Ernährung für eine optimale Schilddrüsenfunktion

darleen

Meiner Ansicht nach der beste Link zu Tryptophan und Serotonin: Tryptophan, serotonin, and aging
Wichtig sind natürlich die Referenzen, die man sich immer anschauen sollte. Allerdings braucht man für diese Referenzen schon sehr gute wissenschaftliche Fachkenntnisse, da diese doch recht kompliziert sind. Der Link fasst es in verständlicher Weise zusammen.

hallo Thyroid

danke für den Link

bin aber noch nicht fertig mit dem Durchlesen , was ich bis jetzt las hört sich schlüssig an..

mal sehen was ich davon halte, wenn ich fertig bin..;)interessant alllemal...

liebe grüße darleen:wave:
 
wundermittel
Beitritt
21.05.06
Beiträge
3.738
Hallo thyroid,
bist Du noch im Forum?
Ich arbeite mich zur Zeit durch sämtliche Artikel von Ray Peat - und bin begeistert! Es ist, als ob endlich alles zusammenfällt, Sinn macht.
Hab immer Teile seiner Empfehlungen unwissenderweise umgesetzt, aber nie alles zusammen (entweder viel Obst und null Fett oder viel Fett und low carb).
Jetzt bringe ich alles zusammen und hoffe, dass sich meine Hormone dadurch regulieren.Irgendwie hab ich so das Gefühl, dass das funktionieren wird :)
 
Beitritt
20.03.09
Beiträge
1.819
Beim Durchlesen der Ernährungsempfehlungen frage ich mich:
Ist es nicht unlogisch eine Erkrankung mit einer Ernährungsart zu heilen, die für unsere Breitengrade unnatürlich ist? Denn Obst spielt bei uns nur im Sommer eine Rolle. Jetzt gibt es noch Äpfel und Birnen. Alles anderes muss aus fernen Ländern importiert werden.

Ist es nicht am sinnvollsten eine Erkrankung mit dem zu heilen, was es bei uns gibt?

Gerade durch den vielen Fructosekonsum entstehen ja die Unverträglichkeiten.

Gemüse ist das wichtigste, was wir hier haben bei uns.

Wem diese Ernährung hilft, da sage ich prima, freut mich. Nur finde ich diese nicht nachvollziehbar, käme also für mich nicht in Frage.

VG
julisa
 
regulat-pro-immune
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.186
Beim Stöbern habe ich diesen Hinweis von Dr. Kamsteeg bzgl. Zusammenhänge Nahrungsmittel und Verringerung der Schilddrüsenfunktion gefunden.
Seinen Hinweis dass bei einer vorhandenen HPU dies nicht geschieht, verstehe ich nicht so ganz. Heißt das jetzt, es ist bei den HPU-lern in den Werten nicht ersichtlich und geschieht trotzdem oder geschieht die erhöhte TSH-Ausscheidung durch diese Nahrungsmittel bei den HPU-lern generell nicht.???

Nahrungsmittel, welche die Schilddrüsentätigkeit verringern

Einige Verbindungen sind im Stande, die Produktion der Schilddrüsenhormone zu hemmen. Hinsichtlich des Mechanismus, womit dies passiert, werden sie Goitrogene genannt. Als Folge der Senkung der Produktion der Schilddrüsenhormone wird die TSH-Ausscheidung zunehmen (nicht bei HPU), wodurch ein Kropf (Goiter) entsteht. Einige Goitrogene kommen in der normalen Ernährung vor, andere in Medikamenten mit goitrogenen Nebenwirkungen. Die am wenigsten toxisch sind und den größten Effekt haben werden bei der Behandlung einer überaktiven Schilddrüse (Hyperthyroidismus) eingesetzt.
Obwohl Jodmangel ohne Zweifel die wichtigste Ursache bei der bei der Entstehung von einem Kropf oder Kretinismus ist, spielen in einigen Fällen auch goitrogene Verbindungen dabei eine wichtige Rolle. Goitrogene werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Manche Nahrungsmittel fallen in mehrere Kategorien.

Einige Nahrungsmittel enthalten cyanogene Glucoside. Diese Verbindungen setzen bei Hydrolyse durch Glucosidase Cyanid (Blausäure) frei. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören Mandeln, Kassava (Maniok), Sorghumhirse (auch Mohrenhirse, Kaffernkorn oder Durra genannt), Mais und Hirse. Kassava enthält soviel von dieser Verbindung, dass das Essen der rohen Wurzel tödlich sein kann. Normalerweise wird die Wurzel gewaschen, getrocknet und anschließend gemahlen. Hierbei geht das Cyanid zum größten Teil verloren. Das Essen von Kassava ist in großen Teilen von Zentralafrika für das Auftreten von Kropf verantwortlich.

Eine andere wichtige Gruppe Goitrogene entsteht durch Hydrolyse des Thioglucosides. Hierbei entstehen Thiocyanate und Isothiocyanate und letztendlich schwefelhaltige Verbindungen, die ausgeschieden werden. Diese Verbindungen spielen eine wichtige Rolle in der Wirkung von Pflanzen der Gattung Brassica (Kohl) und anderer Cruciferae (Kreuzblütler). Sie kommen auch vor in Compositae (Korbblütlern) und Umbelliferae (Doldenblütlern). Zu den Pflanzen, welche die Verbindungen enthalten, gehören Kohl, Grünkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Turnip (eine Kreuzung zwischen Kohl und Rübe), Rutabaga (Schwedische Rüben), Senf, Radieschen und Meerrettich. Diese Verbindungen kommen auch in der Milch von Kühen vor, die solche Pflanzen gefressen haben. Das Isocyanat Cheirolin, das in den Blättern vom Choumoullier vorkommt, ist in bestimmtem Gebieten von Australien für das Auftreten von Kropf verantwortlich. Auch hier geht der Weg hauptsachlich über das Viehfutter, die Kühe und die Milch zu den Menschen. Thiocyanat hemmt die Aufnahme vom Jod aus dem Blut in die Schilddrüse. Astwood und Greer wiesen in Turnip den Stoff Progoitrin nach, der ein Senföl-Thioglycosid ist. Er wird vermutlich durch Bakterien im Darm in Thioglycosid, L-5-Vinyl-2-Thio-Oxazolidon umgesetzt. Dieser Stoff hemmt die Oxidation von Jod und die Bindung an Eiweiße. Eine ähnliche Wirkung wird Thiocarbamid zugeschrieben.

Zu diesen Kategorien werden folgende Nahrungsmitteln gezählt:

Mais
Erdnuss
Soja
Raps
Hirse
Grünkohl
Brokkoli
Kohlrabi
Blumenkohl
Senf
Rosenkohl
Pinienkerne
Kohl





KEAC - Klinisch Ecologisch Allergie Centrum: Wissenswertes - Nahrungsmittel, welche die Schilddrüsentätigkeit verringern
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
02.10.10
Beiträge
4.990
Hallo Kayen,

meines Wissens ist diese Sache, dass man keine Goitrogene (Kohl usw.) bei Schilddrüsenkrankheiten essen darf, überholt. Ich hab jetzt keinen Link dazu, hab es aber an verschiedenen Stellen gelesen. (ob das mit den Blausäureverbindungen was anderes ist, weiß ich allerdings nicht - müsste ich wohl mal prüfen, da ich öfters mal Maniok esse)

Viele Grüße
 
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.186
Danke, damdam:)

Überholt klingt gut, danke für die Info. Ich muss sagen manchmal macht es keinen Spaß mehr, sich konkret mit Nahrungsmittel zu beschäftigen, denn unterm Strich wird für die Histaminintoleranten dann nichts mehr übrig bleiben, da hier, in Kamsteegs Liste, viele Nahrungsmittel aufgeführt werden, die überhaupt noch lt. Liste gehen. Versuche jedoch alles, was die Schilddrüsenfunktion dämpft, z.B. östrogenlastige Nahrungsmittel/Naturheilmittel zu vermeiden, da ich mit meinen Werten immer an der unteren Referenz krebse.

Liebe Grüße von Kayen
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben