Hautkrebsvorsorge stoppen?

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James

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Sparen auf Kosten unserer Gesundheit: Das ist der Plan von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Sie will die kostenlose Hautkrebs-Vorsorge für Millionen Menschen abschaffen. Dabei steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren. Gleichzeitig schont Warken die Pharmaindustrie. Noch muss der Plan durchs Kabinett – in der SPD rumort es bereits.

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Je mehr Unterschriften zusammenkommen um so höher ist die Change, das diese Pläne gestoppt werden. Da ich selbst mal vom schwarzen Hautkrebs betroffen war und weiß, das es vielen Menschen genau so geht finde ich diese Pläne einer Gesundheitsministerin für unvereinbar mit ihrer Aufgabe, da gerade Hautkrebs, wenn er rechtzeitig erkannt wird sehr gute Heilungschangen aufweist, aber im Vorfeld von Laien oft nicht bemerkt wird.
 
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Sparen, koste es was es wolle. Die Behandlung des fortgeschrittenen Hautkrebses ist sicher teurer und für den Patienten belastender und möglicherweise tödlich.
 
Sie will die kostenlose Hautkrebs-Vorsorge für Millionen Menschen abschaffen.

ja, weil Vorsorge-Untersuchungen mehr schaden als nutzen.


die haben schon gute Gründe.


Je mehr Unterschriften zusammenkommen um so höher ist die Change, das diese Pläne gestoppt werden.

die werden nicht gestoppt, weil sie bemerkt haben, dass die ganze Früherkennung bei Krebs eben mehr schadet als hilft..

Da ich selbst mal vom schwarzen Hautkrebs betroffen war und weiß, das es vielen

Ja, bei einzelfällen kann es Leben retten, aber es zerstört eben mehr als es heilt.
Gut, dass du zur Früherkennung gegangen bist und es dir geholfen hat, es soll jeder selber entscheiden ob er das tun will, aber eben nicht mehr mit dem falschen Versprechen, dass es immer Leben rettet, das Gegenteil ist der Fall.
 
Bei mir wurde 1980 der Brustkrebs durch Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Ob ich heute noch leben würde, wenn er nicht rechtzeitig operiert worden wäre, ist offen. Ob die folgende Bestrahlung sinnvoll war, ist die zweite Frage. Sie hat mir einen Herzklappenschaden wingebrockt.
 
@AufderSuche007 Wie kann eine Vorsorge schaden, die lediglich durch Ansehen auffälliger Hautstellen wie Muttermale und Leberflecken geschieht? Blicke sind nicht tödlich, Krebs im fortgeschrittenem Zustand schon. Aus eigenem Erleben weiß ich, das die Merkmale anfänglich sehr klein und unauffällig sind und von Laien nicht erkannt werden.
 
Wie kann eine Vorsorge schaden, die lediglich durch Ansehen auffälliger Hautstellen wie Muttermale und Leberflecken geschieht?
Ich sehe dies für mich auch als eine Untersuchung mit gutem Risiko/Nutzen-Verhältnis. Zumal Vorstufen gefunden werden, die noch kein Krebs sind. Es gibt Stimmen, die kritisieren, dass viel "rausgeschnippelt" wird, was nicht nötig wäre. Da muss ich aber sagen: Ob ich irgendwo am Körper eine kleine, vielleicht nicht mal sichtbare, Narbe habe, ist mir egal. Meist muss das wohl nicht mal genäht werden.
 
Ich habe eine Info darüber, dass diese Hautkrebsuntersuchung in einem Wochenendkurs gelehrt wird, also nicht wirklich fundiert sein soll ? und es immer weniger Hautärzte gibt, die ihren Beruf noch ernst nehmen (wohlgemerkt nicht alle), viele zielen aufgrund der Mehreinnahmen fast nur noch auf Ästhetik und schnellen Einnahmen ab, die Schnippelwarzen sind ja auch meist privat zu zahlen.
Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich immer froh war, wenn jemand zumindest mal einen professionellen Blick auf bestimmte Haut-Veränderungen geworfen hat und wenn obiges ein Grund für die Abschaffung sein sollte, dann wäre es wohl eher ratsam die Prüfungen oder Voraussetzungen für so eine Diagnosestellung zu verändern.
 
Einen professionellen Blick auf bestimmte Hautveränderungen kann man ja immer noch werfen lassen; dann hat man einen Anlaß für eine Diagnose beim Hautarzt.

Bei dem Krebsscreening geht es aber um einen anlaßlosen Arztbesuch und um die Betrachtung der gesamten Haut (das ist natürlich teuer und der Ertrag steht vermutlich in keinem Verhältnis zum Aufwand -- weder finanziell noch nach geretteten Lebensjahren).
 
Also meine letzte Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt hat keine 10 Minuten gedauert......also die Länge eines durchschnittlichen Termins.
 
Es geht ja hier nicht nur um die Patienten, die Hautärzte sind zum Teil auch nicht mehr motiviert weiter zu machen, aufgrund u.a. dieser Kürzungen.
 
(das ist natürlich teuer und der Ertrag steht vermutlich in keinem Verhältnis zum Aufwand -- weder finanziell noch nach geretteten Lebensjahren)
Naja... (https://abrechnungsstelle.com/goae/goae-7/ plus evtl. noch https://abrechnungsstelle.com/goae/goae-750/). Von Selbstzahlern nimmt meine 40 Euro. Und wichtig ist bei der Sache ja auch Erfahrung - eine Wochenendausbildung würde ich da auch eher nicht als ausreichend ansehen, das allein durchzuführen.
 
ich sage,
aus meinen Gedanken heraus spontan, dass Vorsorge nicht immer die Lösung ist. Manches könnte der Köper vielleicht selbst bewältigen, wenn keiner das Herumschnippeln anfängt.

Wobei ich / wir das nie wissen können,
kein Mensch, der bei der Vorsorge ein Ergebnis hatte, das er behandeln ließ wird je wissen, wie es weiter gegangen wäre, ohne eine Behandlung.

Manche sterben an der Behandlung, manche überleben durch die Behandlung oder ohne Behandlung (was wir im Nachhinein nicht wissen würden, wenn wir keine Vorsorge gemacht hätten).

So bleibt es offen, ob Vorsorge Sinn macht oder ein Übel ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei ich / wir das nie wissen können,
kein Mensch, der bei der Vorsorge ein Ergebnis hatte, das er behandeln ließ wird je wissen, wie es weiter gegangen wäre, ohne eine Behandlung.
Es geht nicht um Vorsorge, sondern Früherkennung. Wobei der Begriff Vorsorge bei dieser Untersuchung (siehe Thread-Titel) in dem Sinne doch passt, als eben Vorstufen gefunden werden können. Natürlich weiß man nicht, wie es weiter gegangen wäre, aber bei einem Melanom (das sehr schnell metastasieren kann) möchte man es vielleicht doch nicht ausprobieren.

Manche sterben an der Behandlung, manche überleben durch die Behandlung oder ohne Behandlung ...
An der Excision eines Muttermals stirbt man eher nicht. Eine Ausnahme könnte sein, wenn da in Krebszellen reingeschnitten wird und diese so in die Blutbahn gelangen. Um das zu vermeiden wird beim Schneiden aber ein Sicherheitsabstand um das Muttermal herum eingehalten.

Es macht in der persönlichen Abwägung sicherlich auch einen Unterschied, ob jemand viele Muttermale hat (teils ja auch schon von Geburt an) oder nicht.
 
So bleibt es offen, ob Vorsorge Sinn macht oder ein Übel ist.

nö, man weis sogar sehr viel über die Früherkennung..
es gibt Statistiken, Daten, die zeigen, dass es keine Veränderung der Sterblichkeit an Hautkrebs gibt....nach 5 Jahren hat das Hautkrebs-Screening kein Leben gerettet, aber viele Millionen neue Patienten geschaffen, das gibt Geld, oder kostet viel, je nachdem für wen.

es gibt einige Bücher die aufklären und Statistiken zeigen, eines davon z.B.

Als ich die Bücher über Krebs und was Krebs wirklich ist, gelesen hatte, war ich nicht nur erstaunt, ich konnte auch gleich die Angst vor Krebs loslassen, alles Betrug und Geldmacherei...das hätte ich nie für möglich gehalten, aber es lohnt sich zu informieren.

und ich bin auch erstaunt, dass es sogar Politiker wissen, oder besser gesagt, zugeben, dass sie es wissen.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU)

..scheint eine davon zu sein und das freut mich.


.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mir hat ein Hautarzt der reif für die Rente ist letztes Jahr etwas was er für weißen Hautkrebs hielt ("Uh, des isch Krepps!") aus dem Bein rausgeschnippelt. War aber nur ne Narbe, wie es mehrere Ärzte vor ihm auch gesagt haben.

Wenn ich mir den Unterschenkel jetzt ansehe, bereue ich klar zu ihm gegangen zu sein.
Er hätte zahlreiche dunkle Leberflecken zur Auswahl gehabt, aber nein, er hat das Harmloseste gewählt.
 
Manche sterben an der Behandlung, manche überleben durch die Behandlung oder ohne Behandlung ...
Es geht nicht um Vorsorge, sondern Früherkennung. Wobei der Begriff Vorsorge bei dieser Untersuchung (siehe Thread-Titel) in dem Sinne doch passt, als eben Vorstufen gefunden werden können. Natürlich weiß man nicht, wie es weiter gegangen wäre, aber bei einem Melanom (das sehr schnell metastasieren kann) möchte man es vielleicht doch nicht ausprobieren.

so meinte ich das auch.
Es kann auch nur durch ein einfaches Herausschneiden etwas entfacht werden; das wissen wir nicht. Auch wenn der Arzt noch so perfekt seine Arbeit getan hat - so sind meine Gedanken dazu.
 
Beim schwarzen Hautkrebs, dem Melanom kann die Früherkennung lebensrettend sein. Beim weißen Hautkrebs, Basalzellenkarzinom = Basaliom oder Spinaliom= Plattenepithelkarzinom ist weniger Eile erforderlich. Es können Alternativen erwogen werden. Ich würde auf CDL oder CISS setzen. Beim Melanom wäre ich für Excision plus ClO2-Anwendung.
 

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