Leberversagen, Fresubin - Histamin-Intoleranz, Roemheld-Syndrom?

Und was ist mit der ausstehenden Hepatitisserologie?
Die wurde gemacht auf Hep A, Hep B und Hep C; Datiert zum 6.3.2025 auf dem ersten Laborblatt in den Zeilen zwischen Vitamin B12 und den Leberwerten. Alle negativ.

Hast ja gar keinen Mangel bei der SD oder hab ich was übersehen?
Doch, doch. Zur Zeit des Krankenhausaufenthaltes war fT3 erniedrigt und der ft3 bei enorm niedrigen 1,1 pg/mL (Norm 2,0-4,4). Unterhalb von 3pg/mL funktionieren mental viele Leute schon nicht richtig.

Das würde ich - wegen der schlechten Leberwerte - auch interessant finden, im Hinblick auf möglichen Morbus Wilson.
Oder ein funktionaler Kupfermangel. Ein solcher oder M. Wilson überlappen sich in vieler Hinsicht zunächst:
Die Transferrinsättigung war hoch, das aus dem intrazellulären Raum übergeschwappte Ferritin als Marker von Zelltod zusammen mit den Leberwerten ebenso. Die Leber ist also sicherlich massiv mit Eisen überspeichert.
Da die somit eisen-restistente Anämie auch mit zuletzt normwertigen Gesamteiweißspiegeln und Folsäureergänzung anhält, das (zuvor bei Leberschädigung erhöhte) B12 vermutlich auch genug in der Leber vorrätig sein dürfte und B6 laut Messung sogar erhöht im Blut zirkulierte, verbleibt der Verdacht auf einen funktionalen Kupfermangel als Anämieursache.
Da Vitamin A eingenommen wurde kann es zur Coeruloplasmin-Synthese an diesem nicht liegen.
Vielleicht ist es also M. Wilson.
Vielleicht ist es ernährungsbedingter Kupfermangel.
Vielleicht ist die Synthese durch einen chronisch anhaltenden Leberschaden gestört, der anderweitig wie bspw. diese absurde psychopharmakologische Kombinationsmedikation verursacht wurde. Sowas sollte man wissen.
Wobei man erwarten darf, dass kein Arzt jemals eine ärztliche (iatrogene) Verursachung unterstellen oder gar bestätigen wird.

Die Krankenkasse hat die Laboruntersuchungen der Biopsie nicht bezahlt
Wow. Eine invasive Untersuchung und dann wurden die Biopsien trotz makroskopischer Auffälligkeiten und sogar akuter stationärer Behandlungsnotwendigkeit verworfen. Wie kann es das geben? Wie konnte die Krankenkasse bei so einem standardisierten Vorgang da überhaupt eine Deckungsablehnung feststellen, kommunizieren und durchdrücken? Außer es war ein grober Fehler im ärztlichen Laborbestellschein, den das Krankenhaus gegenüber der Pathologie nicht berichtigen wollte. Auch das ist absurd verrückt. Meine Güte.
Ob den Schleimhautläsionen ein immunologisches Geschehen (wie Zöliakie) oder eine Infektion zugrundestehen sollte man wissen. Das einfachste wäre vermutlich, den Befund zu einem niedergelassenen Gastroenterologen zu nehmen als Indikation für eine große Hafenrundfahrt (und ohne tiefreichende Fragen oder Behandlungserwartungen). Die Spiegelungen und Biopsieentnahmen sind deren Brot und Butter.
 
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Vielleicht ist es ernährungsbedingter Kupfermangel.
Das halte ich für sehr wahrscheinlich. Dieser Test wurde 2 Monate zuvor gemacht. Da war Kupfer an der Grenze zum Mangel und Zink bereits im roten Bereich. Warum Vitamin D3 allerdings so extrem erhöht war wegen einer geringen Überdosierung ist aber ein Rätsel wie so vieles.
 

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Noch eine kleine Anmerkung zur Schulddrüse. In dem Moment der akuten Entzündung der Leber, ist es normal dass die SD runterfährt. Darum ist der TSH nur bei 4.4. Um eine SD Erkrankung auszuschliessen erneute Kontrolle mit t3/t4.

Schön dass dir besser geht und du dir Zeit nimmst auf dich zu achten.
Es gibt einfache Bewegungsübungen um die Darmtätigkeit zu fördern, die auch nicht viel Zeit brauchen. Google mal, da gibt es verschiedene Möglichkeiten jenachdem was zu dir passt.
Ich kenne tatsächlich einige Leute die nach heftigem Gewichtsverlust und erneuter Zunahme danach Probleme mit dem Darm haben.

lg
 
Der Zusammenhang zwischen Schilddrüse und Leber ist bekannt:
... wurde der Zusammenhang zwischen einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und Lebererkrankungen untersucht. Patienten mit einer Hypothyreose hatten ein um 43% höheres Risiko für die Entstehung einer Fettleber (metabolisch assoziierte steatotische Lebererkrankung) als Patienten ohne eine Hypothyreose. Lebererkrankungen traten bei Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion nicht nur häufiger auf, sondern waren meist auch schwerwiegender. Die Autoren folgern daraus, dass man bei Patienten mit einer Fettleber an die Schilddrüse und umgekehrt bei Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion auch an die Leber denken sollte. ...

Grüsse,
Oregano
 
Ob den Schleimhautläsionen ein immunologisches Geschehen (wie Zöliakie) oder eine Infektion zugrundestehen sollte man wissen.
Ich hatte die Zöliakie v.a. wegen der Zottenabflachung im Duodenum angesprochen. Aber wenn die Biopsien nicht ausgewertet wurden, bleibt das wohl leider offen. Man könnte einen Ernährungs- (Gluten-Auslass-)Versuch machen - allerdings macht nach längerer glutenfreier Phase eine erneute Biopsie in Bezug auf mögliche Zöliakie keinen Sinn mehr.
 
Ich hatte die Zöliakie v.a. wegen der Zottenabflachung im Duodenum angesprochen. Aber wenn die Biopsien nicht ausgewertet wurden, bleibt das wohl leider offen. Man könnte einen Ernährungs- (Gluten-Auslass-)Versuch machen - allerdings macht nach längerer glutenfreier Phase eine erneute Biopsie in Bezug auf mögliche Zöliakie keinen Sinn mehr.
Zölikakie wurde mehrfach ausgeschlossen. Ich esse allerdings noch Dinkelbrot.
 
Naja, wenn sie ausgeschlossen wurde (während Gluten-Konsum), dann darfst Du ja ruhig Dinkel essen.
 
Vitamin D3 allerdings so extrem erhöht war wegen einer geringen Überdosierung
Das waren 174 ng/ml 25-OH-D3 und wie du schreibst höchstselbst eingebrockt. Musst du halt durch und solltest daraus lernen. Kann eineinhalb Jahre dauern, bis der Spiegel wieder normal liegt.
Hoffe, du findest geordnet und zielführend Schritt für Schritt die Ursache. Oder die geeignete Lebertherapie, falls die Ursache als alleinig aus den Psychopharmaka und als vergangen und abgehakt gesehen werden kann.
 
Hallo an alle,
leider habe ich jetzt drei Nächte am Stück nicht mehr geschlafen. Hat jemand m Forum eine Idee, was man da machen könnte?

Viele Grüße,
S.
 
Hallo an alle,
ich habe einen Biochemie Test gemacht und diese Ergebnisse bekommen. Überraschend ist das alles nach den ganzen Symtomen überhaupt nicht. Kann mir jemand vielleicht noch weiterhelfen.
Herzliche Grüße,
Stefan
 

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Das sind keine katastrophalen Werte, sondern die hat vermutlich jeder zweite hier im Forum. Eigentlich würden mich die Werte an deiner Stelle hoffnungsvoll stimmen, aber leider verraten sie auch nicht mehr darüber, was jetzt der Grund für die Darm- und Leberprobleme ist.

Werte, die nur leicht über den Grenzen liegen, müssen nicht unbedingt ein Problem darstellen (hier: Fett, Calprotectin, sIGA). Nur das Zonulin und der pH-Wert sind eindeutig überhöht. Deinen Elastasewert hätte ich auch gerne ...

Der erhöhte Zucker ist mir rätselhaft, denn ich dachte immer, den fressen eh die Bakterien mit Begeisterung. Aber vielleicht spricht auch der pH-Wert für eine fehlende Säuerungsflora (Bifido, Lactobacillus etc.), denn die würde m. E. den Zucker am ehesten verwerten.

Fehlende Säuerungsflora ist ein häufiges Problem. Aber so leicht man es erkennen kann, so schwer ist es zu beheben. Zwar gibt es eine Million probiotische Präparate dafür, aber es scheint schwer bis unmöglich zu sein, damit dauerhaft die Darmflora zu verbessern. Jedenfalls wird allgemein empfohlen: jeden Tag Fermentiertes essen (Kimchi, Naturjoghurt, Kefir, etc.) und genug Ballaststoffe in der Nahrung.
 
Der erhöhte Zucker ist mir rätselhaft, denn ich dachte immer, den fressen eh die Bakterien mit Begeisterung. Aber vielleicht spricht auch der pH-Wert für eine fehlende Säuerungsflora (Bifido, Lactobacillus etc.), denn die würde m. E. den Zucker am ehesten verwerten.
Hallo Malvegil,
Bifido und Lactobazillen habe ich gar nicht allzu viele. Ich weiß auch nicht, wo der Zucker herkommen soll, esse ich doch überhaupt keinen Zucker. Am ehesten kommt eine Fruktose oder Laktoseintoleranz infrage. Aber woher kommt der Zucker. Ich esse gar kein Obst oder keine Milchprodukte. Nur in der Trinknahrung scheint etwas Milch zu sein. Von der Menge her dürfte das für den Wert aber nicht ausreichend sein.
Gruß,
Stefan
 
Hallo Stefan,

welche Trinknahrung genau hast Du?
Wenn man sich die Inhaltsstoffe von Fresubin anschaut, ist da doch einiges an Zucker drin:

Was ist in Fresubin alles drin?
Schokolade: Wasser, Maltodextrin, Zucker, Milcheiweiß, pflanzliche Öle (Rapsöl, Sonnenblumenöl), Schokoladenpulver (Kakaopulver, Zucker, Natriumchlorid, Aromen mit Milch), Sojaeiweiß, Emulgatoren (E 471, Sojalecithine), Natriumcitrat, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid, Cholinhydrogentartrat, Verdickungsmittel (E 415) ...
Quelle: KI

Grüsse,
Oregano
 
Das ist mir vollkommen bewusst. Aber vor letztes Jahr habe ich noch vier Fläschchen am tag getrunken. Jetzt trinke ich nur noch eins und habe trotzdem mehr Symptome. Wenn man das mit mit dem Zuckerverbrauch normaler menschen vergleicht, dann würde das kaum ins Gewicht fallen, warum wirklich soviel Zucker im Stuhl ist. Könnte aber auch von der Milch her kommen, falls es eine Laktoseintoleranz ist. Aber so viel soll angeblich gar nicht drin sein.

Neutral: Wasser, Glukosesirup, Milcheiweiß, pflanzliche Öle (Sonnenblumenöl, Rapsöl), Maltodextrin, Kaliumcitrat, Emulgatoren (E 471, Sojalecithine), Säureregulator (E 507), Kaliumcarbonat, Natriumchlorid, Natriumcarbonat, Vitamin C, Magnesiumoxid, Eisenpyrophosphat, Niacin, Zinksulfat, Manganchlorid, Pantothensäure, Vitamin E, Kupfersulfat, Vitamin B2, Vitamin B6, Natriumfluorid, Vitamin B1, Beta-Carotin, Vitamin A, Folsäure, Chromchlorid, Natriummolybdat, Kaliumjodid, Natriumselenit, Vitamin K1, Biotin, Vitamin D3, Vitamin B12.
 
Naja, Glukosesirup steht an zweiter Stelle und Maltodextrin an fünfter in Deiner Liste (siehe auch hier: https://www.fresubin.com/de/produkte/fresubin-2-kcal-drink). Und in dieser Nährstoff-Tabelle sieht man recht hohe Kohlenhydratanteile, ohne dass klar ist, wie viel davon Zucker ist:

Ganz durchsteigen tue ich aber nicht bei den Infos. Hier steht etwas anderes und hier ist der Zucker sogar aufgeschlüsselt und scheint doch wenig zu sein:

Ich meine, ich hatte in einem Stuhlbefund (medivere) auch mal einen erhöhten "Zucker"-Gehalt trotz (relativ) LowCarb-Ernährung und im Befund stand als Interpretation "Verdacht auf Kohlenhydrat-Malabsorption" o.ä.. Müsste ich aber erst wieder raussuchen. Was schreibt denn Dein Labor?
 
Ich meine, ich hatte in einem Stuhlbefund (medivere) auch mal einen erhöhten "Zucker"-Gehalt trotz (relativ) LowCarb-Ernährung und im Befund stand als Interpretation "Verdacht auf Kohlenhydrat-Malabsorption" o.ä.. Müsste ich aber erst wieder raussuchen. Was schreibt denn Dein Labor?
Erhöhter Wert für Zucker:
Ernährungsfehler oder Enzymfehlfunktionen (Amylase, Laktase) können Laktose-, oder
Fruktoseintoleranz/Fruktosemalabsorption zur Folge haben und die Ursache für unspezifische gastrointestinale
Symptome wie Blähungen und Bauchschmerzen sein.
 
Ich weiß auch nicht, wo der Zucker herkommen soll, esse ich doch überhaupt keinen Zucker. Am ehesten kommt eine Fruktose oder Laktoseintoleranz infrage. Aber woher kommt der Zucker. Ich esse gar kein Obst oder keine Milchprodukte.
Ich habe gestern abend nachgeschaut, bei mir war (2020) der Zuckergehalt nur ganz leicht erhöht und es stand dabei:
Eine vermehrte Zuckerausscheidung kann auf Kohlenhydratintoleranzen hinweisen. Für den Fall, dass auch die bakterielle Spaltungsaktivität untersucht wurde und diese unauffällige Ergebnisse zeigt, ist die erhöhte Zuckerausscheidung eher auf ein passageres Phänomen (Diätfehler?) zurückzuführen.
Die Stärkekonzentration war gleichzeitig stark erniedrigt und der Text dazu für mich unverständlich bzw. die vermuteten Ursachen nicht nachvollziehbar. Ich hatte es damals mit meiner Präbiotika-Zufuhr (in Form einer Pulvermischung, siehe unser umfangreicher Thread dazu) in Verbindung gebracht, die ich auch nicht abgesetzt hatte vor der Florauntersuchung, obwohl die medivere-Hotline mich auf mögliche Einflüsse (insb. von Flohsamen) hingewiesen hatte. Ist aber lange her, so dass ich dem für mich jetzt nicht mehr nachgehen würde. Würde eher erneut eine Flora-Untersuchung machen, muss aber sagen, dass diese mich noch nie so richtig signifikant weiter gebracht haben.
 
Problematisch ist dass der Vitamin B6 Wert anders als gedacht nicht erniedrigt, sondern mit 58,6 um das doppelte erhöht sein soll.
Da war Kupfer an der Grenze zum Mangel und Zink bereits im roten Bereich.
... oder kann mir einen Tipp in der Angelegenheit geben?

Hast Du schon eine HPU-Beteiligung geprüft?
Auffällige Zink- und B6-Werte sind typisch für HPU.

Gruß
Hans
 
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