Ich weiß nicht mehr weiter!!! Wo soll ich anfangen?

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Achtung! Etwas länger!

Ich habe mich schon vor einer Zeit mal hier gemeldet:

Nach einer Fehlgeburt mit Ausschabung unter Vollnarkose im Okt. 2015 bin ich ca. einen Monat später ins Krankenhaus eingeliefert worden wegen anfallsartigem Herzrasen mit Schwarzwerden vor Augen, hohem Blutdruck und totaler Schwäche. Der einzige Wert, der im Blut nicht passte: Kaliummangel. Ende der Geschichte: Es wurde alles auf die Psyche geschoben.

Nach weiteren zwei Monaten ging das ganze wieder los - dieses Mal noch mit Atemnot/Hyperventilation und Unfähigkeit, bis vor meine eigene Haustür zu gehen. (Diese Verschlechterung trat immer nach Eisprung ein). Das erste Mal war in der Notaufnahme ein erhöhter TSH im Blut: 4,88. Erst drei Monate später begann die Hausärztin mit einer L-Thyroxin-Therapie. Für sie hatte ich Überfunktionssymptome, nicht Unterfunktion. An Hashimoto dachte sie wohl gar nicht... Antikörper wurden aber nicht gefunden.

Seit diesen ganzen Vorfällen vertrage ich das Frühstück nicht mehr: Starke Herzklopfen, Schwäche, hoher Puls lassen mich den Vormittag im Sitzen verbringen (ich habe vier Kinder unter 8 Jahren). Aber auch so weiß ich nicht mehr, was ich essen soll.

Nachdem ich meine Ernährung auf Paleo umgestellt habe (glutenfrei, milchfrei, zuckerfrei, keine Industrieprodukte mehr) ging es mir schon einiges besser, allerdings war das nicht der Durchbruch.

Bei einem guten Arzt, den ich extra aufsuchte, kam Folgendes heraus:

AK gegen Parietalzellen, HSV, Toxoplasma, Yersinien und EBV
Ebenso vermutete er Progesteronmangel und eine Histaminintoleranz. Er verschrieb mir auch Thybon (T3).

Der erste Erfolg: Durch Thybon oder/und Progesteron normalisierte sich mein Blutdruck. Die HIT war ein Schlag: Noch mehr Einschränkungen in der Ernährung!

Aber so richtig helfen konnte er mir dann auch nicht, denn:

Im Sommer 2016 wurde ich dann ungeplant schwanger - ich war gerade dabei, meine SD mit LT einzustellen. Ich war ziemlich fertig deswegen, bin jetzt aber in der 35. SSW und wir freuen uns sehr auf unser Kind.

Allerdings ist das Kind 3 Wochen zu klein. Ich kam ins Krankenhaus zur genauen Untersuchung - und bekam zwei Lungenreifungsspritzen (Cortison) für den Fall, dass man es früher holen müsse. Nach diesen Spritzen war der Tag wieder im Eimer: Puls schnellte hoch auf 120, totale Schwäche, etc.

Da die Versorgung des Kindes aber wohl gesichert ist, wurde ich entlassen. Nach Erhöhung meiner LT-Dosis (aktuell bin ich bei ca. 137), ging es mir recht schlecht: Ich wurde wieder sehr schwach, bekam Atemnot, dachte, ich kippe gleich weg, verbrachte den ganzen Tag auf dem Sofa.

Ich dachte mir, ob das Cortison meine Nebennieren durcheinander gebracht hat, besorgte mir ein Buch, las von dem Pupillentest, der eine NNS diagnostizieren kann und machte diesen Test: Meine Pupillen blieben nicht zusammengezogen, sondern sprangen hin und her. Habe ich jetzt auch noch eine NNS? Ist ja bei einer SD-Unterfunktion ziemlich häufig.

Jetzt habe ich plötzlich seit drei Tagen unerklärlichen Durchfall und Bauchschmerzen - und habe sehr Angst, dass ich jetzt auch kein Obst mehr vertrage. Schließlich verzichte ich schon auf so viel!!!

Zeitgleich habe ich gemerkt - seit Sonntag Mittag -, dass ich plötzlich sehr schnell unterzuckere. Ich fange an zu zittern, bin sehr schwach und klappe fast zusammen. Mein Blutzucker ist sonst morgens nüchtern ca. bei 92 gewesen, jetzt bei 75. Bei 70 zitter ich am ganzen Leib.

Ich habe auch Zink-, Selen-, Magnesium- und Kaliummangel. Auch Vitamin D und B12 sind sehr schlecht. Ich hoffe, dass das Kind mir nicht in den letzten Wochen stirbt. Jetzt auch noch der Durchfall! Ich weiß nicht mehr weiter!!!

Wo soll ich anfangen, um wieder gesund zu werden? Ich bin mir sicher, dass es geht! Nur was ist der Anfang? Der Magen? Zu wenig Magensäure? (Habe eine Zeit lang auch Salzsäure-Kapseln geschluckt, 5 davon habe ich vertragen ohne etwas zu merken, weiter gesteigert habe ich nicht, ginge aber sicher). Habe ich vielleicht Helicobacter?

Der Darm - das ist mir klar - spielt die Hauptrolle. Aber wo anfangen, wenn man schon fast nichts mehr verträgt? Welche Ernährung? Ich habe eine Zeit lang wegen meiner Neurodermitis und Allergien (ach ja, die habe ich auch noch) nach Bruker gegessen, dann Paleo, jetzt ähnich wie Paleo allerdings mit glutenfreiem Getreide. Ich habe schon zig Gesundheitsbücher gelesen, mich durch das ganze Internet gewühlt, aber so richtig weiß ich nicht, wo ich anfangen soll.

Geld für Privatärzte habe ich letztes Jahr schon ca. 3000,- € ausgegeben. So richtig weiter gebracht hat es mich nicht...

Hat jemand einen Tipp, einen guten Arzt in NRW, irgendetwas, was mich hier herausbringt???

Ich bitte wirklich um Hilfe! Ich bin sehr ratlos!!!
 
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wundermittel
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Hallo curly,

koch Dir mal zuerst eine kräftige Hühnersuppe (Bio-Huhn, Gemüse, Grünzeug). Sie tut dem Magen und Darm sehr gut und stärkt Dich. Ein entzündeter Darm benötigt Fett. Morgens statt Kaffee eine Tasse Brühe mit 1 TL Flohsamen darin (Apotheke). Äpfel und Apfelsaft fördern Entzündungen.
Im Interesse des Kindes würde ich so wenig wie möglich Medikamente einnehmen, aber vielleicht gibt es in Deiner Nähe einen guten Homöopathen mit Dunkelfeldmikroskopie.
LG Rawotina
 
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Hühnerbrühe habe ich seit drei Tagen. Flohsamen habe ich auch schon probiert...

Aber wo muss ich anfangen, um die Ursachen anzugehen?
 
regulat-pro-immune
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Hallo curly,

in der Natur geht alles langsam voran. Eine schnelle Heilung kann Dich Jahre des Lebens kosten.
Jetzt im Frühjahr findest Du viele Kräuter. Trinke frischen Brennnesseltee zur Reinigung des Körpers, iss Salate mit Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch u. Leinöl - lege frischen Schnittlauch, Bärlauch oder Petersilie aufs Butterbrot (evtl. mit etwas Meerrettich aus dem Glas) und halte Dich möglichst viel in der Sonne auf. Du wirst Dich allmählich besser fühlen.
Falls Du Magenschmerzen hast, dann nehme morgens 10 Tropfen (mit etwas Wasser) von dem homöopathischen Magenmittel Condurango D4 ein, aber keine Salzsäure-Kapseln.
LG Rawotina
 
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04.03.13
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Ich habe den Test zwar abgelehnt, weil ich sonst zuckerfrei esse und eine solche Dosis meinem Darm nicht zumuten wollte, aber bei einem Schwangerschaftsdiabetes müsste das Kind ja auffällig groß sein, oder? Bei mir ist es auffällig klein!

Außerdem habe ich zu Hause ein Blutzuckermessgerät und habe den Blutzucker regelmäßig überprüft.
 
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10.01.04
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Hallo curly,

das klingt nicht nach SChwangerschaftsdiabetes. Trotzdem würde ich den Test machen, um ihn wirklich auszuschließen und damit hoffentlich ganz abzuhaken.


Grüsse,
Oregano
 
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