Nitrostress und neurologische Probleme

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Hallo,
ich leide seit vielen Jahren unter Depressionen und Ängsten. Habe auch sehr viel Stress. Meine Stressresistenz ist sehr gering.
Ich habe kürzlich einen Nitrostresstest machen lassen und es stellte sich heraus, dass ich Nitrostress habe. Nitrophenylessigsäure lag bei 6. Die Norm endet bei 3. Ich weiß nicht ob dieser Wert nun sonderlich hoch ist oder nicht. Jedenfalls ist er höher als normal.
Ich mache mir nun große Sorgen, dass meine psychischen Probleme womöglich von Nitrostress kommen könnten. Der Arzt empfahl mir Vitamin E (200IU) ,C (1gr) und Alpha Liponsäure zu nehmen. Ich habe aber im Netz etwas über Nitrostress gelesen, wo es auch wieder hieß, dass es genau drauf ankommt welche Vitamine man nimmt. Zuviel Vitamin C kann auch schädlich sein oder isolierte Vitamine können auch schädlich sein. Ich bin jetzt total verunsichert.
Ich nehme auch seit Jahren täglich 2 Gramm Fischöl. Ob das jetzt gut oder schlecht war weiß ich auch nicht. Was ist wenn das Fischöl weil es ungesättigt ist oxidiert und Schaden anrichtet? Ich weiß auch, dass ich zuviel oxidativen Stress habe. Der wurde auch gemessen. Und das obwohl ich täglich schon ein Multivitamin (Eunova) nehme.

Ich habe auch viele sonstige gesundheitliche Beschwerden. Ich fürchte, dass die womöglich alle mit dem Nitrostress zusammenhängen könnten.
Ich habe aber keine Idee, was ich jetzt mache. Gibt es überhaupt Ärzte in Deutschland, denen Nitrostress wirklich ein Begriff ist?

Was mich auch sehr verunsichert ist, dass ich gelesen habe, dass man bei Nitrostress auch aufpassen muss welche NEMs man nimmt. Zum Beispiel isolierte Vitamine können schädlich sein usw. Woher soll man denn dann überhaupt wissen was genau man nehmen soll/muss?
Das kommt mir vor wie ein total unüberschaubares Problem.
 
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Hi!
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass eine der Hauptursachen für deine Beschwerden der Nitrostress ist. Das Gute ist ja schon mal, dass du der Lösung deines Problems näher gekommen bist :)

Zunächst einmal kann ich dir zwei gute Bücher empfehlen:

"Optimum Nutrition for the Mood" von P. Holford.
Das Buch ist auf englisch (gibt es vllt auch auf deutsch?) und es wird für Laien sehr gut erklärt welche Mikronährstoffe Einfluss auf das Gehirn/ ZNS nehmen und wie man seinen Neurotransmitterhaushalt verbessern kann und Depressionen natürlich behandeln.

Das zweite Buch ist von Bodo Kuklinski "Das HWS-Trauma".
Hier wird alles zum Thema Nitrostress erklärt und am Ende des Buches stellt er seinen 5-stufigen Behandlungsplan vor. Im Prinzip könnte man den auch selbst anwenden.

Mir haben bei meinen Beschwerden bislang am meisten eine Behandlung beim Arzt nach Kuklinski und viel Eigeninitiative geholfen.

Hast du denn irgendwelche Unverträglichkeiten? Oder noch andere Symptome?

Grundsätzlich wäre meiner Ansicht nach der erste ganz wichtige Schritt um den Nitrostress abzufangen hochdosiertes Vitamin B12. Das könntest du bspw. in Form von Tropfen oder Spritzen nehmen. Vit B12 kann nicht überdosiert werden, da der Körper alles Überschüssige wieder ausscheidet. So würde wenigstens bis du eine geeignete Behandlung hast dein Grundproblem nicht schlimmer werden.

Das Fischöl ist außerdem ein super Ansatz. Es handelt sich dabei ja um zwei Omega-3 Fettsäuren. Wie sieht es bei dir ansonsten mit Fetten aus? Was für Öle/ Fette benutzt du? Isst du Fastfood?

Viele liebe Grüße

Nana
 

Bei oxidativem/nitrosativen Stress kann Baubiologie hilfreich sein

Forschungen zeigen, dass elektromagnetische Strahlung zu oxidativem Stress führen kann und somit zu schädigenden Oxidationsprozessen in Zellen durch freie Radikale.

Die zerstörerische Wirkung dieser freien Radikale wiederum steht im Verdacht, Ursache zahlreicher Zivilisationskrankheiten zu sein. Da der oxidative Stress bereits bei Strahlung unterhalb der aktuellen Grenzwerte ausgelöst wird, reichen diese Grenzwerte bei weitem nicht aus, um die Gesundheit der Menschen zu schützen.

Der Baubiologe kann die Intensität von elektromagnetischer Strahlung im Wohn- und Arbeitsumfeld messen, beurteilen und Lösungen vorschlagen.
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05.02.10
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Hallo Redwhite,

bei Nitrostress der nicht behandelt wird sind Öle nicht gut, weil sie oxidieren und kontraproduktiv wirken. Zuerst NO senken mit B12 und Antioxidantien. In dem von Nana empfohlenen HWS-Buch von Kuklinski wird die Vorgehensweise gut erklärt. Auch die Reihenfolge in der begonnen werden soll. Es gibt nun ein neues Buch von ihm und Dr. Anja Schemionek: "Mitochondrientherapie - die Alternative", das ebenfalls empfehlenswert ist.

Weiters bei Quecksilberbelastung, die am besten getestet werden sollte sind Fisch und Fischöl tabu. Nicht nur wegen der Tatsache, dass Fisch und Fischöl selbst Schwermetalle enthalten sondern auch wegen bestimmter anderer Bestandteile (weiß ich grad nicht auswendig). Man kann übrigens auch ohne Amalgam eine hohe Queckilberbelastung haben, etwa wenn die Mutter in der Schwangerschaft quecksilberbelastet war. Falls du Quecksilberbelastung hättest, wäre Alphaliponsäure möglicherweise zunächst kontraproduktiv. Sie löst gespeichertes Hg aus dem Gewebe und setzt es frei, so dass es zu weiteren Beschwerden führen kann.

Psychische Probleme können durchaus mit Nitrostress einhergehen, aber auch mit Histamin und anderen Nahrungsmittelproblematiken. Bei Nitrostressproblematik spielen diese oft auch mit und sollten unbedingt überprüft werden. Die Neurologin meiner Tochter erklärte ihr kürzlich, dass Histamin sogar ziemlich starke unmittelbare Auswirkungen auf das Gehirn hat und somit auf die Psyche haben kann. Gluten- und Kasein dto. Bei meiner Tochter ist das sehr ausgeprägt. Eine kleine Nahrungssünde mit Gluten reicht um Depressionen und Ängste zu reaktivieren.

Der erste Behandlungsschritt bei Nitrostress sollte meines Wissens B12 sein, das hat sich bei mir bestens bewährt in Form von Methylcobalamin. Das B12 ist ein NO-Senker und NO-Senkung ist Voraussetzung für die Gabe weiterer Mikronährstoffe. Fettsäuren und Öle kommen dann erst ganz zum Schluss (wegen der Oxidationsgefahr).

Alles Gute und viele Grüße
Lealee
 
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