.

Das ist genau das, was ich auch meinte. Auf der jetzigen Schule meiner Kinder zeigen die jungen Lehrer diese Toleranz und genau deshalb wird mein Sohn nicht wechseln, solange er in irgendeiner Weise "auffällig" ist.

Es gibt Schulen, die generell toleranter eingestellt sind und welche, die es nicht sind. Das muss an der Schulleitung liegen.
Auf die Schule, die quasi vor unserer Haustür liegt, wollten wir nach Waldorf vor einem Jahr bereits wechseln.
Da bekam ich zu hören, dass sie keine Waldorfschüler wollen, das wäre ein ganz anderes Schulsystem, ich hätte mir vorher überlegen sollen, wo ich mein Kind hinstecke.
Zwar stimmt das mit dem anderen System, aber wenn die Kinder intelligent sind und die Eltern die Umstellung aktiv begleiten, dann ist ein Wechsel in die 5. Klasse zu verkraften und zu schaffen. Später geht das nicht mehr.

Also sind wir auf die weiter entfernte Schule ausgewichen und hatten im Hinterkopf, zur siebten Klasse zu wechseln, wenn die Kinder sich auf dem Gymnasium bewährt haben und den "Waldorf-Makel" los sind.

Im Nachhinein war das für meinen Sohn wohl die Rettung, dass sie uns einst angelehnt hatten, der wäre dort untergegangen und hätte sich ein weiteres Schultrauma eingefangen.
Im übrigen waren wir am Ende der ersten Klasse nach Waldorf gewechselt, weil er wegen seiner Legasthenie nicht klar kam und niedergemacht wurde. Wir sind absolut keine fanatischen Waldorftypen, aber sind dankbar, dass er dort eine Weile zur Ruhe kommen und Vertrauen fassen durfte.
Als er sich erholt hatte, wurde es ihm dort zu langweilig.

So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.

Ich sehe zuerst die Ernährung, Kiss/HWS-Probleme als zusätzlichen Faktor, der Stoffwechselfunktionen beeinträchtigt - Vitalstoffmängel - dann erst als Folge KPU, Vergiftungen, Unverträglichkeiten, Allergien. Einiges wird auch schon vererbt.

Also bei mir war offensichtlich KPU zuerst da, denn ich war schon als Baby mit der Atmung empfindlich und dem Darm. Ich bin ganz normal geboren, ohne Kaiserschnitt oder so, also kein HWS-Trauma.
Die Allergien stellte sich erst nach der Pubertät vermehrt ein, die nervlichen Probleme verstärkt mit Anfang 20 nach einem schweren Sturz vom Pferd mit HWS-Trauma (vermutlich) und der Rest nach den Schwangerschaften und der Amalgamentfernung.
Ich sehe die ererbte KPU bei mir als Hauptgrund, HWS, Amalgam etc. kam erschwerend hinzu. Das deckt sich auch mit dem was Kuklinski sagt.

Viele Grüße
Claudia
 
Beitritt
13.03.05
Beiträge
1.648
Solange wird er die anstrengende Busfahrt von jeweils einer Stunde pro Tour mit 2x umsteigen bei einem 9kg schwere Ranzen weiter auf sich nehmen müssen. Da er meist erst um halb vier zum Mittag zu Hause ist und ohnehin sehr langsam arbeitet, bleibt ihm von Montag bis Donenrstag nachmittags keinerlei Freizeit mehr.
Vielleicht sollte man es doch versuchen einzurichten, dass er Nachmittags wenigstens ein wenig Freizeit hat.
Das ist zwar schlimm, aber immer noch besser, als von verständnislosen Lehrern fertig gemacht zu werden.
Ein böses Dilemma.
 
Themenstarter
Beitritt
29.05.07
Beiträge
851
Hallo Claudia,

Das ist genau das, was ich auch meinte. Auf der jetzigen Schule meiner Kinder zeigen die jungen Lehrer diese Toleranz und genau deshalb wird mein Sohn nicht wechseln, solange er in irgendeiner Weise "auffällig" ist.

Dann ist deine Entscheidung auch wahrscheinlich richtig - Lehrerverhalten kann manchmal ausschlaggebend sein, ob sich ein auffälliges ADS-Kind in eine positive oder negative Richtung entwickelt.

Falls du mal Langeweile hast, kannst du ja mal meinen Erfahrungsbericht https://www.emgs.de/downloads/erfahrungsberichterika.pdf (leider funktionieren viele der angegebenen Links nicht mehr) lesen, den ich vor ca. 4Jahren bis an die Bundesregierung und viele, viele andere Stellen geschickt habe - ich habe sogar Antwort bekommen. Man werde sich um mehr Professionalität bemühen, wurde mitgeteilt von Landes- und Bundesregierung mit Angabe von vielen Links, die beweisen sollten, was sich alles schon bewegt - die Infos gingen aber alle so ziemlich am Thema vorbei. Damals war ich noch nicht beim Thema Ernährung, KPU usw. angekommen. Inzwischen habe ich mehr dazugelernt. Was ich in meinem Erfahrungsbericht zu den Ursachen geschrieben habe, sehe ich immer noch so oder so ähnlich. Mit Ernährung/Optimierung der Nährstoffversorgung und Verbesserung der Stoffwechselfunktionen kann man viel ausgleichen. Vielleicht ist sogar die HWS-Problematik sekundäre Ursache - kommt mir immer wahrscheinlicher vor. Aber das ist wieder eine anderes - mein derzeitiges Lieblingsthema - hier geht es ja um Schule und ADS.

Im übrigen waren wir am Ende der ersten Klasse nach Waldorf gewechselt, weil er wegen seiner Legasthenie nicht klar kam und niedergemacht wurde.

Völlig richtig - leider gucken sich das Niedermachen viel zu viele Eltern jahrelang an oder machen selbst mit.

Also bei mir war offensichtlich KPU zuerst da, denn ich war schon als Baby mit der Atmung empfindlich und dem Darm. Ich bin ganz normal geboren, ohne Kaiserschnitt oder so, also kein HWS-Trauma.

Atmung, Darm, Allergien hängen ebenso mit HWS-Problemen/Ernährung zusammen. Meine Kinder sind auch normal geboren und sahen nicht schief aus. 7 Jahre lang hat niemand etwas bemerkt. Ich denke eher, dass KPU überwiegend dadurch entsteht - Vererbung gibt es sicher auch. Da hat dann vielleicht schon HWS/Ernährung der Vorfahren eine Rolle gespielt. KPU und Vergiftungen können ebenso eine Folge sein - das erscheint mir persönlich logischer.

Jetzt sind wir schon wieder bei KPU, Ernährung und Co. Hier geht es ja eigentlich um Schule :) , aber irgendwie gehört ja alles zusammen - viele Kettenreaktionen - ein Teufelskreis.

Das Gymnasium ist keine Therapieeinrichtung für Defekte. Kein Wunder, dass die Lehrer genervt sind, wenn einer den ganzen Betrieb aufhält, weil er nicht hinterherkommt. Dann doch Ritalin.

@ Rohi, ne kein Ritalin! Defekt ist insbesondere das Bildungssystem. Viele intelligente ADS-Kinder landen sogar auf Sonderschulen :schlag: Ich weiß nicht, wie sehr du dich mit ADS, Hochbegabung, Legasthenie auseinandergesetzt hast. Es gibt viele Möglichkeiten der Unterstützung durch Schulen. Inzwischen hat man ja schon mitbekommen, dass das deutsche Schulsystem zu viel aussortiert, zu wenig individuell fördert, neue Schulen z.b. Regionalschule usw. werden eingeführt. Leider schweben unsere lieben Politiker aber immer noch im Jenseits, was die Ursachenforschung angeht - werden sie wahrscheinlich noch Jahrzehnte weiter tun.

Viele Grüße
Erika
 
Beitritt
18.05.07
Beiträge
643
Hallo Rohi und Erika,

Vielleicht sollte man es doch versuchen einzurichten, dass er Nachmittags wenigstens ein wenig Freizeit hat.
Das hat er Freitags und am Wochenende und seine Busfahrten betrachtet er auch als Freizeit, da quatscht er mit seinen Busbekanntschaften, von denen inzwischen auch einige seine Freunde sind.
Trotzdem wäre mehr Freizeit wünschenswert. Wenn er das ADS erst einmal abgelegt hat und sich besser konzentrieren kann, dann geht die Arbeit auch schneller von der Hand. Meine Tochter ohne Konzentrationsstörungen ist in einer Parallelklasse und hat genügend Zeit für Sport etc.. Solange müssen wir überbrücken.
Ich finde das auch ein böses Dilemma, nicht umsonst arbeite ich seit Monaten mit Hochdruck an der Genesung durch KPU-Medis etc..

Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich nur noch um eine relativ kurze Zeitspanne handeln kann, bis es ihm durch die Vitalstoffe besser geht. Das Lecithin wirkt schon wunderbar, aber nur ca. 4 Stunden am Vormittag. Mehr will ich ihm nicht geben.

Im Moment probieren wir alles erst einmal in geringen Dosen und langsam alle 10 Tage einen neuen Stoff dazu, damit wir merken, wovon es ihm schlechter (unverträglich) oder besser geht. Dann muss noch die optimale Dosis gefunden werden, das dauert sicher noch ein halbes Jahr, bis alles einigermaßen optimiert ist.

Das Thema Realschule oder Gymnasium hatte ich ja schon mal besprochen. Es ist für Kinder, besonders ADSler, extrem wichtig, ihnen zu Erfolgserlebnissen zu verhelfen.
Wenn man ein Kind unterfordert, ist das genauso schlimm wie Überforderung. Die Kinder merken dann, dass man ihnen wegen ihrer "Behinderung" generell nichts zutraut, was das Selbstbewusstsein in den Keller senkt.
Wenn ich ihn zur Realschule gegeben hätte, hätte er auch in Waldorf bleiben können. Für einen pfiffigen kleinen Kerl, der das Pech hatte, vom Vater Legasthenie und von der Mutter KPU geerbt zu haben, ist Unterforderung ein Schlag ins Gesicht, er wollte da nur noch weg, d.h. nicht ich war diejenige, die ihn auf das Gymnasium gescheucht hat ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich hatte schon mal gesagt, dass ein erfülltes Leben nicht von der Schulbildung abhängt. Wir wollen doch alle nur zufriedene Kinder, die im Leben gut zurechtkommen.

Es ist übrigens absolut nicht so, dass mein Sohn nicht hinterherkommt und den Betrieb aufhält. Er hat nur eine furchtbare Klaue und hat mit Rechtschreibung Probleme, das stört seine Mitschüler nicht, die Lehrer nur bei Arbeiten.
Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich gehört er zur Klassenspitze und findet selbst auf dem Gymnasium den Unterricht teilweise noch langweilig.

Mit seinem Temperament gab es nie Probleme, das lässt er nur zu Hause ab und zu raus, was auch in Ordnung ist.

Nerven tun die "Defekte" hauptsächlich ihn und mich, da wir einige Dinge verstärkt üben müssen.

Ich sehe es allerdings auch so, dass die Schule heutzutage von vielen Eltern als Therapieeinrchtung angesehen wird: Sollen die Lehrer mal sehen, wie sie das hinbekommen, was wir nicht geschafft haben.
Das kann die Schule schon zeitlich nicht leisten und dazu ist sie auch nicht da. Begleiten müssen die Eltern ihre Kinder schon selbst.

Was allerdings gemacht werden kann, ist das, was ich erwähnte: Dass die Lehrer Schüler mit Teilstörungen nicht mobben und aussortieren, sondern deren Anstrengungen anerkennen, wenn sich insgesamt der Eindruck ergibt, dass das Kind sehr wohl richtig auf dieser Schule aufgehoben ist.

Zum Glück werden Legastheniker heute anerkannt und nicht mehr zwingend aussortiert, obwohl es trotzdem noch häufig gemacht wird.
Da müssen dann aber auch die Eltern hinterher und mit den Lehrern reden und ggf. die Schule wechseln.
Ich gebe Erika recht, dass viele Eltern viel zu lange wegsehen, wenn ihre Kinder Probleme in der Schule haben. Natürlich legt man sich nicht gern mit Lehrern an, aber manchmal lässt sich das nicht vermeiden, zum Wohle des Kindes.
Seine uneinsichtige Lehrerin aus der Grundschule war hoch beleidigt, als ich ihr sagte, es sei hier eine Trichteranstalt, die auf die Individualität der Kinder keine Rücksicht nähme und einfach immer weiter Druck ausübe, bis die Kinder weinen oder seelisch verkrüppeln. Sie hat das Dilemma gar nicht gesehen und meinte, wir seien Schuld, man könne Legasthenie in der ersten Klasse noch gar nicht feststellen. Offiziell wird das auch behauptet, es gibt aber eindeutige Tendenzen schon im Kindergarten.
Ist genau wie bei Morbus Wilson: Man muss doch nicht erst warten, bis der Patient Zirrhose und starkes Zittern hat, auch da gibt es vorher Warnzeichen.

Dem Nachbarssohn, auch Legastheniker (muss hier ein Nest sein :) ), erging es in den vier Jahren auch nicht gut an dieser Schule, obwohl er andere Lehrerinnen hatte.
Ich habe mal die Randbemerkungen einer seiner Lehrerinnen in der vierten Klasse gelesen, das war entwürdigend und destruktiv hoch zehn.
Er durfte leider nicht nach Waldorf "flüchten" und bekam nur eine Hauptschulempfehlung, geht jetzt auf die Realschule, denn er ist nicht dumm.

Deine Erfahrungsberichte schaue ich mir an Erika, bin sehr gespannt :).

Viele Grüße
Claudia
 
Beitritt
21.08.07
Beiträge
17
Hallo Ihr ich klink mich jetzt einfach mal ein auch wenn das ein ganz anderes Thema ist .Es betrifft meinen Sohn Dominik der überall aneckt.
Bis vor 3 wochen bekam er ein Medikament und da hat alles gut geklappt in der Schule er vergaß nichts hat ohne Theater seine hausis gemacht und konnte sich konzentrieren nur fühlte er sich wie in einer Zwangsjacke war so flegmatisch die dosierung war aber eigentlich gut (wir haben lang getüfftelt bis es wirkte)
Also was ist besser ein kind das frustriert ist weil es schlechtere noten kriegt oder ein kind das sich so eingesperrt fühlt was macht Ihr so mit euren kndern und wie kriegt man es hin den andern Kindern auch noch zeit zu schenken wenn man mit seinem Adsler stunden verbringen muss um zu lernen langsam verliere ich die Lust an schule gruß simone
 
Beitritt
14.01.04
Beiträge
9.144
Hallo Simone

Mit 3 Kindern und erst noch einem äusserst aufwändigen aus demm autist. Spektrum kenne ich die Problematik sehr.

Ich rate da zu einer doppelten Sicht und Vorgehen:

1. Mittel- und langfristige Sicht: Es geht um die Ursachenbehebung der Probleme, welche biomedizinisch (Darm"sanierung" Ernährung, Vitalstoffe, Entgiftung von SM) möglich sind, damit das Kind immer weniger Lernzeit etc braucht und imme gesünder wird.
2. Die Kurzfristige Sicht: Hier geht es darum, alle massnahmen zu finden, damit das Kind mögliochst gut durch kommt (und dazu gehört auch die belastete Mutter) , bis Punkt 1 Früchte trägt. Das bewusstsein, dass es wegen dem punkt 1 bald mal immer besser gehen wird, erleichtert den grossen Einsatz durchzustehen.

Zu Punkt 1: Beginne sofort damit. Fülle den Fragebogen auf File-Upload.net - Ihr kostenloser File Hoster! aus (Werbung wegklicken, download anklicken) und sende ihn mir zu

Zu Punkt 2:
- Bsprich die Sache mit dem Lehrer / der Schule. Eventuell ist eine reduktion der Hausaufgaben oder eine individuelle reduktion der Lernziele angebracht. So hätte er und Du (für die kinder und Dich) mehr Zeit.
- Versuxche vor allem dann mit ihm zu lrnen, wenn die anderen weg sind (Schule, Ferien, Schlafen, Freunde, etc), damit Du Zei mit Ihnen verbringen kannst, wenn sie da sind. Der ADS,ler kann dann sopielen
- Versuche die anderen kinder zu motiovieren, zusammen zu spielen, wenn Du mit dem ADS'ler lernst
- Versuche Aufgabenhilfe (fachliche, oder freundschaftliche/verwandten) für den AS'ler zu bekommen, damit Du Zeit für die anderen hast. Kenne die deutsche Gesetzgebung nicht, aber vieleicht hat er sogar anrecht auf irgendwelche Nachhilfe aufgrund seiner Schweirigkeiten wegen des ADS.

Hoffe es hilft Dir
 
Beitritt
08.10.04
Beiträge
619
Hallo und willkommen, Chichi!

anfügend zu Beats Beitrag möchte ich noch auf Deine Medikations-Sorge eingehen:

Bis vor 3 wochen bekam er ein Medikament und da hat alles gut geklappt in der Schule er vergaß nichts hat ohne Theater seine hausis gemacht und konnte sich konzentrieren nur fühlte er sich wie in einer Zwangsjacke war so flegmatisch die dosierung war aber eigentlich gut (wir haben lang getüfftelt bis es wirkte)

Wenn Dein Sohn phlegmatisch wurde und sich wie in einer Zwangsjacke fühlte, dann könnte ich mir vorstellen, dass er doch leicht überdosiert ist. Die richtige Einstellung ist offenbar schwieriger als man denkt, das wird oft unterschätzt. Falls Du es schon ausprobiert hast: was bewirkt denn eine ganz leichte Reduktion bei ihm? Und: werdet Ihr gut betreut und begleitet vom Kinderpsychiater?
 
Beitritt
21.08.07
Beiträge
17
Begleitsymptomabfrage bei psychischen Problemen:

Dominik Mueller / Kind 12 Alter und/oder Erkennungsmerkmal (z.B. E-Mailadresse):
[email protected].....................................................................
ALLES zutreffende auf Person unterstreichen, bzw nicht zutreffendes durchstreichen/löschen:
ADS, Hyperaktivität, Entwicklungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen frühkindlicher/atypischer Autismus, Asperger Syndrom, Rett Syndrom, Tourette Syndrom, Lernstörungen, Rechenschwäche Lese-/Rechtschreibschwäche, Sprachstörung, Sprachverzögerung, Depressionen, depressive Phasen, (chronisch) müde, Tics, Schizophrenie, andere auf der psychischen Ebene, welche?............................

Anzeichen: (Präzisierungen in Kolonne eintragen) Hat es Hatte es früher nie
Frühgeburt ------------------- x
sehr schnelle, oder mühsame Geburt, Kaiserschnitt schnell
hatte bläuliche Gesichtsfarbe bei der Geburt ------------------- x
oft Bauchweh / Dreimonatskoliken x
aufgeblasenes Bäuchlein x
oft Verstopfung oder harter Stuhlgang x
fast immer weicher Stuhlgang oder Durchfall, wenn ja, welches? x
unverdaute Speiseteile im Stuhl x
überdurchschnittlich lange Wimpern x
lange Froschfinger x
oft rote Ohren und/oder Backen, zB wenn draussen war, welches? Rote backen
weisser Belag auf der Zunge x
andere Auffälligkeiten auf der Zunge, welche? x
häufiges Erwachen in der Nacht, mit weinen? x
Kleinwüchsigkeit, körperlicher Entwicklungsrückstand, fragiler Körperbau, was? x
Muskelschwäche, z.B. im Rücken Ja rücken
Milchschorf und/oder Kopfschuppen schuppen
trockene Haut x
andere Hautprobleme, Hautkrankheiten, welche? x
blasse, etwas bleiche Hautfarbe (Gesicht) Gelblich weiß
oft laufende Nase, erkältet, Halsweh, welche alle? halsweh
Ohrenentzündungen gehabt, wie viele? Bis 3 jahre
relativ häufig krank, z.B. Grippe
Antibiotika bekommen, wenn ja, wie oft?
andere Medikamente mehrfach genommen, bzw immer noch nehme, welche? Eqasym
hohes Fieber nach Impfungen gehabt, wenn ja bei welchen? x
sehr oft schlechter Atem x
komisches Benehmen, sich fühlen, nach dem Genuss von Farb- oder Konservierungsmittel ?
nach dem Genuss von Zucker Öfter aufgedreht
mehrfach Fieberzäpfchen bekommen
Vorliebe für Milchprodukt(e), starke Lust darauf x
Vorliebe für Getreideprodukte x
Vorliebe für andere Nahrungsmittel, welche? Döner, Fleisch
Allergien, Heuschnupfen u.ä., welche?, bzw meidet gewisse Nahrungsmittel, wenn ja, welche (zB Gemüse) Leichter heuschnupfen
isst wenig? x
hat (chron) dunkle Augenringe unter den Augen bläulich
reibt oft die eigenen Augen oder zeigt/sticht mit dem Finger in eigene oder fremde Augen
oft Gliederschmerzen selten
häufig starker Durst x
häufiges Urinieren
Schlafprobleme beim Einschlafen und Aufwachen ja
weiche, brüchige und/oder ausgefranste Fingernägel, was trifft alles zu? abgekaute
extrem scheu und/oder gleichgültig, was? gleichgültig
extrem ängstlich x
mangelndes Interesse /sehr oft verwirrt oft
oft aggressiv / cholerisch oft
emotional labil oft
hohe Schmerzschwelle, ist relativ unempfindlich ja
Hat Mutter Amalgamfüllungen, wenn ja, wie viele? (Wenn entfernt, bei "früher" eintragen) Ja 2
Mutter hatte Vaginalpilz während der Schwangerschaft x
Mutter hatte Medikamente genommen während der Schwangerschaft, welche? x
häufig rote Stellen bei Windelwechsel x
After rot / leicht entzündet Ja
trockene Haare ja
trockene Lippen, wenn ja auch Risse? x
übergewichtig, trotz nicht allzu übermässigem Essen, bzw Gegenteil. Wenn ja, was? Ist gewachsen
Die Auffälligkeiten begannen mit ...............Jahren 4
Sie begannen relativ kurz nach
- einer Antibiotikabehandlung ------------------- x
- dito nach einer Impfung, wenn ja welcher? -------------------
- dito nach einer Operation -------------------
- dito sonstigem, welchem? -------------------
schwitzt der Betroffene stark? ja
Körpergeruch ohne ersichtlichen Grund ja
Hat Mutter bleiche Gesichtsfarbe und/oder Gelenkschmerzen Ja fibromyalgie
Leidet Mutter unter kleineren oder grösseren Sachen wie Allergieen, Migräne etc oder Konzentrationsmängel, chron. Müdigkeit, Depressionen, ADS o.ä. wenn ja, was? Müdigkeit, depression,migräne
Dito Vater x
Welche Laboruntersuchungen (Urin, Blut etc) wurden schon gemacht und mit welchem Resultat? ------------------- Übliche -gesund
Andere körperliche / organische Besonderheiten
die oben nicht aufgeführt sind
x









Alle Fragen wenn möglich in entsprechender Kolonne bezeichnen und dort auch Bemerkungen eintragen, z.B. selten, bin nicht sicher.
Alle Angaben werden vertraulich behandelt und nicht bzw. nur unpersonifiziert weitergegeben. Namen, E-Mails etc. werden nicht weitergegeben!
Beachten Sie bitte das Copyright: Kopien, Verbreiterung zwar sehr erwünscht, jedoch vorher den Autor informieren, zwecks Update, Statistik, Erfahrungsaustausch etc.
Die Angaben dienen als Indiz von möglichen organischen/biomedizinischen Ursachen bzw. Symptomverstärkungen für die angegebenen Probleme / Krankheiten.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nur durch medizinische (Labor-) Untersuchungen und deren Auswertungen durch entsprechendes medizinisches Fachpersonal gesicherte Aussagen möglich sind!
Ziel ist es, der betroffenen Person mögliche Ursachen angeben zu können. Der Betroffene hat dadurch die Möglichkeit, mit medizinischen (Labor-) Untersuchungen mit entsprechender Fachauswertung die Vermutungen aufgrund der Auswertung der Indizien abklären zu lassen.
Die angegebenen Fragen stehen nicht immer in einem direkten Zusammenhang mit der angegebenen Störung. Jedoch kann die Ursache vom körperlichen wie psychischen Symptomen in einem indirekten Zusammenhang stehen bzw. die gleiche Ursache haben. Die Erklärung würde den Umfang sprengen. Links, Hinweise und /oder kurze Erklärungen werden jedoch wenn möglich und gewünscht mit der Analyse zugestellt.


Copyright by B. Schärer
gruß chichi
 
Beitritt
14.01.04
Beiträge
9.144
Hallo Chichi

Kannst du mir den Bogen noch per E-Mail zustellen, damit er besser lesbar ist?
 
Beitritt
18.05.07
Beiträge
643
Hallo Beat und Co.,

den Fragebogen habe ich mir heruntergeladen und ich würde ihn dir auch gern zuschicken, Beat. Bei den meisten Fragen ist mir schon klar worauf das hinaus läuft. Von Zusammenhängen mit langen Wimpern habe ich allerdings noch nie etwas gehört :). Mir würden spontan aber noch einige andere Dinge einfallen, die aufschlussreich wären. Interessiert?

Zu Beats Aussagen über die kurz- und mittelfristigen Ziele bei ADS kann ich nur nicken. Genauso machen wir es auch. Ich unterstütze meinen Sohn kräftig in der Schule, besonders vor Klassenarbeiten, rede mit den Lehrern und bisher läuft alles sehr zufriedenstellend, trotz seiner Behinderungen (ADS und Legasthenie).
Zu empfehlen ist "Das ADS-Buch". Dort wird im ersten Teil alles beschrieben, was man wissen muss und wie man solche Kinder fördern kann. Den hinteren Part mit Ritalin etc. kann man ignorieren.

ADSler benötigen einen oder mehrere Coaches, die sie an die Hand nehmen und ihnen quasi systematisches Arbeiten mit rotem Faden beibringen.
Allein können diese Kinder das nicht, sie können sich nicht zum Arbeiten aufraffen, vergessen dauernd Hausaufgaben und haben keinerlei Gefühl dafür, wie man sich geschickt und effektiv auf Prüfungen etc. vorbereitet.

Normalos können das überhaupt nicht verstehen, was mit diesen Kindern los ist. Ich dachte früher auch immer, wenn man sich konzentrieren wolle, das gehe das eben und wer das nicht könne, der der hätte bloß keine Lust. So einfach ist das aber leider nicht mit dem Können und Wollen.

Verständnis (durch Sachkenntnis), Motivation und Förderung sind die Schlüssel aus dem Dilemma, solange die medizinische Therapie noch nicht genug greift.
Sie sind auch extrem langsam. Mein Sohn wird in ca. jeder fünften Arbeit nicht fertig und verschenkt dadurch und durch zum Teil unlesbare Schrift oft eine ganze Note.

Das ist eine extreme Belastung für den Coach, man denkt quasi für zwei und muss auch noch motivieren, obwohl das Kind schlechte Noten anschleppt.
Das geht aber, wenn man dem Kind die richtige Einstellung vermittelt und es motiviert und soweit fördert, dass es möglichst nicht sitzen bleibt, bis die medizinische Therapie greift und sich das Problem deutlich mindert oder sogar ganz verschwindet. Das kann aber einige Monate bis Jahre dauern, je nach Art des Problems, ich spreche aus langjähriger Erfahrung.

Mein Sohn schreibt immer noch vorwiegend Sechsen in Diktaten, obwohl er regelmäßig übt und auch viel dazu gelernt hat. Ich bin mit seiner Entwicklung sehr zufrieden, das ist der Maßstab für ihn und nicht die Sechsen.
Mein Motto: Eine Fünf im Zeugnis ist akzeptabel, es wird schon werden mit den Dikaten. Wir üben zielstrebig weiter, freuen uns über kleine Erfolge und nehmen die Sechsen als gegeben hin. Das nimmt den Druck von ihm.
In Aufsätzen hat er sich inzwischen von einer 5 auf eine Vier hochgearbeitet und Aufsätzen gehört die Zukunft, Diktate werden später nicht mehr geschrieben. Das Wissen allein motiviert ihn schon, in Aufsätzen mit zu arbeiten. Außerdem hat er längst schon bemerkt, dass Gesundheit und Konzentration etc. eng verknüpft sind und er weiß, dass er sich nicht ewig so schinden muss, sondern in absehbarer Zeit der Durchbruch kommen wird. Diese Hoffnung hält ihn auch am Ball.

Außerdem wollen gerade ADS-Kinder unbedingt etwas leisten und leiden sehr unter ihrer Situation. Sie zu motivieren ist daher nicht schwer, wenn man erst einmal die Grundzüge von ADS verstanden hat.

Es dauert alles sehr lange, man muss sehr viel Geduld haben, bis sie systematisches Arbeiten schnallen. Mein Sohn würde ohne meine Hilfe vermutlich kaum die Realschule schaffen, obwohl er intelligent genug ist und mit Unterstützung sogar auf dem Gymnasium gut zurecht kommt.
Der Trainer ist bei diesen Kindern derjenige, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Insofern bleibt nicht viel als Geduld und Engagement und das Wissen, dass ADS etc. heilbar sind, es dauert nur ein Weilchen.

Alles Gute
Claudia
 
Beitritt
09.07.06
Beiträge
26
Sehr schön, Claudia!
Kaum schaue ich hier mal wieder rein, schon baust du mich mit deiner positiven Einstellung auf !

:danke:
 
Oben