Mein Luftfilter

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Hallo,
ich habe mir eine Heizung für die Garage gebaut die gefilterte Luft erwärmt.
Die Luft ist ziemlich kontaminiert mit Werten von bis zu 1200ppm @ pm2.5 ( 30ppm sind nur erlaubt).
Der Dreck soll nicht eingesaugt und am Heizregister verbrannt werden. Daher erfolgt zuvor die Filterung.
Als Durchmesser habe ich mich für ein 200mm System entschieden.

Verwendete Produkte:

2.4Kw Heizregister

200mm 160W Ventilator

Schwebstofffilter H13 200x200x78mm

G3 Filtervliess

Ich habe mir also das Zeug bestellt + ein 200mm Wickelpfalzrohr und ein paar Schellen. Habe mir die Schwarzen Dinger (Adapter/Aufnahmen) mit meinen 3D Drucker gedruckt den ich extra für sowas gekauft habe und alles zusammen gesteckt.

Dann habe ich den Volumenstrom gemessen.
Das ergab 465m³/h. Wenn wir eine Luftwechselrate von 3 annehmen was für den Heimbereich ganz okey ist,
dann kann man damit Räume mit bis zu 155m³ reinigen. Wenn man eine Deckenhöhe von 2.4m ausgeht sind das rund 65m² Wohnraum.
Also schon ein ziemlich großes Wohnzimmer.

G3 ist der Vorfilter was gröbere Partikel einfängt wie Hausstaub und Pollen, der H13 Filter ist der Endfilter mit dem man Bakterien, Vieren und Tabakrauch filtern kann. Optimal wäre es wenn zwischen den G3 und H13 Filter noch ein Zwischenfilter mit der Filterklasse F9 drinne wäre. Dann lebt der H13 Filter länger. Da ich dann jedoch nicht genug Volumenstrom hätte, habe ich mir das erspart.
Die F9 Filter gibt es auch als Matten. Wirken dann jedoch sehr restriktiv weil Filterfläche fehlt.

Der Volumenstromabfall des Lüfters ist schon ordentlich. 740m³/h schafft er im Leerlauf mit Vier Stück Filter liegen wir nur noch bei rund 50%. Mein Plan war es eigentlich nur 2 H13 Filter einzusetzen, dies war jedoch nicht möglich da mir dann Volumenstrom fehlte. Also musste ich mir nochmal 2 Filter nachbestellen und zusätzlich 2 Adapter drucken. Nun funktioniert es.

Kommen wir aber zum Krach. Zugegeben Flüsterleise ist gar nichts. Mein ungeeichtes Smartphone misst 58dB. Wenn es Wohnzimmertauglich werden soll, würde ich ein 315mm Lüfter empfehlen der im Bereich 250-300W hat. Damit kann man die Drehzahl auf etwa 60-70% einpegeln wo man dann vermutlich bei um die 45-50dB liegt ohne Nennenswerte Kompromisse im Volumenstrom eingehen zu müssen. Das wäre dann für das Wohnzimmer ein brauchbarer Wert. Da in der Werkstatt Krach egal ist, passt das so.

Was habe ich aus diesen Projekt gelernt?
Das Filterfläche Kriegsentscheident ist was den Volumenstrom angeht. Bisher hatte ich angenommen das ein Volumenstromabfall ink Filter bei rund 50% liegt. Da kommt man bei weitem nicht ran wenn der Lüfter zu schwach, oder die Filterfläche zu klein ist.
Würde ich etwas für zu Hause bauen wollen, würde ich einen größeren Filter verwenden. Mit knapp 90€ billiger als 4Stück von den kleineren 200x200x78mm.


Hätte ich mal mehr Geld ausgegeben für einen größeren Drucker, dann hätte ich mir die Kosten für 4Stk. der kleinen Filter erspart. Man kann sich Adapter und Filtergehäuse auch kaufen, aber die sind recht teuer.
 

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Kate

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Hallo Knuddz,

wo ist der Bezug zur Rubrik? Hast Du Dich evtl. vertan und sollte der Thread in "Kreativität"?

Gruß
Kate
 
Themenstarter
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Man darf damit auch Viren absaugen.
Ist erlaubt und man bekommt keine Strafe.
 

James

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Da die Filteranlage Außenluft ansaugt ist sie wohl in erster Linie für die darin enthaltenen Partikel vorgesehen. Du wohnst wahrscheinlich nicht neben einer Einrichtung, die mit Viren belastete Luft entlässt und dabei bis 1200ppm erzeugt. Da es darum geht, dass Dein Post besser gefunden werden kann verschiebe ich von "Virusinfektionen" in die Rubrik "Kreativität".
Auf Wunsch wäre es auch möglich den Thread in "Wohn- und Arbeitsumfeld" unter zu bringen. Auch da gehört eventuell Deine gute Idee hin.
 
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18.03.16
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Du musst dein Smartphone erstmal eichen, bevor du die Lärmmessungen machst. Die Mikrophonsensitivität variiert nämlich stark von Modell zu Modell, möglicherweise sogar innerhalb der selben Baureihe. Ich habe einfach meinen Staubsauger dafür verwendet, es steht im technischen Datenblatt, wieviel Lärm der produziert. In 3 m Abstand kannst du dann deine Smartphone-App eichen. Die halbe Drehzahl deines Lüfters würde ich damit auch gleich ausmessen, bei mir war der Unterschied zur Volllast nicht sehr groß (5 dB).
 
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