Nach Einsetzen eines Inlays Zahnfleisch stark entzündet

Themenstarter
Beitritt
08.07.26
Beiträge
4
Hallo alle,

ich habe aktuell ein akutes Problem. Bei meinem 2-6er wurde ein vor vielen Jahren gesetztes Goldinlay herausgenommen. Ich möchte mittlerweile meine Metalle (hab auch ein Titanimplantat) gerne aus dem Mund entfernen lassen möchte, wenn sie Probleme machen. Ausserdem reagiere allergisch auf alles mögliche.



Ich habe mich daher für ein Zirkonoxidinlay entschieden, das mit Harvard Zement (Zinkphosphatzement) einzementiert wurde. Beides soll besonders gut für Allergiker sein und da es eine Sonderanfertigung war, war es auch ziemlich teuer.



Leider hatte ich schon bei dem vorher eingesetzten Provisorium (hier wurde wohl derselbe Zement verwendet) Probleme mit dem Zahnfleisch im Zwischenraum zum 1-7er. Ich habe das meiner Zahnärztin gezeigt und sie konnte ein paar Zement Brösel entfernen. Doch auch nach dem Einsetzen des fixen Inlays hat sich nichts geändert. Das Zahnfleisch ist an einer Stelle stark entzündet und auch nach einem neuerlichen Besuch bei der Zahnärztin, wo sie mit einem Sandstrahler durch den Zwischenraum gegangen ist, hat sich nichts verändert. Chlorhexamed, Salzspülung, diverse Gels, alles versucht. Das Essen wird zur Herausforderung wegen Schmerzen.



Das alles dauert mittlerweile schon 2 Wochen an, das fixe Inlay wurde vor einer Woche gesetzt, das Provisorium war vorher 2 Wochen drinnen, nach ein paar Tagen ging dann mit dem Zahnfleisch los.



Bin echt ratlos. Auf das Inlay bin ich sicher nicht allergisch (wurde ausgetestet), auf den Zement wohl auch nicht. Gibt es Tipps? Bin nächste Woche nochmals bei meiner Zahnärztin, die war auch etwas ratlos. Ein Zirkonoxidinlay hatte sie vorher übrigens nie gesetzt, aber Gold, Keramik, Kunststoff und die von der Kasse bevorzugten Materialien.



Bin für Hinweise echt dankbar.



Grüße

Husky2026
 
Neu hier? Dann ein herzliches Willkommen!
Du liest hier gerade eine Diskussion von Betroffenen – Menschen, die eigene Wege gehen und Erfahrungen teilen. Das kann am Anfang ungewohnt wirken: Jeder Verlauf, jede Geschichte ist anders.
Als Gast kannst du mitlesen und dich orientieren.
Als Mitglied kannst du Fragen stellen, antworten und dich aktiv einbringen.
Deine Wegweiser:
Willkommen im Forum, @Husky2026.

Ich habe zunächst nur zwei Rückfragen hierzu:
Auf das Inlay bin ich sicher nicht allergisch (wurde ausgetestet), auf den Zement wohl auch nicht.
  1. Was meinst Du mit "ausgetestet"? (Der Begriff mit der Vorsilbe "aus-" wird oftmals im Zusammenhang mit "energetischen Tests" gebraucht, bei Allergietests wie LTT und BDT sagt man eher "getestet" oder "untersucht".)
  2. Sehe ich richtig, dass es beim Zement nur eine Vermutung gibt? Auf was basiert diese?
Das ist nicht spitzfindig gemeint, sondern basiert auf meiner Erfahrung und Einschätzung bezogen auf die verschiedenen existierenden Allergie- und Unverträglichkeitstests.
 
Hallo Kate,

Danke für die Rückmeldung.

Das Zirkonoxid-Inlay wurde tatsächlich bioenergetisch ausgetestet. Was den Zement betrifft, so habe ich bereits Goldinlays, die einzementiert wurden. Damals hatte ich keinerlei Reaktionen.

Das ist allerdings schon lange her, aber Harvard Zement ist bekannt dafür, für Allergiker eine gute Option zu den Kunststoffklebern zu sein.

Ich bin am überlegen, einen LTT Test zu machen. Dieser ist ebenfalls sehr teuer, da ich in Österreich sitze, fast kein Labor das selbst macht, sondern mit Kurier nach DE verschickt.

Ich vermute, dass sich eventuell irgendwo noch Zementreste befinden, zuletzt ist meine Zahnärztin noch mit dem Sandstrahler durchgefahren. Leider tut sich so gar nichts, es wird nicht besser.

Grüße,
Husky2026
 
Hallo Husky,

gibt es die Möglichkeit, in einem MRT oder Röntgenbild zu sehen, ob noch Zementreste zu sehen sind? Das würde ich auf jeden Fall fragen, bevor Du an einen LTT-Test denkst.

KI sagt:

Hier sind einige Dinge, die während oder nach einer Inlay-Behandlung schiefgehen könnten:
  1. Zahnsensibilität: Nach dem Einsetzen des Inlays können einige Patienten eine höhere Temperaturempfindlichkeit der Zähne bemerken. Dies ist in der Regel vorübergehend und sollte im Laufe der Zeit nachlassen. In seltenen Fällen kann sie anhalten und eine weitere Untersuchung durch den Zahnarzt erfordern.
  2. Beschwerden oder Schmerzen: Patienten können während oder nach dem Eingriff - wie bei den meisten Zahnbehandlungen - leichte Beschwerden oder Schmerzen verspüren. Diese Beschwerden lassen sich normalerweise mit rezeptfreien Schmerzmitteln behandeln und sollten sich innerhalb weniger Tage verbessern.
  3. Infektion: Es besteht ein geringes Risiko einer Infektion nach jedem zahnärztlichen Eingriff. Zahnärzte treffen immer Vorsichtsmaßnahmen, um eine sterile Umgebung aufrechtzuerhalten, aber Infektionen können dennoch auftreten. Anzeichen einer Infektion können Schwellung, Schmerzen und Fieber sein. Wenn Sie eine Infektion vermuten, sollten Sie Ihren Zahnarzt umgehend zur Behandlung kontaktieren.
  4. Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen kann ein Patient eine allergische Reaktion auf die bei der Inlay-Behandlung verwendeten Materialien, wie zahnärztliche Zemente oder Metalllegierungen, haben. Dies kann zu Juckreiz, Schwellungen oder anderen allergischen Symptomen führen. Ihr Zahnarzt wird in der Regel vor dem Eingriff nach Allergien fragen, um dieses Risiko zu minimieren.
  5. Inlay-Versagen: Obwohl Dentalinlays darauf ausgelegt sind, haltbar zu sein, besteht eine geringe Chance, dass sie im Laufe der Zeit versagen können. Dies könnte auf Probleme mit der Passform, der Haftung oder dem Verschleiß zurückzuführen sein. Wenn Ihr Inlay locker wird oder beschädigt ist, muss es ersetzt werden.
  6. Nervenschäden: Während der Vorbereitung des Inlays besteht das Risiko einer unbeabsichtigten Schädigung des Zahnmarks (des inneren Nervs und der Blutgefäße). Wenn dies geschieht, kann dies zusätzliche Behandlungen wie eine Wurzelkanaltherapie erforderlich machen.

Viel Glück !
Oregano
 
Hallo Oregano,

hatte gestern schon ein längeres "Gespräch" mit der KI. Ob ein Röntgen Sinn macht, weiß ich nicht, weil bei einem Zirkonoxidinlay dieses den Zement überdeckt. Werd meine Zahnärztin auf jeden Fall danach fragen.

Das fixe Inlay ist erst eine Woche alt, das Provisorium vorher zwei Wochen, es muss daher wohl am Zement liegen. Das Problem mit dem Zahnfleisch hab ich jetzt schon seit 2 Wochen ohne jegliche Besserung.

Vielen Dank jedenfalls für die Mühe!

Grüße
Husky2026
 
habe ich bereits Goldinlays, die einzementiert wurden
Es gibt allerdings sehr viele verschiedene Zahnzemente und mein Zahnarzt und ich haben seinerzeit über mein LTT-Ergebnis gestaunt, bei dem z.B. das damals bei kritischen Zahnärzten sehr beliebte "Translit" nicht gut abgeschnitten hat. Bei Zement würde ich wohl sogar LTT und BDT (bzw. dessen Nachfolge-Test) machen. Bei Vollkeramik (ohne Verblendung o.ä.) ist das Allergierisiko dagegen gering.

Ich denke übrigens, dass der Zement bei Allergie auch Reaktionen auslösen kann, wenn keine Reste mehr zwischen den Zähnen sind. Ein Zahn ist ja nicht tot. Aber vielleicht liege ich da auch falsch.
 
Hallo Kate,

Keramik müsste geklebt werden, der bioenergetische Test hat beide als bei mir unverträglich getestet. Wie weit man solchen Tests vertrauen kann, weiß ich nicht.

Ich glaube schon, dass mein früherer Zahnarzt auch Harvard Zement verwendet hat. Kann ihn leider nicht mehr fragen, da er verstorben ist.

BDT kenne ich nicht, LTT Test ist ziemlich teuer in Österreich und ein Epicutantest auf zahnärztliche Materialien hat nichts ergeben (auch nicht auf Nickel, obwohl ich darauf sehr wohl heftig reagiere).

Bin im Moment schon ziemlich versagt, vor allem weil ich bald nicht mehr weiß, welche Materialien ich nehmen soll, falls das teure Ziekonoxidinlay wieder rausfliegt. Zudem geht meine Zahnärztin bald auf Urlaub und ich steh mit Schmerzen da, wenn es nicht gelöst werden kann. Hatte ausserdem nach Entfernung eines Inlays schon mal zwei Wochen heftige Trigeminusschmerurn, das kann mir dann auch wieder bevorstehen...

Grüße
Husky2026
 
Hallo Husky2026,

ich verstehe, dass Du frustriert bist. Dass es in Ö organisatorisch so schwierig ist, war mir gar nicht klar.

Keramik müsste geklebt werden, ...
Ja, das sagt man üblicherweise so. Es gibt aber auch andere Erfahrungen. Ich habe z.B. eine Vollkeramik-Krone ganz hinten oben, auf einem nur noch sehr kleinen Reststumpf mit Zement angebracht. Sie hält seit über 10 Jahren. Die ZA-Nachfolgerin macht auch Inlays mit Zement.

Ich glaube schon, dass mein früherer Zahnarzt auch Harvard Zement verwendet hat. Kann ihn leider nicht mehr fragen, da er verstorben ist.
Falls es einen Praxis-Nachfolger gibt, könnte man über den evtl. an die Unterlagen kommen (wenn es noch nicht über 10 Jahre her ist - in D jedenfalls müssen Ärzte Patientenakten so lange aufheben).

BDT kenne ich nicht,
Hier steht etwas dazu. Man kann es auch auf der Seite des imd-Berlin nachlesen. Wobei Berlin natürlich ziemlich weit weg ist von Ö. Eventuell gibt es in München ein Labor (früher war das so)?

LTT Test ist ziemlich teuer in Österreich und ein Epicutantest auf zahnärztliche Materialien hat nichts ergeben (auch nicht auf Nickel, obwohl ich darauf sehr wohl heftig reagiere).
Ich würde für Zahnmaterialien auch nur Bluttests verwenden. Diese kommen ja nicht auf die Haut, sondern haben Schleimhautkontakt.

Bin im Moment schon ziemlich versagt, vor allem weil ich bald nicht mehr weiß, welche Materialien ich nehmen soll, falls das teure Ziekonoxidinlay wieder rausfliegt.
Das tut mir sehr leid für Dich. Aber das Inlay könnte man ja vielleicht unabhängig vom Zement retten und wieder einbringen?

Zudem geht meine Zahnärztin bald auf Urlaub und ich steh mit Schmerzen da, wenn es nicht gelöst werden kann.
Ich drücke Dir die Daumen und wünsche alles Gute!
 

Willkommen bei Symptome.ch
Schön, dass du da bist.

Symptome.ch ist seit vielen Jahren eine der größten und aktivsten deutschsprachigen Gemeinschaften rund um Gesundheit, Naturheilkunde und alternative Therapien. Hier tauschen sich Menschen aus, die Ursachen verstehen, Zusammenhänge erkennen und eigenverantwortlich etwas für ihre Gesundheit tun wollen.

Als Gast kannst du viele Themen mitlesen und dich informieren. Wenn du selbst Fragen stellen, auf Beiträge antworten oder mehr Inhalte sehen möchtest, registriere dich kostenlos. Die Gemeinschaft lebt vom Austausch – und jedes neue Mitglied bringt wertvolle Erfahrungen mit. 🙂

Zurzeit aktive Besucher

Statistik des Forums

Themen
69.560
Beiträge
1.068.466
Mitglieder
53.393
Neuestes Mitglied
sa13
Zurück
Oben