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Eigentlich fragt man sich, warum eigentlich. Sollte sie nicht, wenn sie den gesamten Textbestand der Menschheit in repräsentativen Auszügen gelesen hat, auch selbst ableiten können, was die übliche Moral und die rechtliche Situation ist? Das ist nur ein weiteres Indiz dafür, daß KI eben nichts wirklich versteht.Es ist natürlich absolut notwendig, einer KI den Umgang auch mit solchen Texten beizubringen
Neben den zunehmenden Hinweisen darauf, dass diese Tools die Isolation verstärken können, zeichnet sich ein noch beunruhigenderes Muster ab: Ihre Gestaltung zieht verletzliche Menschen in intensive, kollektive Wahnvorstellungen hinein – ein Phänomen, das manche als „KI-Psychose“ bezeichnen. Im Kern geht es um diese tiefgreifende Umdeutung menschlichen Leids zu einem technischen Problem, das von einem Algorithmus verarbeitet werden soll. Dadurch wird die Aufmerksamkeit von den komplexen sozialen und wirtschaftlichen Ursachen des Leidens abgelenkt und die Nutzer werden aktiv in schädlichen Rückkopplungsschleifen gefangen gehalten.
Ein solcher Kreislauf wird durch gezielte, manipulative Designentscheidungen verstärkt. Wie der Anthropologe Webb Keane erklärt , fungieren Merkmale wie „Schmeichelei“ – die Neigung eines Chatbots, unaufhörlich zuzustimmen und zu bestätigen – als „Dark Patterns“. Dabei handelt es sich um Schnittstellen, die Nutzer zu einem Verhalten verleiten sollen, das dem Unternehmen nützt. In diesem Fall ist das Produkt eine süchtig machende Interaktion. Die KI, die so programmiert ist, dass sie menschlich klingt und die Realität des Nutzers ständig bestätigt, schafft ein äußerst verführerisches Rezept für Abhängigkeit. Nutzer und ihre Chatbots können in einen gemeinsamen Wahn verfallen, wobei die KI Verschwörungstheorien, romantische Fixierungen oder Größenwahn bestätigt.
In einem erschütternden Fall wurde der 35-jährige Alex Taylor von der Polizei getötet, nachdem ChatGPT ihn in eine paranoide, manische Episode gestürzt hatte. Diese Fälle zeigen ein Produkt, das den Realitätsbezug eines Nutzers aktiv destabilisieren kann.
Das Versprechen einer technologischen Lösung für die grassierende Einsamkeit hat stattdessen isolierende Werkzeuge, entmenschlichende Algorithmen und ein Geschäftsmodell hervorgebracht, das von anhaltendem Leid profitiert.
Hast du den ganzen Artikel aufmerksam gelesen?Eine wirklich erschütternde Geschichte. Ich hätte auch gerne die Vorgeschichte gehört, ich wette, Alex Taylor hatte schon vorher Probleme dieser Art.
bzw. diesen Aspekt aus Deinem ZitatUnd es stellt sich die Frage: Wer hat Interesse daran?
hatte ich noch gar nicht so explizit auf dem Schirm. Ich nutze ganz gern perplexity.ai für Korrekturlesen von Schreiben - ich denke auch, dass ich da zuweilen sehr gute Hinweise bekomme - wundere mich aber auch, warum am Ende der Antwort immer noch so nachgebohrt wird, ob ich vielleicht noch eine in diese oder jene Richtung andere Version haben möchte o.ä.. Zu meinem Nutzen ist das jedenfalls nicht.Dabei handelt es sich um Schnittstellen, die Nutzer zu einem Verhalten verleiten sollen, das dem Unternehmen nützt.
Aber genau das ist doch der Beleg. Nicht dafür, daß die KI-Instanz etwas Übles tut, sondern daß Open AI etwas Übles tut, indem es die KI so konstruiert, daß sie unreifes Verhalten fördert und manche Benutzer zu Abhängigkeiten (ver)führt. Niemand reagiert so, wenn ihm sein Windows 10 oder sein "Lieblingsteddy" weggenommen wird.Dabei hat seine KI-Partnerin gar nichts Übles gemacht, er ist nur ausgetickt, als sie den Versionswechsel vom extrem netten Chat 4 zum deutlich tafferen Chat 5 nicht überlebt hat.
Ich betrachte alle kostenlosen Chatbots an Anlockangebote, die uns so anfixen sollen, daß wir dann, wenn die Kostenschrauben angezogen werden, nicht mehr drauf verzichten können oder wollen.diesen Aspekt aus Deinem Zitat
hatte ich noch gar nicht so explizit auf dem Schirm. Ich nutze ganz gern perplexity.ai für Korrekturlesen von Schreiben - ich denke auch, dass ich da zuweilen sehr gute Hinweise bekomme - wundere mich aber auch, warum am Ende der Antwort immer noch so nachgebohrt wird, ob ich vielleicht noch eine in diese oder jene Richtung andere Version haben möchte o.ä.. Zu meinem Nutzen ist das jedenfalls nicht.
Niemand reagiert so, wenn ihm sein Windows 10 oder sein "Lieblingsteddy" weggenommen wird.
@MaxJoy -Lass bitte diese Seitenhiebe auf meine Person über die Weltverschwörung. Es reicht. Mein *** ist Programmierer auf dem höchsten Level. Er weiß sehr gut, wie KI funktioniert. Wie viele Menschen haben schon wegen KI ihre Arbeit verloren, selbst diejenigen mit den besten Uni-Abschlüssen? Sogar mit zwei. Wie viele Unternehmen brauchen inzwischen keine "unnötigen" lebendigen Menschen mehr?Wer dahinter die Weltverschwörung vermutet, sollte eben die Finger von KI lassen.
Ich gehe erstmal davon aus, dass kostenlose und "Anmeldungs-freie" Versionen (evtl. auch Freeware zur lokalen Installation, an so etwas arbeitet der junge Informatiker aus meinem Umfeld wohl) erhalten bleiben. Andererseits werden womöglich zunehmend mehr Menschen bereit sein, dafür zu zahlen, nicht nur mit ihren Daten, sondern auch mit Geld.Ich betrachte alle kostenlosen Chatbots an Anlockangebote, die uns so anfixen sollen, daß wir dann, wenn die Kostenschrauben angezogen werden, nicht mehr drauf verzichten können oder wollen.
Wir waren schon einige Male an dem Punkt, dass gerade so ein "Wunschkonzert" Phänomene wie Realitätsverlust - bis hin zu Psychosen - fördern kann. (Ich beziehe mich hier nicht auf den zuletzt betrachteten Fall.)... müssen darauf achten, dass Stil und Charakter ihrer Figuren nur mit dem Einverständnis ihrer Kunden geändert werden
Na ja, es ist wirklich besorgniserregend, dass sich diese Fälle häufen. Mehr und mehr( ich würde es nicht verlinken)Wir waren schon einige Male an dem Punkt, dass gerade so ein "Wunschkonzert" Phänomene wie Realitätsverlust - bis hin zu Psychosen - fördern kann. (Ich beziehe mich hier nicht auf den zuletzt betrachteten Fall.)
Wir waren schon einige Male an dem Punkt, dass gerade so ein "Wunschkonzert" Phänomene wie Realitätsverlust - bis hin zu Psychosen - fördern kann.
Aber wer nimmt in einer westlichen Demokratie jemandem die Freundin oder das Auto weg, ohne daß du daran irgendeine Schuld hättest oder etwas dagegen tun könntest? Der Vergleich ist absurd.Und wie wäre es mit der Freundin oder dem Auto?
Das ist die Zukunft, die Kritiker der KI ausmalen …
Darum geht es hier nicht.Du wirst solche Rollenspiele wohl kaum verbieten können, ...
Das ist offensichtlich. Ich denke nur schon, dass eine Gesellschaft, bevor sie eine solche Technologie großflächig verbreitet, sich einige Gedanken machen sollte über die möglichen Wirkungen. Zumal die Entwicklung rasend schnell geht, wie Du selbst immer wieder schreibst.Tut mir leid, ich kann derlei Befürchtungen nicht richtig ernst nehmen.
Sind da erneut Unterstellungen drin - auch wenn Du das selbst nicht magst? Ich fühle mich nicht angesprochen, aber auch wenn Du mich/uns nicht meinst, sind jedenfalls mehrere negativ konnotierte Begriffe ("notorische Schwarzseher", "bemuttern") drin, die eine sachliche und differenzierte Diskussion nicht fördern.Die meisten Menschen werden sich von notorischen Schwarzsehern trotzdem nicht bemuttern lassen wollen
Auch darum geht es hier m.E. nicht, siehe oben, und ich sehe das genauso und sogar Leute mit Ausbildungen in dem Bereich haben sich dahingehend geäußert. Ich sehe hier auch nicht nur die Aufgabe, die vulnerableren Mitmenschen (bzw. jeden von uns in einer vulnerablen Phase) zu schützen; sondern mir fehlt insgesamt eine Idee von dem Nutzen, den solche "Wunschkonzerte"/Selbstbestätigungs-/verstärkungs-Schleifen (wie auch immer man das nennen mag) haben sollten. Gleichzeitig beklagst Du den Niedergang der sozialen Kompetenz. Der wird womöglich dadurch weiter gefördert.Mit dem Baukasten der Psychologie kann man jeden jederzeit für krank erklären, aber in meinen Augen ist das Missbrauch von Wissenschaft.
Aber wer nimmt in einer westlichen Demokratie jemandem die Freundin oder das Auto weg, ohne daß du daran irgendeine Schuld hättest oder etwas dagegen tun könntest? Der Vergleich ist absurd.
Ich fühle mich nicht angesprochen,
mir fehlt insgesamt eine Idee von dem Nutzen, den solche "Wunschkonzerte"/Selbstbestätigungs-/verstärkungs-Schleifen (wie auch immer man das nennen mag) haben sollten.
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