Kinesiologie-Jetzt Ausleitung mit Chlorella

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16.03.07
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Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu hier und habe mich aber schon ein wenig eingelesen.
Meine Symptome zu beschreiben würde zu weit führen, aber ich denke schon, dass es mit Amalgam zusammenhängt.
So! Jetzt war ich also bei einer HP die mit Kinesiologie diagnostiziert hat und ich erstmal 170 Tabl. Chlorella nehmen soll und dann meine letzten 5 Plomben rausbohren lassen soll. (6 Plomben habe ich schon im August 2003 ohne Schutz ausbohren lassen-da fing alles an).
Jetzt sagte sie mir, dass ich nach den 170 Tabl. anrufen soll und sie könne über das Telefon austesten ob ich noch weitere bräuchte. Also mein Vertrauen in Heilpraktiker in Ehren..., aber übers Telefon????
Geht das?
Würde mich freuen wenn ir jemand was dazu sagen könnte.
Fragen zu meiner Leidensgeschichte beantworte ich natürlich auch gerne :)

Liebe Grüsse Tanja
 
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07.05.04
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Hallo Tamela,

auch wenn gleich wieder eine Grundsatzdiskussion über Religion, dunkle Mächte und ähnliches droht - meine ganz persönliche Meinung:
Beim kinesiologischen Test trete ich mit meinem höheren Selbst in Kontakt. Mein höheres Selbst kann mit jedem anderen Höheren Selbst auf dieser Welt Kontakt aufnehmen und somit auch jede Information bekommen.

Ja, es ist möglich aus der Ferne zu testen. Ich mache es ebenfalls.
Liebe Grüße

Günter
 

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11.02.07
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Hallo Tanja,

ich bin eigentlich auch für alles offen. Aber übers Telefon testen... Scharlatane und Ausbeuter gibt es wie Sand am Meer. Letztendlich musst Du nach Deinen eigenen Gefühlen gehen. Ich würde mir eine andere Heilpraktikerin suchen.
Bezüglich der Ausleitung nach Dr. Klinghardt gibt es das INK (Institut für Neurobiologie). Hier gibt es eine Liste mit Therapeuten. Vielleicht gibt es jemand in Deiner Nähe.
Link: INK Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt GmbH - Therapeuten

Übrigens, hast Du Dich schon mal auf Quecksilber hin testen lassen (z. B. Amtest - DMPS)? Wie hoch ist Deine Quecksilberbelastung überhaupt?

Ich bin auch gerade dabei meine Zähne sanieren zu lassen. Habe einen Quecksilberwert über dem 3-fachen des zulässigen Grenzwertes. Meine erste Enttäuschung habe ich gerade hinter mir. Eine sogenannter ganzheitlicher Zahnarzt. Leider nur Abzocke und komische Tests!

Ich gehe jetzt zu einem ganz normalen Zahnarzt. Mit dem Wissen, das ich mir zwischenzeitlich angeeignet habe, kann ich mich sehr gut selber schützen. Glaube ich zumindest.
Verträglichkeitstests z. B. beim Hautarzt, Chlorella Algen vor und nach der Amalgamentfernung. Immer nur eine Füllung ausbohren lassen, danach mindestens 2 Wochen warten.

Ich gebe Dir einen guten Rat. Vorsorge ist gut, aber lass dich nicht verrückt machen.

Mittlerweile bin ich schon beim Überlegen, ob es nicht sinnvoller ist mit DMPS auszuleiten (natürlich unter ärztlicher Aufsicht). Scheint viel schneller zu gehen als mit Chlorella Algen. Vielleicht ist das ja alles doch nur Geldmacherei.


Viele Grüße
 
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21.05.06
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Hallo Conrad,
gibt es eigentlich ne Liste von Ärzten, die mit DMSA arbeiten? Ich überlege manchmal auch ob das nicht schneller und effektiver wär..
Liebe Grüße Carrie
 

oli

DMSA ist kein zugelassenes Medikament, deshalb wird es schwierig sein, jemanden zu finden.
Tipp: Bei Ärzten anrufen und nach DMPS-Test fragen (z.b. Internisten von der Akkupunktur-List o.ä.: die sind manchmal auch für sowas offen, oder bieten das schon an.). Die Ampulle kann man sich selber über die Apotheke bestellen, man braucht nur ein Privatrezept (Dimaval, Heyl). Oder halt DMSA in München (Klösterl-Apotheke) bestellen.

Das mit dem "Testen" ist schon so ne Sache: ein alternativer ZA wollte bei mir "testen", indem er bei sich (!) an der Halsschlagader den Puls fühlte.

Ich kann mir vorstellen, dass hochsensible Menschen das vielleicht sogar können, aber die gibt es halt nicht an jeder Ecke und in jeder Heilpraktikerschule. Mir kommt es eher so vor, als diene das Testen der Findung und Legitimation von Entscheidungen seitens des "Therapeuten".
 
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16.03.07
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Vielen Dank schonmal für eure Antworten. Ich schau jetzt mal nach einer Alternative zu dieser Heilpraktikerin. Ist eben nicht so einfach wenn man nicht immer hunderte von Kilometern zurücklegen will um einmal getestet zu werden.
Wie hoch die Belastung bei mir ist, konnte sie mir nicht sagen, da es anhend der Kinesiologie wohl keine Werte gibt, sondern nur ob eine Belastung vorliegt oder nicht....
Vielen Dank!
Grüssle Tanja
 
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10.01.04
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Ich würde das Labor in Bremen anrufen wegen Therapeuten, die mit DMPS bzw. DMSA arbeiten:
Ärzteteam Fachärzte Laborärzte Mikrobiologen Labormedizin Mikrobiologie Biochemie Transfusionsmedizin Umweltmedizin (Dr. Köster).

@ Tamela: Es gibt in der Kinesiologie sehr viele verschiedene Richtungen, die eben alle mit dem Muskeltest arbeiten. Wenn es um Schwermetalle geht, sind die Therapeuten, die ihre Ausbildung über das Inst. für Neurobiologie nach Klinghardt in Stuttgart gemacht haben, am besten ausgebildet. Aber sie müssen die Kurse in "Autonomer Regulationsdiagnosti" gemacht haben, denn da steckt das Wissen zu den Schwermetallen drin! Wenn diese Kurse fehlen, sind sie auch nicht besser als Kinesiologen, die z.B. alle Touch for Health-Kurse gemacht haben.
INK Institut für Neurobiologie nach Dr. Klinghardt GmbH - Ausbildungsgang zum RD-Therapeuten

Auch gut ausgebildet sind Kinesiologen, die ihre Ausbildung in Applied Kinesiology gemacht haben
www.icak-d.de/kontakt.htm

Uta
 
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hallo ihr lieben

also ich kenne einen arzt, der macht dmps-tests (kosten: die ampulle und das labor muss man selber zahlen, ansonsten nimmt er 10€ praxixgebühr - er ist strikt gegen abzocke). ich nehme mal an, wenn er dmps-tests macht, dann kennt er sich auch mit dmsa aus.
ich war schonmal dort zum dmps-test, und da ich jetzt meine zahnsanierung hinter mir habe, gehe ich baldmöglichst nochmal dorthin. ich gebe auch jedem gerne die adresse, vielleicht kennt er ja weitere ärzte in anderen städten, die dmps-tests machen.

herzliche grüße
alanis
 
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wie hoch sind die laborkosten zurzeit?

greetz
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wie hoch sind die laborkosten zurzeit?

greetz
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warte, ich schau mal nach... also, das war 2005 und da hat das labor in stuttgart sindelfingen doch immerhin 150 euro verlangt. es ist allerdings nicht nur quecksilber, sondern auch noch kupfer, cadmium, zinn, palladium und nickel getestet worden. je mehr du testen lässt, umso teurer wird es

lg
alanis
 
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11.02.07
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Hallo Tamela,

ich gehe mal davon aus, dass die Heilpraktikerin wusste, dass Du eine Menge Amalgamfüllungen hast.
Du hättest auch bei mir anrufen können. Ich hätte Dir dann auch gesagt, dass du Quecksilberbelastet bist. Ich habe jetzt noch 6 Amalgamfüllungen. Mein gemessener Laborwert (Amtest) liegt bei 44 µg/g Kreatinin. 3 mal so hoch wie "erlaubt". Meine Freundin hat auch etwa 5 Amalgamfüllungen. Ihr Laborwert: 29 µg/g Kreatinin.

Wenn Du Deine Füllungen schon 15 - 20 Jahre hast, schätze ich Deinen Wert auch in dieser Größenordnung.
Um sicher zu sein solltest Du auf jeden Fall einen genauen Test machen lassen. Dann kannst Du immer noch zu einem Heilpraktiker gehen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen DMPS und DMSA? Bei meinem Test (Amtest - DMPS Test) habe ich Tabletten nehmen müssen und die hatten den Wirkstoff Dimercaptopropansulfonsäure-Natriumsalz abgekürzt DMPS. Ich denke mal, dass Du diese von jedem Hausarzt verschrieben bekommst. Zumal auf dem Laborbericht eine Therapieanweisung steht. Allerdings solltest Du Dir einen guten Hausarzt suchen. Viele Hausärzte wissen nicht mal was ein Amtest ist. Wenn Du mit DMPS ausleitest, ist es wichtig, dass der Arzt Erfahrung damit hat (eventuell Nebenwirkungen beobachten).

Grüße
 

oli

Hallo Conrad,

was ist ein "Amtest" ? Soll das für "Amalgamtest" stehen ?

Mit Kapseln wird er nicht unbedingt empfohlen, weiss nicht warum, hatte das jetzt nur so im Kopf.

Unterschiede zwischen DMPS und DMSA kann man bei uns im Wiki oder beim Toxcenter nachlesen. Hauptunterschied soll sein, dass DMSA weniger giftig ist und leichter in´s Hirn gelangen soll. Lies das aber lieber mal selber nach.
 
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11.02.07
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Hallo Oli,

für was es steht, weiß ich nicht.

Der Amtest funktioniert so:
1. Morgenurin wird in ein Röhrchen abgefüllt (Urin 1)
2. Danach muss man 3 DMPS-Tabletten nehmen.
3. Jetzt heißt es viel trinken und den Urin 4 Std. lang in einem Behälter sammeln.
4. Danach entnimmt man eine Probe für das 2. Röhrchen (Urin 2)

Der Amtest beruht auf eine Vergleichsmessung zwischen Morgenurin und dem Urin nach Einnahme eines Chelatbildners (hier DMPS-Tabletten), der die Fähigkeit hat verschiedene Schwermetalle zu binden.

Achtung: Abhängig von den Tests, gibt es unterschiedliche Grenzwerte.
Bei dem von mir beschriebenem Amtest, liegt der Grenzwert (nach meinen Informationen) bei 15 µg/g Kreatinin.

In einem Buch mit Laborwerten wird ein DMPS-Mobilisationstest beschrieben, bei dem der Grenzwert bei 50 µg/g Kreatinin liegt.

Bei der Festlegung der Grenzwerte könnten folgende Faktoren eine Rolle spielen:
- Art der Einnahme von DMPS (Tabletten oder intravenös)
- Dauer der Urinsammlung (4 Std. oder 24 Std.)
Bin hier allerdings nicht ganz sicher!?

Grüße
 
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10.01.04
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Hier kommt die alte Frage wieder auf, ob man nach Einnahme von Tabletten (Dimaval) nicht eher eine Stuhlprobe einschickt.

Mir ist der Amtest bis jetzt auch noch nicht über den Weg gelaufen. Kannst Du da noch Näherers darüber schreiben?

Gruss,
Uta
 
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02.03.04
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ich bin so getestet worden, nur dass ich keine tabletten nehmen musste. ich bekam das dmps intravenös
 
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11.02.07
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Hallo Uta,

leider weiß ich auch nicht mehr über den Amtest. Nur das, was in der Broschüre stand, die ich erhalten habe. Die Broschüre ist von einem Labor im Stuttgarter Raum.
Link: www.biosyn.de/bs_deutsch/bs_seiten/bs_schwermetallbelastung.php?p=h

Vielleicht gibt's die Broschüre oder weitere Infos zum Download.

Übrigens ich hatte MERCUVAL zum Ausleiten.

Grüße
 
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10.01.04
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Dimaval® (DMPS)

Wirkstoff: (RS)-2,3-Dimercapto-1-propansulfonsäure (DMPS), Natriumsalz, Monohydrat

Stoff- oder Indikationsgruppe: Antidotum zur Therapie von Schwermetallintoxikationen

Bestandteile: Eine Kapsel enthält: 108,56 mg (RS)-2,3-Dimercapto-1-propansulfonsäure (DMPS) Natriumsalz, Monohydrat entsprechend 100 mg DMPS Natrium; Gelatine; Maisstärke; Natriumdodecylsulfat; Silicumdioxid (hochdispers); Titandioxid (E 171); Wasser

Anwendungsgebiete:

Klinisch manifeste, chronische und akute Vergiftungen mit Quecksilber (anorganische und organische Verbindungen, Dampf, metallisches Quecksilber),
chronische Vergiftungen mit Blei.
Gegenanzeigen: Dimaval (DMPS) darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen DMPS oder seine Salze.
Dimaval

Mercuval®

Wirkstoff: Dimercaptopropansulfonsäure-Natriumsalz (DMPS)

Stoff- oder Indikationsgruppe: Antidot

Bestandteile: 1 Kapsel enthält: 100 mg 2,3-Dimercaptopropan-1-sulfonsäure, Natriumsalz; Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Talkum, hochdisperses Siliciumdioxid, Gelatine, Titandioxid (E 171)

Anwendungsgebiete: Klinisch manifeste, chronische und akute Vergiftungen mit Quecksilber (anorganische und organische Verbindungen, Dampf, metallisches Quecksilber), chronische Vergiftungen mit Blei.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen DMPS
Dimaval

Uta
 
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15.06.06
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Hallo,
statt der 170 Tabletten würde ich es mal mit Sporopollenin probieren, gibt es beim INK oder Essential Food in Wuppertal. Ich war bei einem Vortrag von Dr. Klinghardt und er meinte SPoropolenin sei gut.
Liebe Gruesse Harry
 
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16.03.07
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Hallo Harry!

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe am Mittwoch jetzt einen Termin um von den restlichen 5 Plomben schonmal 3 entfernen zu lassen.
Danach gehe ich zu einer anderen Heilpraktikerin die auf der Liste vom INK steht. Hoffentlich kann sie mir was dazu sagen, bzw. ist -für mich- etwas vertrauenserweckender als die erste HP.

Grüssle Tanja
 
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07.05.04
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Lest Euch bitte mal folgenden Beitrag genau durch:
Die Algenwirkung bei Amalgam

Gegenwärtig werden ca. 30 verschiedene Arten von Mikroalgen sensu lato der Gattung Chlorella zugeordnet und als solche in der Fachliteratur beschrieben. Von jeder dieser Arten sind wiederum eine Vielzahl von Stämmen bekannt.

Die Taxa verteilen sich auf zwei Klassen (Trebouxiophyceae und Chlorophyceae) innerhalb der Abteilung der Chlorophyta. Das Fehlen artspezifischer morphologischer Strukturen, so variieren Zellgröße und -form sowie die Zusammensetzung diverser Speichersubstanzen und Sekundärprodukte stärker unter Einfluß von Alter, Nährstoffangebot und Umweltfaktoren als artbedingt, führt zu beträchtlichen Problemen bei der taxonomischen Zuordnung der Chlorella - Spezies. Reproduktionszyklen unter Autosporenbildung ausschließlich asexueller Natur erschweren die Charakterisierung zusätzlich.

Auf Grund der genannten geringen morphologischen und physiologischen Unterschiede der einzelnen Spezies existieren zwangsläufig Fehl- und Doppelzuordnungen. Moderne biochemische und molekularbiologische Untersuchungsmethoden wie z. B. die Analyse der 18sRNA - Sequenzen erlaubten in den letzten Jahren eine genauere Klassifizierung der einzelnen Chlorella - Spezies.

Mit der genannten Methode lassen sich die phylogenetischen Abstände der jeweiligen Arten exakt bestimmen, die vorgefundene ausgeprägte Polyphylie innerhalb der traditionell der Chlorella zugeordneten Taxa macht jedoch Umbenennungen und Neueinteilungen erforderlich. So konnte gezeigt werden, dass Chlorella vulgaris; Chlorella sorokiniana; Chlorella lobophora und Chlorella kessleri phylogenetisch sehr eng miteinander verwandt sind, mit der Konsequenz vorzuschlagen, die Gattung Chlorella auf diesen Cluster zu beschränken [HUSS et. al; J. Phycol. (1999), 35, 387, ]. Weiterhin mußten bisher als selbstständige Arten beschriebene Vertreter anderen bekannten Arten zugeordnet werden.

Das bedeutendste Ergebnis in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, daß das Taxon "eChlorella pyrenoidosa„ nicht existent ist. D. h, bei den bisher unter dem Begriff "eChlorella pyrenoidosa„ beschriebenen Algen handelt es sich nicht um Vertreter einer eigenen Art, sondern um verschiedene (!!!) Stämme anderer, definierter Chlorella- Arten, und zwar der: Chlorella vulgaris, Chlorella sorokiniana und der Chlorella fusca var. vacuolata.

Wie voranstehend erwähnt, sind Chlorella sorkiniana und Chlorella vulgaris sehr eng miteinander verwandt. Chlorella sorokiniana unterscheidet sich makroskopisch von der Chlorella vulgaris nur durch eine erhöhte Thermophilie sowie das Vorkommen eines speziellen Enzyms, der Hydrogenase. Letzteres ist aber nur von akademischem Interesse, da die Hydrogenaseaktivität nur unter anoxischen Bedingungen zu beobachten ist. Chlorella fusca var. vacuolata besitzt zusätzlich zur Thermophilie und der genannten Hydrogenaseaktivität die Fähigkeit, sekundäre Carotinoide zu synthetisieren. Eines dieser sekundären Carotinoide ist das sogenannte Sporopollenin, ein Zellwandpolymer auf Isoprenbasis.

Mikroalgen, die dem eigentlichen Chlorella-Cluster (siehe oben) zuzuordnen sind, (z. B. Chlorella vulgaris) synthetisieren kein Sporopollenin. An Stelle des Sporopollenins synthetisiert die Chlorella vulgaris neben den cellulose- und hemicelluloseartigen Zellwandbestandteilen Makromoleküle auf Glycosaminbasis, d. h., chitinartige Verbindungen, wie sie in ähnlicher Form z. B auch in vielen Pilzen vorkommen. Nun zur Frage der schwermetallbindenden Eigenschaften des Sporopollenins. In der Fachliteratur, und hier sind entsprechende naturwissenschaftliche und medizinische Journale und nicht pseudowissenschaftlich / esoterische Schriften gemeint, läßt sich nur ein Zitat finden, welches die entgiftende Wirkung der Chlorella mit Sporopollenin in Verbindung bringt.
Allerdings handelt es sich hierbei um einen Entgiftungsprozeß im Zusammenhang mit lipophilen Chlororganika (Chlordekon, einem Dekachlorpentacyclodekan-3-on), der Autor spricht von der Möglichkeit, daß neben anderen Komponenten Algen - Sporopollenin durch Adsorptionsvorgänge zur Entgiftung beitragen kann (Pore, RS.: Detoxification of Chlordecone poisoned rats with chlorella and chlorella derived sporopollenin: Drug. Chem. Toxicol. 1984, 7(1), 57.).
Aus dieser durchaus als Arbeitshypothese akzeptierbaren Vermutung den kühnen Zirkelschluß zu ziehen, daß nur "eChlorella pyrenoidosa„ auf Grund ihres Sporopolleningehaltes zur Quecksilberausleitung geeignet sei (zwei der oben aufgeführten und bislang als Chlorella pyrenoidosa geführten Algenarten können kein Sporopollenin synthetisieren!) zeugt entweder von fachlicher Unbedarftheit, oder aber, und das wohl eher, von dem Bestreben, Marktanteile zu sichern.

Die Schwermetallentgiftung bzw. beschleunigte Ausscheidung läßt sich anders erklären: Polare bzw. wasserlösliche, in ionischer Form vorliegende Komponenten (z. B. die Kationen diverser Schwermetallsalze) gehen mit polaren Funktionen der Zellwandpolymere (z. B. NHR- Gruppen aus Peptiden, Glucosaminen, Hydroxylgruppen der Cellulosen und Hemicellulosen) sowie polaren Zellinhaltsstoffen (z. B. Phytochelatinen, S- haltigen Proteinen, Cystein), elektrostatische Wechselwirkungen ein, die zu Komplexen und Chelaten, denjenigen von DMPS vergleichbar, führen. Lipophile Verbindungen, wie z. B. Methylquecksilberderivate oder aber auch kolloidal verteiltes metallisches Quecksilber werden vorwiegend an der polysaccharidhaltigen Zellwand sowie von den Lipiden der Chlorella adsorptiv gebunden.

Die Adsorptionsprozesse sind unter physiologischen Bedingungen partiell reversibel, sofern sie an für den Körper verfügbaren Komponenten stattfinden. Weiterhin belegt ist die Stimulation von Phase II Eliminationsprozessen, d. h. die verstärkte Bildung konjugierend wirkender Enzyme wie Glutathion-S-Transferasen (GST), nach Chlorella - Gaben. GST sind Schlüsselenzyme in Entgiftungsreaktionen und beschleunigen nicht nur Konjugations- und damit Ausscheidungsprozesse elektrophiler Xenobiotika, sondern haben über ihre Peroxidasefunktion auch Einfluß auf die Verminderung von oxidativem Stress.

In diesem Zusammenhang ist auch die hohe Konzentration von Antioxidantien (u. a. Polyphenole und Carotinoide) in der Chlorella vulgaris von Bedeutung. Sowohl Glutathion als auch GST binden auf Grund ihrer hohen Affinität zu Schwermetallen anorganische und organische Quecksilberverbindungen, wobei GST inhibiert werden. Dieses schützt zwar einerseits den betroffenen Organismus vor Quecksilber, andererseits wird aber der Entgiftungsvorgang elektrophiler Organika gestört sowie die Anfälligkeit gegenüber oxidativem Stress erhöht. Eine zusätzliche Stimulation der GST - Aktivität durch die Chlorella sollte somit mit einer erhöhten Chemoresistenz einhergehen.

Da das Ganze mit einer Stabilisierung und direkten Aktivierung des Immunsystems, einer weiteren wichtigen physiologischen Wirkung der Chlorella, einhergeht, werden bisher rein empirisch beobachtete positive Effekte im Sinne einer Entgiftung biochemisch erklärbar, wobei die gleichzeitig mit der „eEntgiftung“ stattfindende Aktivierung des durch Schwermetalle angeschlagenen Immunsystems wichtig zu sein scheint.

Nun zur Frage der Dosierung im Zusammenhang mit Amalgamentfernungen. Aus der Fachliteratur ist bekannt, daß trotz vieler Vorsichtsmaßnahmen das Entfernen von Amalgamfüllungen eine relativ hohe Stoßbelastung mit Quecksilber für den betroffenen Körper bedeutet. Diese Belastung setzt noch während der Behandlung ein, erreicht nach ca. 24 h ein Maximum und klingt über einen Zeitraum von 2- 3 Wochen wieder bis hin zur vorausgegangenen Untergrundbelastung ab. In diesem Zeitraum werden im Serum, aber auch z. B. im Darmbereich Quecksilberkonzentrationen erreicht, die durchaus schon toxische Relevanz besitzen. Um diesen Stoßbelastungen die Spitzen zu nehmen, sollte schon im Vorfeld der Zahnbehandlung ( ca. 2 - 3 Wochen vor Beginn) die normale 3 g - Tagesdosis (falls nicht sowieso geschehen) eingenommen werden. Diese ca. 2 Tage vor Behandlungsbeginn auf 5 g erhöhen, nach der Behandlung für ca. 5 - 7 Tage 6 - 8 g nehmen, dann entsprechend der abnehmenden Stoßbelastung die Dosis innerhalb der nächsten 2 Wochen wieder auf die üblichen 3 g verringern.

Alle anderen Entgiftungen im Zusammenhang mit „eAusleitungskuren“ in Gegenwart von Koriander und Bärlauch sollten durch den Heilpraktiker begleitet werde. Die entgiftende Wirkung des Bärlauchs ist nachvollziehbar, da durch den hohen Gehalt dieser Pflanze an schwefelhaltigen Inhaltsstoffen (Bisallyldithiosulfinate / -sulfensäurederivate u. ä.) dem Körper bei Verzehr somit große Mengen wirksamer Hg - affiner Substanzen zugeführt werden, die dieses auch interzellulär wirkungsvoll binden und z. B. einer renalen Ausscheidung zugänglich machen. Über die Dosierung liegen mir leider keine Hinweise vor, ich denke, wie beim Knoblauch (letzterer sollte ähnlich wirken) sind hier durch die Geruchsbelästigung Grenzen gesetzt. Als Ergänzung zur Chlorella können eigentlich keine Fehler gemacht werden. Über die Wirkung des Korianders kann ich keine Aussagen machen, eine Reihe von Therapeuten behaupten, er öffne diverse „eIonenkanäle in Nervenzellmembranen“ (?), so daß Quecksilber auch von dort nach außen gelangen, gebunden und ausgeschieden werden kann.
Leider sind mir keine Inhaltsstoffe des Korianders bekannt, denen eine derartige Wirkung nachgewiesen werden konnte. (Im Koriander kommen hauptsächlich terpenoide Verbindungen [alpha -Pinen, Linalool, Kampfer usw.] vor). Nach Aussage von Heilpraktikern darf Koriander erst genommen werden, wenn die Hg- Belastung außerhalb des Nervengewebes durch längere Ausleitung schon unter das Niveau innerhalb der Nervenzellen gebracht wurde, um ein „eRückfluten“ zu verhindern, was zwar logisch klingt, leider aber nirgends durch exakte Messungen bewiesen ist.

Bei Betrachtung der oben genannten terpenoiden Inhaltsstoffe sollte man aber immer an deren allergenes Potential denken.

M.Ecke
Algomed - Forschungsabteilung
Quelle: WidukindApotheke Wolfsburg
Interessant ist die Feststellung, daß Chlorella pyrenoidosa nicht existent ist und die Behauptung, daß es wohl nicht das Sporopollenin sein kann, welches das Schwermetall bindet. Um so erstaunlicher ist es, daß das INK und andere Händler die angebotenen Chlorella immer noch als "Chlorella pyrenoidosa" verkaufen.
Liebe Grüße

Günter
 

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