Neue Biologie (nach Sayer Ji) und Epigenetik

Einige denken, und da schließe ich mich ein, hin und wieder, sie wären aus dem Traum aufgewacht – so wie das in richtigen Träumen im Bett auch passiert -, aber sie denken es dann eben nur und merken auch nach einiger Zeit, dass etwas nicht stimmt, spätestens, wenn der Steuerbescheid kommt, ein Paket nicht ankommt oder die Sonne erst erscheint, wenn der Balkon schon im Schatten ist.
oder wenn sie Kopf- Bauch - oder Zahnschmerzen bekommen
 
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Wir erschaffen selbst diese scheinbar "objektive" Welt/ da draußen/
Das habe ich selbst eine Zeit lang so gesehen. Das ist die Kernaussage von der Annahme, dass wir Menschen selbst Schöpfer unserer Realität sind. Dass wir nur die "richtigen" Gedanken haben müssen und dann erschaffen wir uns das und dass wir uns so alles erschaffen können, was wir wollen. Das dachte ich, bis zu dem Moment, als ich feststellte, dass nicht alles, was ich wahrnehmen kann und was existiert, auch von mir erschaffen wurde. Ich erkannte, dass es auch Dinge gibt, die ich nicht erschaffen habe, die ich auch gar nicht erschaffen kann, die aber auch Schöpfung sind. Entweder von anderen Menschen oder von einer (der) höchsten Instanz. Es ist der Wandel von der Entweder-oder-Sicht in die Sowohl-als-auch-Sicht. Das ist die göttliche Sicht, die Sicht, die ganzheitlich sieht, die holographisch betrachtet. Hier kommt man in die Bereiche der Paradoxien, die zugleich wahr sind. Von Sichtweisen, Umständen, die sich scheinbar wiedersprechen, aber zugleich richtig sind. Und es der Zustand, in dem alles angenommen wird, so wie es ist. Keine Ausschließlichkeiten mehr, keine Dualität mehr mit Spaltung und Trennung.
Dieser Prozess beinhaltet auch, eine höhere Ordnung und einen höheren Schöpfer (Gott) anzuerkennen, Demut, den Willen in Einklang mit dieser höchsten Instanz usw.. Den Schritt, dass wir zwar Mit-Schöpfer unserer Lebensumstände sind und auch materiell etwas "erschaffen", sprich bauen, können (aus den bereits erschaffenen, existierenden Stoffen), Umstände entsprechend unserem Inneren anziehen usw.., aber dass es auch eine "Welt" und Umstände in unserem Leben gibt, die wir nicht erschaffen haben und die wir als gegeben hinnehmen müssen. Es beeinhaltet den Schritt, zu erkennen, dass es Dinge gibt, auf die wir keinen Einfluss haben und somit auch Klarheit zu Verantwortungen und dadurch mehr Abgrenzung. Und das "Missionieren" anderer wird beendet, das Überzeugen-wollen anderer, das Recht-haben-Wollen, Belehren usw..
Mit der Sicht, dass wir diese scheinbare objektive Welt selbst erschaffen, sind wir in der Annahme, dass es keinen absoluten Gott gibt. Mit dem Schritt der Erkenntnis, dass es einen absoluten Gott gibt und dass wir Abbilder Gottes sind, sprich: Teil des Ganzen und als Teil wie das Ganze (holographisch, fraktal), ändert sich das und wir müssen relativieren und ordnen, was wir wirklich selbst erschaffen, wo wir Einfluss haben und was absolut von Gott geschaffen ist. Und wir müssen unseren Platz, unsere Bestimmung in dieser Schöpfung erkennen und unseren Willen in Einklang mit dieser Schöpfung bringen. Und das ist dann der jeweils individuelle Teil jedes Menschen. Wie in einem Orchester. Es gibt das Ensemble als Ganzes und zugleich jeden einzelnen Musiker und es wird das Musikstück des Komponisten gespielt.
Es ist die Erkenntnis der eigenen Individualität bei gleichzeitiger Ganzheit (eines von vielen Paradoxien) und das Erkennen von Entsprechungen, wie in der Hermetik, dass "im Kleinen, wie im Großen" und "wie oben, so unten" real sind.
Dann wird die Materie als eine Form (eine bestimmte Art) der Schöpfung gesehen, die zugleich auch geistig ist (eine geistige Form ist) und dass in allem alles auch immer beeinhaltet ist (das holographische Prinzip). Dann verbindet sich alles zu einem Ganzen und es wird nichts mehr ausgeschlossen. Die Dualität wird überwunden und die Polarität als Schöpfung bzw. in der Schöpfung erkannt. Dualität bedeutet die Trennung von unterschiedlichen Polen, Polarität bedeutet, die Abstufung von Polen, die zusammen gehören. Als Beispiel: Dualität wäre die Annahme, dass es entweder-oder gibt, es wird ein scheinbarer Pol als richtig angenommen und der andere, scheinbar gegentielige Pol, abgelehnt. Polarität ist das (An)Erkennen von polaren Prinzipien, wie z.B. Tag und Nacht, rechts und links, oben und unten, warm und kalt, usw.. Es ist das Prinzip von Sowohl-als-auch, bei dem die Pole als die äußeren Extreme erkannt werden, mit entsprechenden Zwischenzuständen, wodurch sich ein fließender Übergang ergibt und sich beides gegenseitig bedingt. Dabei stellt sich dann heraus, dass die dualen Pole eigentlich gar nicht existieren, dass sie "gemacht" sind.

Es scheint, dass es um einen Prozess geistiger Evolution geht, der sich selbst in dieser unermesslichen Vielschichtigkeit ent-deck-t. Im Grunde genommen sind Schöpfer und Schöpfung wie zwei Seiten derselben Medaille, und der gesamte Prozess entfaltet zudem mehr und mehr Emergenz – sie ist inhärent, immer vorhanden. Es scheint, dass der Geist sich in der Materie selbst entdeckt.
Da bin ich ganz bei Dir. Schöpfung und Wahrnehmung der Schöpfung existieren und wirken zugleich, um eine Bewusstwerdung/Selbsterkenntnis zu ermöglichen. Dann ist nur die Frage, wer ist dieses Schöpfer/Schöpfung? Gibt es einen Gott oder nicht? Falls es keinen Gott gibt, macht der Mensch normalerweise sich selbst zu diesem Schöpfer und will alles nach seinen eigenen Vorstellungen erschaffen. Er spielt dann selbst Gott bzw. sieht sich selbst als Gott. Andere Ansichten werden dann nicht anerkannt und abgelehnt usw. Dann gibt es nur die eine Sichtweise (die eigene) und alles soll nach den eigenen Vorstellungen gestaltet (erschaffen) werden, da ja alles auch die eigene Schöpfung ist. Gibt es einen Gott, dann wird der Mensch sich als Teil erkennen und gleichzeitig eine höhere Ordnung anerkennen. Dann wird die Existenz gesehen, wie oben beschrieben. Der Mensch sieht sich als Individuum (individuell) und zugleich als Teil des Ganzen. Es existiert eine höhere Schöpfungsinstanz (Gott) und gleichzeitig sieht man sich als Mitschöpfer (nach Gottes Ebenbild). Es gibt kein Entweder-oder mehr, sondern nur noch Sowohl-als-auch (keine Dualität mehr, sondern Polarität), usw.. Hier gibt es dann auch noch versch. Sichtweisen im Detail. Es wird aber bspw., obwohl erkannt wird, dass es in Wirklichkeit keine Dualität gibt, die Dualität bei anderen Sichtweisen erkannt und anerkannt, da aus der eigenen Erfahrung heraus, die duale Sichtweise bekannt ist und verstanden wird. Es kann nachvollzogen werden, warum jemand diese Sichtweise hat und sie als existierend angesehen werden (dann als Irrtum, als irrtümliche Sicht, die aber gelebt werden kann und darf - wieder sowohl-als-auch).

Für die versch. Weltbilder/Sichtweisen kann ich Armin Risi empfehlen. Er hat die versch. Gottes-/Weltbilder mit enstprechenden Bezeichnungen beschrieben. Ich konnte beim Lesen gut die versch. Ansichten nachvollziehen und wie sich aus der jeweiligen zugrunde liegenden "Gottes-Sicht" (der Vorstellung davon, was das Absolute ist und was der Mensch) die jeweiligen Schlussfolgerungen ergeben, was die Welt ist, was der Mensch ist, wer was erschafft, usw. und auch die daraus resultierenden Folgen und Schlussfolgerungen. Denn das entspr. Welt-/Selbstbild ermöglicht z.B., dass Krieg oder Übergriffigkeit als nützlich oder erforderlich gesehen wird oder dass die eigenen Taten als sinnvoll und legitimiert begründet werden (der Zweck heiligt die Mittel) usw., aber auch, dass jeder Mensch als Individuum gesehen und behandelt wird, dass nicht alles als Schicksal und Leid betrachtet wird oder dass wir uns als Mitschöpfer verantwortlich sehen, aber nicht als Schöpfer von allem und für die Schöpfungen anderer verantwortlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich beschreibe es so: Materie und Bewusstsein sind gleichzeitig und beides bedingt sich gegenseitig.
Ja, ganz genau – die eine kann nicht ohne die andere existieren. Ich habe doch hier aus dem Buch „Buddhismus und Quantenphysik“ zitiert, was einfach außer Acht gelassen wurde. Na ja..


Ich persönlich denke, wie es in der Holon-Theorie von Ken Wilber oder im Modell von Sri Aurobindo dargestellt wird, dass der Geist zuerst war – also das Bewusstsein. Das ist auch der Grundpfeiler des Buddhismus.

So:

Vom Geist geführt die Dinge sind,
Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.
Wenn man verderbten Geistes spricht,
V erderbten Geistes Werke wirkt,
Dann folget einem Leiden nach
Gleichwie das Rad des Zugtiers Fuß.
Vom Geist geführt die Dinge sind,
Vom Geist beherrscht, vom Geist gezeugt.
Wenn man da lautem Geistes spricht
Und lautem Geistes Werke wirkt,
Dann folget einem Freude nach,
Gleichwie der Schatten, der nie weicht.
Nyanatiloka
DHAMMAPADA
 
Da bin ich ganz bei Dir. Schöpfung und Wahrnehmung der Schöpfung existieren und wirken zugleich, um eine Bewusstwerdung/Selbsterkenntnis zu ermöglichen. Dann ist nur die Frage, wer ist dieses Schöpfer/Schöpfung? Gibt es einen Gott oder nicht? Falls es keinen Gott gibt, macht der Mensch normalerweise sich selbst zu diesem Schöpfer und will alles nach seinen eigenen Vorstellungen erschaffen. Er spielt dann selbst Gott bzw. sieht sich selbst als Gott. Andere Ansichten werden dann nicht anerkannt und abgelehnt usw. Dann gibt es nur die eine Sichtweise (die eigene) und alles soll nach den eigenen Vorstellungen gestaltet (erschaffen) werden, da ja alles auch die eigene Schöpfung ist. Gibt es einen Gott, dann wird der Mensch sich als Teil erkennen und gleichzeitig eine höhere Ordnung anerkennen. Dann wird die Existenz gesehen, wie oben beschrieben. Der Mensch sieht sich als Individuum (individuell) und zugleich als Teil des Ganzen. Es existiert eine höhere Schöpfungsinstanz (Gott) und gleichzeitig sieht man sich als Mitschöpfer (nach Gottes Ebenbild). Es gibt kein Entweder-oder mehr, sondern nur noch Sowohl-als-auch (keine Dualität mehr, sondern Polarität), usw.. Hier gibt es dann auch noch versch. Sichtweisen im Detail. Es wird aber bspw., obwohl erkannt wird, dass es in Wirklichkeit keine Dualität gibt, die Dualität bei anderen Sichtweisen erkannt und anerkannt, da aus der eigenen Erfahrung heraus, die duale Sichtweise bekannt ist und verstanden wird. Es kann nachvollzogen werden, warum jemand diese Sichtweise hat und sie als existierend angesehen werden (dann als Irrtum, als irrtümliche Sicht, die aber gelebt werden kann und darf - wieder sowohl-als-auch).
Hi, @Kerstin7,


Ich stelle mir keine Fragen mehr, ob es Gott gibt oder nicht.


Warum?


Weil wir das Göttliche in uns selbst entdecken können – es ist schon da, so wie der blaue Himmel, den man nur wegen der Wolken nicht sieht. Das hilft mir weiterzuleben, denn was uns wirklich ausmacht, war, ist und wird immer sein.


Ich sehe die Realität eher wie Indras Netz. Ich verlinke es besser:

In Hinduismus und Buddhismus gibt es ein schönes Bild für die Verbundenheit alles Seienden. In diesen Traditionen wird erzählt, Gott Indra habe ein Netz geknüpft und jeder Knoten darin sei ein in viele Facetten geschliffenes Juwel. Wenn nun in einem Juwel eine Bewegung stattfindet, spiegeln alle anderen Juwelen diese Bewegung wider, werden von der Bewegung, die sie aufgenommen haben, verändert, und ihr verändertes Sein wird wiederum von allen anderen Juwelen gespiegelt. Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jedes Mineral - sagt die Tradition - ist ein solches Juwel. Wenn also in einem Menschen eine Bewegung stattfindet, wird sie von den Menschen in seiner Umgebung aufgefangen und weitergespiegelt.

Aus dem Buch : Margrit Irgang "Die Kostbarkeit des Augenblicks. Was der Tod für das Leben lehrt", Kreuz Verlag, ISBN 978-3-451-61303-6



spinnennetz.jpg
 
Trotzdem hier mal eine Methode: Ich fälle zur Zeit möglichst wenig Entscheidungen, bzw. zögere sie hinaus, bis sie wirklich nötig sind oder bis eine Antwort/ Entscheidung auf mich zukommt. Außerdem mache ich mir auch keine oder kaum Gedanken, über vergangene Entscheidungen oder Erlebnisse. So bewege ich mich viel weniger in meinem gehirnplastisch-materialistisch gespeicherten, vergangenheit- und zukunftsfixierten Programm.
Bevor ich deinen Kommentar, Kerstin, gelesen hatte, wollte ich (zu obigen Zitat aus meiner Nachricht) schreiben: "Das kommt einem Umschichten von Abfall ziemlich nahe.
Der moderne Mensch ist komplett wahnsinnig. Hinweise für Wege aus dieser Matrix nehme ich gerne hingegegen."
Das habe ich selbst eine Zeit lang so gesehen. Das ist die Kernaussage von der Annahme, dass wir Menschen selbst Schöpfer unserer Realität sind. Dass wir nur die "richtigen" Gedanken haben müssen und dann erschaffen wir uns das und dass wir uns so alles erschaffen können, was wir wollen. Das dachte ich, bis zu dem Moment, als ich feststellte, dass nicht alles, was ich wahrnehmen kann und was existiert, auch von mir erschaffen wurde. Ich erkannte, dass es auch Dinge gibt, die ich nicht erschaffen habe, die ich auch gar nicht erschaffen kann, die aber auch Schöpfung sind. Entweder von anderen Menschen oder von einer (der) höchsten Instanz. Es ist der Wandel von der Entweder-oder-Sicht in die Sowohl-als-auch-Sicht. Das ist die göttliche Sicht, die Sicht, die ganzheitlich sieht, die holographisch betrachtet. Hier kommt man in die Bereiche der Paradoxien, die zugleich wahr sind. Von Sichtweisen, Umständen, die sich scheinbar wiedersprechen, aber zugleich richtig sind. Und es der Zustand, in dem alles angenommen wird, so wie es ist. Keine Ausschließlichkeiten mehr, keine Dualität mehr mit Spaltung und Trennung.
Dieser Prozess beinhaltet auch, eine höhere Ordnung und einen höheren Schöpfer (Gott) anzuerkennen, Demut, den Willen in Einklang mit dieser höchsten Instanz usw.. Den Schritt, dass wir zwar Mit-Schöpfer unserer Lebensumstände sind und auch materiell etwas "erschaffen", sprich bauen, können (aus den bereits erschaffenen, existierenden Stoffen), Umstände entsprechend unserem Inneren anziehen usw.., aber dass es auch eine "Welt" und Umstände in unserem Leben gibt, die wir nicht erschaffen haben und die wir als gegeben hinnehmen müssen. Es beeinhaltet den Schritt, zu erkennen, dass es Dinge gibt, auf die wir keinen Einfluss haben und somit auch Klarheit zu Verantwortungen und dadurch mehr Abgrenzung. Und das "Missionieren" anderer wird beendet, das Überzeugen-wollen anderer, das Recht-haben-Wollen, Belehren usw..
Mit der Sicht, dass wir diese scheinbare objektive Welt selbst erschaffen, sind wir in der Annahme, dass es keinen absoluten Gott gibt. Mit dem Schritt der Erkenntnis, dass es einen absoluten Gott gibt und dass wir Abbilder Gottes sind, sprich: Teil des Ganzen und als Teil wie das Ganze (holographisch, fraktal), ändert sich das und wir müssen relativieren und ordnen, was wir wirklich selbst erschaffen, wo wir Einfluss haben und was absolut von Gott geschaffen ist. Und wir müssen unseren Platz, unsere Bestimmung in dieser Schöpfung erkennen und unseren Willen in Einklang mit dieser Schöpfung bringen. Und das ist dann der jeweils individuelle Teil jedes Menschen. Wie in einem Orchester. Es gibt das Ensemble als Ganzes und zugleich jeden einzelnen Musiker und es wird das Musikstück des Komponisten gespielt.
Es ist die Erkenntnis der eigenen Individualität bei gleichzeitiger Ganzheit (eines von vielen Paradoxien) und das Erkennen von Entsprechungen, wie in der Hermetik, dass "im Kleinen, wie im Großen" und "wie oben, so unten" real sind.
Dann wird die Materie als eine Form (eine bestimmte Art) der Schöpfung gesehen, die zugleich auch geistig ist (eine geistige Form ist) und dass in allem alles auch immer beeinhaltet ist (das holographische Prinzip). Dann verbindet sich alles zu einem Ganzen und es wird nichts mehr ausgeschlossen. Die Dualität wird überwunden und die Polarität als Schöpfung bzw. in der Schöpfung erkannt. Dualität bedeutet die Trennung von unterschiedlichen Polen, Polarität bedeutet, die Abstufung von Polen, die zusammen gehören. Als Beispiel: Dualität wäre die Annahme, dass es entweder-oder gibt, es wird ein scheinbarer Pol als richtig angenommen und der andere, scheinbar gegentielige Pol, abgelehnt. Polarität ist das (An)Erkennen von polaren Prinzipien, wie z.B. Tag und Nacht, rechts und links, oben und unten, warm und kalt, usw.. Es ist das Prinzip von Sowohl-als-auch, bei dem die Pole als die äußeren Extreme erkannt werden, mit entsprechenden Zwischenzuständen, wodurch sich ein fließender Übergang ergibt und sich beides gegenseitig bedingt. Dabei stellt sich dann heraus, dass die dualen Pole eigentlich gar nicht existieren, dass sie "gemacht" sind.

Da bin ich ganz bei Dir. Schöpfung und Wahrnehmung der Schöpfung existieren und wirken zugleich, um eine Bewusstwerdung/Selbsterkenntnis zu ermöglichen. Dann ist nur die Frage, wer ist dieses Schöpfer/Schöpfung? Gibt es einen Gott oder nicht? Falls es keinen Gott gibt, macht der Mensch normalerweise sich selbst zu diesem Schöpfer und will alles nach seinen eigenen Vorstellungen erschaffen. Er spielt dann selbst Gott bzw. sieht sich selbst als Gott. Andere Ansichten werden dann nicht anerkannt und abgelehnt usw. Dann gibt es nur die eine Sichtweise (die eigene) und alles soll nach den eigenen Vorstellungen gestaltet (erschaffen) werden, da ja alles auch die eigene Schöpfung ist. Gibt es einen Gott, dann wird der Mensch sich als Teil erkennen und gleichzeitig eine höhere Ordnung anerkennen. Dann wird die Existenz gesehen, wie oben beschrieben. Der Mensch sieht sich als Individuum (individuell) und zugleich als Teil des Ganzen. Es existiert eine höhere Schöpfungsinstanz (Gott) und gleichzeitig sieht man sich als Mitschöpfer (nach Gottes Ebenbild). Es gibt kein Entweder-oder mehr, sondern nur noch Sowohl-als-auch (keine Dualität mehr, sondern Polarität), usw.. Hier gibt es dann auch noch versch. Sichtweisen im Detail. Es wird aber bspw., obwohl erkannt wird, dass es in Wirklichkeit keine Dualität gibt, die Dualität bei anderen Sichtweisen erkannt und anerkannt, da aus der eigenen Erfahrung heraus, die duale Sichtweise bekannt ist und verstanden wird. Es kann nachvollzogen werden, warum jemand diese Sichtweise hat und sie als existierend angesehen werden (dann als Irrtum, als irrtümliche Sicht, die aber gelebt werden kann und darf - wieder sowohl-als-auch).

Für die versch. Weltbilder/Sichtweisen kann ich Armin Risi empfehlen. Er hat die versch. Gottes-/Weltbilder mit enstprechenden Bezeichnungen beschrieben. Ich konnte beim Lesen gut die versch. Ansichten nachvollziehen und wie sich aus der jeweiligen zugrunde liegenden "Gottes-Sicht" (der Vorstellung davon, was das Absolute ist und was der Mensch) die jeweiligen Schlussfolgerungen ergeben, was die Welt ist, was der Mensch ist, wer was erschafft, usw. und auch die daraus resultierenden Folgen und Schlussfolgerungen. Denn das entspr. Welt-/Selbstbild ermöglicht z.B., dass Krieg oder Übergriffigkeit als nützlich oder erforderlich gesehen wird oder dass die eigenen Taten als sinnvoll und legitimiert begründet werden (der Zweck heiligt die Mittel) usw., aber auch, dass jeder Mensch als Individuum gesehen und behandelt wird, dass nicht alles als Schicksal und Leid betrachtet wird oder dass wir uns als Mitschöpfer verantwortlich sehen, aber nicht als Schöpfer von allem und für die Schöpfungen anderer verantwortlich.
Das passt doch ganz gut
 
Und wir müssen unseren Platz, unsere Bestimmung in dieser Schöpfung erkennen und unseren Willen in Einklang mit dieser Schöpfung bringen. Und das ist dann der jeweils individuelle Teil jedes Menschen.
Ich verstehe schon, was gemeint ist, aber ich würde den Aspekt, dass wir göttliche Mitschöpfer sind, mehr in den Mittelpunkt stellen. Klar, einmal kommt es schon drauf an, was wir denken, tun, fühlen, wie wir handeln und ob es in Einklang mit unserer Umgebung, mit der Schöpfung, mit einer höheren Bestimmung ist, von mir aus auch Gott. Aber andererseits kommt es auch ganz entscheidend darauf an, was für eine Bedeutung wir der Art, wie wir leben, geben, und auch, als was und wie wir uns sehen und wahrnehmen. Bin ich in einem Zustand der Dankbarkeit oder habe ich nie genug? Möchte ich perfekter, klarer, reiner sein, weil ich wirklich weiss, was stimmig für mich ist, oder, weil die Aussenwelt es an mich heranträgt, seien es meine Angehörigen, "die Gesellschaft" überhaupt, oder ein Guru, Lehrer, Priester - und was sie unter göttlich verstehen -, Politiker oder Wissenschaftler usw. oder schreibe ich mir den Mangel vielleicht nur selber zu, projiziert auf meine Umgebung? Es heisst doch immer, Gott liebt uns, wie wir sind; wenn wir göttlich sind, dann können wir das auch, und wenn es einen Gott gibt, dann möchte er auch, dass wir uns selber lieben und annehmen. Ich kenne Leute, die führen ein ziemlich lasterhaftes, undiszipliniertes Leben, aber die sind mehr im Einklang, wie manch ein Guru, der angebetet wird. Es kommt nicht mal so sehr drauf an, welchen Weg wir gehen, sondern welche Be-Deutung wir ihm geben. Es gibt unendlich viele "Lösungen", leider suchen wir meistens nach einer absoluten Wahrheit im Aussen und oft wollen wir uns das noch nicht einmal eingestehen. Diese absolute, für alle gleich gültige Wahrheit als Blaupause gibt es nicht, wie du schon schriebst, es gibt Paradoxien, sowohl als auch, nebeneinander, oder?
Im Hinblick auf die Epigenetik heisst Gesagtes, dass wir, je nachdem, wie wir unsere Lebenssituation interpretieren, ganz unterschiedliche Gene/ Genfunktionen aktivieren oder deaktivieren, unseren ganzen Stoffwechsel mit Abermillionen von Abläufen beeinflussen wir damit erheblich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der moderne Mensch ist komplett wahnsinnig. Hinweise für Wege aus dieser Matrix nehme ich gerne hingegegen
Unterstreiche ich immer noch. Das Problem mit dem Dualismus zu benennen ist eine Sache, da rauszukommen, etwas ganz anderes. Wir bewerten, vergleichen doch fast ununterbrochen...und nehmen vieles total wichtig, völlig übertrieben, weil wir irrational konditioniert sind, und das nennen wir dann Verstand/ rationales Denken und Verhalten.

Interessant ist hierbei, dass mit der Einführung von Münzen und damit des abstrakten Tauschwertes im antiken Griechenland auch die abstrakten, wertbasierten Natur- und Geisteswissenschaften ihren Anfang nahmen. Seitdem sind Geist und Körper völlig voneinander entkoppelt, siehe auch „Geistige und körperliche Arbeit“ von Alfred Sohn Rethel https://monoskop.org/images/b/b1/Sohn-Rethel_Alfred_Geistige_und_koerperliche_Arbeit.pdf

Daraus resultiert unter anderem auch die fehlende Synchronizität zwischen linker und rechter Gehirnhälfte.
 
Aber was war die Henne und was das Ei? Ich meine, erst denkt man in Zahlen und dann erfindet man Münzen ...
 
Aber was war die Henne und was das Ei? Ich meine, erst denkt man in Zahlen und dann erfindet man Münzen ...
Genauso ist es. Einer der Vorläufer des abstrakten Denkens waren die Abmessungen von unterschiedlichen Parzellen im pharaonischen Ägypten im Nildelta. Teile und herrsche. Aber wenn wir berechnen, wie wir ein Haus bauen, das auch lange hält, dann sind Zahlen nützlich und bei unzähligen anderen Projekten. Aber im Kapitalismus kann es nur entweder oder geben, meins oder deins, das ist Spalterei. Daraus resultiert dann der Solipsismus, das jeder in seiner eigenen Blase, auf seiner eigenen Insel lebt siehe Seite 34ff: https://monoskop.org/images/b/b1/Sohn-Rethel_Alfred_Geistige_und_koerperliche_Arbeit.pdf
 
Vor dem Geld gab es Warentausch. Also z.B. zwei Gramm Salz wurde gegen ein Messer getauscht, es wurden also beide gleichgesetzt, obwohl es doch unterschiedliche Dinge sind, das nennt sich Tauschabstraktion bzw. Äquivalententausch. Aber sowohl Messer wie auch Salz sind Abnutzung und Verfall ausgesetzt, wogegen bei Geldmünzen davon ausgegangen wird, dass sie durchgehend ihren Wert behalten, völlig gleich bleiben, was es in der Natur erst recht nicht gibt. Geld ist eine Verdinglichung der Warenform von z.B. Messer und Salz. Wenn wir von Wertform reden, meinen wir die Wertgröße der in einem Produkt enthaltenen Arbeit. Erster Teil. Warenform und Denkform: Kapitel 3 (Seite 11) und 4 (Seite 16). https://monoskop.org/images/b/b1/Sohn-Rethel_Alfred_Geistige_und_koerperliche_Arbeit.pdf

Früher im Paganismus usw. waren Körper, Menschen, Tiere und Pflanzen, Berge etc. beseelt. Wenn wir von Seele sprechen, ist seit dem alten Griechenland in der Regel folgendes gemeint: Nur Warenbesitzer konnten eine Seele (oder einen spirituellen Geist) haben: „Die Seele ist nichts anderes als die Verdinglichung der Wertform, — und ein Sklave besitzt nichts von Wert außer seinem Körper — welche übrigens komplett immun gegen äußere Einflüsse von Raum und Zeit ist. Sklaven wurden wie benutzbares Vieh bzw. Ware angesehen, deren Wert nur aus ihrem körperlichen Nutzen für ihre Herren bestand.“ siehe https://archive.org/details/extremismusssder-mitte/ExtremismusssderMitte/page/20/mode/2up
 
Was hat das mit den Naturwissenschaften zu tun und wo liegt der Unterschied?

"Mit diesen Eigenschaften hat die ökonomische Wertabstraktion in der Tat frappante äußere Ähnlichkeit mit tragenden Kategorien der quantifizierenden Naturerkenntnis, ohne daß freilich die mindeste innere Beziehung zwischen diesen gänzlich heterologen Ebenen
ersichtlich wäre. Während die Begriffe der Naturerkenntnis Denkabstraktionen sind, ist der ökonomische Wertbegriff eine Realabstraktion. Er existiert zwar nirgends anders als im menschlichen Denken, er entspringt aber nicht aus dem Denken. Er ist unmittelbar gesellschaftlicher Natur, hat seinen Ursprung in der raumzeitlichen Sphäre zwischenmenschlichen Verkehrs. Nicht die Personen erzeugen diese Abstraktion, sondern ihre Handlungen tun das, ihre Handlungen miteinander. »Sie wissen das nicht, aber sie tun es.«"
Seite 12: https://monoskop.org/images/b/b1/Sohn-Rethel_Alfred_Geistige_und_koerperliche_Arbeit.pdf
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Unsere Denkform, sowohl der moderne Verstand, als auch die moderne Naturwissenschaft, gibt zwar vor, sich in der Sphäre von Raum und Zeit zu bewegen, abstrahiert aber von Raum und Zeit und agiert auf irrationalem Fundament.

Ich komme nochmal zu dem Beispiel mit dem Dollarschein zurück: Wir stellen uns vor, wir sitzen alle in einem 3D Kino und halten den Film für völlig real. Wir denken, das wäre alles normal und real, und wir würden die Bedeutung des Filmes verstehen, aber, wie oben erwähnt, leben wir in einer Illusion. Es macht dann auch keinen großen Unterschied, ob wir in dem Dollarschein einen Geldschein sehen, einen Fetzen Papier, ein Taschentuch oder ein Blatt vom Baum. Wie dem auch sei, er ist etwas völlig anderes, hat eine völlig andere Beschaffenheit, als wir glauben. Niemand kommt mal auf die Idee, mal aufzustehen und sich zwischen Projektor und Leinwand zu stellen, oder die 3D Brille abzunehmen – vielleicht besteht ja alles nur aus Licht? Ich stelle mal in den Raum, dass wir deswegen auch nicht durch Mauern gehen können, weil, wir können uns das schlichtweg nicht vorstellen und Mikro- wie im Makrokosmos beeinflusst der Beobachter maßgeblich seine Außenwelt. Das kann sehr weit gehen:

Es wird erzählt, dass die Ureinwohner, als Kolumbus Schiffe auftauchten, diese nicht sahen, weil sie so etwas nicht kannten und es in ihrer Vorstellung nicht existiere. Sie mussten die Schiffe erst betreten. Ich lass von einem Fall von Hypnose (Quelle habe ich leider nicht zu Hand), wo jemand so Hypnotisiert wurde, dass er eine Person vor sich überhaupt nicht wahrnahm, er konnte aber lesen, was auf einem Schild hinter der Person stand. Das als Denkanregung, ob es möglich ist, dass nicht alles gleichzeitig und in gleicher Form für alle existiert, bzw. extrem unterschiedlich wahrgenommen wird. Nichts ist, wie es scheint?
 
Vor dem Wahn weglaufen hilft gar nichts, macht es noch schlimmer! Nicht in Panik verfallen! Anschauen, beoabachten!
 
Beobachten und dabeibleiben, egal ob es einfach ist oder nicht, auch wenn es unangenehm ist oder wird. Immer noch besser, als weggucken und Kopf in den Sand stecken. Nichts Erwarten, nicht erwarten, dass es heute, morgen oder übermorgen aufhört, das ist der häufigste Fehler, das bringt dich wieder in die Matrix. Keine Intention!
 
Zuletzt bearbeitet:
David Icke bringt es auf den Punkt:
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Einerseits wird, auch aus kommerziellen Gründen, viel esoterischer Blödsinnmit wissenschaftlichem Anstrich verbreitet, andererseits findet, wie ich schon erwähnt habe, ein grundlegender Paradigmenwechsel statt,verkürzt: von Geist entsteht aus Materie zu Materie entsteht aus Geist.

...Der Grund, warum die Mainstream Wissenschaft so verzweifelt an dem materialistischen Modell hängt, besteht darin, dass die Alternative die Illusion der Kontrolle zerschlägt. Wenn der Geist wirklich die Realität formt, dann kann keine Institution, sei sie politisch,religiös oder unternehmerisch, die Autorität über deine Erfahrung beanspruchen. Wenn du dir direkt Zugang zu dem (Quanten)Feldverschaffen kannst, dann brauchst du keine Türsteher, die dir sagen,was wahr ist, was möglich ist und was erlaubt ist, und diese Art von Selbstbestimmung macht es nicht leichter, dich herum zu dirigieren, sie macht es unmöglich, Besitz von dir zu ergreifen. Das System bevorzugt Vorhersagbarkeit. Es bevorzugt Menschen, die in ihren Schubladen bleiben und so belohnt es Konformität und bestraft Abweichung...

Jede fundamentale (persönliche) Veränderung entsteht von Innen.

Ich bin sehr skeptisch, was pauschalisierte „Gesetze“ oder„Lösungen“ im Bereich Ernährung angeht. Die Verschwörungstheoretiker sind immer die anderen.

JakoboGrinberg ist wirklich ein Phänomen, Hammer Videos zu ihm und seinerForschung, absolut sehenswert:
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und
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1994/1995 verschwanden er und seine Frau und auch einige seiner Unterlagen spurlos, grade wo er weitere bahnbrechende Forschungsarbeiten veröffentlichen wollte.

Obiges Zitat ist eine Übersetzung aus dem Englischen vom ersten Video ab 25.30
 
Der Grund, warum die Mainstream Wissenschaft so verzweifelt an dem materialistischen Modell hängt, besteht darin, dass die Alternative die Illusion der Kontrolle zerschlägt. Wenn der Geist wirklich die Realität formt, dann kann keine Institution, sei sie politisch,religiös oder unternehmerisch, die Autorität über deine Erfahrung beanspruchen. Wenn du dir direkt Zugang zu dem (Quanten)Feldverschaffen kannst, dann brauchst du keine Türsteher, die dir sagen,was wahr ist, was möglich ist und was erlaubt ist, und diese Art von Selbstbestimmung macht es nicht leichter, dich herum zu dirigieren, sie macht es unmöglich, Besitz von dir zu ergreifen. Das System bevorzugt Vorhersagbarkeit. Es bevorzugt Menschen, die in ihren Schubladen bleiben und so belohnt es Konformität und bestraft Abweichung...
Das hat aber überhaupt nichts mit
Materie entsteht aus Geist zu tun

Um in seiner Erfahrung frei zu sein, braucht es auch kein Quantenfeld. Die Gedanken sind frei, hieß es schon im Mittelalter. Der Geist formt schon immer (auch im materialistischen Weltbild) die Realität, aber halt nur die subjektive Realität dessen, der sie wahrnimmt.

Der Unterschied zwischen dem "materialistischen" Modell und deinem Modell dürfte sein, daß das erste davon ausgeht, daß es objektive Realität und subjektive Realität gibt und daß sie sich unterscheiden können.
 

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