Muskel-Dauerspannung und Angstzustände nach Sport – wer kennt das?

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Servus! Ich bin Mitte 40 und war mein Leben lang extrem fit (150-mal im Jahr Gym, Tennis). Vor 3 Jahren hatte ich auf einer Insel massiven, unberechenbaren Beziehungsstress mit meiner Ex-Partnerin. Rational ist alles lange vorbei und mir geht’s im Alltag wieder gut.

Mein Problem: Seit damals reagiert mein Körper auf Krafttraining (schon nach ein paar leichten Liegestützen) oder ruckartigen Sport (Tennis) mit zittrigen Armen, Angstzuständen und einer Dauerspannung in Brust, Schulter und Nacken, die tagelang oft wochenlang nicht mehr weggeht.

Der Muskel hat Kraft, aber das Nervensystem verwechselt den Sport-Puls mit dem damaligen Stress und schaltet auf Alarm. Fließende Sachen wie Radfahren oder 15.000 Schritte gehen funktionieren komischerweise viel besser.

Ich habe ein Jahr gebraucht um zu verstehen was ich überhaupt habe. Eine Therapie hat nicht geholfen. Sie sagte auch man kann das nicht heilen. Ich muss jetzt selber aktiv werden.

Wer hat so eine sport-induzierte Blockade erfolgreich gelöst? Welche körperorientierten Übungen (außer TRE) oder Nerven-Nährstoffe haben euch geholfen, das Muskelgedächtnis wieder auf „Sicherheit“ umzuprogrammieren? Danke!
 
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Hallo Bernardo,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum :) ! Ich wünsche Dir, daß Du den Ursachen Deiner Beschwerden auf die Sprünge kommst und sie dann beheben kannst.
Wenn man so topfit war wie Du, sind solche Erfahrungen, wie Du sie gerade machst, schon erschreckend und natürlich unerwünscht. Aber irgendetwas möchten sie Dir wohl sagen?

... Stress wirkt direkt auf Muskulatur, Haltung und Schmerzempfinden. Doch Du kannst viel tun: Bewegung, Atmung, kleine Pausen und langfristige Gewohnheiten wirken stark entlastend. Wenn Du das Gefühl hast, dass Stress sich in Deinem Körper festsetzt, unterstützen wir dich gern dabei, wieder mehr Leichtigkeit und Beweglichkeit zu gewinnen. ...

Nur so ein Gedanke: hast Du damals in sehr stressigen Zeiten evtl. auch heftig Kraftsport betrieben? Dann erinnert sich vielleicht Dein Körper in Einheit mit Deiner Seele jedes Mal an den Stress damals, wenn Du damit anfängst - mit entsprechenden Reaktionen? Dann ist Kraftsport wohl zur Zeit nicht angesagt und Fahrradfahren und andere Sportarten tun Dir besser?

Hast Du denn Möglichkeiten wie Yoga, Meditation, Atemübungen, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Ähnliche schon ausprobiert? Am besten mit Anleitung, um wirklich zu lernen , daß es nicht um Leistung geht sondern um Entspannung?
(zur Muskelralaxation nach J. gibt es zahlreiche Bücher mit CD, und es ist relativ einfach, sie zu Hause durchzuführen).

Eine Therapie hat nicht geholfen. Sie sagte auch man kann das nicht heilen. Ich muss jetzt selber aktiv werden.
Es kommt immer darauf an, in welcher Form so eine Therapie durchgeführt wird. Die Aussage der Therapeutin müßte eigentlich heißen: „Ich komme mit Ihnen nicht weiter“. - Aber er gibt ja viele andere Formen von Therapie. Es lohn meiner Meinung nach, sich da weiter umzusehen ... z.B.:
- https://posttraumatische-belastungsstoerung.com/tre-tension-and-trauma-releasing-exercises
- EMDR: https://martingarreis.de/?
- Vagus-Nerv-Übungen: https://www.sinnsucher.de/blog/vagusnerv-stimulieren-so-beruhigst-du-dein-nervensystem?
- https://de.cdn-website.com/8adbe348163643e68c12b2e30c6cf84e/files/uploaded/ASP+Alpha-5cae1ece.pdf
usw. usw.

Alles Gute!
Oregano
 
Hallo Bernado13,

ich würde als Erstes versuchen, Mineralien und Antioxidantien zu ergänzen, die durch Training und Stress verbraucht wurden (z. B. Magnesium und Vitamin C, eventuell auch in höheren Dosierungen).

Es klingt ein bisschen nach einer Überreaktion des Immunsystems, wie sie auch bei MCAS auftritt. Generell würde ich Trigger, die einen solchen Zustand auslösen, vermeiden und beispielsweise Ausdauersportarten bevorzugen. Es kann gut sein, dass die Empfindlichkeit nach einer Weile der Schonung wieder verschwindet.

Gute Besserung! :)
 
Eine Therapie hat nicht geholfen. Sie sagte auch man kann das nicht heilen. Ich muss jetzt selber aktiv werden.
Wie die Therapeutin das wohl gemeint hat?
Vielleicht kann man per Gespräch nicht an verankerte Körpermechanismen herankommen bzw. oder sie kann das nicht heilen. Solche Sätze finde ich nun nicht gerade motivierend, sorry.
Du schaffst das, ganz klar.

Nur ganz langsam und bitte nicht in der Muckibudi auf andere schauen, was diese ableisten, Du machst Dich fit wie es im Moment gerade möglich ist.

Liegestütze finde ich anfänglich auch eher nicht so geeignet, sondern vielleicht anfänglich ohne Gewichte an einfachen Geräten.
Bisschen Bein- bisschen Oberkörper. Mit 3 oder 4 Geräten anfangen. Vielleicht vorher leichtes Fahrrad fahren aber auch dabei 1 Stufe.
Dann sehen was der Körper sagt. Wenn gut, trotzdem dieses erstmal 2 Wochen so durchhalten; 2 x die Woche wäre gut und wenn der Körper merkt es passiert nichts, dass man so an mehr Stabilität herankommt.

Mir ging es ähnlich, habe nach Angaben von Therapeuten trainiert und mir ging es nicht gut damit. Ich hatte garnicht mal Muskelschmerzen sondern war lange nach meinem Plan erschöpft und hatte einen schnellen Puls.

Gaba könnte helfen, dass Nervensystem beim Sport runterzufahren. Am Besten schon 1 Tag vor dem Sport einschleichend etwas nehmen, meist reicht die Wirkung noch bis zum Ende des nächsten Tages.
Nicht zuviel davon, falls interessant: https://serotalin.de/blogs/glucksma...hepCZ6BcMa3hQ0pFpHsB47JzZlzv6_q7Ii-Yc_hmLtAd8

Mir geht es gut damit, man kann nur ausprobieren und respektieren, dass der Körper vielleicht erstmal nur langsam sich aufbauen möchte.
Yoga könnte noch anstrengender sein, als einfaches Gerätetraining.
 

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