Ist es Histaminintoleranz?

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Hallo zusammen

Derzeit bin ich dabei, mich mit dem Thema Histaminintoleranz auseinanderzusetzen, da ich eine Antwort für meine Symptome suche.
Mir ist klar, dass ich keine Diagnose erhalte aber vielleicht kennt jemand solche ähnlichen Symptome.

- Oktober 2021: Plötzlich Abends starker Juckreiz am ganzen Körper ohne Ausschlag oder Anzeichen auf der Haut. Ich muss sagen, dass ich da eine sehr stressige Phase hatte und psychisch belastet war.
Ein Tag später kam eine Lebensmittelvergiftung (evtl. sogar Salmonellen)
Seither mehrere Tage mit Juckreiz

Nach einer längeren Zeit ohne Besserung dann Abkärungen beim Hausarzt: Bluttest ohne Auffälligkeiten: Eisen, Leber, Niere und Entzündungswert ok
Habe Citerizin erhalten, was einigermassen geholfen hat. Nach ca. 2 Wochen verschwand der Juckreiz. Eine richtige Erklärung hatte ich nicht.
- 2 Monate später kam der Juckreiz zurück
Dazu muss ich sagen, dass sich der Juckreiz irgendwie wie eine Allergie anfühlt, auch innerlich juckt und brennt es. Eincremen der Haut hilft nicht. Nur mit Citerizin dämpft es den Juckreiz ca. 1 Tag lang.

Allgemeine weitere unspezifische Symptome:
- Sehr trockene, manchmal juckene Augen
- beim Essen regelmässig äusserlich stark juckende Nase
- Herzklopfen mittags nach dem Essen
- ab und zu Sodbrennen
- Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen
- selten Übelkeit
- Panik, Angststörung mit Luftnot
- Müdigkeit, manchmal anfallsartig und ungewohnt
- Muskelbrennen bzw. wie ein Jucken bei Dehnungen / Sport
- alle Symptome schlimmer durch Stress

Juckreiz alleine kann so viele Ursachen haben, daher ist das nur eine vage Idee mit dem Histamin. Ich werde nun mal versuchen die Ernährung unter die Lupe zu nehmen. Ich esse vermutlich recht häufig hisaminreich.

Meine Fragen:
- Kennt das jemand mit dem Juckreiz? Kann das alleine Hauptsymptomatik sein für HIT?
- Wenn Citerizin hilft, deutet das eher auf eine Allergie bzw. HIT hin?
- Kann eine Histaminintoleranz durch Stress ausgelöst werden oder willkürlich plötzlich auftreten?
- Findet man durch strikte histaminfreie Ernährung heraus, ob es HIT ist oder können auch andere Faktoren trotzdem noch Symptome hervorrufen?

Vielen lieben Dank für eure Erfahrungen / Meinungen dazu.
 
wundermittel
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12.10.18
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7.043
.
es sieht sehr nach hi aus. evtl. noch etwas anderes zusätzlich.

am besten findet man es mit einem ernährungstagebuch heraus wobei man sehr hi-reiche sachen erst mal weglassen und beim wiedereinführen daran denken sollte, daß es zuerst so aussehen kann als wär es verträglich, es aber wieder beschwerden machen kann, wenn man es zu oft oder in größeren mengen ißt oder trinkt.

da gibt es gute infos, die auch helfen, wenn es kein mcas ist.





lg
sunny
 
Beitritt
26.05.21
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291
Hallo @Celice - Willkommen im Forum :)

Was Du da beschreibst kann eine HIT sein, allerdings gibt es ein paar Punkte welche aus meiner Sicht eher dagegen sprechen, zumindest für eine HIT als alleinigen Auslöser bzw. alleinige Ursache...


Derzeit bin ich dabei, mich mit dem Thema Histaminintoleranz auseinanderzusetzen, da ich eine Antwort für meine Symptome suche.
Sehr gut! Du begibst dich auf die Suche und betreibst eigene Recherche. Das ist der richtige Ansatz. Viele Ärzte kennen HIT leider nur als Begriff, aber haben kaum Ahnung was zu tun ist.

Ich empfehle dir das folgende Buch, welches bei mir wirklich beide Augen geöffnet hat und mich am Ende tatsächlich auf den Weg der Heilung gebracht hat.

- Der Histamin Irrtum - Leider etwas reisserischer Titel, aber das Buch ist wirklich grundsolide und erklärt HIT und was man machen kann wirklich detailliert und verständlich. Für mich eines der wichtigsten Bücher zum Thema in den letzten Jahren.




Plötzlich Abends starker Juckreiz am ganzen Körper ohne Ausschlag oder Anzeichen auf der Haut.
Meistens schleicht sich eine HIT eher diffus an, deswegen überrascht mich diese Art "Ausbruch" etwas. Das würde eher gegen eine "klassische" HIT sprechen. Es ist aber auch kein KO-Kriterium.



- Kennt das jemand mit dem Juckreiz? Kann das alleine Hauptsymptomatik sein für HIT?
Juckreiz kann ein Symptom sein, aber in den wenigsten Fällen beschränkt es sich darauf. HIT ist eher eine "systemische Krankheit" welche mehrere Beschwerden auslöst.


- Wenn Citerizin hilft, deutet das eher auf eine Allergie bzw. HIT hin?
Leider ebenfalls etwas uneindeutig. Cetirizin blockiert die Histaminrezeptoren im Körper. Histamin kann dadurch im Körper keine Wirkung mehr entfalten. Das trifft leider auf Allergien genauso wie auf die HIT zu.

- Kann eine Histaminintoleranz durch Stress ausgelöst werden oder willkürlich plötzlich auftreten?
Ja, wenn der Körper im (Dauer)Stress ist, schüttet er mehr Histamin aus. Wenn Stress der alleinige Auslöser ist, sollte die HIT aber auch in stressfreien Phasen wieder komplett weggehen.

- Findet man durch strikte histaminfreie Ernährung heraus, ob es HIT ist oder können auch andere Faktoren trotzdem noch Symptome hervorrufen?
Eine "Histamindiät" mit Ernährungstagebuch gibt schon sehr viel Aufschluss. Damit solltest Du wohl starten. Wenn sich der Verdacht erhärtet kann man über Laboruntersuchungen nachdenken. Diese sind aber leider auch immer noch nicht 100% aufschlussreich, können aber bei eindeutiger Symptomatik die Diagnose absichern/bestätigen. Im Buch ist dazu viel beschrieben, auch zur Vorgehensweise bei den Untersuchungen, da man sonst auch schnell relativ viel Geld (für nichts) ausgeben kann.

Ich wünsche Dir viel Erfolg. Halte uns doch auf dem Laufenden und frage weiter, falls noch Dinge unklar sind.

Grüße
 
regulat-pro-immune
Beitritt
08.11.10
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4.766
Histaminintoleranz ist ja nur der Oberbegriff für eine Störung im Histaminhaushalt und da kann es viele mögliche Ursachen geben und meist sind es mehrere. Bei deinen Symptomen denke ich nicht, dass es eine DOA Abbaustörung ist und glaube nicht, dass die Nahrung Hauptauslöser ist. Trotzdem ist es immer eine gute Idee zu schauen, welche Lebensmittel die Symptome verstärken.

Ansonsten ist es schon so, dass Histamin bei der Entstehung der Symptome beteiligt ist, da Histamin immer beteiligt ist. Sich über das Histaminproblem umfassend zu informieren ist ein wichtiger Schritt, die Ursachen zu finden.


 
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