HIT: Unverträglichkeit von Cannabidiol bei MCAS

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26.04.19
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Liebe Foristen,

vielleicht hat jemand von euch ähnliche - oder ganz andere - Erfahrungen mit Cannabidiol gemacht.
Ich habe eine bereits eindeutig diagnostizierte Mastzellaktivierungsstörung (MCAS) mit Auswirkungen vor allem im Magen-Darm-Bereich und im neurologischen Bereich. Wegen der neurologischen Symptome wurde ich im April in der Neurologischen Klinik in Asbach (Westerwald) behandelt; der Chefarzt ist auch Spezialist für die neurologischen Aspekte für Mastzellerkrankungen und hat schon zs. mit Prof. Molderings (Uni Bonn) und Prof. Raithel (Erlangen) publiziert.
Bei meinen neurologischen Beschwerden habe ich ein Stück weit gut Hilfe erhalten. In den letzten Tages meines Aufenthalts hat der Chefarzt noch einen Behandlungsversuch mit Cannabidiol unternommen, weil Cannabidiol ja entzündungshemmend und beruhigend sein soll - offenbar gibt es hier gute Erfahrungen bei Multipler Sklerose.
Leider habe ich nach zwei Tagen Behandlung keinerlei positive Wirkung bemerkt, sondern heftige Magen- und Darmkrämpfe, Übelkeit und Sodbrennen bekommen und habe die Behandlung abgebrochen; bis heute vier Wochen später, hat sich mein Verdauungsapparat noch nicht vollständig erholt.
Nach dem, was ich bisher recherchieren konnte, ist Cannabidiol in aller Munde und wird fast als Allheilmittel für alle möglichen Beschwerden gepriesen.
Hat jemand von euch, der auch von MCAS betroffen ist, ähnliche Erfahrungen mit Cannabidiol gemacht?
Herzliche Grüße
Magda_L
 
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12.10.18
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sei froh, daß du nicht mehr hattest. ich habe vor 51 jahren als es noch als harmlos galt im urlaub in italien mal ein kl. bißchen cannabis geraucht. die anderen (ein paar tramper, die ich beim trampen auf einem rastplatz getroffen hatte) hatten mind. das doppelte und null beschwerden.
ich bekam nach wenigen zügen eine atemlähmung.
gsd wurden die anderen direkt darauf aufmerksam, haben sofort einen notarzt gerufen und nur weil der notarztwagen sehr schnell kam und mit tatütata und blaulicht ins krankenhaus gerast ist, hab ich überlebt. trotz der sehr schnellen und guten behandlung hat es mehrere stunden gedauert bis wieder alles funktionierte und ich nicht mehr bewußtlos war.
auch durch ein paar angeblich harmlose chem. medis (geringe dosierung, kurze einnahmedauer) war ich mehrmals einige stunden bewußtlos, hatte eeg-veränderungen und pupillenlähmungen und auch auf betäubungsmittel usw. reagier ich ganz extrem.
aber gsd hab ich alle heftigen sachen dann auch ohne chem. medis usw. ganz erheblich bessern, teils ganz beseitigen können, auch die angeblich überhaupt nicht bzw. nicht ohne op usw. therapierbaren (u.a. auch nierenversagen usw).

welche neurologischen symptome hast du denn ?


lg
sunny
 
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26.04.19
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Hallo Sunny,
hab vielen Dank für deine Rückmeldung!
Da hattest du ja wirklich eine extreme Reaktion auf das Cannabis. Ich habe es noch nie probiert (weder geraucht noch etwas anderes) und weiß daher nicht, wie mein Körper darauf reagiert hätte. Möglicherweise ähnlich, denn ich weiß noch, dass ich als junge Frau bei Feten aus cannabisgeschwängerten Räumen rückwärts wieder herausgelaufen bin, weil mir allein schon von dem Geruch übel wurde.
Cannabidiol soll nicht auf die Psyche wirken, aber offenbar kann es heftige Folgen für das enterische Nervensystem im Magen und Darm haben.

Meine neurologischen Symptome aufgrund der MCAS sind Schlafstörungen, Überregbarkeit und schnelle Erschöpfbarkeit - allerdings hatte ich diese Symptome schon vor 20 Jahren und die MCAS kam erst allmählich in der Folge.
Vielleicht kennst du den Beitrag von Pöhlau (Chefarzt der Klinik in Asbach), Molderings, Raithel und anderen zu "Neurologischen und psychiatrischen Symptomen der systemischen MCAD" in der Fachzeitschrift "Neurotransmitter"?
Mittlerweile frei herunterladbar unter folgendem Link: https://www.bvdn.de/home-bvdn/neurotransmitter/archiv-2015-bvdn/442-neurotransmitter-09-2015
LG
Magda
 
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12.10.18
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Meine neurologischen Symptome aufgrund der MCAS sind Schlafstörungen, Überregbarkeit und schnelle Erschöpfbarkeit - allerdings hatte ich diese Symptome schon vor 20 Jahren und die MCAS kam erst allmählich in der Folge.


versteh ich jetzt nicht. wenn du die symptome schon 20 jahre hast und sie mit mcas in verbindung gebracht werden, dann hast du doch auch schon 20 jahre mcas oder hast du nur diese symptome so lange und dann durch mcas auch noch andere, aber wodurch waren denn dann die schlafstörungen usw. ?

und wenn die sich schon gebessert haben, wieso sollst du denn dann noch cannabidiol nehmen ? zumal du es ja garnicht verträgst ?


vielen dank für den link. für mich nichts neues und leider auch nichts hilfreiches, da ich ja überhaupt keine chem. medis nehmen kann (und auch pflanzliches so gut wie garnicht, da ich nicht nur mcas bzw. masto habe, sondern auch noch sal-uv, allergien, kreuzallergien, aip und hastenichtgesehn :rolleyes:) und was anderes wird leider auch von den ärzten, die sich auskennen nicht angeboten.

aber hier lesen ja auch immer wieder neue user mit, die noch nicht so viele infos haben, da ist das schon sehr nützlich.


lg
sunny
 
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28.05.20
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Hallo an alle,
als ich diesen Thread gelesen habe, dachte ich gleich, das kenne ich doch.

leider ist CDB eines der wenigien Präparate, die bei mir kurzfristig erfolgversprechend sind und gleichzeitig habe ich den Verdacht, dass ich es langfristig nicht vertrage. Daher: lohnt sich die Investition oder nicht, ist eine Frage, die ich mir ständig stelle. Zumal ich gezwungenermaßen darauf angewiesen bin sowie auf Dutzende andere Präparate.

Ich nehme sehr viele Supplemente tagtäglich, inzwischen u.a dauerhaft Phosphatedylserin und es werden immer mehr Präparate. Inzwischen ist auch CDB ein Dauerbrenner, aber ...

Zunächst kommt die beruhigende Wirkung sehr schnell, doch mein Eindruck ist, dass es a: auf die Blase geht, und b nach Nachlassen der Wirkung der Körper in Wachheit versetzt wird. also ständiges Aufwachen ist die Folge, obwohl es doch eigentlich das Gegenteil bewirken sollte.

Vielleicht ist meine Dosierung zu niedirg oder aber, es ist das falsche Präparat.?
 
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