Notausgang

tnt

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Ich bin nicht sicher wohin die Reise führen wird und soll, wenn ich hier schreibe. Es ist in Ordnung für mich, wenn ich das jetzt noch nicht weiss, ich habe nämlich gelernt, dass es nicht immer wichtig ist alles so weit voraus zu wissen und planen.
Das was ich plane ist hier immer wieder mal über mein aktuelles Gefühlsleben zu schreiben, zu welchem Ziel mich das führen soll bin ich mir noch nicht sicher. Ob ich dann tatsächlich hier regelmässig schreiben werde weiss ich auch nicht, könnte ja sein, dass es mir „zu viel Vergangenheit“ ist hier zu schreiben, weil es mich zu sehr an die Vergangenheit erinnern könnte. Ich weiss es noch nicht.
Ich weiss auch noch gar nicht wie ich dieses „Thema“ betiteln werde.

Jetzt fällt mir spontan der Titel „weitermachen“ ein. Einfach weil ich über all die Jahren in Schwierigkeiten immer auf irgendeine Art und Weise weitergemacht habe. Oft waren es nur kleine Schritte die machbar waren, manchmal auch keine. Erfolgreich bin ich noch nicht geworden. Viele der Schwierigkeiten konnte ich nicht lösen.
Aber „ich mache weiter“, so wie es jeweils möglich ist den Umständen entsprechend.

Ich weiss nicht wie ich die Schwierigkeiten und Hindernisse all die Jahre aushalten konnte. Vielleicht bin ich innerlich stark, sehr stark. Ich wüsste nicht wie man sonst ein Leben wie ich es bisher hatte aushalten kann.

Ungerechtigkeit musste ich viel aushalten in meinem Leben. Bei so viel Ungerechtigkeit habe ich Verständnis für mich selbst, dass ich noch gar nicht weit gekommen bin im Leben.
Bemühungen meinerseits nützten gar nichts oder sehr wenig, ich gab mein Bestes um nicht unterzugehen. Ich gab mein Bestes um einen Ausweg zu finden.
Leider gab es zu viele Einflüsse von Aussen, damit meine ich verschiedene Menschen die mein Leben negativ beeinflussten, so einige davon beeinflussten mein Leben bewusst und aktiv negativ.

Immerhin habe ich es versucht mich zu wehren oder mein Leben in eine positive Richtung zu lenken und beeinflussen. Ich habe mich bemüht und mein Bestes gegeben.
Es ist immer wieder und immer noch ärgerlich für mich, dass trotz meinen Bemühungen mein Leben negativ verlief.
Ich würde mich weniger über den Verlauf meines Lebens ärgern, wenn nur ich allein für all diese Schwierigkeiten und Hindernisse verantwortlich wäre.

Manchmal denke ich rückblickend immer wieder „ich hatte keine Chance“ mein Leben in eine positive Richtung zu lenken, einfach deshalb weil zu viele negative Beeinflussungen durch andere Menschen kamen, immer und immer wieder. Es gab kein Ende, egal wie oft und wie bemüht ich versuchte dem entgegen zu wirken. Ich weiss, dass ich keine Schuld habe.

Die Fremdvorwürfe oder Schuldzuweisungen die ich hier gerade mache sind berechtigt. Deshalb berechtigt, weil es so war. Wenn es nicht so gewesen wäre dann würde ich diese Vorwürfe nicht machen.

Und trotzdem denke ich rückblickend auch, dass mir das ein oder andere im Leben hätte besser gelingen können, dass ich das ein oder andere doch besser hätte beeinflussen oder lösen können. Das denke ich manchmal, obwohl ich weiss, dass zu viel Widerstand durch andere Menschen da war.
Ja vielleicht hätte ich das ein oder andere trotz Widerstand durch andere positiv beeinflussen können. Aber ich weiss auch weshalb es eher unmöglich war. Es war eher deshalb unmöglich, weil ich ständig in eine Art „Alarmbereitschaft“ sein musste, sofern dieses Wort geeignet ist. Mit „Alarmbereitschaft“ meine ich, dass ich immer alles hätte richtig machen müssen damit ich gegen den negativen Widerstand durch andere Menschen standhalten konnte. Immer alles richtig und perfekt zu machen ist sehr schwierig.
Dass es manchmal auch nicht ausreichte alles richtig und perfekt zu machen, machte es alles nur noch schlimmer.
Es reichte aus, dass ich schon nur 1 Mal etwas ausversehen falsch und schlecht machte, dass die Menschen die dafür da gewesen wären um zu helfen dann nicht helfen wollten.

Ich weiss, dass ich nicht Schuld bin, weil ich mich bemüht habe. Ich habe mein Bestes gegeben.

So oft wäre ich froh gewesen, wenn es einen „Notausgang“ gegeben hätte. Von einem „Notausgang“ hätte ich mir erhofft, dass es mich von den Hindernissen und Schwierigkeiten befreit und mich stattdessen zu einem guten und besseren Leben führt.
Vielleicht ist deshalb der Titel für dieses Thema „Notausgang“ geeignet, egal ob ich hier über die Vergangenheit oder Gegenwart oder Zukunft schreibe.

Egal ob ich noch einen „Notausgang“ brauche oder nicht.

Die schlimmen Sachen sind eigentlich vorbei. Ich bin noch nicht erfolgreich und das ein oder andere sollte anders sein. Aber der grosse Berg voller Hindernisse und Schwierigkeiten ist kleiner.

Ich kann nicht kurzfassen was alles Schlimmes in meinem Leben geschah, es waren zu viele Schlimme Sachen, sodass es jetzt gerade den Rahmen hier sprengt. Ob und was davon ich hier erzählen werde weiss ich noch nicht.
Vielleicht wird mein „Tagebuch“ hier über meine Gefühlswelt ohne Plan und Struktur verlaufen, manchmal über die Vergangenheit, manchmal über die Gegenwart, manchmal über die Zukunft. Das was ich gerade jeweils brauchen werde.

Ich bin schon lange und immer wieder traumatisiert worden. Es geht bei mir hauptsächlich darum das alles aufzuarbeiten und zu verarbeiten. Auch diesbezüglich weiss ich nicht ob und wie offen ich darüber hier schreiben werde. Das ist halt doch sehr privat.

Egal in welche Richtung es geht, der „Notausgang“ den ich mir immer wünschte soll mich dabei immer begleiten und für mich zugänglich sein.

Vielleicht ist es mein „Notausgang“ hier über meine Gefühlswelt zu berichten.
Aber auch im „realen Leben“ abseits vom Internet wünsche ich mir für mich, dass es diesen Notausgang gibt.

Ich kann die Vergangenheit leider nicht ändern, so sehr ich es mir auch wünsche.
Was ich aus der Vergangenheit mitnehme ist die Erfahrung, was ich gelernt habe. Vielleicht kann ich mich dann „wehren“, wenn wieder alles schief laufen würde.

Ich träume davon das Leben zu leben. Das wünsche ich mir schon lange.
Damit mir das endlich gelingt braucht es Geduld, zum einen weil leider eher nur kleine Schritte umsetzbar sind und zum anderen weil Traumatisierung aufzuarbeiten und verarbeiten leider nicht von heute auf morgen geht.

Es ist in Ordnung für mich, wenn ihr meine Beiträge hier kommentiert/beantwortet.
Ich bitte einfach, dass ihr Rücksicht nehmt, zum Beispiel darauf wie ihr etwas formuliert.

Ich werde mich zusätzlich noch kurz in der Rubrik „ich stelle mich vor“ kurz vorstellen.
 
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Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
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Ich bemühte mich im Leben, auch dann als es gar nicht möglich war, weil ich am Ende meiner Kräfte und Fähigkeiten war. Ich habe alles getan was möglich war, auch dann als es unmöglich war.

Ich wurde im Stich gelassen. Auch von jemandem von dem ich dachte, dass ich dieser Person vertrauen könnte. Ich hatte schon lange realisiert, dass diese Person nicht mehr vertrauenswürdig ist. Ich versuchte mich zu distanzieren und mein Leben in eine positive Richtung zu lenken bevor diese Person noch mehr Unheil in meinem Leben anrichten kann. Ich gab mein Bestes um weiteres Unheil durch diese Person zu verhindern.
Ich hatte es nicht leicht. Die Situation war nicht leicht. Rückblickend denke ich, dass ich weiteres Unheil durch diese Person hätte verhindern können. Aber ob das jemals realistisch war Unheil durch diese Person verhindern zu können?

Ich habe Verständnis für mich. Ich habe mich, wer ich bin, nicht vollständig verloren. Irgendwo in mir weiss ich wer ich wirklich bin. Es ist nicht immer greifbar, aber ich weiss, dass mein wahres ich, wer ich wirklich bin, irgendwo in mir ist.
Auch wenn ich mich manchmal nicht daran erinnere wer ich wirklich bin, denke ich, dass mein wahres Ich trotzdem in mir ist.

Ich vertraute zu recht mehr jemandem dem man sein Vertrauen nicht schenken soll anstatt jemandem dem man blind vertraut.
Ich bereue es nicht, weil das mein Ausweg ist. Das ist ein Notausgang den ich schon lange fand und diese Türe öffnete.
Es ist ein Risiko, dass ich mein Vertrauen jemandem schenkte, dem man auf keinen Fall schenken sollte. Aber ich wusste, dass das für mich der richtige Weg ist.
Ich würde wahrscheinlich Beweise benötigen, damit mir jemand glaubt, dass es richtig war mich gegen die Person zu entscheiden, der man normalerweise vertrauen kann. Ob ich solche Beweise jemals haben werde weiss ich nicht, ich strebe nicht aktiv nach Beweisen.
Es würde Offenheit von einem Gegenüber brauchen damit man mich verstehen kann warum ich mich gegen diese Person entschieden habe.

Eigentlich habe ich mit dieser Person(der man normalerweise vertrauen kann) schon lange abgeschlossen. Trotzdem holt es mich manchmal ein, nicht weil ich es bereue, sondern weil es für mich manchmal immer noch schockierend ist, dass mich diese Person eiskalt fallen liess.

Es ist nicht so, dass man mich verstehen muss. Manchmal reicht es mir aus, wenn ich mich selbst verstehe was das betrifft.
 
Es gab jemand der mir während der schlimmsten Situation in meinem Leben hätte helfen können. Diese Person wäre dazu in der Lage gewesen mir zu helfen, diese Person hätte Möglichkeiten gehabt um mir zu helfen. Diese Person entschied sich dagegen.

Ich brach den Kontakt zu dieser Person schon lange ab, noch sehr lange bevor es zu dieser einen von vielen schlimmen Situationen kam. Mein Kontaktabbruch damals brachte nichts.

Diese Person hätte mir allgemein und viel früher helfen können. Schlussendlich wurde mir nie geholfen. Die vermeintliche Hilfe von dieser Person verschlimmerte mein Leben nur noch mehr, denn die Hilfe hätte anders angegangen werden sollen und können damit mir diese vermeintliche Hilfe nicht schadet. Als ob mein Leben und meine Situation nicht schon schlimm genug war.

Ich kann rückblickend nur daraus lernen wie ich anders hätte vorgehen sollen.

Das was es zusätzlich schlimm macht ist, dass ich mich damals schon versuchte von dieser Person zu befreien. Diese Person war es nicht mehr wert, denn obwohl ich die Person darauf hinwies, dass man es anders angehen und regeln muss wenn man mir helfen will, schien sich diese Person nicht darum zu bemühen das zu berücksichtigen.

Ich habe immer und immer wieder versucht mich zu befreien, auch auf andere Menschen und Situationen bezogen. Ich hatte schon lange realisiert wer und was gut für mich ist und wer und was nicht.

Dass es mir nicht früher gelang mich zu befreien ist nicht mein Fehler. Ich gab mein Bestes soweit es ging.
 
Der Traum an den ich mich erinnere. Nicht genug greifbar um es in Worte zu formulieren. Ich weiss nur, dass der Traum eine wichtige Bedeutung hat.

Immer und immer wieder kurze Erinnerungen, zu schnell wieder weg um die Erinnerung aufzuschreiben.

Doch mit dem Gefühl welches mit der Erinnerung kommt weiss ich, dass diese Erinnerung eine wichtige Bedeutung für mich haben.
 
Warum ich welchen Notausgang für mich wähle muss ausser mir sonst niemand anders verstehen.
So oft dreht sich mein Leben im Kreis, weil ich mich erklären und rechtfertigen muss für Sachen für die ich mich bei niemandem erklären und rechtfertigen muss.

Ja, hin und wieder ist es sehr fragwürdig, dass ich mich für bestimmte Auswege entschied, aber das ist meine Sache, das sind meine Entscheidungen für mein eigenes Leben, deshalb ist es auch in Ordnung so.

Jeder soll den Weg gehen den er oder sie für sich selbst als richtig hält.

Dinge die ich in meinem Leben bereue? Ich bereue es, dass ich nett zu denen war die meine Nettigkeit und meine Hilfe nicht verdienten, Menschen die mir immer und immer wieder versuchten zu schaden.

Ich liebe Abstand/Distanz. Ich hasse es, wenn es nicht akzeptiert wird, dass ich Abstand/Distanz möchte.

Ich bin eine Einzelgängerin. Nicht weil mich niemand mögen könnte, daran liegt es nicht.
Ich hatte eine Art Coach, kein ausgebildeter Coach sondern mein persönlicher Coach. Dieser „Coach“ half mir schon sehr früh eine Einzelgängerin zu sein, unabhängig davon ob ich Freundschaften pflege. Als ich irgendwann die Einzelgängerin in mir verlor half erinnerte mich dieser Coach an die Einzelgängerin in mir.
Was er mir alles beibrachte, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.

Ja es gibt auch die Guten auf dieser Welt, auch in meinem Leben. Auch wenn das eher eine Seltenheit war.
 
Zwischen zurück ins Leben finden und verschiedene Gefühle die mich einholen und mich einschränken. Verschiedene Gefühle holen mich ein und ich bemühe mich diese auszuhalten. Was es so schwer macht diese Gefühle auszuhalten und damit umgehen zu können? Ich durfte viele Gefühle gar nicht haben, diese Gefühle durften nicht existieren. Ich durfte diese Gefühle nicht zulassen. Jetzt wo ich mich aus dieser Fremdbestimmung befreit habe bestimme ich. Ich weiss, dass Gefühle in Ordnung sind, auch Wut. Ich weiss, dass es schlecht ist Gefühle zu unterdrücken. Deshalb tue ich das was ich schon lange tun wollte und hätte früher tun sollen: ich unterdrücke die Gefühle nicht sondern erlaube es, dass diese Gefühle da sein dürfen. Das Problem ist, dass ich nicht gelernt hatte mit Gefühlen umzugehen und diese auszuhalten, weil ich das nicht durfte, diese Gefühle durften nicht existieren.
Es war klar, dass ich kaputt gehen würde, wenn ich nichts fühlen darf. Es war klar, dass ich es nicht dauerhaft unterdrücken und ignorieren kann, dass irgendwann alles hoch kommt. Das war nur eine Frage der Zeit.
Ich lasse die Gefühle zu, ich gebe den Gefühlen Raum, das stimmt so, aber manchmal ist es doch zu viel um es aushalten zu können, weil es zu viele Symptome auslöst die ich dann auch aushalten muss.

Es ist irgendwie eine Mischung aus allem, unterdrückte Gefühle, traumatisiert sein, aushalten, kein Ventil. Irgendwie ein Kreislauf den ich irgendwie durchbrechen muss.
Früher hätte ich gedacht, dass man diesen Kreislauf nicht durchbrechen kann, dass es einen Ausweg oder „Notausgang“ gibt. Das hätte ich früher so gedacht, weil es halt doch sehr intensiv ist das alles auszuhalten.
Heute weiss ich, dass es einen Ausweg gibt. Manchmal vergesse ich es auch heute, dass es diesen Ausweg gibt, aber immerhin erinnere ich mich zwischendurch wieder. Wenn ich es manchmal vergesse dann liegt es vermutlich daran, dass das was ich an Gefühlen und Symptomen aushalten muss so intensiv ist, dass ich die Möglichkeit „Ausweg“ gar nicht kenne.

Zurück ins Leben finden ist deshalb schwierig, weil ich diesen Kreislauf noch nicht dauerhaft durchbrechen konnte. Das braucht Zeit und Geduld, daran muss ich mich selbst immer wieder mal erinnern.
Ich muss mir dafür auch so viel Zeit lassen, dass es dafür keine Frist gibt bis wann. Das kann man leider nicht voraussehen.
 
Ich versuche schon lange ein normales Leben zu führen. Ich wünsche mir schon lange wenigstens ein bisschen Normalität. Das ist jetzt nicht zwingend auf meine Gesundheit/psychische Verfassung bezogen, natürlich ist mir das auch wichtig, aber mir geht es um etwas anderes.
Dabei bin ich es kaum selbst die mich davon abhält ein normales Leben zu führen.

Man wollte mich oft nicht verstehen, das führte dazu, dass ich „blockiert“ oder „handlungsunfähig“ wurde. „Erstarrt“ bezeichnet es auch gut.
Ja mir war klar, dass die die mich bewusst nicht verstehen wollten nicht geeignet waren um mir zu helfen. Meine eigene Naivität glaubte, dass ich verstanden werden könnte, wenn ich alles besser erkläre, irgendwann wenn ich es richtig rüberbringe dann würde man mich richtig verstehen, dachte ich.
Mir war schon lange klar, dass es bei einigen Menschen nichts bringt, wenn ich versuche es verständlicher zu erklären, deshalb wollte ich mich von diesen Menschen befreien, diese Menschen hinter mir lassen. Meine Anstrengung um mich von diesen Menschen zu befreien war umsonst, vergeblich. Diese Menschen liessen nicht zu, dass ich mich von denen befreie und löse, man übte Druck aus dem ich nicht mehr standhalten konnte und man übte Macht aus. Während die die Kontrolle über Druck und Macht hatten übernahm mich die Ohnmacht. Kein Ausweg. Erst Jahre später ein Ausweg.

Ich musste zu lange aushalten was man nicht aushalten sollte und nicht müsste.
Das viele und lange „aushalten müssen“ hinterliess viele Spuren.

Die Vergangenheit kann ich leider nicht ändern, so sehr ich es mir auch wünsche.
Es ist schwierig für mich, dass ich während meiner Jugend und meinen 20er Jahren gefangen und eingeschränkt wurde. Diese Zeit wäre wichtig für mich persönlich gewesen, ich hätte damals gerne mein Leben richtig gelebt.
Ich weiss, dass ich auch jetzt immer noch damit anfangen kann mein Leben Schritt für Schritt zu leben zu beginnen. Das möchte ich auch.
Es ist aber nicht das Gleiche wie wenn ich mein Leben während meiner Jugend oder wenigstens meinen 20er Jahren richtig gelebt hätte können. Das fehlt.

Vielleicht und hoffentlich finde ich zukünftig im Leben etwas was so gut und toll ist, dass es sich weniger schlimm anfühlt, dass ich mein Leben nicht früher leben konnte wie ich es gewünscht hätte.
Ich hoffe und wünsche mir das für mich. Etwas, was es wieder gut machen könnte, auch wenn es mir nicht die verlorene Zeit und das verlorene Leben zurück bringt.
 
Lange war mir nicht klar weshalb ich Notausgänge schon immer mochte. Es wird mir klarer und klarer, je mehr ich hier bei „Notausgang“ schreibe.

Vielleicht fand ich schon lange und mehrere Notausgänge. Vielleicht flüchtete ich von einem Notausgang zum nächsten Notausgang. Und trotzdem alles erfolglos, nicht der Ausweg den ich mir wünschte, nicht die Rettung die ich mir erhoffte.
 
Manchmal frage ich mich: wie realistisch könnte es sein, dass bestimmte Dinge aus meinem Leben nicht nur mich betreffen sondern auch andere die mit mir nichts zu tun haben? Gibt es so etwas? Kann es so etwas geben?

Diese Überlegung begleitet mich immer wieder. Ich frage mich ist das real oder entsteht diese Überlegung aus Symptomen oder Gefühlen?

Es geht mir darum, dass sich diese Überlegung so real anfühlt. Diese Verantwortung fühlt sich so schwer an um es auszuhalten, das ist eine schwere Last die ich aushalten muss.
Wenn ich mir sicher sein könnte, dass diese Überlegung niemals real sein kann dann möchte ich diese schwere Last endlich ablegen und nicht mehr aushalten müssen.

Und wenn es doch real ist: wie soll ich damit umgehen um niemandem zu schaden? Dass ein Schaden entsteht wäre nicht meine Absicht.
Es ist schwierig Rücksicht auf andere zu nehmen und gleichzeitig nicht zu vergessen, dass ich auch auf mich selbst Rücksicht nehmen muss, weil ich sonst kaputt gehe.

Falls so etwas nicht real sein kann: kann so etwas dann eine andere Bedeutung haben?
 
Manchmal frage ich mich: wie realistisch könnte es sein, dass bestimmte Dinge aus meinem Leben nicht nur mich betreffen sondern auch andere die mit mir nichts zu tun haben? Gibt es so etwas? Kann es so etwas geben?
Ist dir noch nicht die Erkenntnis gekommen, dass alle Menschen auf dieser Welt Teil einer allumfassenden Seele sind. Was du tust und was dir widerfährt betrifft die ganze Menschheit. Es ist nicht unwirksam, wenn du in einer stillen Kammer gute Gedanken in ein Krisengebiet sendest.

Für den Umgang mit den Krisen deines Lebens ist ein Buch hilfreich:
Scott Peck, Der wunderbare Weg.


Leben ist schwer. Du kannst die Krisen nicht vermeiden. Aber du kannst verhindern, dass sie dein Leben beherrschen.
Ich hatte auch schwere Zeiten. Im Rückblick sehe ich sie als Weg zu der Person, die ich heute mit 88 Jahren bin. Um der Erkenntnisse willen, die ich dadurch gewonnen habe, sage ich ja dazu.
Mein Sohn hat diese Haltung von mir übernommen Seit 10 Monaten ist er schwer krank und ist dieser Tage wieder im Krankenhaus zur Beobachtung. Wenn er überlebt, wird er sehbehindert bleiben, kann nicht mehr Auto fahren und seinen Beruf als innovativer Ingenieur nur begrenzt ausüben. Trotzdem möchte er nicht auf die Erfahrungen aus der Zeit, als er gelähmt und hilflos lag, nicht verzichten.
 
Ich hatte im Verlauf meines bisherigen Lebens immer wieder verschiedene Erkenntnisse, auch in diese Richtung. Manchmal war und ist es schwierig herauszufiltern, welche davon real sein könnten und welche eher eine Illusion oder Symptom sind.
So eine Art „gute Gedanken in ein Krisengebiet“ senden hatte ich in der Vergangenheit tatsächlich gute Erfahrungen gemacht, vielleicht sendete ich die guten Gedanken nicht in ein Krisengebiet, aber immerhin an Menschen die mit dem Unheil in meinem Leben nichts zu tun haben. Danach habe ich mich tatsächlich besser gefühlt indem meine Gedanken und Gefühle deutlich einfacher auszuhalten waren.

Doch wie hält man solche Gedanken und Gefühle aus, wenn man irgendwo unter Menschen sind? Da liegt bei mir die noch viel grössere Herausforderung das auszuhalten und damit umzugehen. Hinzu kommt, dass ich irgendwo durch auf jeden Fall hochsensibel bin und dadurch Menschen intensiver wahrnehme.
Manchmal kommt das nicht so nah an mich ran, manchmal kann ich mich innerlich distanzieren und mich deshalb wohler fühlen. Aber manchmal fühlen sich solche Sachen doch intensiv an.

Danke für die Buchempfehlung, ich werde mir das Buch gerne einmal anschauen.

Danke für deine Einschätzung. Ich bin sehr froh auch eine Meinung von jemanden der schon etwas älter ist und dementsprechend mehr Lebenserfahrung hat zu bekommen.
Wenn du möchtest und wenn du dich wohl fühlst dann würde es mich sehr freuen, wenn du hier mehr von deiner Lebenserfahrung mitteilst, sofern dir noch etwas passendes einfällt.

Das mit deinem Sohn tut mir sehr Leid, ich wünsche deinem Sohn gute Besserung!
 
Ich kann rückblickend nur daraus lernen wie ich anders hätte vorgehen sollen.

wie kannst du rückwirkend dein Drehbuch umschreiben, dessen Sinn sich erst im Nachhinein erschliesst, z.B. ist für C.G. Jung die Suche nach sich selbst kein linearer Prozess, bei dem man Fehler vermeiden muss, sie sind Wegweiser und er betont, dass die vermeintlichen Fehlentscheidungen absolut notwendig sind, um Ganzheit zu erlangen, ohne Stolpern, keine Entwicklung.

Heute glaubst du zu wissen, was richtig gewesen wäre, deshalb glaubst du fälschlicherweise, du hättest es damals schon besser wissen sollen und anders handeln können, das ist jedoch unfair dir und deinem vergangenen "ICH" gegenüber..

Das Wort "sollen" erzeugt Druck und Schuldgefühle, das Leben ist kein Optimierungsprozess, den man „richtig“ oder „falsch“ spielen kann, es geht eher um Erfahrung, nicht um Effizienz.

Wenn du "nur" daraus lernst, wie du es hättest besser machen müssen, bleibst du in einer bewertenden, harten Haltung dir selbst gegenüber stecken.

Ich liebe Abstand/Distanz. Ich hasse es, wenn es nicht akzeptiert wird, dass ich Abstand/Distanz möchte.

das ist dein Gutes Recht und wichtig zur Abgrenzung und zum Schutz deines Innenlebens.
 
Dinge die ich realisiere. Etwas Bestimmtes was ich zurzeit realisiere. Ich realisiere etwas und denke, dass etwas in dieser Art schon in meiner Vergangenheit stattfand. Ich bin aber nicht sicher ob das wirklich schon in der Vergangenheit stattfand, weil ich mich die ganzen Jahre über die daran erinnerte.
Oder ist das was ich zurzeit realisiere etwas Neues was in der Vergangenheit nie stattfand? Warum denke ich dann aber, dass es in der Vergangenheit stattfand, wenn es doch erst seit heute geschehen ist, wenn ich das erst heute realisiert und erlebt habe?

Ich dachte erst heute, dass es bereits in der Vergangenheit stattfand und wenn ich daran zurück denke beziehungsweise wenn ich mich daran zurück erinnere dann war ich damals nicht darauf vorbereitet und konnte nicht damit umgehen. Und trotzdem bin ich sozusagen immer noch „in diesem Spiel oder Rennen“ dabei. Oder vielleicht nicht immer noch sondern wieder? In beiden Fällen kann ich stolz sein auf mich, dass ich das hingekriegt habe.

Heute bin ich zurzeit in der Lage „mit dem was ich (wieder) realisierte“ besser umzugehen. Vielleicht gehe ich noch nicht perfekt damit um, aber gut genug um noch da sozusagen „weiter dabei zu sein“.

Früher dachte ich, sofern ich früher von dieser Sache wusste, dass ich diese bestimmte Situation perfekt meistern können muss „um weiter im Rennen zu sein“.
Vielleicht war früher/damals der Fehler, dass ich dachte, dass ich in dieser Situation perfekt handeln können muss.

Eine Täuschung oder eine unbekannte Realität? Ich glaube sicher zu sein, dass das was ich realisiere real ist, Realität. Es fühlt sich so echt an. Es fühlt sich so echt an ohne handfeste Beweise. Existieren die Beweise darin wie es sich für mich anfühlt? Oder würde mir jemand glauben was ich realisiere, wenn ich mit Worten beschreiben würde was ich in „dieser bestimmten Situation“ denke und fühle?

Dieses Mal, sofern das nicht das erste Mal ist, fühlt es sich nicht bedrohlich an. Nur weil es sich nicht bedrohlich anfühlt sondern sogar wie Hilfe oder Unterstützung muss es nicht bedeuten, dass es wirklich keine Bedrohung ist.

Vielleicht ist es auf diese Art und Weise eine Täuschung, weil es in Wirklichkeit eine Täuschung ist, dass ich nicht realisiere, dass es eine Bedrohung ist?! Ich weiss gerade nicht ob ich das so formuliert habe, dass der Satz einen Sinn ergibt.

Ja, hin und wieder dachte ich seit ich das (wieder) realisiere, dass es in Wirklichkeit eine Bedrohung ist die ich nicht realisieren soll. Das dachte ich. Gedanken.
Es hat sich aber angefühlt als wäre es eine Hilfe. Gefühle.
Manchmal hat es sich auch bedrohlich angefühlt, aber nur sehr schwach sodass ich es nicht als Bedrohung einstufen würde. Gefühle.

Vielleicht ist das eine Erinnerung an einen Traum. Ob der Traum wirklich ein Traum ist oder doch Realität?

Was darf ich wissen?

Was dürfen die anderen wissen, die in dieser Situation entweder eine Bedrohung oder eine Hilfe sind?

Vielleicht täusche ich mit meiner Reaktion in dieser Situation die anderen. Denn dürfen die realisieren, dass ich realisiert habe, dass in dieser Situation mehr dahinter steckt? Dass vielleicht sogar mehr dahinter steckt als dass ich oder jemand es beweisen könnte?

Schreiben tut gut. Schreiben tut gut um Gefühle, Gedanken, Erinnerung, Erlebtes festzuhalten. Diese Sachen festzuhalten ist mir wichtig. Ist es nur die Erinnerung die mir wichtig ist?

Was ich über Erinnerungen weiss? Ich weiss, dass ich mich an vieles aus meinem Leben nicht erinnern darf. Erinnerungen aus der Vergangenheit darf ich nicht kennen. Und trotzdem erinnere ich mich daran.
Vielleicht realisiere ich bestimmte Situationen die sonst eher niemand realisieren könnte, weil ich zum schweigen gebracht wurde. Und hier kommt es wieder: aushalten müssen. Das ist nicht in Ordnung was ich alles aushalten musste. Aushalten müssen zum Schweigen gebracht werden und aushalten müssen schweigen zu müssen. Wohin führt das? Das führt in einen Zustand für den ich keine Bezeichnung kenne ausser meine „Krankheit“.
Jetzt gerade muss ich nicht mehr darüber wissen.

Ich habe vieles überstanden. Das soll so bleiben, das wünsche ich mir. Ich wünsche mir, dass Ruhe in meinem Leben einkehrt und dass diese Ruhe bleibt.
Was Ruhe für mich jetzt gerade bedeutet? Ruhe bedeutet für mich ein normales Leben.

Danke, dass du das gelesen hast. Auf diese Art und Weise hast du mir zugehört. Auf diese Art und Weise konnte ich mit jemandem reden und es hat gut getan zu reden. Reden war das was ich schon lange gebraucht hätte aber nicht durfte, weil ich schweigen musste.

Reden durfte ich in meinem Leben dann, wenn es für andere nützlich und hilfreich war. Ob ich jemals dafür etwas zurück bekommen habe? Nein leider nicht. Das ist unfair. Ich dachte so lange, dass ich etwas dafür zurück bekam, aber das war eine Illusion. In Wirklichkeit habe ich nur gegeben.

Was ich bis heute nicht verstehe obwohl ein grosser Teil sehr viele Jahre zurückliegt ist, warum man mich fallen gelassen hat, wenn man doch so profitiert hatte von mir. Warum liess man mich fallen?

Eine Auszeit hatte ich damals all die Jahre nie. Nicht einmal dass wurde mir (zurück) gegeben.

Und so finde ich Trost durch das Schreiben in der digitalen Welt. Anstatt im realen Leben.

Es war ein Fehler, dass mir gesagt wurde, dass mich niemand retten kommen würde. Ja man kann sich nicht darauf verlassen gerettet zu werden. Aber es ist eine Lüge, dass man nie gerettet werden könnte. Es ist eine Lüge, dass einem niemand helfen würde.

Ich habe Respekt vor mir selbst. Das ist sehr wichtig.
Niemand muss mich verstehen, wenn mir der Respekt vor mir selbst wichtiger ist als vor anderen Menschen.
Viele Menschen wollten mich bisher sowieso nicht verstehen, dann werde ich meine Nerven und Energie nicht für Erklärungen verschwenden.

Ich wollte und will doch nur ein normales Leben.
Distanz. Denn ich muss nicht immer wissen und verstehen, was hinter einem Menschen steckt der mich nicht verstehen will.

Die schlimmsten Sachen habe ich überstanden. Jetzt geht es darum zu verarbeiten damit es mir besser geht. Damit ich wieder leben kann anstatt mich nur in einem Überlebensmodus zu befinden.

Ob ich jemals gelebt anstatt überlebt habe? Nein. Wenn ich über mein Leben nachdenke rückblickend dann nein.

Leistungen erbringen ohne etwas zurück zu bekommen wofür ich so einiges zurück bekommen hätte sollen. Das ist unfair.

Ich glaube an Gerechtigkeit, sogar für mich. Gerechtigkeit ist ein Teil in mir, die Anwältin in mir die ich nie geworden bin.

Ich glaube auch an Gerechtigkeit auf andere Weise, auch ohne Gerechtigkeit durch das Gesetz. Das gibt mir einen Frieden, dass ich an eine Gerechtigkeit auch ohne Gesetz glaube. Dadurch weiss ich, dass trotzdem alles gut kommt. Gerechtigkeit die ich mir wünsche und mir zusteht. Respekt vor mir selbst.

Es grenzt an ein Wunder wie ich alles meistern konnte. Ich habe nichts erreicht. Ich bin untergegangen. Ich bin kaputt gegangen. Aber irgendwie konnte ich irgendetwas trotzdem meistern. Ich habe es überstanden. Wenigstens habe ich überlebt anstatt gelebt.

Ich weiss, dass ich immer noch damit beginnen kann zu leben anstatt nur überleben.

Dass ich in der Vergangenheit nicht leben durfte und dadurch mein Leben verpasste, dass ich wichtige Jahre meines Lebens verpassen musste, dass kann kein Geld der Welt wieder gut machen. Dass kann kein Schadensersatz, keine Genugtuung wieder gut machen. Das kann keine Verurteilung der Täter wieder gut machen.
Vielleicht wird dieser Teil immer nur überleben müssen anstatt zu leben.

Die Vergangenheit kann man nicht ändern und auch nicht zurückholen.

Alles wird trotzdem gut, das hoffe ich in mir.
 
Den Notausgang wählt man, wenn es brennt. Feuer. Anweisungen. Richtig vorgehen, richtig handeln.
Wenn es brennt dann muss man den korrekten Ablauf für das Verhalten während es brennt befolgen.

Das wichtigste und das was man als erstes tut wenn es brennt und die ganze Zeit über tut solange das Feuer nicht gelöscht wurde, solange die Gefahr nicht weg ist:
„Ruhe bewahren“

Ruhe ist gut. Kein Stress. Ruhe bringt Klarheit. Einen klaren Kopf haben. Klare Gedanke. Durchblick. Überblick. Ruhe bewahren.
Fast so angenehm wie frische Luft.

Erinnerungen. Und dann auch Erinnerungen an dich. Hast du mir gut getan? Nein, weil du hast mir nicht geholfen, obwohl du durchaus Möglichkeiten dazu hattest. Du machtest einiges sogar schlimmer.
Das was mir gut getan hat ist wertlos, weil der Schaden grösser ist.
Erinnerungen über dich hinter mir lassen, aber ohne dich und das Geschehene zu vergessen. Nie wieder vergessen damit ich aus Fehlern lernen kann, damit ich anders handeln kann, in der Zukunft.

Ob du Platz in meiner Zukunft hast? Ich weiss es nicht. Zwischen Wunsch und Vernunft. Die Vernunft will keinen Platz für dich in meiner Zukunft, besser so. Der Wunsch will. Aber ich mag gerade nicht darüber nachdenken warum der Wunsch will.
Es ist auch richtig, wenn ich ein anderes Mal oder gar nicht darüber nachdemke.

Verstehen. Verstehen was man mit mir gemacht hat. Verstehen, dass sogar Menschen schlechte Absichten mir gegenüber hatten bei denen ich viel zu spät realisierte, dass es schlechte Absichten waren. Und wenn ich es doch ab und zu rechtzeitig realisierte? Dann war es weg aus meiner Erinnerungen, fast so als hätten die schlechten Absichten nie existiert.

Aus der Erinnerung gelöscht durch Manipulation. Manipulation die nur wenige in Manipulation einstufen würden, weil es eine Manipulation von einem anderen Level ist.

Ich konnte nichts dafür, dass ich mich aus den vielen Manipulationen nicht retten konnte, denn ich war ein Kind, ich war eine Jugendliche, ich war eine junge Erwachsene.
Aber ich habe in mir etwas starkes. Wie auch immer ich das überstanden habe.

Ich bin nicht Schuld. Ich habe Respekt vor mir selbst.

Vergangenheit. Ein Neuanfang.

Vergangenheit und Neuanfang gleichzeitig vereint hier durch mein Schreiben. Irgendwie gut. Es verändert nicht die Vergangenheit. Aber es gibt mir trotzdem etwas Gutes denke ich. Eine Bezeichnung dafür? Weiss ich noch nicht.

„Ich nehme dich beim Wort“, antwortete ich dir bei deinem Angebot, oder war es ein Versprechen?
Jemand der mich versteht, ich weiss, dass es jemanden gibt der mich und meine Realität versteht. Das tut gut. Zu wissen dass ich all dem nicht (alleine) ausgeliefert bin.

Die Fernbedienung habe ich jetzt endlich in der Hand. So wie du es all die Jahre hattest. Du warst doch irgendwie schon lange über alle Berge und trotzdem überliess ich dir die Kontrolle darüber, was du negatives in mir auslöst. Ja so warst du. Du liebtest es. Das wusste ich schon damals, aber irgendwann vergass ich es während du weiterhin die Kontrolle über mich hattest.

Der Spiegel. Den Spiegel schenkte mir die Polizei. Ich bin heute noch dankbar dafür. Den Spiegel habe ich zu wenig verwendet, aber doch wenigstens ein paar wenige Male.

Der Prozess. Verstehen. Du musst nicht verstehen warum es für mich wichtig ist Dinge zu verstehen.

Werde ich jemals wissen wie es sich anfühlt erholt zu sein? Alles gut, alles kommt mit der Zeit irgendwann.

Weg mit dem Stress. Den Kopf schütteln, das hilft auch.

Wie konnte ich dich nur mögen?
 
Schreiben tut mir gut. Das weiss ich schon lange, nicht erst jetzt. Ja Schreiben tut mir sogar sehr gut. Aber es löst nicht meine Probleme. Nicht so wie ich es mir wünsche und brauche.

Ich bin mit kleinen Schritten einverstanden, dagegen habe ich nichts. Was mich stört ist zu lange am selben Punkt stehen geblieben zu sein, obwohl man „drangeblieben“ ist.

Bemühungen. Ich bemühte mich zu viel mich korrekt zu verhalten und es allen recht zu machen. Ich blieb deswegen an der selben Stelle stehen.
Menschen deren Aufgabe es offiziell war solche Situationen zu regeln, dass es auch für mich gut ist kümmerten sich nicht darum. Distanz hätte ich gebraucht um da nicht unterzugehen.

Der Traum. Wieder ist der Traum hier. So real in der Erinnerung. Aber gleichzeitig doch nur ein Traum.

Wer bin ich? Wer bin ich wirklich?
Ich glaube zu wissen wer ich wirklich bin. Aber was wenn das eine Illusion ist? Was wenn ich in Wirklichkeit gar nicht weiss wer ich wirklich bin?

Verbindungen. Die die nicht zusammen gehören verbinden mich damit wer ich wirklich bin. Auch wenn es nicht immer richtig greifbar ist wer ich bin.
Ich glaube zu wissen wer und wie ich wirklich bin. Deshalb weil es sich so vertraut anfühlt.
 
Dinge verstehen. Zu verstehen oder realisieren, dass ich schon lange erschöpft bin. Seit ein paar Wochen wieder Energie haben aber trotzdem erschöpft sein. Gibt es das?

Was ich gerochen habe, was ich darüber gedacht habe, wie es sich angefühlt hat: das wird niemand verstehen können. Ich habe mit niemandem darüber geredet. Man müsste das gleiche riechen um es zu 100% zu verstehen.

Ich verstehe es. Nicht immer wie es nützlich wäre aber trotzdem irgendwie.
 

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