Körper kann einfach mit Nahrung nicht mehr umgehen

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Hallo liebe Gemeinde,

Ich, männlich, 36 Jahre habe nun seit über 8 Jahren chronische Beschwerden, welche in der Intensität schwanken und sich auch in den Jahren leicht gewandelt haben, aber vermutlich noch immer die gleiche unbekannte Ursache haben.

Alle möglichen Ärtze haben mich untersucht, stationäre Aufenthalte im KH waren auch dabei, es wurde dann auch etwas gefunden, doch so wirklich die Erklärung und dann Lösung war es bislang nicht.

Erstmal zu meinen Symptomen:

Offensichtlich haben mein Magen/Darm ernste Probleme bei der Verarbeitung von Nahrung. Es äußert sich allerdings nicht in Bauchschmerzen oder Schmerzen in dieser Region, sondern es passiert IMMER folgendes:

Wenige Minuten nach dem Essen bekomme ich Herzrasen bzw. extrem starkes Herzklopfen, es fühlt sich an wie Hammerschläge, ich höre den Beat dann sogar in meinen Ohren, das herz schlägt wie nach einem 400 Meter Sprint.

Das dauert je nach Menge und Zusammensetzung der Mahlzeit dann gut 30-60 Minuten. Begleitet wird das Ganze von einsetzender starker Müdigkeit, Benommenheit, einem leichten Anschwellen der Wangen und Backenpartie im Gesicht, was sich anfühlt wie Sonnenbrand und auch einem sichtbaren Erröten der Gesichtspartien ( nennt sich wohl Flush ).

Bis alles komplett abgeklungen ist, vergehen dann 1-2 Stunden.
Damit ist das Ganze aber noch nicht vorbei.
In all den Jahren habe ich über unzählige Selbstversuche so einiges heraus finden können.
Gut 8-9 Stunden nach dem Essen kommt eine zweite Welle von Beschwerden, ähnlich aber nicht identisch, meist sind dann Müdigkeit und schmerzenden Gesichtsspannungen das größte Übel.
Dies dauert dann oft mehrere Stunden.
Nochmal einen Schub bekomme ich kurz bevor die Nahrung dann wieder ausgeschieden wird, nach dem Gang zur Toilette ist es dann direkt deutlich besser. Stuhlgang ist soweit normal, wurde auch bereits mehrfach untersucht.
Es gibt also 3 mal Probleme:

1) Unmittelbar nachdem die Nahrung im Magen ankommt
2) Zum Zeitpunkt wenn die Nahrung dann im Darm weiter vearbeitet wird
3) Kurz vor dem Ausscheiden

Nun habe ich, wie bereits erwähnt schon sehr, sehr viel selbst ausprobiert und vielleicht könnt ihr mir so helfen, das Ganze weiter aufzuklären.

Es spielt durchaus eine Rolle, was genau ich da zu mir nehme, allerdings habe ich auch Beschwerden, wenn ich nur gekochten Reis oder gekochte Kartoffeln ohne irgendwas anderes esse ( 4 Wochen lang habe ich das probiert ). Besonders schlimm wäre zum Beispiel Schokoladenkuchen. Ich würde sagen auf einer Beschwerdeskala von 1-10 erreiche ich auch bei Reis/Kartoffeln eine 3-4 und bei Schokoladenkuchen eine 9-10.

In den ersten zwei Jahren rannte ich von Arzt zu Arzt, wurde auf den Kopf gestellt, Magen / Darmspiegelung, Blut, Stuhl, Urin etc. alles immer normal, keine Auffälligkeiten.

Irgendwas meinte dann mal jemand, ich könnte vielleicht Mastozytose haben, darauf bin ich dann 2013 nach Bonn zu Molderings an die Uni Klinik für 3 Tage wobei mir bereits am 2. tag gesagt wurde, die testergebnisse wären so eindeutig, dass ich sicher von einer Mastozytose ausgehen kann.
So stand es dann auch im Entlassungsbericht:
systemische Mastozytose vom Typ des Mastzellüberaktivitätssyndrom.

Ein erwähnenswerter Labor Paramter:

Mastozytose Score 27
Heparin vor Provokation ( 1 minute Blutstau im Unterarm ): 0.12 IU/ml
nach Provokation: 0.15 IU/ml


Nun, erfreulich war das nicht, aber zumindest dachte ich, dass ich nun weiß woran ich bin und mit entsprechenden Medikamenten und entsprechender Lebensweise das Ganze dann so einigermaßen in Schach halten kann.

Wer Molderings kennt, weiß, dass er durchaus ein Befürworter der benzodiazepine ist und diese ( Lorazepam 2,5 mg & Fluitrazepam 1 mg ) bekam ich dann aufgrund der Entlassungspapiere und der Therapieempfehlung fortan vom Hausarzt auf Rezept.
Darüber hinaus Ranitidin, Ketotifen und Rupafin.
Eine Wirkung/Besserung habe ich aber von Anfang an nur verspürt wenn ich ordentlich Lorazepam und Flunitrazepam eingenommen habe, dann tendierten die Beschwerden tatsächlich gegen 0, aber nur bei mehrfacher Einnahme beider Präparate täglich. Ich wurde davon auch nicht müde oder benommen, nein, meine lähmende Müdigkeit und auch die Schmerzen nach dem Essen verschwanden fast ganz.
Nun kann man vielleicht darüber streiten, aber Lorazepam und Flunitrazepam für den Rest des Lebens täglich nehmen, das ist eine heftige Sache...
Ich merkte dann in den folgenden 2 Jahren immer stärker die Nebenwirkungen, eine Veränderungs der Persönlichkeit, ein ach-ist-eigentlich-auch-egal Zustand, nicht müde oder schläfrig, aber desinteressiert und stumpf und es wurde immer übler.
Nein, so konnte ich zwar ohne Schmerzen leben, aber das war nachher nicht mehr ich selbst, ich löste mich immer mehr in den Benzos auf.
- Kurzer Einschub: Die restlichen Medis konnte ich weglassen oder nehmen, das hat gefühlt nichts geändert, ob mit oder ohne benzos -.
2016 dann also Flunitrazepam abgesetzt und Lorazepam auf 2 x 1 Gramm täglich reduziert, denn ganz ohne Lorazepam habe ich einfach zu starke Schmerzen und Beschwerden.

So, interessant ist nun aber die tatsache, dass es tatsächlich fast nur an der Nahrungsaufnahme liegt, dass es mir so schlecht geht.
Ich habe bestimmt 10 Mal oder mehr in den 8 Jahren gefastet und nur Wasser und Tee getrunken, von 3 tagen bis zu 2 Wochen und nach 1-2 tagen ging es mir dann wunderbar, ich brauchte nichtmal mehr irgendwelche Medikamente, auch kein Lorazepam. Solange ich nix zu mir nahm, ging es mir gut, aber das kann logischerweise immer nur zwischendurch sein und wirklich toll ist das natürlich auch nicht, denn der Hunger ist trotzdem da, und ohne jede Nährstoffzufuhr fühlte ich mich nach den 2 Wochen dann auch ziemlich schlapp. habe normalgewicht: 183cm groß - 79 KG, da sind also keine riesigen Reserven vorhanden.

Nach jeder Phase des fastens waren die ersten 1-2 tage mit Nahrung dann auch eigenartigerweise ebenfalls fast problemlos. Keine direkte reaktion auf die Nahrung wie sonst, keine verspätete und keine Probleme beim Verlassen der Körpers. Man könnte ja meinen, dass die reaktion dann besonders heftig ausfällt,nachdem man gefastet hat, aber es war das Gegenteil. Ich habe sogar einmal, einfach nur um das zu Testen, nach 5 tagen fasten, am ersten tag dann mir tatsächlich schoko kuchen reingepfiffen, das ging ohne große Probleme und Beschwerden rein, durch und raus....

Es scheint mir so, als wäre mein ganzer Verdauungsapparat in einer mir immer noch nicht begreiflichen Weise so angeschlagen/krank/geschädigt oder was auch immer, dass er nach einer mehrtägigen Ruhepause dann kurzzeitig mit der Nahrung wieder klar kommt, aber nach 1-2 tagen dann ist er schon wieder am Ende und gibt sogar bei Reis/Kartoffel diät klein bei.

Als einzig andere hilfreiche Alternative zu den Benzos hat sie Cortison erwiesen ( Prednisolon 20 mg ). Davon eine vor den Mahlzeiten und alles bleibt erträglich. Aber zur Daueranwendung von Cortison in diesen Mengen , also 20 oder 40 mg täglich, brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, das ist auch keine Lösung bis ans Lebensende....

Nun habe ich wie erwähnt diese Diagnose und jeder Arzt zu dem ich seit 2013 dann gehe stürzt sich natürlich darauf, aber ich vermute doch stark, da ist entweder noch mehr oder was anderes im Argen.

Ich habe inzwischen sehr viel gelesen zum Mastzellaktivierungssyndrom, zur Histaminintoleranz und co. Ich befolge alle Ratschläge zur Vermeidung von Triggern, zur Ernährung und zur Lebenweise und doch bleibt es bei der einfachen Faustregel:
Essen = Schmerzen und Probleme, auch mit Medis ( einzige Hilfe: Cortison bzw. viel Flunitrazepam dazu )
Kein Essen = Es geht mir gut, ich brauche nicht mal Medis

Es wird wohl so sein, dass ich dieses Mastzellsyndrom habe, außerdem habe ich auch schon seit meiner Jugend eine Pollenallergie und auch eine Hausstaubmilbenallergie, eine tendenz zu allergien besteht also. Aber da merke ich auch ganz direkt die Zusammenhänge, alles verhält sich so, wie man es erwartet, ich kann die Allergene meiden und habe dann weniger Beschwerden oder mich Ihnen aussetzen und habe dann größere Beschwerden.

Aber beim Essen bin ich inzwischen einfach ratlos, ich kann alles meiden, was einem geraten wird zu meiden und trotzdem trifft mich der Schlag.
Ein Leben zwischen Fasten und dabei aber Hunger haben und sich immer schwächer fühlen, dafür aber wenigstens keine Schmerzen, kein herzrasen, keine totale Benommenheit und dann wieder Essen (müssen) und hilflos den Folgen ausgesetzt sein.

Ich weiß nichtmal was genau ich mir erwarte mit meinem Beitrag hier...Ich war bei so unendlich vielen Ärtzen und nix außer der Masto wurde gefunden und die allein erklärt nicht hinreichend was hier mit mir los ist.

Vielleicht aber weiß tatsächlich jemand von euch noch Rat oder hat gar das Gleiche erlebt wie ich...

Vielen Dank für eure Zeit und Mühe
Simon
 
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es gab vor langer zeit einige bücher von amerik. ärzten über "nahrungsallergien", wobei aber mit sicherheit hi usw. (damals noch kein thema) gemeint waren.

das wichtigste, das ich daraus behalten habe ist, daß unverträgliche nahrungsmittel (uv nm) rel. oft wieder vertragen werden, wenn man sie eine weile (teils reichen 5 tage, teils sind etliche wochen nötig) wegläßt, dann aber sofort wieder uv werden, wenn man sie nach der pause zu oft ißt.

und daß man extrem uv nm besser ganz wegläßt. herausfinden welche nm in welche gruppe gehören kann man durch ein ernährungstagebuch (etb), in dem man nm, menge, getränke, medis usw. und beschwerden usw ganz genau notiert. auch wenn alle nm uv sind, gibt es doch unterschiede.

die rel. verträglichkeit der nm nach einer pause kann man oft dadurch erhalten, daß man sie nicht jeden tag ißt, sondern rotiert, d.h. max. alle 5 tage ißt. wobei man aber auch die nm-famlien beachten sollte. also heute kartoffeln, morgen paprika, übermorgen tómaten ist keine rotation, weil alles nachtschattengewächse sind. usw usw
es gibt dazu bücher in der bücherei und auch infos per google.

außerdem kann man zusätzlich zur masto auch noch andere nm-uv haben, z.b. sal-uv wird gern genommen.
und bei allergien gibt es auch kreuzallergien zu nm, besonders bei frühblühern sind es sehr viele.

ich hab zeitweise auch probleme gehabt, überhaupt noch irgendwas ohne heftige beschwerden zu essen (mcas bzw. masto plus sal-uv plus kreuzallergien plus milch-uv usw), vor allem, wenn es mal wieder einen schub bzgl.mcas bzw. masto gab.
mit dem etb hab ich aber jedes mal wieder rausgefunden, welche nm gerade besonders uv waren (während der frühblüher andere als sonst) und die eine weile weggelassen und den rest rotiert.

und vor allem immer nur bio-nm gekauft ("normale" enthalten reste von pestiziden usw und das triggert auch und ist eh sehr ungesund) und alles frisch und schonend selbst zubereitet, nichts aus dosen, tüten usw., weil da immer zusatzstoffe usw. enthalten sind (teils sogar bei sachen aus dem bioladen).

dadurch kann ich die meiste zeit rel. normal essen und nur ab und zu mal wieder sehr eingeschränkt (war vor kurzem mal wieder, aber gsd wieder nur kurz).

chem pillen und nem usw. nehm ich garnicht, da ich dieses chem. zeugs nicht vertrage (bis hin zu 4 tagen koma durch angeblich harmlose pillen in gringer dosis bei kurzer einnahmedauer) und auch nichts davon halte. wenn die beschwerden mal zu unangenehm sind (z.b. wenn die birken heftig unterwegs sind usw), nehm ich homöop. mittel, die bei richtiger anwendung null nebenwirkungen haben und auch langfristig ohne sind.

wenn man allergien hat, muß man die unbedingt in den griff bekommen, weil die bei mcas udn masto ja auch triggern.
hausstaubmilben war bei mir schnell erledigt. ich hab einfach vollwaschbare bettdecken (eine davon als unterbett) udn kissen gekauft und wasch die sehr oft bei 60 grad (Kissen jede woche, decken alle 2 wochen, anfangs noch häufiger). und nehm beim staubwischen keinen normalen staublappen, sondern ein mikrofasertuch oder ein feuchtes tuch.
die frühblüher kann ich nicht komplett meiden, mach aber zu der zeit ein pollenvlies vor die fenster usw. (tips gibt es bei google reichlich).

da die trigger bei masto die gleichen sind wie bei mcas kann man sich an den infos auf den seiten gut orientieren:

https://www.mastzellaktivierung.info/de/einleitung.html

da ist die triggerliste der infoseite

https://www.mastzellaktivierung.info/de/therapie_ausloesermeiden.html

es ist viel arbeit, die ganzen seiten und etliche infos bei google gründlich zu lesen und dann alles anzuwenden, aber es lohnt sich.
ich hatte lange zeit sehr schlimme symptome (massive innere blutungen, nierenversagen, rheuma, asthma usw usw) und seit ich mehr infos habe und einiges geändert habe, geht es mir sehr viel besser, die organe funktionieren trotz der irreversiblen organschäden wieder normal und ich kann die meiste zeit auch normal essen (mit ein paar einschränkungen, die aber nichts machen, weil ich verträglichen und leckeren ersatz gefunden habe).


lg
sunny
 

togian

Hallo Simon,
nimmst Du Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente).
Wenn ja, in welchen Dosierungen?

Hast Du in dem Bereich Blutwerte? (D3, Zink, Selen..)

lg togi
 
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hi togi,

ich soll zink, magnesium und Vit D3 nehmen, weil da leichter Mangel besteht.
Mache ich seit 3 Monaten nun auch, ändert allerdings nichts.

Werte alle sonst ok, wurden immer wieder , mindestens 1 mal pro Jahr überprüft.
Mein Hausarzt sagt immer, nur von der Werten her, müßte ich topfit sein...

Grüße
 

togian

Hallo Sanubis,
ja prima, dass Dein Arzt überhaupt "Vitamin"-Werte nimmt. :) Kommt nicht oft vor.

Hast Du Dir schon mal die orthomolekulare Medizin angeschaut? Da ist die Grundidee, dass das Immunsystem/der Körper immer nur so stark ist, wie das schwächste Glied. (also wenn nur 1 Nährstoff fehlt/im starken Mangel ist, kann das eine Vielzahl an Symptomen machen bzw. macht sich das an den schwächsten "Punkten" im Körper bemerkbar).
Ein kranker Körper benötigt zudem viel mehr Nährstoffe, als ein gesunder (und vor allem weit mehr, als lt. DGE vorgeschlagen wird, bzw. diverse Laborzettel vermuten lassen).

z.B. D3. Da hat man lt. Labor (und somit Ärzten) meist ab 30ng/ml "genug" (=untere Grenze der Referenz).
Menschen die viel draußen sind haben Spiegel um 60ng/ml.
Herzfunktion beginnt sich ab 50ng/ml zu normalisieren. Studien zeigen immer öfter, das mit höherem D3 Spiegel auch die Wahrscheinlichkeit für so ziemlich jeden Krebs sinkt usw...). Magen-Darmschleimhaut freut sich auch über ausreichend D3.
Viele brauchen 10.000 iE/Tag um auf diesen Spiegel zu kommen und ihn zu halten. Meist werden - wenn überhaupt - max. 4.000 iE verschrieben usw...

Magnesium: z.B. Migränegeplagte erfahren erst Schubfreiheit, wenn sie am oberen Ende der Referenz oder drüber sind (sofern nicht auch noch andere Ursachen die Migräne verursachen).

"In der Referenz" sein, heißt also leider nicht gesund sein/optimale Gesundheit zu haben. Sondern eben so "durchschnittlich" mässige Werte zu haben wie die Durchschnittskranken die zum Arzt gehen und sich Blut abnehmen lassen.

Und je mehr Symptome man hat, desto mehr Nährstoffe verbraucht der Körper. Klar - viele Symptome, viel Stress, viel Magnesiumverbrauch....
zum Thema Magnesium:
https://www.strunz.com/de/news/die-liste.html

Anstatt nach "der einen Ursache" zu suchen, bzw. "der einen Behandlung für seine Diagnose", kann man auch versuchen einfach den Körper/das Immunsystem mit allem zu versorgen was er braucht, um optimal zu funktionieren - und hoffen, dass er - was auch immer die Ursache ist/war - wieder heilen kann bzw. zumindest auf Dauer ausgleichen kann.

Diese Nährstoffe braucht der Körper:
https://www.strunz.com/de/news/die-liste.html

Und die Referenzwerte gibt z.B. Strunz als OPTIMALWERTE an (er misst bei gesunden, fitten Menschen und nimmt die als Referenz her).
https://www.drstrunz.de/bluttuning.pdf

Auch wenn ich jetzt 3x Strunz verlinkt habe - bitte das nicht als Produktwerbung zu verstehen. Ich finde ihn enorm hilfreich, weil er eine so umfassende Newsartikelsammlung/so viele Infos im Netz stehen hat.
Seine Produkte sind mir persönlich zu teuer und teilweise zu Zusatzstofflastig. (aber als "karmischen" Ausgleich, weil ich ihn so gern verlinke, kaufe ich immer wieder gern Strunzbücher ;))

Die Grundidee nach der er therapiert, finde ich absolut banal und dennoch genial - den Körper einfach rundum optimal versorgen und dann einfach machen lassen.
Hilft natürlich nicht jedem bei allem - aber die Chancen stehen gut, dass sich etliche Symptome positiv beeinflussen lassen/verschwinden. Und wenn was übrigbleibt, muss man halt weitersuchen. (Aber zumindest hat man keine Symptome mit Medikamenten unterdrückt, sondern versucht dem Körper gutes zu tun.).
So wie bei einer Pflanze die alles hängen lässt (und keine augenscheinlichen Schädlinge beherbergt)- zunächst mal gießen, schauen dass sie einen guten Standort hat. Dann eventuell düngen. Und wenn das nicht hilft, dann erst die "exotischen" Möglichkeiten "untersuchen"/versuchen. (Schulmedizin sucht gleich nach den "Exoten")

Möglichkeiten die mir einfallen, die Deine Symptome verursachen könnten:
generell eher "schwache" Magenschleimhaut - damit egal was Du isst --> stressig für den Körper ---> Histaminreaktion wird ausgelöst (wenn Du Gastritis oder Geschwüre hattest/hast, wäre das auch ein möglicher Hinweis).
mögliche Ursachen für Magenprobleme:
  • "Schließmuskel" zwischen Magen und Dünndarm sollte erst aufgehen, wenn das Essen ausreichend "vorverdaut" ist/ein bestimmter PH Wert erreicht wurde.
  • Wenn zu früh Essen "durchläuft" stresst das den Körper.
  • Zu wenig Magensäure: Essen bleibt zu lange im Magen liegen (eben weil PH Wert zu hoch ist), Magensäure steigt auf und reizt immer wieder die Speiseröhre --> das stresst den Körper --> Histaminreaktion (da müsste Dir aber noch mehr auffallen, z.B. leichtes Säuregefühl das hoch steigt, ev. auch öfter Heiserkeit, Druckgefühl im Magen/Brustbereich...)
  • Magengeschwüre/Vorstufen/"dünne" Magenschleimhaut (grad die ist "doof", weil man sie nicht bei der Gastroskopie sieht). --> Kontakt mit Essen --> Stress --> Histaminreaktion
  • Hakenmagen - (der eins der obigen 3 begünstigt) usw...

Wenn irgend was von dem zutrifft, könnte man versuchen Magen/Darm zu stärken - z.B. Vitamin C (mehrere Gramm pro Tag), D3, Vit A, Schilddrüse/NN optimieren mit Jod, Selen, B2, B3, Schließmuskel zw. Magen/Dünndarm, oder auch Dünn und Dickdarm: B12!!! usw... (eben ALLE Nährstoffe, die ein Körper so braucht in AUSREICHENDER Menge).

Du schreibst von mehreren Stellen in der Verdauung, die sich "melden".
Schau Dir mal Bilder der verschiedenen "Klappen" im Verdauungssystem an z.B. Zwischen Dünn- und Dickdarm ist auch noch mal so eine wichtige "Klappe"/Schließmuskel (Bauhin Klappe) . Da wäre es das gleiche Spiel: Muskel zu schwach - Brei geht nicht rasch durch, sondern "hängt" dort ein wenig rum - das stresst den Körper, Schleimhaut an der Stelle nicht mehr ganz "dicht", - Histaminreaktion...

Einfach nur ein paar Beispiele was alle möglich wäre. Und da kann es auch gut sein, dass Dich der/die Mängel schon lange begleiten (durch diverse "Weglassexperimente" fehlen ja dann noch mehr Nährstoffe) und somit löst sich das Thema nicht auf sondern schwankt nur in der Intensität.

Histaminreaktionen/Histaminabbau - Vitamin C, Kupfer, B6 spielen da eine große Rolle. Wie gehabt - wenn Mangel, "läuft" es nicht mehr optimal.

WS wäre auch noch ein mögliches Thema - ev. ist der Nervenstrang der den Magen versorgen soll ein wenig beleidigt. Da würde Osteopathie oder Dorn Breuss gut tun (mal schauen lassen, ob da was "hängt")

lg togi
 
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18.03.18
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Bei "Visite - Abenteuer Diagnose" waren ähnliche Symptome mit Sarkoidose, Rosai Dorfmann, Histiozytose, ... usw. beschrieben.

Sind solche Erkrankungen nur mit einer Gewebeprobe abzuklären?
 
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