Methylenblau als Elektronenspender/Antioxidant und "Stoffwechselankurbler"

Ich kann bis auf die Blaufärbung der Zunge überhaupt nichts Schlechtes über MB sagen. Und unter den Bio-Hackern gibt es sicher auch ein paar Spinner, aber insgesamt ist das doch ein vernünftiges Konzept: Allerweltsmittel, die sowohl durch Überlieferung als auch durch wissenschaftliche Untersuchungen abgesichert und in ihren Wirkungen bestätigt sind, als erweiterte Apotheke für die eigene Gesundheit nutzen.
 
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Wuhu,

Was meinst du damit? Evtl. Peripherie?

insgesamt, wenn man Jahrzehnte CFS-Symptome hat, geht das wohl einher...

Ist für Eiweißablagerung im Gehirn (Alzheimer usw.) Lithium ein Ansatz. Die Videos von Dr. Nehls empfehlen das immer wieder .

Das nehm ich ohnehin schon länger: https://www.symptome.ch/goto/post?id=1378774 ;)

Hat jemand das Buch „die Alzheimer Lüge gelesen?

Ich nicht, doch ich kann mir lebhaft vorstellen, um was es geht - doch ich mach mir da keine Sorge mehr, schließlich gibts hier im Forum viele Infos, wie man das im Besten Falle verhindern kann... :cool:
 
Zu Methylenblau kommen mir doch ein paar Zweifel bei einer längerfristigen Einnahme:
Es gibt diese Studie von 2010 und einige dazu thematisch ähnliche Folgestudien. Demnach hemmt MB die ATPase-Aktivität des Chaperons Hsp70.

Das würde über diesen Mechanismus nicht direkt zur Fehlfaltung von Proteinen führen, aber fehlgefaltete Proteine würden u.U. nicht mehr in normalem Maße detektiert und abgebaut.

Scheint noch einige offene Fragen zu Randbedingungen zu geben. Werde das nochmal neu durchdenken und weitere Studien dazu lesen.

https://www.jbc.org/article/S0021-9258(20)49381-0/fulltext▹

U.U. kann man diesen Effekt dämpfen/deckeln durch gleichzeitige Einnahme von NAD, Curcumin, und Antioxidantien (Astaxanthin, Q10, Vit E,...)

Ob und bei welcher Dosierung man u.U. mit längerfristigen Schäden rechnen kann, ist mir auch noch nicht klar. Auch nicht ob und wenn dann in welchem Zeitraum das der Körper reparieren kann.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Umweltmediziner sagt ein Großteil ist Mikroplastik im Hirn und das wird man durch Inuspheresen herauswaschen. Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen kann man noch soviel bereinigen, dass Pflegeheim vermieden wird.
Du meinst: ein bestimmter?
Siehe auch:
 
Darüber war eben eine Sendung im BR und eine Warnung vor der Einnahme
habe ich mir angesehen - auf die Hsp70-Thematik wird im Beitrag nicht eingegangen.
Die anderen im Beitrag aufgegriffenen Risiken sind m.E. schon lange bekannt und vielfach diskutiert worden - einschließlich Dosisbetrachtungen.

Und es gibt ja nun mal Fallberichte, die einen beeindruckenden Therapieerfolg beschreiben.
Und auf die nachgewiesene positive Wirkung bei der ATP-Produktion wurde im Beitrag auch nicht hingewiesen - wie auch auf die Möglichkeit der photodynamischen Aktivierung.

Das Problem ist halt, dass von Kliniken/Behörden/Pharmaindustrie da keine weitere Forschung zu erwarten ist, um dieses Hsp70-Problem tiefer zu durchdenken.
Und das Argument "ist reine Chemie" ist ja nun albern - das trifft ja auf viele Medikamente sowieso zu. Und Aspirin ist in meinen Augen auch nicht harmlos.

Was es bräuchte, ist eine klarere Indikationsstellung. Dazu dann noch Studien zur Dosisabhängigen Schadwirkung bzgl. dieses Chaperon Hsp70. Sprich: Ist das nun reversibel oder nicht. Helfen zur Minimierung der Schäden die oben erwähnten NEMs oder nicht etc.

Dann hätte man evtl. für einige Diagnosen eine Alternative und könnte die Chancen und Risiken gegen andere Substanzen abwägen.
 
ChatGPT

ich habe aktuelle Studien und Reviews (2020–2025) durchgesehen und fasse die wichtigsten Befunde zur Verbindung Methylenblau (MB) und Hsp70 sowie zur Relevanz für Neuroprotektion sachlich zusammen. Du bekommst zuerst die Kernaussagen, dann kurze Erläuterungen und schließlich Vorschläge für sinnvolle nächste Schritte.

Kernaussagen (Kurz)​

  1. Methylenblau wirkt biochemisch als Inhibitor der Hsp70-ATPase-Aktivität — MB wird in mehreren Arbeiten als kleines Molekül genannt, das Hsp70-Funktion modulieren/inhibieren kann. PMC+1
  2. MB reduziert in vielen Modellen die Proteinaggregation (insb. Tau) — aber nicht nur über Hsp70-Wege: MB hemmt Fibrillbildung und verändert Tau-Phase-Separation; Mechanismen sind multifaktoriell (redox, direkte Bindung an Proteine, Beeinflussung von Proteostasemechanismen). Nature+1
  3. Hsp70 selbst ist ein zentraler Disaggregase/Chaperon in neurodegenerativen Erkrankungen: Modulation (sowohl Stimulanzien als auch Inhibitoren) zeigt starke Effekte auf Aggregation und Clearance in präklinischen Modellen. Frontiers+1
  4. Die Beziehung MB ↔ Hsp70 ist teils widersprüchlich und kontextabhängig: MB wurde als Hsp70-Inhibitor beschrieben (experimentelles Tool), gleichzeitig zeigen MB-Wirkungen auf Aggregation, Proteasom-Aktivität und mitochondrialen Stress, die indirekt Hsp70-Gleichgewichte verändern können. PMC+1
  5. Klinische Evidenz ist limitiert / heterogen: präklinische Daten sind vielversprechend; klinische Studien mit MB-Derivaten (z. B. LMTX/TRx0237) lieferten gemischte/negativ interpretierbare Ergebnisse — Translation bleibt unsicher und dosisabhängig. MDPI+1



Detaillierte Erläuterung​


1. MB als Hsp70-Modulator
Frühere biochemische Untersuchungen zeigten, dass Methylenblau die ATPase-Aktivität der Hsp70-Maschinerie hemmen kann; deshalb wird MB gelegentlich als kleines molekulares Werkzeug verwendet, um Hsp70-abhängige Vorgänge zu stören. Diese Beobachtung wird in neueren Übersichtsarbeiten wieder aufgegriffen — MB gilt damit nicht nur als Redox-Agent, sondern auch als Chaperon-Modulator. PMC+1


2. MB und Tau / Proteinaggregation
Neuere Arbeiten (u. a. Nature Communications 2023) zeigen, dass MB die Liquid-to-Fibril-Transition von Tau beeinflusst: MB fördert die schnelle Gelation (Liquid→Gel) von Tau-Droplets und hemmt die spätere Bildung toxischer Fibrillen — das reduziert zelluläre Toxizität in Modellen. Diese Effekte erscheinen teilweise unabhängig von MBs redox-Aktivität, also nicht allein über mitochondriale Wirkungen erklärbar. Nature+1


3. Indirekte Wirkungen auf Hsp70 / Proteostase
MB kann zelluläre Stresspfade ändern (z. B. vermindertes ROS, veränderte Proteasom-Aktivität, Nrf2-Induktion), was die Belastung des zellulären Chaperon-Systems senkt oder dessen Regulation verändert. In diesem Sinn kann MB die Notwendigkeit oder das Niveau der Hsp70-Induktion indirekt reduzieren oder modulieren — unabhängig davon, ob MB Hsp70 direkt hemmt oder nicht. Oxford Academic+1▹


4. Bedeutung für Therapie/Translation
Ob MB-vermittelte Modulation von Hsp70 therapeutisch sinnvoll ist, hängt stark vom Kontext ab: In manchen Situationen könnte Hsp70-Hemmung proteotoxische Wege begünstigen (schlecht), in anderen könnte gezielte Hemmung bestimmte Pathways blockieren (z. B. Hsp70-abhängige Stabilisierung pathogener Clients). Deshalb werden heute sowohl Hsp70-Inhibitoren als auch Hsp70-Stimulanzien pharmakologisch verfolgt. Frontiers+1


5. Evidenzlage & Limitationen


  • Viele Befunde stammen aus in vitro-, Zellkultur- oder Tiermodellen; klinische Studien sind rar und liefern gemischte Ergebnisse. Alzheimer's Discovery+1
  • MB ist pleiotrop (redox, mitochondriale Wirkung, direkte Proteininteraktionen, Chaperon-Modulation). Daraus folgt: kausale Zuweisung „Effekt X = durch Hsp70-Hemmung“ ist oft nicht gesichert — mechanistische Follow-up-Experimente sind nötig. PMC+1



Konkrete Paper/Reviews, die ich beim Scannen als besonders relevant identifiziert habe​


  • Wang et al., J Biol Chem / PMC — Inhibition of Hsp70 by methylene blue affects signaling... (klassische biochemische Evidenz für Hsp70-Hemmung). PMC
  • Huang et al., Nature Communications 2023 — Methylene blue accelerates liquid-to-gel transition of tau... (Mechanismus der Tau-Aggregation). Nature
  • Frontiers (2023) Review — Hsp70 in neurodegeneration (übersichtliche Zusammenfassung von Hsp70-Targets/Strategien). Frontiers
  • Nitzsche et al., 2023 — Synthetic small-molecule modulators of Hsp70/Hsp40 (MB als identifiziertes Modulator-Molekül). PMC
  • MDPI/Alzheimer’s therapeutics review (2025) & AlzDiscovery PDF — klinische Perspektive zu MB/LMTX und Limitationen. MDPI+1



Praxis-/Forschungs-Empfehlungen (wenn du weiter vertiefen willst)​


  1. Annotated bibliography (PDF/Short summaries): Ich kann dir eine priorisierte Liste mit Links + 3-Satz-Zusammenfassungen der relevantesten Studien (2020–2025) erstellen.
  2. Mechanistische Matrix: Tabelle, die für jede wichtige Studie angibt — Modell (in vitro / Tier / Mensch), Dosis, Hsp70-Befund (↑/↓/keine Daten), tau/α-syn Effekte, Hauptmechanismus (redox / direct binding / proteasome).
  3. Experimentelle Lücken auflisten: z. B. fehlende strukturbiologische Daten zur direkten MB-Bindung an Hsp70, Dosis-Antwort in relevanten Hirnkonzentrationen, langfristige Effekte.
  4. Falls du für Publikation/Grant arbeitest: Ich kann eine kurze Methoden-Skizze schreiben, wie man direkt prüft, ob MB Hsp70 in Neuronen hemmt (ATPase-Assays, Co-IP, Hsp70-reporter, Rescue-Experimente mit Hsp70-Overexpression).



Möchtest du, dass ich jetzt (A) die priorisierte Annotated bibliography mit direkten Paper-Links und kurzen Zusammenfassungen erstelle, (B) die Mechanismus-Matrix als Tabelle (geeignet zur Weitergabe), oder (C) gleich eine kurze Methoden-Skizze schreibe, wie man die MB↔Hsp70-Interaktion experimentell testen könnte? Du darfst wählen — ich liefere das gewählte Ergebnis sofort.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@zui11
einige dieser Studien hatte ich auch schon gelesen/überflogen. Dürfte wirklich schwer werden, ohne weitere in vivo-Studien diese Mechanismen incl. Randeffekte besser zu verstehen.
Da das ja für die Pharma wirtschaftlich nicht interessant ist, rechne kann man wohl nur hoffen, dass auch einige Forscher aus Eigeninteresse solche offenen Fragen klären wollen.
Aber für eine Studie mit Probanden wird man da schon eine größere Finanzierung brauchen - und die entsprechenden Genehmigungen.

Aber schon mal eine gute Zusammenfassung - und evtl. Motivation für andere, da auch mal tiefer zu recherchieren.
 

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