Für Asthmatiker besser Slow Food

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Für Asthmatiker besser Slow Food


Um ihr Asthma gut unter Kontrolle zu halten, sollten betroffene Patienten besonders fett-und energiereiche Mahlzeiten wie z.B. Fastfood möglichst meiden. Dazu raten die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung e.V. (DLS) in Hannover. Gesättigte Fettsäuren können die chronisch schwelende Entzündung in den Bronchien der Patienten offenbar verschlimmern und die Wirkung ihrer Bronchien erweiternden Asthma-Medikamente herabsetzen, erläutert Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der DLS, unter Berufung auf die aktuellen Studienergebnisse australischer Wissenschaftler, die kürzlich auf der Jahreskonferenz der American Thoracic Society in New Orleans vorgestellt wurde. Asthmatiker, die an der Untersuchung teilgenommen haben, bekamen entweder eine fett- und energiereiche Mahlzeit aus Hamburgern und Kartoffelpuffern aufgetischt (Brennwert: 1000 kcal, davon 52 % Fett) oder ein fettarmes Joghurt (200 kcal, 13 % Fett), berichtet Morr. Vor dem Essen und vier Stunden danach wurde der Bronchialschleim bei allen Teilnehmern auf den Gehalt an Entzündungszellen untersucht. Dabei war bei den Asthmatikern nach der fett- und kalorienreichen Mahlzeit ein deutlicher Anstieg bestimmter Entzündungszellen und Substanzen aus den Atemwegen (Neutrophile Granulozyten und TLR4 mRNA) zu verzeichnen nicht aber nach der fettarmen Zwischenmahlzeit. Außerdem war die Wirkung eines bestimmten Asthma-Medikaments, das zur Erweiterung der Bronchien eingenommen wird, nach der fettreichen Mahlzeit vermindert.

Wenn zu viele gesättigte Fettsäuren im Blut kursieren, werden offenbar bestimmte Entzündungsreaktionen angekurbelt das vermuten die Forscher und wollen diese Zusammenhänge jetzt noch detaillierter untersuchen. Beide Untersuchungsergebnisse implizieren jedenfalls, dass Asthmatiker nach einer fettreichen Mahlzeit mit mehr Asthma-Beschwerden rechnen müssen - wie zum Beispiel mit einer zunehmenden Verschleimung und Verengung ihrer Bronchien und damit Atemnot -, die sich mit den gewohnten Medikamenten auch nicht mehr so gut in den Griff bringen lassen dürften, warnt Morr. Im Gegensatz dazu kann eine fettreduzierte, gesunde Ernährung das Asthmamanagement sinnvoll ergänzen und den Patienten dabei helfen, die Kontrolle über ihre Erkrankung zu behalten.

Mittelmeerküche anstelle von Fastfood

Vor Fastfood ist nicht nur wegen des übermäßigen Gehalts an so genannten schlechten Fetten abzuraten, sondern auch weil diese Nahrung grundsätzlich zu wenig Anti-Oxidantien enthält. Ganz anders verhält es sich mit der Mittelmeerkost, die sich bekanntlich gut zur Vorbeugung von Herz- und Gefäß-Erkrankungen eignet, aber auch das Risiko für chronische Erkrankungen der Atemwege senkt, betont Morr. Ein wichtiger Aspekt der mediterranen Ernährungsweise sind die so genannten guten Fette. Das heißt: ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl und Omega-3-Fettsäuren, die zum Beispiel reichlich in Fischen wie Makrele, Lachs und Hering enthalten sind. Ein weiterer Pluspunkt der Mittelmeerkost ist aber auch der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen bzw. den Anti-Oxidantien, die insbesondere in Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Nüssen stecken.

Lungenärzte im Netz - Mit bundesweiter Lungenarzt-Suche

Diesen Artikel könnte man genausogut in Ernährung reinstellen.

LG, Difi
 
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