Heftigste Schmerzen in der Brust

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Vielleicht hat hier jemand Ideen dazu. Ich möchte nur wissen, was da los war.

Vor ein paar Wochen erwachte ich mitten in der Nacht mit einem stechenden Schmerz in der Brust, wie ich ihn noch nie hatte und seither auch nicht mehr. Es war ungefähr auf Höhe der Brustwarzen, aber exakt in der Mitte der Brust, irgendwo beim Brustbein. Ich lag auf dem Rücken als ich mit diesem stechenden Schmerz erwachte. Es schmerzte so extrem wie noch nie etwas und ich war so schwach, dass ich mich nicht bewegen konnte. Noch nicht mal einen Arm konnte ich heben. Die Konzentration und Anstrengung zu atmen forderte alles. Dazu war es mir auch sehr übel und ich hatte Schweissausbrüche. Als es dann auch noch leicht in den Arm ausstrahlte, hatte ich Todesangst. Ich fragte mich, ob ich vielleicht einen Herzinfarkt hatte.
Den Notruf wählte ich aber nicht, obwohl das Handy in Griffnähe lag. Also nicht dass ich lebensmüde oder depressiv oder sowas wäre. Es geht mir gut und ich habe viel Freude. Aber von Klein auf hing ich nicht so besonders am Leben und freu mich seit ich denken kann auf den Ausgang. Darum liess ich es darauf ankommen.
Dieser Anfall oder was immer das war dauerte etwa zwanzig bis dreissig Minuten. Dann beruhigte sich alles wieder. Vollkommen erschöpft drehte ich mich auf die Seite und schlief wieder ein. Der Schmerz kam nie wieder. Das war eine einmalige Sache.

Als ich wegen Long-Covid beim Arzt war, hab ich ihm davon erzählt. Er hat nur abgewunken und gesagt, das sei nichts und wechselte das Thema. Ich hätte da wohl nachsetzen müssen. Hab ich aber leider nicht.
Ich hatte Covid im Frühling 2020 und habe seither Probleme mit Long Covid. Vor allem in den Beinen. Ich kann nur noch ein paar Hundert Schritte gehen bevor die Schmerzen zu stark werden. Vor Covid war ich regelmässig auf dem Laufband und auch im Wald und war auch anderweitig aktiv. Davon kann ich jetzt nur noch träumen. Ich bin müder als früher und habe weniger Energie und komme viel schneller ausser Atem. Ich habe zugenommen, obwohl ich Intervallfasten mache und mich sehr gesund ernähre. Auch Wortfindungsstörungen und Konzentration sind ein Problem seither. Irgendwie scheint das aber keinen Arzt zu interessieren. Die gehen alle drüber hinweg als wärs nichts. Ich hab auch einem Arzt gesagt, dass meine Atemfrequenz seither höher ist. Die liessen mich da in ein Messgerät blasen und sagten, es sei alles normal für eine Frau meines Alters. Ich habe dreimal wiederholt, dass ich vor Covid weit über Durchschnitt tiefer und langsamer geatmet habe und wenn es jetzt so wie bei allen, also normal, sei, dann sei das für mich eben nicht normal. Nach dem dritten Mal hab ich aufgegeben. Das kommt gar nicht an. Ich mache seit über vierzig Jahren täglich Meditation und Atemübungen, daher ist meine Frequenz anders. Vor Covid machte ich 5-7 Atemzüge pro Minute. Seit ich Covid hatte mach ich 10-14. Auch mein Ruhepuls ist seit Covid um zehn Punkte höher. Warum zum Teufel wird das alles ignoriert?

Wie auch immer: Vielleicht hatte dieser stechende Brustschmerz in der Nacht auch etwas mit Long-Covid zu tun?
Ich sollte auch noch erwähnen, dass ich jetzt in dem Alter angekommen bin, in dem mein Vater an einem plötzlichen Herztod starb. Auch sein Vater starb daran, allerdings lebte dieser zehn Jahre länger.

So, mehr fällt mir nicht dazu ein.
Ich wüsste einfach gerne, was in dieser Nacht mit mir los war. Es muss ja nicht das Herz gewesen sein. Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten.

Danke für's Lesen :)
 
wundermittel
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Halllo Elara,

der Gedanke an einen Herzinfarkt liegt bei diesen Symptomen durchaus nahe. Deshalb verstehe ich Deinen Arzt nicht, der nur abgewinkt hat.
Aber Du hast doch die Möglichkeit, gleich zu einem Kardiologen zu gehen und Dein Herz mal recht gründlich untersuchen zu lassen!

Was natürlich auch gut sein kann: daß bei Dir sich ein Wirbel verschoben hat. Wie sieht denn Deine Wirbelsäle so aus? Vor allem um T3 herum?

... Diagnose und Therapie in meiner Heilpraktiker-Praxis bei Herzbeschwerden:

  1. Internistische Klärung

    Klärung einer organischen Ursache der Herzbeschwerden in Zusammenarbeit mit Internisten und Kardiologen.
  2. Orthopädische manualtherapeutische Klärung

    Die Wirbelsäule wird manuell auf Wirbelfehlstellungen und -blockaden untersucht und ggfs. wieder in Ihre Idealstellung gebracht. Im Gegensatz zum Strecken und Dehnen von Bändern in der Chiropraktik wird mit der DORN-Methode und der Schädelakupunktur eine sanfte Korrektur erzielt.
  3. Kontrolle der Zähne

    Bestimmte Zähne stehen über das Nerven- und Meridiansystem mit dem Herzen in Verbindung. Diese werden mittels Kinesiologie getestet und ggfs. in Absprache mit Ihrem Zahnarzt saniert. ...

Evtl. käme auch das Roemheld-Syndrom in Frage:

Grüsse,
Oregano
 
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wie oregano schon sagte, kann man beim kardiologen klären lassen, ob evtl. das herz betroffen ist.
aber vor allem würde ich mir einen anderen hausarzt suchen. solche evtl. ernsten beschwerden einfach zu ignorieren ist voll daneben.
evtl. roemheld kann man ganz einfach feststellen, eigentlich sogar selbst (bauchdecke im liegen weich eindrückbar oder gespannt usw., bei mit google findet man dazu jede menge infos) und die wirbelsäule mal beim orthopäden anschauen lassen ist mit zunehmendem alter auch gut, wenn man beschwerden hat, die evtl. damit zusammenhängen könnten.
außerdem weiß man dann gleich zu welchem man gehen kann, wenn man mal rücken- oder gelenkbeschwerden bekommt, weil es da halt auch solche und solche gibt und man bei heftigen akuten beschwerden nicht erst lange nach einem guten suchen kann.


lg
sunny
 
regulat-pro-immune

ory

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Hallo Elara,
Vor ein paar Wochen erwachte ich mitten in der Nacht mit einem stechenden Schmerz in der Brust, wie ich ihn noch nie hatte und seither auch nicht mehr. Es war ungefähr auf Höhe der Brustwarzen, aber exakt in der Mitte der Brust, irgendwo beim Brustbein.
Wie Oregano erwähnte, könnte womöglich der T3-Brust-Wirbel, durch eine ungünstige Bewegung im Schlaf eine Blockade erzeugt haben, welche sich aber Gottseidank von allein wieder entspannt hat.

Einen anderen Haus-Arzt, wie sunny erwähnte, würde auch ich dringend empfehlen.

Dein Schmerz, der ja schon vor Wochen war und der sich nicht wiederholt hat, den du aber noch im Kopf trägst, den lohnt es sich mal nachzugehen.....es ist gut das du dich mit Meditation und Atemübungen auskennst und du dich damit selber in Entspannung bringen kannst.

Nicht nur Corona mit allem drum und dran, sowie die überstandene Infektion und anschließender Long-Covid, bringt einiges auch an seelische Beschwerden mit sich.

Gruß Ory
 
Themenstarter
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Wie sieht denn Deine Wirbelsäle so aus? Vor allem um T3 herum?
Die soll wohl etwas schief geraten sein. Hatte bisher aber keine Probleme damit. Und dieser Bogen, der normal beim Hals drin ist, der fehlt mir. Da gehts mehr oder weniger bolzengerade durch. Aber auch das hat noch nie Probleme gemacht. Einzig kann ich, wenn ich auf dem Rücken liege, keine Kopfkissen brauchen, damit krieg ich Kopfweh.

evtl. roemheld kann man ganz einfach feststellen, ...
Noch nie davon gehört. Check ich ab. Vielen Dank.

Dein Schmerz, der ja schon vor Wochen war und der sich nicht wiederholt hat, den du aber noch im Kopf trägst, ...
Ach das fiel mir nur plötzlich wieder ein. Weiss gar nicht mehr warum.

Ich danke euch allen für eure Antworten. Ahnte ich doch, dass es noch andere Möglichkeiten gibt als das Herz. Das mit dem Roemheld werd ich abklären. Und auch den T3 im Auge behalten.

Dass mein Hausarzt nicht gut ist, denke ich nicht. Ich habe ihn grad erst gewechselt, weil mir der letzte Schmerzmedikamente aufdränen wollte, die ich ausdrücklich nicht wollte. Und wenn man mit Sechzig das erste Mal bei einem neuen Hausarzt ist, gibts einiges zu erzählen. Da kann auch mal was untergehen. Ich werde bei meinem nächsten Besuch nochmal darauf hinweisen.

Noch mal herzlichen Dank für alle eure Antworten. Die helfen mir bestimmt weiter. Auf jeden Fall fühle ich mich jetzt wieder sicherer. Habt eine gute Zeit alle und ich wünsch euch viel Gesundheit!
 
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