Lebenserwartung durch Balance-Test vorhersagen?

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Ein Team internationaler Wissenschaftler hat herausgefunden, dass eine einfache Balance-Übung Aufschluss über die eigene Lebenserwartung geben kann. „Unser Ziel war es zu untersuchen, ob die Fähigkeit, einen 10-sekündigen einbeinigen Stand zu absolvieren, mit der Gesamtmortalität in Verbindung steht und ob sie über die üblichen demografischen, anthropometrischen und klinischen Daten hinaus relevante prognostische Informationen liefert“, erklärten die Forscher um Claudio Gill Araujo von der Exercise Medicine Clinic-CLINIMEX in Rio de Janeiro, Brasilien.

Im Rahmen ihrer Studie sammelten die Forscher Gesundheitsdaten von 1.702 Personen (68 Prozent davon Männer) im Alter von 51 bis 75 Jahren, die zwischen 2008 und 2020 erhoben wurden. Die Teilnehmer führten auch den zehnsekündigen einbeinigen Stand durch. Sieben Prozent der Studienteilnehmer starben während des durchschnittlichen Beobachtungszeitraums von sieben Jahren. Die meisten Todesfälle waren auf Krebs zurückzuführen, gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Komplikationen durch das Corona-Virus. Bemerkenswert war, dass der Anteil der Todesfälle bei denjenigen, die den Balance-Test nicht bestanden hatten, deutlich höher war – 17,5 Prozent im Vergleich zu 4,5 Prozent, wie das Ärzteblatt berichtete.


Ob da Zusammenhänge festgestellt wurden, die keine sind? Was haltet ihr davon? Ich bin da skeptisch.
 
ich kenn das mit geschlossenen Augen:cool: zum Testen des biol. Alters.

Vor allem kommt es aber auch auf diverse Faktoren an, wie zB die Statik. Mit einer Skoliose (die heute JEDER hat) ist man wesentlich instabiler als wenn man in seiner Mitte ist. Hier hilft nur die Energetische Wirbelsäulenaufrichtung (Soforteffekt). Danach fällt das Testergebnis ganz anders aus (mehrere Minuten bei Ottilie und Otto Normal dann kein Problem).


AlterDurchschnittliche Verweildauer auf einem Bein mit offenen Augen (Sekunden)Durchschnittliche Verweildauer auf einem Bein mit geschlossenen Augen (Sekunden)
18-3943.49.4
40-4940.37.3
50-5937.04.8
60-6926.92.8
70-7915.01.9
80-996.21.3
 
Zuletzt bearbeitet:
Also das funktioniert auch alleine mit Hilfe die innere Mitte suchen und sich darauf konzentrieren (auch in Verbindung mit ruhigem Atmen), besser.

Bei mir war das von nur 2 -12 sek, dann das nächste Mal auf über 30 sec, trotz teilweiser tauber Fußsohlen.

Aber ich glaube, das kann man auch trainieren und ist sicher auch Tagesform abhängig. Aber ich bin nicht so überzeugt davon, dass es die Lebenserwartung vorhersagen kann - denn es gibt sicher nicht wenige Menschen, die das nicht können und trotzdem länger leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe aus dem Stand über 2 Minuten geschafft. Es wäre noch länger gegangen, dann wird es allerdings ziemlich schmerzhaft in der Fußsohle. Blind auf einem Bein stehen dagegen muss ich üben, das ist viel schwieriger.
 
Ich habe seit ca. 15 Jahren Probleme mit dem Gleichgewicht wie viele Mensche jenseits der 70. Das hat mit der Verhärtung des Flüssigkeit im Lagesinnesorgan im Ohr zu tun. Ich glaube nicht, dass ich dadurch früher sterbe. Etwas anderes ist, wenn es junge Menschen betrifft. Dazu habe ich keine Meinung.
 
Ob da Zusammenhänge festgestellt wurden, die keine sind? Was haltet ihr davon? Ich bin da skeptisch.
Mir leuchtet das schon ein. Was der Test letztlich leistet, ist "Hinfälligkeit" ("frailty") zu identifizieren. Das ist eben der Zustand, der sich bei den meisten Menschen ein paar Jahre vor dem Tod einstellt (sofern sie nicht an einem Unfall sterben). Was der Test nicht leistet, ist eine Vorhersage, ob unter den 50jährigen der länger lebt, der länger auf einem Bein stehen kann.

Ähnliches testet auch der Griffkraft-Test oder der Test, wie oft ein alter Mensch in 15 Sekunden vom Stuhl aufstehen kann.
 
Dann gehören diese Tests auch dazu:

Einbeinstand: Auf einen Fuß stellen und dabei die Augen schließen – mindestens fünf Sekunden halten.

Tandemstand: Einen Fuß direkt vor den anderen stellen – mindestens zehn Sekunden halten.

Linienlauf: Mindestens zwei Meter auf einer geraden Linie gehen.

Zehnmetergang: In normalem Tempo zehn Meter gehen – und das in höchstens zehn Sekunden.

Schwingen: Ein Bein vor- und zurückschwingen – bis zu 15 Sekunden lang. Sicherheitshalber neben einen Stuhl stellen.

Aufstehen: Fünfmal ohne Hilfe der Arme vom Stuhl aufstehen – innerhalb von 10 bis 15 Sekunden.

Hin und zurück: Vom Stuhl aufstehen, drei Meter vor und wieder zurückgehen und wieder hinsetzen – in etwa zehn Sekunden.

 
Ohne meine täglichen Tigerübungen sähe es bei mir auch ganz anders aus. Anstatt nur auf einem Bein herum zu stehen, sollte man besser gleich den ganzen Körper trainieren.
 
Komplett Ungeübte vielleicht, die mit den Armen und dem freien Bein wie die Verrückten herumfuchteln müssen, um nicht umzufallen. :giggle:

Viel eleganter geht es wie auf der Abbildung, wenn sich das freie Bein um das Standbein wickelt und die Hände gefaltet sind. Dann dürfte der Trainingseffekt allerdings nicht mehr so groß sein.
 
Der Einbeinstand kräftigt auch den Fuß wunderbar. Wenn man dann schon auf einem Bein steht, kann man das andere Bein in jede Richtung 10x getreckt heben, das empfinde ich auch als gut fürs Knie.
 
Man kann auch eine Übung für die Füße anhängen und sich auf die Zehenspitzen stellen und abrollen. Stärkt die Fußmuskulatur und beugt Spreiz- und Senkfüßen vor.
 
Gerade jetzt bei der erneut aufkommenden Hitze im Sommer wäre es ja toll, wenn solche Übungen ausreichen würden.

In fühle mich trotz Klimaanlage seit den steigenden Temperaturen ständig müde und frage mich, wie kann man sich da fit halten? Jetzt in der Nacht sind es noch 32 Grad draußen, tagsüber klettert das Thermometer oft bis 40 und darüber. Und wenn ich draußen unterwegs war, könnte ich mich danach nur noch hinlegen.

Wie haltet ihr es mit der Bewegung bei solchen Temperaturen? Reichen solche eher minimalistischeren Übungen aus?

Vom momentanen Gefühl her würde ich mich eher nur wenig bewegen wollen, aber dann würde man doch sicher schnell abbauen? Da schwanke ich immer wieder, zu was ich mich deshalb durchringen sollte, auch wenn es mir gerade ziemlich schwer fällt.
 
Wie haltet ihr es mit der Bewegung bei solchen Temperaturen? Reichen solche eher minimalistischeren Übungen aus?
Ich mache meine Trainings schon auch bei der großen Hitze, halt ganz am Morgen und ganz am Abend und viel Trinken und ein bisschen langsamer.

Aber ein paar Tage kann man schon auch mal minimalistisch trainieren. Mir selbst fehlt halt immer gleich was, wenn ich nicht trainiere.
 
Nur mit einem Muskelaufbau senkt man keineswegs z,B. das Sturzrisiko. Deswegen wäre der jeweilige Einbeinstand etwas ganz anderes zum Aufbau bestimmter Verhaltensmechanismen in puncto Sturzprophylaxe für den Körper als z.B. Tiger Moves. Es sei denn dieser Tiger bewirkt auch eine Sicherung der Balance.
 
Es steht einem ja frei, die Tigerübungen nach Belieben zu variieren und an seine Bedürfnisse anzupassen. Die beiden Brust- und Rückenmuskelübungen mache ich jetzt z. B. einbeinig.

Aber auch ohne diese Erweiterungen habe ich den Jackpot bei der Standdauer mühelos geknackt. Von daher würde ich sagen, dass bereits die Grundübungen nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch den Gleichgewichtssinn trainieren.
 
Ich mache meine Trainings
Darf ich dich mal fragen, was das alles so beinhaltet? Mixt du da verschiedene Kategorien bzw. variierst mit den Übungen oder sind diese immer die gleichen?

Treppensteigen ist so das, was sowieso in meinem Tagesablauf integriert ist, da ich in 2 Stockwerken unterwegs bin, ist aber je nach Dauer, auch ziemlich fordernd. Und über die Effektivität bin ich mir auch im Unklaren.
 
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