Palliative und kurative Krebstherapien der Schulmedizin

nicht der papa

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Wer glaubt Chemo als auch Radiatio hätten keinen Palliativ-Charakter in der Krebstherapie, der irrt.

Eine palliative Versorgung geht davon aus, dass das Leben des Patienten nicht erhalten werden kann und strebt deshalb danach, ihm die verbleibende Zeit möglichst schmerzfrei zu gestalten.
Auch hierzu werden schon lange alle zur Verfügung stehen schulmedizinischen Therapien eingesetzt.

Genaueres erfährt man auch im Fachbuch von 2010
Praxis der Viszeralchirurgie ... - Google Bücher
Eine kurative oder palliative Strahlenbehandlung erhalten 60-70% aller Krebskranken.
Wobei etwa 50 % aller Krebskranken von der Schulmedizin als unheilbar klassifiziert werden, wie ich gelesen habe.

oder hier
Schweiz Med Forum Nr. 25 20. Juni 2001

Was ist palliative Krebstherapie?

Unter dem Begriff «palliativ» verstehen unter-
schiedliche Berufsgruppen und Fachschaften
in der Patientenbetreuung meistens unter-
schiedliche Dinge und es herrscht in diesem Be-
reich eine eigentliche professionell-ideologi-
sche Begriffsverwirrung. Für den Arzt, insbe-
sondere für den klinischen Onkologen ist der
primär nicht-kurative Therapieansatz a priori
ein «palliativer», d.h. er dient nicht der (kaum
mehr möglichen) Heilung, sondern bestenfalls
der begrenzten, beschwerdelindernden Tu-
morrückbildung, also dem symptomkontrol-
lierten, besseren Überleben auf Zeit. Kausal-
therapeutische Behandlungsansätze wie etwa
palliativ-chirurgische Eingriffe, Tumorbestrah-
lungen an «Orten der Not» sowie remissions-
induzierende Chemo- oder Hormontherapien
erfüllen den klinisch-ärztlichen Palliativbegriff.
https://www.google.de/url?sa=t&sour...oJXDBQ&usg=AFQjCNGDdaPeXd9HH-Zwkmurod5m_CuLGg
oder hier (Ich liebe Dissertation, weil dort immer benannt wird, was Sache ist)
Aus einer Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde aus 2004

2.2 Die Chemotherapie des Bronchialkarzinoms

2.2.1 Formen der Chemotherapie

Die Einführung einer systemischen Therapie der kleinzelligen Bronchialkarzinome mit Zytostatika konnte die Prognose deutlich verbessern. [35] Für die Chemotherapie dieses Karzinoms steht derzeit ein rundes Dutzend wirksamer Substanzen zur Verfügung. [35,

81] Hohe Remissionsraten (ca. 40 %) werden z. B. durch Ifosfamid, Vincristin, Etoposid und Carboplatin erreicht. [35]

Beim nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom sind mit einer Chemotherapie bisher nur begrenzte Erfolge zu erzielen. [84]

Zur adjuvanten Therapie des nicht metastasierten nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms liegen Daten von randomisierten Studien vor, die Patienten unterschiedlicher Krankheitsstadien einschließen. [48, 49, 67, 84] Keine dieser Studien konnte einen signifikanten Überlebensvorteil der behandelten Gruppen gegenüber unbehandelten Kontrollen nachweisen. [84]

Die Frage zur Lebensqualität wird nur in wenigen Studien beantwortet. [58, 59, 66, 68, 69, 84]

Moreno [78] zeigte bei 47 Patienten mit nicht kleinzelligem Bronchialkarzinom, dass durch eine Chemotherapie bei über 50 % der Patienten, die über Schmerzen, Dyspnoe, Husten oder Gewichtsabnahme klagten, eine Abnahme der Symptome und Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden konnte. [35] Eine Entscheidung für die Chemotherapie beim nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom hängt demnach weitgehend von der Einschätzung ab, ob der Gewinn an Lebenszeit und Lebensqualität die Beeinträchtigung durch die Therapie überwiegt. [84]

Der Einfluss der Chemotherapie auf die Lebensqualität bei nicht kleinzelligem Karzinom kann jedoch derzeit nicht abschließend beurteilt werden. [73]

Da der Anteil der kompletten Remission in der Monotherapie nur gering und die Remission auch nur von kurzer Dauer ist, wird die Zytostatikatherapie als Polychemotherapie durchgeführt.

Durch die simultane Gabe mehrerer Zytostatika ist es möglich, die Dosis der einzelnen Substanzen zu reduzieren, was auch mit einer Reduktion der Nebenwirkungen einhergeht.
Bei Patienten im schlechten Allgemeinzustand kann eine Monochemotherapie mit palliativer Zielstellung eingesetzt werden. Die Intensität der verschiedenen Chemotherapien und die damit korrelierte Toxizität muss den unterschiedlichen Zielsetzungen angepasst werden.

Man unterscheidet zwischen potentiell kurativem und palliativem Therapieziel.

Kurativ sind Behandlungen, die entweder im fortgeschrittenen metastasierenden Stadium in einem bestimmten Prozentsatz zur Heilung führen oder die als postoperative, adjuvante Chemotherapie die Heilungschancen nach einer Operation mit oder ohne Strahlentherapie statistisch signifikant verbessern. [20]

Als palliative Chemotherapie bezeichnet man alle Behandlungen, die zwar das Tumorwachstum eindämmen, die Tumorherde verkleinern und die Tumorbedingten Beschwerden bessern, die aber keine Chance haben, das Tumorleiden zu heilen. [20]

Unter kurativer Zielstellung erfolgt der Einsatz der Chemotherapie beim kleinzelligen Bronchialkarzinom im Stadium „limited disease“.

Das kleinzellige Bronchialkarzinom im Stadium „extensive disease“, das Rezidiv des nicht kleinzelligen Bronchialkarzinoms und das nichtoperable nicht kleinzellige Karzinom werden mit palliativem Therapieziel behandelt.

2.2.2 Nebenwirkungen der Chemotherapie

Insbesondere bei der Durchführung der Chemotherapie mit palliativem Therapieziel ist eine gute Risiko- Nutzenabwägung notwendig, da hier eine Heilung nicht mehr möglich ist und die Verbesserung der Lebensqualität durch Verminderung der Tumorsymptomatik im Vordergrund steht. Neben der „eigentlichen Therapie“ spielt die „supportive care“ eine große Rolle.

Patienten, die während des 1. Zyklus der Chemotherapie unter starker Übelkeit und Erbrechen leiden, entwickeln häufig Angst vor den nächsten Therapiezyklen.

Deshalb ist es wichtig, eine antiemetische Prophylaxe bereits mit dem 1. Zyklus zu beginnen und nicht abzuwarten, bis man antiemetisch therapieren muss.

Die durch die Zytostatika verursachte Alopezie wird von den Patienten meist gut toleriert, wobei Männer oft zu ihrer „Glatze“ stehen und diese besser akzeptieren, als Frauen. Ein rechtzeitig, zu Beginn der Chemotherapie und vor dem Haarausfall angefertigtes Haarteil trägt wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Eine weitere auftretende Nebenwirkung ist die Polyneuropathie unterschiedlichen Grades, welche das Alltagsleben der Patienten stark belasten kann, wenn z. B. so einfache Dinge, wie das Zuknöpfen von Kleidungsstücken nicht mehr funktionieren und zusätzliche Schmerzen auftreten, die die Mobilität und die Betroffenen somit in ihrer Selbstständigkeit einschränken.

Je nach Zytostatikum, Dosis und Allgemeinzustand des Patienten kommt es zu einer Knochenmarkdepression mit Leukopenie, Thrombozytopenie, verbunden mit einer vermehrten Infektionsgefährdung, insbesondere durch gramnegative Erreger und Pilze oder einer erhöhten Blutungsneigung.
Aus diesem Grund müssen bei den Patienten mehrmals wöchentlich Blutbildkontrollen durchgeführt werden.

Durch die mehrfache intravenöse Gabe der Zytostatika, Antibiotika sowie ständigen Blutentnahmen entstehen bei den Kranken Venenverhältnisse, die eine einfache Venenpunktion kaum mehr möglich machen, so dass die durchgeführten, schmerzhaften „Versuche“, einen intravenösen Zugang zu legen bei den Patienten zusätzlich Angst vor der nächsten Therapie erzeugen. In solchen Fällen kann dem Patienten und auch dem behandelnden Arzt durch die Anlage eines venösen Portsystems geholfen werden.

Appetitlosigkeit, die einerseits durch das Tumorleiden, zusätzliche Infektionen und andererseits durch die Chemotherapie und Krankenhausatmosphäre hervorgerufen wird, kann bei den Betroffenen zu erheblichem Gewichtsverlust und deutlicher Verschlechterung des Allgemeinzustandes führen. Wunschkost, vitaminreiche und hoch kalorische Nahrung sollten deshalb zur Basistherapie bei Karzinompatienten gehören, nicht erst wenn der Patient abgemagert ist, sondern vom ersten Therapietag an, da der Gewichtsverlust einen prognostischen Faktor bei diesen Patienten darstellt. In besonderen Fällen muss eine hoch kalorische Nahrung auch über eine PEG-Sonde zugeführt werden.

Weitere, jedoch seltenere Komplikationen einer Chemotherapie sind das zytostatikainduzierte Lungenödem, der neuropathische Ileus und anaphylaktische Reaktionen. [73]

Das Risiko einer anaphylaktischen Reaktion kann durch eine entsprechende Prämedikation gesenkt werden. Auch dem Auftreten einer hämorrhagischen Zystitis sollte durch eine entsprechende Therapie vorgebeugt werden.

Die nephrotoxische Wirkung einiger Zytostatika kann durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr reduziert werden. Bei der diesbezüglich im Rahmen der Chemotherapie durchgeführten „Vor- und Nachwässerung“ besteht bei insbesondere kardial vorbelasteten Patienten die Gefahr, einer akuten Herzinsuffizienz mit Kreislaufversagen. Deshalb ist auch in diesem Fall eine individuelle Therapiegestaltung wichtig.

Bei Chemotherapien mit kurativer Intention muss ohne Rücksicht auf kurzfristige Nebenwirkungen jenes Therapieregime angewandt werden, das mit der besten Aussicht auf Heilung verbunden ist. Dementsprechend sind die kurativen Chemotherapieregimes in der Regel sehr intensiv, weil sie in den maximal tolerierten Dosen und Intervallen verabreicht werden müssen, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Auf der anderen Seite fallen Spättoxitäten zytostatischer Behandlungen, die vor allem in induzierten Zweitneoplasien [76] und Infertilität bestehen, umso schwerer ins Gewicht, je höher die erzielte Heilungsrate ist. [19, 20]

Verbunden mit der Besserung von somatischen Beschwerden, aber manchmal auch unabhängig davon, ist die mit einer Tumortherapie erzielbare „psychische“ Palliation. Dazu gehören in erster Linie die Verminderung von Angstgefühlen, die Vermittlung von Hoffnung in einer grundsätzlich hoffnungslosen Situation und der solche Hoffnung vermittelnde Behandlungswunsch.
„Psychische“ Palliation kann eigentlich auch dann erfolgen, wenn die Behandlung keine objektiv fassbaren günstigen Wirkungen hat.

Rein schon das therapeutische Bemühen um den Patienten kann Palliation im Sinne einer Verminderung des Leidensdruckes bewirken. [20]

Die vorangegangenen Zeilen zeigen, dass die Tumortherapie nicht nur im Verabreichen von Zytostatika besteht, sondern dass es sich um ein komplexes Therapieprogramm handelt, um das Ziel - die Verbesserung der Lebensqualität der Karzinompatienten zu erreichen. https://www.google.de/url?sa=t&sour...tb3CBQ&usg=AFQjCNGDpkGikUmSR261p8bNNl1HJfTy_A
Bei den aufgeführten schweren Schädigungen der Chemotherapie bleibt für mich völlig offen, worin die Verbesserung der Lebensqualität bestehen soll.

Wenn Du Bimi also geschrieben hast: Wir müssen uns wirklich alle einig sein, dass wir diese Plattform nutzen, um uns und anderen zu helfen und zwar nicht, weil wir
aus irgendwelchen esoterischen oder sonstigen Gründen mit der schulmedizinischen Standardversorgung unzufrieden sind,
sondern, weil diese tatsächlich eine KATASTROPHE ist! bin ich voll und ganz bei dir.

Aber letztlich muss jeder selbst wissen, was er dann tut. Denn weder Du noch ich oder Marcel können die Verantwortung für das Leben eines anderen übernehmen.
Wenn sich also jemand radioaktive Stäbchen implantieren lässt, Chemo- oder Strahlentherapie macht, weil er überzeugt ist, dass nur dies das ist, was ihm hilft, dann muss er das tun. Egal was wir darüber denken.

Denn jeder Mensch hat selbst die Verantwortung für sein Leben und die kann auch keiner für ihn übernehmen.
Die kann er auch an keinen Arzt abgeben, denn er muss jeder Therapie zustimmen und damit hat er die Verantwortung für die Behandlung rechtlich ganz automatisch selbst übernommen.
Aus der Eigenverantwortung kommt so oder so keiner raus.
Deshalb sollte sich jeder vorher gut informieren und nicht von Ärzten in die Enge treiben lassen.

Gleichzeitig sehe ich
-es als Verstoss gegen jegliche Menschenrechte und die Menschenwürde, dass viele Menschen aus finanziellen Gründen gar nicht so einfach machen können, was sie wollen und für richtig halten, da sie nur sehr bedingt und wenn überhaupt erst nach langem und überflüssigen Kampf mit der Krankenkasse die idR. im Vergleich weitaus günstigeren alternativen Therapien bezahlt bekommen.
-dass Menschen mit alternativen Ansätzen im Prinzip also völlig alleine gelassen werden und Glück haben, falls sie dann über ausreichende finanzielle Mittel verfügen.
-mehr oder weniger versucht wird, Menschen direkt zu zwingen. Auch indem ihnen oft noch nicht einmal auch nur die diversen schulmedizinischen Alternativen aufgezeigt werden, sondern es gleich eine Empfehlung der invasivsten Massnahme gibt.
-dass Menschen auch indirekt zur schulmedizinischen Krebstherapie gezwungen werden, da sie durch die Jahrzehnte lange einseitige Indoktrination der Schulmedizin gar keine andere Möglichkeit sehen, als eine schulmedizinische Krebstherapie zu machen?

Ganz abgesehen von dem, was an psychischem negativen Druck hier ausgeübt wird und Du schon mehrfach geschildert hast.
So wie ich es selbst auch schon oft in den unterschiedlichsten medizinischen Bereichen erfahren habe, wenn ich einem Behandlungsvorschlag für mich oder meine Kinder nicht zustimmte.

Einige in unserem Forum strafen die ärztlichen Negativpropheten Lügen und zeigen, wie stark sie sind. Freu.

Ich stelle es mir aber als das Schwerste überhaupt vor, sich psychisch von den negativen Prophezeihungen der Ärzte loszumachen, denen man sich dabei regelmässig aussetzen muss.

Ich nehme mal als banales Beispiel das Besprechen meiner Warzen.
Hat 2x innerhalb mehrerer Jahre super funktioniert. Einmal war es eine kleine an der Hand. Später hatte ich eine grosse Fläche voller Warzen an der Fusssohle. Da fiel mir bei einem Thread über Warzen hier im Forum das Besprechen plötzlich wieder ein und dass es doch funktioniert hatte. Also hab ich es wieder gemacht und es hat wieder funktioniert.
Ich habe die Warzen jedesmal 1x besprochen und gedacht, so, jetzt geht/gehen die weg und dann nicht mehr daran gedacht. Irgendwann nach 1 oder 2 Monaten (weiss nicht mehr genau) ist es mir dann eingefallen, ich habe nachgesehen und sie war/en weg.
Ich persönlich bin daher überzeugt, dass unser Geist unseren Körper beeinflussen kann. Für mich habe ich mir das vollkommen bewiesen.

Wenn ich viele der Schilderungen lese, wie Krebskranke unter Druck gesetzt werden, dann frage ich mich jedesmal, hätte es überhaupt funktionieren können, wenn mir jemand ständig gesagt hätte: Ach, das funktioniert eh nicht. Ohne schulmedizinische Massnahmen gehen die Warzen niemals weg. Das werden jetzt immer mehr Warzen werden. Usw.

Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich wäre auch dann genau so entscheidend gewesen, was ich denke. Das ich an mich glaube. Hätte ich gedacht: Lass den Schwachkopf nur reden. Mir doch egal. dann hätte es wohl genauso funktioniert.

Aber ich weiss, dass das eine super negative Konditionierung ist, was viele Ärzte treiben, die mMn. unheimlich viel zusätzliche und überflüssige Kraft kosten muss.
Denn bei Menschen mit Krebs geht es nicht um ein paar Warzen, sondern um eine Erkrankung, die auch ohne die gezielte Negativkonditionierung und Angstmacherei der Ärzte Angst machen kann, von der man sich mMn. unbedingt frei machen sollte.

Deshalb wünsche ich Euch alle Kraft dieser Welt, Euch von den negativen Prophezeihungen völlig zu befreien und in solchen Momenten einfach zu denken:
Lass den Schwachkopf nur reden. Mir doch egal.


Denn es ist meiner Ansicht nach nicht nur wichtig, die richtigen Massnahmen zu ergreifen, sondern mindestens genau so wichtig, das Richtige zu denken und an sich zu glauben.
 
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wundermittel
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