Notausgang

Warum ich nicht einfach in einem privaten Tagebuch alles schreibe anstatt hier öffentlich im Internet der digitalen Welt?
Es ist nicht das Gleiche. Es ist nicht das Gleiche Gefühl. Ich kann es auch gar nicht umsetzen in einem privaten Tagebuch zu schreiben, und wenn doch dann kann ich nicht über das Gleiche schreiben wie hier.
Hier komme ich durch das Schreiben besser weiter.

Und egal und unabhängig davon ob jemand hier antwortet, einfach zu wissen, dass es irgendjemand lesen könnte tut gut und hilft. Nicht alleine damit sein. Dass jemand am anderen Ende der Leitung ist.

Niemand muss mir hier antworten. Ich freue mich natürlich wenn jemand mal etwas antwortet.
Aber es ist mir wichtig, dass sich niemand dazu verpflichtet fühlt.

Was ich nicht verstehe sind Menschen zu denen ich sehr nett war, aber die sich eher so verhalten als wäre ich nicht nett gewesen.
Vielleicht unreife Menschen.

Unter anderem etwas worüber ich auf keinen Fall mit jemandem darüber reden sollte, falls das tatsächlich so war/ist.
Wie gehe ich damit um? Wie gehe ich vor um mich daraus zu befreien sofern es notwendig ist mich daraus zu befreien? Wie finde ich raus ob das notwendig ist ohne Hilfe von anderen, ohne mit jemandem darüber zu reden?

Und wieder eine Erinnerung an einen Traum. Auch dieser Traum fühlt sich real an. Nicht in diesem Moment real aber rückblickend mit der Erinnerung an den Traum als ich den Traum träumte.

Auf einen Traum folgt die Erinnerung auf weitere Träume.

Ich weiss, dass man über Träume Dinge verarbeitet. Aber was wenn meine Träume eine noch ganz andere Bedeutung haben?
Welche Bedeutung könnte es haben, dass die Erinnerung an die Träume sich real anfühlen?

Vielleicht hatte ich mich lange belogen indem ich meiner Wahrnehmung, Gedanken, Gefühle, realisieren, nicht genug geglaubt hatte.

Mehr glauben was ich wahrnehme, denn nicht alles davon befindet sich ausserhalb der Realität.
 
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Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
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Deine Wegweiser:
@tnt Was Du hier machst und in Worte fasst ist gut und richtig! Ich kann das nur unterstützen, denn ich kenne Deine Reaktion. Ich habe vermutlich ähnlich Schlimmes erlebt, bin durch Ärztepfusch zu Krüppel geworden und dadurch alles, was ich bis dahin aufgebaut hatte, verloren. Aus diesem tiefen Loch konnte ich mich befreien, indem ich alles aufgeschrieben habe, wie es sich abgepielt hatte. Beim Formulieren der Zusammenhänge kamen mir Gedanken, die mich letztlich auf völlig neue Ansichten brachten und durch diese habe ich zurück ins Leben gefunden. Das war vor über 25 Jahren. Heute geht es mir gut, wenn man von Dingen absieht, die Behinderung und Alter so mit sich bringen. Nichts in der Welt bleibt, wie es gerade ist. Das wird bei Dir nichtn anders sein.
 
@AufderSuche007
Ich bin einverstanden mit Fehlentscheidungen und Stolpern. Aber es soll nicht mein ganzes Leben aus Fehlentscheidungen und Stolpern bestehen.
Dass Fehler ein Wegweiser sind finde ich gut. Damals wäre es hilfreich gewesen vermeiden zu können, dass es noch schlimmer wird.

Ich möchte daraus nicht nur nachträglich für die Vergangenheit lernen.
Ich versuche das was ich aus der Vergangenheit gelernt habe für die Gegenwart oder Zukunft anzuwenden, soweit es umsetzbar ist.
 
@James
Es ist in Ordnung, wenn auch für mich nichts bleibt wie es ist. Veränderungen oder Änderungen sind in Ordnung für mich, solange ich mit meinem Leben zufrieden sein kann, was in der Vergangenheit noch weniger der Fall war als jetzt. Jetzt stehen Veränderungen an, in kleinen Schritten, Veränderungen damit es in die Richtung geht, dass mich mein Leben irgendwann zufrieden stellt, dass ich mein Leben so lebe wie ich es mir vorstelle.

Ärztepfusch habe ich auch erlebt. Ich wollte gesund werden, ich wollte Hilfe annehmen, aber stattdessen machte man mich kränker.
Ich konnte nicht früher davon entkommen, aber irgendwie habe ich mich wenigstens nicht vollständig komplett dabei verloren.

Das Formulieren in Worte hier hilft mir auch neue oder andere Ansichten zu haben.
Ich schreibe hier zurzeit nicht ohne festen Plan worüber ich schreiben möchte sondern ich starte irgendwo mit etwas was mir im jeweiligen Moment wichtig ist und dann entstehen andere und weitere Gedanken. Das tut mir gut.
 

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