Mit Rheuma kein Tagebuch über Schmerzen nötig

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Mit Rheuma kein Tagebuch über Schmerzen nötig


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Das tägliche Führen eines Schmerztagebuchs ist für Patienten mit Rheuma nicht unbedingt erforderlich. Darauf weisen die Rheumatologen des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh) in Bad Aibling hin. Ein ausführliches Schmerztagebuch, in dem der Patient täglich Details über den Zeitpunkt, die Dauer und die Stärke seiner auftretenden Schmerzen notiert, macht in der Rheumatologie nur sehr begrenzt Sinn", erläutert Dr. Edmund Edelmann, Vorstandsvorsitzender des BDRh und praktizierender Rheumatologe in einer Gemeinschaftspraxis in Bad Aibling. Denn die Vielzahl an detaillierten Informationen, die in einem solchen Tagebuch auf zahlreichen Seiten abgelegt sind, kann beim Arztbesuch gezielter mit in der Regel ein bis zwei Fragen durch den Rheumatologen erhalten werden. Das Ziel einer Therapie von Rheuma besteht ja darin, mit den vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten, die uns in der Rheumatologie zur Verfügung stehen, eine weitgehende Eindämmung der Krankheitsaktivität (Remission) - und damit auch Schmerzfreiheit - zu erreichen. Es genügt daher, wenn ein Patient mit akuten, ausgeprägten Schmerzen zum Rheumatologen kommt, oder von einem aktuellen Rheumaschub berichtet, um therapeutische Konsequenzen zu ziehen. Insofern benötigen wir von Rheumatikern kein detailliertes Schmerzprofil analog zum täglichen Blutzucker-Profil für Diabetiker, um die Therapie richtig zu steuern. Schließlich stellen Schmerzen bei entzündlichen Rheumaformen nur einen Aspekt unter vielen anderen dar, die wir zur Einschätzung der Krankheitsaktivität heranziehen. Genauso wichtig sind zum Beispiel das Ausmaß der Gelenkschwellungen, bestimmte Laborparameter und die Befunde Bild gebender Verfahren."

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Jetzt wäre die Frage zu klären ob es für den Betroffenden selber Sinn macht. Solch ein Tagebuch kann auch aufzeichnen wann man besonders Schmerzen hat. Diese Auslöser könnte man dann vielleicht umgehen. Es kommt auf die Sichtweite an.

LG, Difi
 
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Ich glaube auch nicht, daß ein Rheuma-Tagebuch etwas bringt. Denn es ist ja nicht so, daß Rheuma-Verursacher sofort einen Rheuma-Schub auslösen.

Viele Grüße
Baffo
 
Aber man hört doch immer, das man in bestimmten Jahreszeiten...Temperaturen....Belastungen...mehr Schmerzen hat. Wäre da nicht ein Tagebuch für ich selber wichtig oder zumindest eine Hilfe?

LG, Difi
 
Natürlich kann man solche Informationen sammeln, Difi. Aber diese Informationen zeigen nicht auf die Dinge, die man ins Auge nehmen sollte (Säuren, Bindegewebe, ...).

Viele Grüße
Baffo
 
Ich denke schon, daß die Schmerzen wichtig sind, denn sie beeinträchtigen ja die Lebensqualität.

Die Möglichkeiten sind auch nur unzureichend, wenn die Ursache nicht angegangen wird. Führt das nicht irgendwie zu: Du hast Schmerzen eingebildet, und du leidest wirklich, aufgrund von erkennbarer Schwellung und Blutlabor?
Für mich ist der Artikel eher eine Rechtfertigung, weil man das Tagebuch abschaffen möchte, wegen Zeitaufwand ect.

Ich habe selber sooft erlebt, trotz starker Schmerzen (in anderen med. Bereichen) ignoriert worden zu sein, und finde diese Entwicklung wirklich sehr bedenklich, man muß dann Therapeuten suchen, die den Patienten ernst nehmen, und nicht nur nach ihren WENIGEN objektiven Parametern (wahrscheinlich unvollständig) beurteilen.
 

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