Ich zitiere hier mal aus meinem Buch:
https://archive.org/details/extremismusssder-mitte/ExtremismusssderMitte/page/12/mode/2up Bruce Lipton, einer der Väter der Epigenetik, das Leitthema hier, sagt folgendes, siehe auch:
„Lipton erwähnt Sokrates als ersten Repräsentanten des dualistischen Weltbildes, in dem diese unsichtbare und schon immer vorhandene, unzerstörbare Energie oder Seele der Materie Form verleiht. Demokrit dagegen stellt er als Vertreter des heute noch dominierenden mechanistischen Weltbildes vor, in dem jede Zelle wie als Teil eines Uhrwerkes von innen her vorbestimmt ist und in dem als kleinste, unteilbare Einheit materielle Atome gegenseitig aufeinander einwirken. In diesem Modell ist jeder Körper — unser gesamte Entwicklung — nach moderner Wissenschaft in der DNA vorprogrammiert und das ganze Universum eine Maschine. Ansonsten ist in diesem Modell das Universum leer und es existiert nur das, was wir sehen können.” Aber kommen wir zurück zur These des Universums als unberechenbares Wunder, welche die Quantenphysik in aller Deutlichkeit bekräftigt.“
Epigenetik und das rein materialistische Weltbild schließen sich gegenseitig aus, auch darauf will Lipton hinaus.
Ich will nochmal Bezug nehmen zum praktischen Alltag: Das Beispiel mit den Buchstaben, die etwas aussagen oder auch nicht, ist dazu sehr hilfreich. Nur weil wir uns als Konvention auf bestimmte Bedeutungen dieser Ansammlungen von Atomen und Molekülen geeinigt haben, sagen sie eben dies aus – wobei jeder eine etwas andere Vorstellung über den Inhalt hat. Nach diesen Übereinkünften, Maßgaben formen wir unsere Welt – erst war der Bauplan da und dann wurde gebaut. Aber, genauer, nicht aber sondern deswegen, diese Welt, wie wir sie kennen und für selbstverständlich halten, ist eine - sehr realistische - Illusion, ein Produkt unserer Phantasie. Wieso das so ist, hat Igor sehr schön erklärt, brauche das hier nicht wiederholen. Wir können uns nie an Worten oder auch an Naturgesetzen festhalten, alles nur Übereinkünfte, Konditionierungen aus der Vergangenheit, die kurze Eindrücke in uns hinterlassen, die wieder vergehen. Wir wissen es doch selber, sobald wir uns an Idealen, Ideen, Philsosophien, Konzepten und Modellen festhalten wollen, merken wir früher oder später, das sie nicht von Dauer sind, keinen Bestand haben, nicht das Wesen von was auch immer ausdrücken, denn das Wesen dieser großen Illusion - hinduistisch Maya - ist ständige Veränderung (siehe auch Hegel), wie eine Fata Morgana, in der wir mal dies, mal jenes sehen; dazu passt, dass Materie aus langsam schwingenden, ja fast stehenden Wellen, besteht.
Wenn wir dann enttäuscht wurden oder beginnen zu zweifeln oder zu argumentieren, sei es ein innerer Dialog oder mit anderen, merken wir, das wir auf sandigem Boden stehen. Wir versuchen Illusion mit Illusion, Materielles mit materiellem zu beschreiben oder zu erklären. Einige mit großer Einbildungskraft können es sich mehr oder weniger gut bequem machen und vorankommen in diesem menschengemachten System und sie haben ja auch viele Gleichgesinnte. Aber ich vermute, dass dann auch immer, mehr oder weniger bewusst, ein Mangel da ist, eine innere Leere – nicht die lebendige Leere des Quantenfeldes. Einige denken, und da schließe ich mich ein, hin und wieder, sie wären aus dem Traum aufgewacht – so wie das in richtigen Träumen im Bett auch passiert -, aber sie denken es dann eben nur und merken auch nach einiger Zeit, dass etwas nicht stimmt, spätestens, wenn der Steuerbescheid kommt, ein Paket nicht ankommt oder die Sonne erst erscheint, wenn der Balkon schon im Schatten ist. Es gibt keine Anleitung, wie wir auf dieser Welt klar kommen und Sinn finden, wie ein stimmiges, glückliches Legen führen. Das können wir nur in unserem Herzen finden, können wir nur jenseits des normalen, genau beschreib- und analysierbarem finden. Auch was ich hier schreibe, ist eigentlich bedeutungslos, was das Wesentliche angeht.
Trotzdem hier mal eine Methode: Ich fälle zur Zeit möglichst wenig Entscheidungen, bzw. zögere sie hinaus, bis sie wirklich nötig sind oder bis eine Antwort/ Entscheidung auf mich zukommt. Außerdem mache ich mir auch keine oder kaum Gedanken, über vergangene Entscheidungen oder Erlebnisse. So bewege ich mich viel weniger in meinem gehirnplastisch-materialistisch gespeicherten, vergangenheit- und zukunftsfixierten Programm.