Kate

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Analog zur Frage bezüglich der Firma Sunday:


will ich mal Fragen:

Was haltet Ihr von der Firma LebePur, von der mittlerweile sehr viele Produkte an sehr vielen Stellen (z.B. Bio- Drogerie-, Supermärkte) verkauft werden?

Zwei Punkte haben mich skeptisch gemacht:

1. LebePur "Premium Kollagen" - angebliche Zertifizierung der Weidehaltung der Rinder fraglich
Das Pulver ist laut der von mir gekauften Packung (siehe auch: LebePur Premium Kollagen | Amazon, das Foto über der Überschrift " Ohne jegliche Zusatzstoffe") aus "zertifizierter Weidehaltung".
Weder 2 nachfragende Amazon-Kunden (siehe eben genannter Link) noch ich per Mail, samt Nachhaken nach einiger Zeit, bekamen eine Antwort darauf, wer die Zertifizierung durchgeführt hat. Mindestens halte ich das für ein mangelhaftes Kommunikationsverhalten Kunden gegenüber. Interessanter Weise finde ich auf deren Website neuerdings auf den Packungsfotos den Hinweis auf die Zertifizierung nicht mehr. Primal lässt sein Kollagenhydrolysat nach meinem Informationsstand bei LIAF zertifizieren.

2. LebePur Gerstengras - "mangelhaftes" Ökotest-Ergebnis 2014
Siehe z.B.
Aufgrund der hohen Mengen an Mineralölrückständen, darunter sowohl aromatische als auch gesättigte Kohlenwasserstoffe, konnte das Testergebnis der Inhaltsstoffprüfung nur „mangelhaft“ lauten. Zudem wurden die Spuren eines Pestizids nachgewiesen. In Bezug auf die Mineralölrückstände teilte LebePur mit, dass künftig alle Zulieferer verpflichtet seien, für die Lagerung der Rohstoffe kein recyceltes Papier für die Verpackung zu verwenden oder die Produkte in dessen Nähe zu lagern. Zudem werde in Zukunft auf mineralische Öle geprüft. - Zusammengefasst durch unsere Redaktion.

Punkt 2 kann sich natürlich inzwischen verändert haben und Punkt 1 wurde wohl stillschweigend "korrigiert" - demnach scheint aber keine Zertifizierung für die Weidehaltung zu existieren und ich gehe von mindestens einer gewissen Schlampigkeit, womöglich gar einen Betrugsversuch aus. Beide Produkte werde ich nicht mehr kaufen, bei den anderen bin ich skeptisch.

Kauft Ihr deren Produkte und was haltet Ihr davon?
 
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Ich habe mit LebePur persönlich keine Erfahrung, aber du sprichst zwei sehr wichtige Punkte an, die man bei solchen Marken grundsätzlich prüfen sollte – Transparenz und Rohstoffqualität.

Gerade bei Kollagenprodukten lohnt sich ein genauer Blick:
„Weidehaltung“ klingt gut, ist aber kein geschützter Begriff. Entscheidend ist, wer zertifiziert – etwa unabhängige Institute wie LIAF (Life International Animal Foundation) oder EcoCert. Wenn der Hersteller dazu keine Angaben macht oder auf Nachfragen nicht reagiert, ist das immer ein Warnsignal.

Leider stammen viele Kollagenhydrolysate tatsächlich aus Schlachtnebenprodukten (Häute, Knochen, Sehnen), die aus verschiedenen Ländern zusammengekauft werden. Die Qualität hängt dann stark vom Rohstoffmanagement und der Rückverfolgbarkeit ab – nicht vom hübschen Etikett.

Zum Thema Gerstengras: Der Öko-Test-Bericht von 2014 ist bekannt, und LebePur hatte damals zugesagt, künftig auf Mineralölrückstände (MOSH/MOAH) zu prüfen. Ob und wie konsequent das umgesetzt wurde, lässt sich nur über aktuelle Analysen oder Rückmeldungen des Unternehmens nachvollziehen.

Mein Fazit:
Solange Herkunft, Laboranalysen und Zertifizierungen nicht klar dokumentiert sind, würde ich solche Produkte eher meiden.
Marken, die Chargenprüfberichte offenlegen (z. B. Schwermetalle, Pestizide, MOSH/MOAH, Kollagenquelle), sind in der Regel vertrauenswürdiger.
„Bio“ oder „Weidehaltung“ reicht als Qualitätskriterium nicht – entscheidend ist die Transparenz in der Lieferkette.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nach LIAF-, ISO- oder EcoCert-zertifiziertem Kollagen aus kontrollierter Tierhaltung suchen – und bei Supermarktmarken mit reiner Marketing-Sprache eher vorsichtig sein.
 

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