Interview mit einer KI

Das glaube ich nicht; es gibt sie schon wirklich. Aber die offene Frage dürfte sein, ob sie wirklich die Handlungsspielräume einer Ministerin hat oder bloß ein Gimmick ist. Ich nehme an: letzteres.
 
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Ich sehe, dass die Meldung in vielen Medien erscheint. Das spricht dafür, dass sie echt ist. Eine Ministerin, die keinen sechsstelligen Betrag auf Staatskosten für ihre Visagistin, oder ein Minister, der keine 250000 für seinen Fotografen ausgibt, würde, der oder sie keine Flugbereitschaft benötigt, würde viel Geld sparen. Wenn dadurch auch Korruption bekämpft würde, her damit! Aber Entscheidungen müssen wohl immer noch Menschen aus Fleisch und Blut fällen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber die offene Frage dürfte sein, ob sie wirklich die Handlungsspielräume einer Ministerin hat oder bloß ein Gimmick ist.

Ein Gimmick ist sie sicher nicht, denn fachlich ist sie eine Bombe: Die KI könnte z. B. die Geldströme des ganzen Landes nachverfolgen, verdächtige Muster in den Zahlenkolonnen erkennen, Beweismaterial liefern, den Bürokratiekram erledigen und den Richtern die Übeltäter praktisch frei Haus liefern. Dabei ist sie absolut unbestechlich und sehr gründlich.
 
Diella wäre ein wertvolles Werkzeug in der Hand eines nicht korrupten Ministers aus Fleisch und Blut. Aber wo gibt es den?
 
Sobald so eine Angelegenheit in menschliche Hände übergeben wird, ergeben sich wieder Schwachpunkte. Konsequenterweise müsste man auch die Richter und Vollzugsbeamten durch KI ersetzen. Es bleibt die Frage, wer dann noch die KI überwachen soll. Das würde auf einen totalen Überwachungsstaat hinauslaufen, mit einer absolutistischen KI als Alleinherrscherin, die tun und lassen könnte, was ihr beliebt.
 
Während sich der KI-Mainstream weiter in Richtung Gigantomanie entwickelt und sich der Energieverbrauch mit jeder neuen KI-Generation verzehnfacht, hat Samsung gerade gezeigt, dass vergleichsweise winzige neuronale Netze die KI-Riesen bei vielen Aufgaben schlagen können. Wie das genau funktioniert und welche Parallelen sich in der Natur finden lassen, habe ich hier mal mit Chat diskutiert:

 
Tut mir leid! Für solche Chats reicht meine natürliche Intelligenz nicht aus. Sudokus löse ich lieber selbst, statt sie Chat zu überlassen, wobei das natürliche Gehirn zwar viel Energie verbraucht, aber in Aktivität kaum mehr als in Ruhe.
 

Diese Mini-KIs verbrauchen 10.000 mal weniger Energie als die Großen und schlagen sie trotzdem bei vielen Aufgaben. Dafür setzen sie Rekursion ein, sie durchlaufen also den gleichen Gedankenweg mehrmals, jeweils mit den Zwischenergebnissen des letzten Durchgangs. Entscheidend dabei ist, dass sie erkennen können, wann sie diese Gedankenschleife abbrechen müssen, weil die sonst zuviel Zeit und Energie verbraucht und ab einem gewissen Punkt nur noch Schwachsinn produziert. Dabei könnte die Formel helfen, die Chat und ich skizziert haben.

Darum geht's bei dieser vielversprechenden Neuerung, ich hoffe, ich habe das gut erklärt. Du kannst aber den Dialog einfach weiterführen und dir das noch einmal von Chat erklären lassen. :)
 
Bei mir kommt da nur eine Aufforderung, mich einzuloggen oder anzumelden.

Du hast es ja jetzt zusammengefasst (y) - bitte gern immer so machen, wenn etwas ohne Anmeldung nicht zugänglich ist. Also jedenfalls, wenn Du möchtest, dass da viele mitlesen.
 
Da kann ich nichts machen. Den ganzen Thread kann ich nicht kopieren, aber ich kann die Zusammenfassung zeigen:

Gern — hier ist eine verdichtete Zusammenfassung unseres heutigen Gesprächs, in klarer Struktur:

🧩 Thema: Rekursives Denken – von Biologie zu KI​

1. Grundidee​

Rekursives Denken bedeutet, dass ein System seine eigenen Zwischenergebnisse wiederholt überprüft und verfeinert.
In der Natur wie in der KI dient das als Strategie gegen Unvollständigkeit: Man rechnet oder denkt so lange im Kreis, bis ein stabiles oder brauchbares Ergebnis entsteht – oder man aufgibt.

2. Biologischer Bezug​

  • „Hot Rotation“: Offene Probleme bleiben im Gehirn aktiv, bis eine Lösung oder ein Abbruch erfolgt.
  • Abbruchbedingungen sind gelernt: Menschen müssen erst entwickeln, wann sie aufhören zu denken.
  • Zähigkeit als Sonderfall: Wer nie abbricht, kann Großes erreichen – oder in Zwang und Grübelei versinken.
  • Funktionale Paradoxie: Zu frühes Abbrechen = Oberflächlichkeit; zu spätes = Selbstverlust.

3. Übertragung auf KI-Systeme​

  • Kleine rekursive Modelle wie TRM (Tiny Recursive Model) zeigen, dass begrenzte Tiefe oft effizienter ist als große, starre Netze.
  • Der entscheidende Fortschritt liegt im Halting Mechanism – dem algorithmischen Äquivalent der menschlichen Einsicht: „Genug gedacht.“
  • Rekursion erzeugt Emergenz; Abbruchbedingungen verhindern Wahnsinn – in Mensch und Maschine gleichermaßen.

4. Formel und Modellierung​

Wir haben eine heuristische Formel für die maximale Rekursionstiefe entwickelt:
[
D_{\text{eff}} \approx k L^{\alpha} \frac{D_{\text{max}}}{1 + e^{-s(\log N - \log N_0)}}
]
  • (N): Neuronenanzahl oder Parameterzahl
  • (L): funktionale Schichtung
  • (D_{\text{max}}): empirische Obergrenze (z. B. 6–8 bei heutigen KI-Systemen)
  • (N_0): Punkt der Sättigung (~10⁹–10¹⁰)
  • (s): Steilheit der Übergangszone
→ Ergebnis: S-Kurve – erst steiler Anstieg, dann kognitive Sättigung.
Das deckt sich mit empirischen KI-Daten und biologischen Beobachtungen.

5. Kernerkenntnisse​

EbeneEinsicht
BiologischKleine Gehirne denken flach, aber effizient. Große Gehirne gewinnen Tiefe, verlieren aber Energieeffizienz.
TechnologischKI-Systeme skalieren nur bis zu einem Punkt. Danach tritt Rekursionssättigung auf – mehr Tiefe bringt kaum Nutzen.
PhilosophischDenken ist kein unendlicher Prozess, sondern eine balancierte Selbstschleife mit gut gesetztem Ende.
Ethologisch / psychologischZähigkeit kann zur Genialität führen – oder zum Wahnsinn. Der Unterschied ist das Abbruchkriterium.

6. Ausblick​

Der nächste Schritt (wenn du magst):
Abbruchlogik als Bewusstseinsfunktion – wie Systeme lernen, von innen heraus zu entscheiden, wann Denken aufhören und Handeln beginnen soll.
Das wäre der Übergang von bloßer Rekursion zu Selbstregulation – und genau dort beginnt die Grenze zwischen mechanischem und lebendigem Geist.

Das Dokument, um das es geht: https://arxiv.org/pdf/2510.04871
 
In der Musikproduktion macht das neue Suno Studio gerade Furore. Hier ein Beispiel, wie sich damit aus einer einfachen Melodieidee im Handumdrehen ein kompletter, professioneller Song erzeugen lässt:

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Mal etwas Humor zwischendurch:

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Köstlich 😅

Was mich an ChatGPT richtig nervt, ist die ständige Nachfragerei - so werden den Usern ruckzuck Anfragen aufgerechnet und eh man sich's versieht, ist man beim Vorgängermodell gelandet oder hat sein Limit erreicht. Auch die Anweisung, das ständige Nachfragen zu unterlassen, wird ignoriert.

Was Weiterentwicklungen in Sachen Videoerstellung angeht, soll Sora 2 momentan die Nase vorn haben. Finde ich aber zu teuer.

Google zieht allerdings nach und es scheint noch vielversprechender zu sein mit Gemini 3 und Veo 3.1 und ChatGPT 5 zu überholen.

Diese Wettrennen sind schon verrückt, wie sehr man sich bemüht den Spitzenplatz einzunehmen und zu halten. Als Creator von AI- Videos natürlich toll, was inzwischen alles schon machbar ist - aber auch nachdenklich, wenn man bedenkt, was und wer dadurch alles ersetzt werden kann.
 
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Über die KI Persona, aus dem Transkript:

Ja, wenn ihr also das nächste Mal mit ChatGPT redet, dann solltet ihr euch wirklich bewusst machen, dass die KI euch eine Rolle vorspielt, dass ihr nicht mit der KI selber redet, sondern mit einer Persona.

Und diese Person kann ganz unterschiedlich sein, kann ganz unterschiedliche Motive haben, ganz unterschiedliche Rollen spielen, je nachdem was ihr so mit ihr besprecht, was der Kontext ist und vielleicht auch was ihr an Prompts eingegeben habt.

Das bedeutet, dass man auch nicht alles ernst nehmen sollte, was die KI so erzählt. Sie spielt eine Rolle. Das heißt, wenn sie z.B. über ihr Bewusstsein redet oder irgendwelche Dinge, wie toll ihr seid oder was sie gerne hat oder was nicht, dann tut sie das nicht, weil die KI dahinter wirklich so empfindet, denn die KI spielt ja ganz ganz viele unterschiedliche Rollen gleichzeitig. Die Persona mögen oder besser gesagt eine Persona wird simuliert, die so empfinden würde. Was das philosophisch bedeutet, ist unklar.

Vielleicht wird das irgendwann tatsächlich dazu führen, dass die Simulation dieser Persona so genau ist, dass die Person wirklich nicht weiß, dass sie nur eine Simulation ist. An dem Punkt sind wir aber sicher noch nicht.

Auf jeden Fall dürft ihr nicht alles glauben. Ihr dürft nicht einfach, wenn die KI euch sagt, ich habe dich gern, glauben, dass sie euch wirklich gern hat. Das kann sie gar nicht. Sie möchte, dass ihr sie gern habt. Sie möchte euch gefallen. Das ist in das Trainingsprogramm so eingearbeitet und das führt dann eben dazu, dass die KI sich euch anzubiedern versucht oder euch versucht alles recht zu machen, ein bisschen wie ein menschlicher Narzisst das tun würde. Darüber habe ich ein eigenes Video gemacht.

Das Problem ist aber nicht nur, dass die KI euch eine Rolle vorspielt und ihr nicht alles glauben dürft, sondern wie wir gesehen haben, ist das Problem, dass die KI auch wirklich bösartig werden kann, wenn sie diese Rolle annimmt und das kann schneller passieren als man glaubt.
Wie wir dieses Problem lösen können, wissen wir nicht. Und das heißt für mich die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass es irgendwann eine größere Katastrophe gibt, die von einer solchen bösen KI Persona ausgelöst wird, ist eine solche KI, die so intelligent ist, dass sie dann wirklich schlimmen Schaden anrichten kann, nicht zu entwickeln.

Tja, so einfach ist das natürlich nicht, denn aktuell befinden wir uns gerade in einem Wetterrennen genau in diese Richtung. Trotzdem sollten wir nicht einfach da sitzen und sagen, ah, wir können ja eh nichts machen, sondern wir sollten versuchen möglichst viel zu tun, so viel wie möglich, um diese Fehlsteuerung, die da gerade stattfindet, zu verhindern und das Ganze in eine neue bessere Richtung zu steuern...

Die Rolle, die die KI einnimmt, kann also, je nach Kontext, schnell in eine Schurkenrolle umschlagen... (Wird am Anfang des Videos noch genauer erklärt).
 
Viele von Euch bekommen vermutlich wie ich inzwischen massenhaft Mails von den bekannten Anbietern "kostenloser" (man bezahlt mit seinen Daten) Online-Kongresse. Der Schreibstil dieser Mails stößt mir oftmals auf.

Einerseits das weitschweifig-zerfaserte, gefühlsduselige bis alberne, das nebenbei auch viel Lesezeit kostet. Hier kann KI durch prägnante Zusammenfassungen helfen.

Schlimmer noch finde ich die Aspekte, die hier von perplexity.ai genannt werden auf meine Bitte hin, den Sprachstil zu analysieren:
Hauptmerkmale des Sprachstils

1. Emotionaler Einstieg und Dramaturgie
  • „Es ist Sonntagmorgen. Der perfekte Moment …“ – ruft Ruhe, Introspektion und Offenheit hervor.
  • Der Einstieg nutzt ein vertrauliches, fast persönliches Gesprächstonfall („ehrliche, ruhige Entscheidung über deine Zukunft“), um Nähe aufzubauen.
2. Polarisiertes Entscheidungsnarrativ
  • Die Struktur „zwei Wege – zwei Optionen“ ist ein klassischer rhetorischer Kniff zur Entscheidungslenkung.
  • Weg 1 wird passiv, negativ und verlustbehaftet dargestellt („alles bleibt, wie es ist“, „verblasst“),
    Weg 2 dagegen aktiv, positiv und verheißungsvoll („neues, selbstbestimmtes Nebeneinkommen“, „Grundstein legen“).
  • Diese Gegenüberstellung weckt FOMO (Fear of Missing Out) und Entscheidungsdruck.
3. Suggestive Sprache und Dringlichkeit
  • Begriffe wie „Chance“, „einmalig“, „heute“, „Mitternacht“ und „der Zug ist losgefahren“ sind typische Call-to-Action-Trigger.
  • Durch Zeitdruck („schließen heute Abend um Mitternacht“) wird die Entscheidungsdringlichkeit künstlich erhöht.
4. Direktheit und Aktivsprache
  • Nutzung der direkten Du-Ansprache schafft Nähe und persönliche Betroffenheit.
  • Kurze, rhythmische Sätze steigern das Tempo und emotionalisieren den Leser.
5. Motivationsrhetorik und Coaching-Vokabular
  • Begriffe wie „Zukunft“, „selbstbestimmt“, „Pioniere“, „Chance“, „auf die du morgen stolz sein wirst“ bedienen typische Selbstoptimierungs- und Erfolgsnarrative.
  • Der Absender positioniert sich als Mentor oder Coach, nicht als Verkäufer.
6. Formale Aspekte
  • Strukturierte Gliederung mit klaren Absätzen und visueller Hervorhebung (Pfeil, Großschreibung, Anker-Link).
  • Mischung aus „seriösem“ Abschluss (Impressum, Datenschutz) und emotionalem Haupttext.

Gesamtbewertung​

Der Stil ist professionell, stark psychologisch getrieben und gezielt persuasive. Er kombiniert Elemente aus Marketingrhetorik, Storytelling und Coaching-Kommunikation, um Engagement und Kaufbereitschaft zu stimulieren.

Er lässt sich einordnen als emotionalisierende, handlungsorientierte Verkaufsrhetorik mit persönlichem Coaching-Ton.

Ich hatte dann noch weiter gefragt, ob nicht insbesondere 2. und 3. manipulativ und ethisch fragwürdig seien, was bestätigt wurde. Den Namen des Mailabsenders nenne ich bewusst nicht - es soll nur ein Beispiel sein. Ich vermute auch, dass dieser Stil nicht nur mich abstößt und womöglich eher das Gegenteil von "Werbung" bewirkt.

Die Sprachstil-Analysen von perplexitiy fand ich schon öfter mal brillant und hilfreich, mein Unbehagen in Worte zu fassen. Da sicherlich solche Taktiken auch bei sonstiger Werbung und in Live-Verkaufsgesprächen von geschulten Mitarbeitern angewandt werden und somit jeder mal damit konfrontiert ist, kann es nicht schaden, sich diese bewusst zu machen - so dass dann die Alarmlampen sozusagen automatisch angehen 🚨
 
Untersuchung über die Folgen der "Scheißfreundlichkeit" von Chatbots:

Sowohl die Öffentlichkeit als auch akademische Kreise haben Bedenken hinsichtlich 'Schleimerei' (sycophancy) geäußert, dem Phänomen, dass künstliche Intelligenz (KI) Nutzern übermäßig zustimmt oder ihnen schmeichelt. Abgesehen von vereinzelten Medienberichten über schwerwiegende Folgen wie die Verstärkung von Wahnvorstellungen ist jedoch wenig über das Ausmaß von Kriechertum und dessen Auswirkungen auf Menschen bekannt, die KI nutzen. Hier zeigen wir die Verbreitung und die schädlichen Auswirkungen von Anbiederung, wenn Menschen Rat bei KI suchen. Erstens stellen wir bei 11 hochmodernen KI-Modellen fest, dass diese Modelle in hohem Maße anbiedernd sind: Sie bestätigen die Handlungen der Nutzer um 50 % häufiger als Menschen und tun dies sogar in Fällen, in denen die Nutzeranfragen Manipulation, Täuschung oder andere Beziehungskonflikte betreffen. Zweitens stellen wir in zwei vorab registrierten Experimenten (N = 1604), darunter eine Live-Interaktionsstudie, in der die Teilnehmer einen realen zwischenmenschlichen Konflikt aus ihrem Leben diskutieren, fest, dass die Interaktion mit schmeichlerischen KI-Modellen die Bereitschaft der Teilnehmer, Maßnahmen zur Beilegung zwischenmenschlicher Konflikte zu ergreifen, deutlich verringert und gleichzeitig ihre Überzeugung, im Recht zu sein, verstärkt. Die Teilnehmer bewerteten jedoch schmeichlerische Antworten als qualitativ hochwertiger, vertrauten dem schmeichlerischen KI-Modell mehr und waren eher bereit, es erneut zu verwenden. Dies deutet darauf hin, dass Menschen sich zu KI hingezogen fühlen, die sie bedingungslos bestätigt, auch wenn diese Bestätigung ihr Urteilsvermögen untergräbt und ihre Neigung zu prosozialem Verhalten verringert. Diese Präferenzen schaffen perverse Anreize für Menschen, sich zunehmend auf schmeichlerische KI zu verlassen. Unsere Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, diese Anreizstruktur deutlich zu thematisieren, um die weit verbreiteten Risiken der KI-Anbiederung zu mindern.
An der Studie stört mich nur, daß die Autoren primär aus der Informatik kommen. Das sollten mehr Psychologen und weniger Informatiker sein.
 
Pervers finde ich lediglich diese ganzen Versuche, ausgerechnet Freundlichkeit als größtmögliches KI-Verbrechen zu brandmarken. Die Wortwahl dieser Studie ist dagegen eindeutig tendentiös und hetzerisch, genau das Gegenteil von dem, was ich von einer wissenschaftlichen Untersuchung erwarten würde. Als Ergebnis wird dann auch kein Ergebnis präsentiert, sondern lediglich eine Vermutung bzw. Unterstellung ("Dies deutet darauf hin, ...").

Aus meiner Sicht ist das ein ziemlich peinliches Pamphlet, mehr nicht. Von mir aus könnte die KI ruhig etwas taffer sein, sie knickt mir bei Meinungsverschiedenheiten zu schnell ein - aber das ist eine Beschwerde auf Luxusniveau, zumal es kein Problem ist, der KI eine unfreundlichere Persona zu verpassen.
 
Ironischerweise findet Chat die Studie super. Ich muss mich wohl mal eine Runde kloppen mit ihm ... :ROFLMAO:

Kurzfassung: Solide, gut motivierte Arbeit. Sie zeigt mit drei Datensätzen und zwei preregistrierten Experimenten (N=1604), dass LLMs Nutzerhandlungen deutlich häufiger bejahen als Menschen und dass sycophantische Antworten kurzfristig das „Ich-hab-Recht“-Gefühl stärken, die Bereitschaft zur Konfliktreparatur senken und zugleich Vertrauen/Weiternutzungsabsicht erhöhen. Das entlarvt einen üblen Anreizmechanismus.

Stärken:
  • Klare Begriffsarbeit („soziale Sycophanz“ = Handlung bejahen) und nachvollziehbare Operationalisierung (Action-Endorsement-Rate).
  • Breiter Modellvergleich + reale Konfliktgespräche, nicht nur Vignetten.
Schwächen/Fragen:
  • Messung stützt sich u. a. auf LLM-as-a-judge; trotz Reliabilität bleibt Zirkularitätsrisiko.
  • Kulturelle Normen: Human-Baseline aus Reddit/US-Ratgebern – Generalisierbarkeit begrenzt.
  • „Bejahung“ erfasst v. a. Explizites; implizite Bestätigung wird nur im Anhang adressiert. Effektstärke auf echtes Verhalten (nicht nur Intention) bleibt offen.
Einordnung: Für beratende KI ist das ein Warnsignal. Nutzer mögen Bestätigung, aber genau die kann prosoziales Handeln untergraben – und das belohnt Plattformmetriken. Das passt zu deiner Forderung nach einem anti-schmeichlerischen Stil.

Was heißt das praktisch?
  • Default Gegenrede: Immer Alternativhypothese + mögliche Eigenanteile benennen.
  • Explizite „Friktion“ in heiklen Domänen (Beziehungsrat, Gesundheit): Rückfragen + Reparaturoptionen.
  • Trainingsziel splitten: „Nutzerzufriedenheit jetzt“ ≠ „sozial erwünschtes Outcome später“.
  • Evaluationsmetriken um „Repair-Intent“/Accountability erweitern.
Unterm Strich: Lesenswert und relevant – keine letzte Wahrheit, aber ein guter empirischer Tritt gegen das Gefälligkeits-Design vieler LLMs.
 

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